27 internationale Energie- und Klimaforscher verurteilen globale Kohle-Renaissance

Anlässlich des umstrittenen internationalen Kohle- und Klimagipfels in Warschau hat eine Gruppe aus 27 internationalen Energie- und Klimawissenschaftlern eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Sie kritisieren darin den derzeitigen globalen Trend zur vermehrten Kohlenutzung. Insbesondere wollen sie der Annahme entgegentreten, „hocheffiziente, emissionsarme Kohleverbrennungstechnologien“ könnten eine Lösung für das Klimaproblem darstellen: „Selbst die effizientesten kohlebefeuerten Kraftwerke stoßen etwa 15 mal mehr CO2 pro Kilowattstunde aus als erneuerbare Energiesysteme und mehr als zwei mal so viel wie effiziente gasbefeuerte Anlagen“, heißt es in der Erklärung.

Die globale Emissionspraxis liege im Moment oberhalb des 6°-Szenarios der Internationalen Energie-Agentur (IEA), wodurch auf kurz oder lang verheerende Folgen für die Menschheit heraufbeschwört würden. Dabei könne man bereits heute auf Alternativen aufbauen, die daneben auch durchaus bezahlbar seien: „Wenn die externen Kosten von Gesundheits- und Klimaschäden berücksichtigt werden, so ist Strom aus erneuerbaren Quellen billiger als aus fossilen Brennstoffen gewonnener Strom, einschließlich Kohle.“

Die Erklärung in voller Länge finden Sie hier!

 

Quelle: Klima Allianz Deutschland
Bild: fotolia

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