Deutschland als Stromexportland

Deutschland exportiert auch im ersten Quartal 2012 wieder mehr Strom als es importiert. (8,2 Milliarden kWh mehr Stromexport als -import in Deutschland) Dies belegen die neuesten Zahlen der AG Energiebilanzen e.V. (AGEB). Trotz des Abschaltens von acht Atomreaktoren und der winterbedingt gewöhnlich höheren Stromverbrauchs, erzielt das Land wieder einen großen Überschuss in der Stromhandelsbilanz. Im I. Quartal haben rechnerisch vier der noch neun Atomreaktoren nur für den Export produziert.

Diese Zahlen widerlegen diejenigen, die immer wieder Angst vor einem Zusammenbruch der Stromversorgung schüren und zeigen, dass gerade der Zubau von Solar- und Windkraftwerken der richtige Weg ist. Wenn wir endlich mit Energiesparen und Energieeffizienz ernst machen und auch deswegen den Bremser Rösler entfernen, wenn wir mit Lastmanagement – also der Steuerung flexibler Stromverbraucher nach dem Angebot preiswerten Stroms – und Netzumbau sowie Speicherzubau anfangen, können wir schnell alle Atomkraftwerke abschalten und zugleich die klimaschädlichen Kohlekraftwerke immer weniger laufen lassen.

Da der Strom aus Erneuerbaren Energien den Import von Energien reduziert und vorrangig zur Wertschöpfung im Lande führt, schafft dies Arbeit und Einkommen. Selbst bei Verwendung von „Chinesenmodulen“ erfolgt über 90 Prozent der Wertschöpfung in unserem Land. Und der Strom aus Wind- und Solaranlagen kostet keinen Treibstoff und wird von Jahr zu Jahr preiswerter. Schon bald wird Deutschland das Industrieland mit der modernsten und preiswertesten Stromversorgung sein.

Quelle: FORUM e.V. 2012

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