BMBau-Studie: Verbrauchsausweise realitätsnäher als Bedarfsausweise

Für eine vom Bundesbauministerium (BMBau) beauftragte Studie wurden 94 auf Basis der EnEV 2007 erstellte Gebäude-Energieausweise nochmals intensiv nachgerechnet. Resümee: Die Abweichungen zwischen dem Ergebnis des vorhandenen Energieausweises und dem Ergebnis des Reviews waren bei den Verbrauchsausweisen deutlich geringer als bei den Bedarfsausweisen. Damit eine Vergleichbarkeit und Bewertung erfolgen konnte, wurden die Entstehung und Qualität der Energieausweie in Fallstudien nachvollzogen und bewertet. Als Gründe für die Abweichungen bei den Bedarfsausweisen werden die Verwendung unterschiedlicher Software-Programme für die Berechnung genannt, fehlerhafte Informationen aus insbesondere älteren Planungsunterlagen, falsche Annahmen bei den Wirkungsgraden einer Heizungsanlage oder den Wärmedurchgangskoeffizienten, die Verwendung von Erfahrungswerten bei Bauteilen nach Altersklassen und insgesamt unschlüssige Berechnungen. Auch bei den Verbrauchsausweisen gibt es Abweichungen, die auf fehlerhaften Annahmen und Berechnungen beruhen – jedoch signifikant weniger.

Die Vollständige Studie finden Sie hier:  BMBau Energieausweis-Studie 2011

Quelle: BMVBS-Online-Publikation, Nr. 01/2011; Gerhard Wohlauf, Wuppertal-Institut; cci-Branchenticker

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