Branche sieht Windstrom-Pläne der Koalition gelassen

Angesichts der jüngsten Nachrichten über die von der zukünftigen Koalition geplanten Einsparmaßnahmen bei der Windenergie gibt sich die Branche relativ gelassen. Einem Sprecher des Bundesverbandes Windenergie zufolge löse der Verhandlungsstand zwar im Moment keinen Jubel aus, man müsse aber zunächst die konkreten Details abwarten. Auch bei Deutschlands größtem Windenergieanlagenhersteller Nordex sieht man im Moment keinen Grund zur Panik: Bei einem moderaten Rückgang der Förderung sei kaum damit zu rechnen, dass tatsächlich viele Windprojekte in Frage gestellt werden.

Am Wochenende hatte sich die Arbeitsgruppe Energie von Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auf Einschränkungen bei der Windstromförderung geeinigt. Diese sehen unter anderem vor, dass die Einspeisevergütungen für Windräder an Land sich künftig am Windaufkommen am vorgesehenen Standort orientieren. Anlagen in windschwachen Gegenden sollen demnach deutlich weniger gefördert werden. Auch Offshore-Projekte wären von den geplanten Änderungen betroffen: Das Ausbauziel für Windkraftanlagen in der Nord- und der Ostsee soll Angaben zufolge von bislang 10 Gigawatt im Jahr 2020 auf 6,5 Gigawatt gesenkt werden. Jedoch zeigen die Branchenvertreter auch hier Gelassenheit, da das bisherige Ausbauziel ohnehin nicht realisierbar gewesen sei.

 

Quelle: Frankfurter Allgemeine
Bild: Dr. Christian Kühnel

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