Bundesregierung will Fracking regeln

Das Förderverfahren Fracking soll demnächst von der Regierung geregelt werden. Die Explorationsart ist höchst umstritten, da über die Bohrungen Chemikalien in den Untergrund gebracht werden und damit das Grundwasser verschmutzen könnten. In Deutschland besteht momentan eine unzureichende Gesetzeslage, die durch die neuen Gutachten präzisiert werden soll, so der Bundesumweltminister Peter Altmaier. In Trinkwasserschutzgebieten soll das Verfahren künftig komplett verboten werden. „Für alle anderen Bereiche wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung gesetzlich vorgeschrieben“, kündigte Altmaier an.

Schätzungen zufolge könnte die zur Verfügung stehende Schiefergasmenge ausreichen, um Deutschland für 13 Jahre mit Erdgas zu versorgen. Die Importabhängigkeit von Russland oder Norwegen würde durch den Einsatz der Fracking-Technologie sinken und Deutschland mehr Gestaltungsspielraum bei der Energieversorgung geben. Dem entgegen stehen große Umweltbefürchtungen. Auch eine verfahrensbedingte Initiierung von Erbeben wird nicht ausgeschlossen.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: IWR, sonnenseite.com

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