Kategorie: Allgemein

Wetterereignisse und Klimaphänomene

Sonntag, Dezember 2nd, 2018

Die Frage, ob die globale Erwärmung aufgehört hat, wird oft im Zusammenhang mit aktuellen Wetterereignissen aufgeworfen – beispielsweise nach heftigen Schneefällen, einer Kältewelle oder einem kühlen Sommer. Doch solche punktuellen und kurzzeitigen Ereignisse sagen wenig über die globale Erwärmung– sie sind nur Wetterphänomene. Beim Klima hingegen sind langfristige Trends wichtig, die über Jahrzehnte (oder länger) gemessen werden und natürliche Schwankungen des Klimasystems berücksichtigen. Und diese langfristigen Messungen zeigen, dass die Erde nach wie vor wärmer wird.

Deshalb sind auch mehrjährige Phasen, in denen die Oberflächentemperatur der Erde stagniert oder gar zurückgeht, kein Argument gegen die globale Erwärmung. Die Erfahrung zeigt – ebenso wie computergestützte Klimamodelle –, dass es im Verlaufe einer längerfristigen Erwärmung stets Zeiträume gibt, in denen ein Temperaturanstieg der Luft ausbleibt, zum Beispiel weil Wärme in die Ozeane abgeführt wird (allerdings hat die Klimaforschung es lange versäumt, darauf offensiv hinzuweisen).

Quelle und mehr Info:hier klicken

Können wir den Klimawandel spüren?

Samstag, November 24th, 2018

Was haben Hochwasser, Waldbrände und Trockenheit rund um den Globus miteinander zu tun? Ist das ein regionales Wetterereignis oder der Klimawandel?

 

Hier eine Erklärung vom ARD Wetterexperten

Kandidaten im Brennpunkt: Was tun gegen die Heißzeit?

Freitag, August 24th, 2018

Podiumsdiskussion in St. Ottilien

Es wird Zeit die Kräfte FÜR den Klimaschutz zu bündeln, deshalb veranstalten die Klimaschutzorganisationen

ELS (Landkreis Starnberg)
ZIEL 21 (Landkreis Fürstenfeldbruck)
LENA (Landkreis Landsberg)

am

13. September 2018
Im Kloster St. Ottilien, Erzabtei 1, 86941 Eresing, im großen Saal des Gymnasiums

eine Podiumsdiskussion zur Energiewende:

Unter dem Titel

„Kandidaten im Brennpunkt: Was tun gegen die Heißzeit?“

wollen wir von den Kandidaten der vier im Landtag vertretenen Parteien wissen, wie sie den Klimawandel und den Klimaschutz politisch einordnen und wie ihre möglichen Lösungsansätze aussehen.

Auf dem Podium werden wir begrüßen dürfen:
Hans Ritt (MdL-CSU Landtagsfraktion),
Christian Winklmeier (SPD Landtagskandidat)
Prof. Dr. Michael Piazolo (MdL-FREIE WÄHLER Landtagsfraktion)
Dr. Martin Runge (MdL-Bündnis 90/Grüne Landtagsfraktion).

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von der freien Journalistin Gabriele Uitz.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Für Interessierte aus dem Landkreis Starnberg wird ein Fahrservice von den S-Bahnhöfen Starnberg, Gauting und Gilching angeboten (Start in Starnberg: 17:30 Uhr). Anmeldung und Infos bis 5. September unter ernst.deiringer@energiewende-sta.de.

Podiumsdiskussion: Stillstand bei Klimaschutz

Montag, Juli 9th, 2018

Welche Maßnahmen planen die Parteien im Landtag?

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  • Florian von Brunn, MdL – Umweltausschuss – SPD
  • Benno Zierer, MdL – Umweltausschuss – Freie Wähler
  • Hans Ritt, MdL – Umweltausschuss – CSU
  • Ludwig Hartmann, MdL, Fraktionsvorsitz – Grüne
  • Andreas Scharli, – Energiewende Oberland

Moderation: Lui Knoll
Termin & Veranstaltungsort:
17. Juli 2018 – 19:00 Uhr Gemeindehaus der Apostelkirche, Münchner Straße 4, 82362 Weilheim

Veranstalter:
Bürgerlobby Klimaschutz – Citizens‘ Climate Lobby Germany e.V. (www.ccl-d.org)
Guat’s Klima e.V. (www.guatsklima.de)

Vor zweieinhalb Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Dort hat sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der maximalen Erderwärmung auf 2°C besser nur 1,5°C geeinigt. Damit sollen katastrophale Auswirkungen für unsere Zivilisation verhindert werden. Gegenüber 2009 ist in Deutschland der Ausstoß von Treibhausgasen nicht zurückgegangen, die Minderungsziele für 2020 werden wohl weit verfehlt. Der Unterschied zwischen dem was getan werden muss, um den Klimawandel zu bremsen und den realen Emissionen wird immer größer. Welchen Beitrag kann die Landespolitik leisten, diese Lücke zu schließen, um bei der CO₂ Verringerung deutlich voran zu kommen?

Hierüber diskutieren im Vorfeld der Landtagswahl 2018, Vertreter der derzeit im Parlament vertretenen Parteien. Im Mittelpunkt werden dabei die folgenden Fragestellungen stehen:

  • Inwieweit betrifft Bayern die Erderwärmung?
  • Braucht Bayern verbindliche Minderungsziele für den CO₂ Ausstoß?
  • Wie wird Bayern in Zukunft mit erneuerbarem Strom versorgt und welche Weichen muss dazu der Landtag stellen?
  • Was sind die Stellschrauben für einen umwelt- und klimafreundlichen Verkehr?
  • Wie kann Bayern zur Emissionsminderung im Gebäudebereich beitragen?

Eintritt frei:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, Spenden zur Deckung der Unkosten werden gerne angenommen.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen.

Mitglieder- und Delegiertenversammlung

Mittwoch, Juli 4th, 2018

Einladung zur 1. Mitglieder- und Delegiertenversammlung 2018
Datum: Do., 19.07.2018 um 19:30 Uhr
Ort: Gasthof Schützenhaus, Talhofstraße 22, 82205 Gilching

Tagesordnung

1. Begrüßung durch den Vorstand
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Wahl von Versammlungsleiter und Protokollführer
4. Bestätigung, ggf. Ergänzung der Tagesordnung
5. Bericht des Vorstandes
– Tätigkeitsbericht des Vorstands
– Bericht der Schatzmeisterin
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Entlastung des Vorstandes
8. Schwerpunkte 2018/2019
9. Budgetplan 2018
10. Beschluss über Anträge und ggf. zusätzliche Punkte aus TOP 4.
11. Sitzungsabschluss

Dr. Walter Kellner
1. Vorsitzender

Herbert Fischer
2. Vorsitzender

Einladung zur Besichtigung der Energieanlagen des Schulzentrums Gilching Zeit: 19.07.2018, 18:30 Uhr, Ort: Talhofstraße, gegenüber Gasthof Schützenhaus

Führung durch Gerd Mulert, Vorstand der Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF), Errichter und Betreiber der Anlagen

Artikel: https://www.profil.bayern/05-2018/praxis/gilchings-rundum-sorglos-paket/

 

Vortrag 18.04. in Herrsching: Mieterstrom

Dienstag, März 27th, 2018

„Mieterstrom: Rentabel, Sicher, Unabhängig!“

Wohnanlagen mit eigenem Solar-Strom versorgen
am Mittwoch, den 18.04.2018
um 19:00 Uhr
VR-Bank, Bahnhofsplatz 4, 82211 Herrsching

Wie kann man als Eigentümer/-in einer Immobilie bzw. als Wohneigentumsgemeinschaft seine Bewohner/-innen mit einer Photovoltaik-Anlage günstig mit Strom versorgen? Das neue Mieterstromgesetz von 2017 hat dafür gute Voraussetzungen geschaffen. Der Vortrag stellt sowohl technische Möglichkeiten, als auch wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen vor.
Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Wohngebäudes (oder in einem Blockheizkraftwerk) erzeugt und an Letztverbraucher (insbesondere Mieter/-innen und Eigentümer/-innen, aber auch
Gewerbe) in diesem Gebäude geliefert wird.
Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen kleinere Gebäude mit wenigen Mietparteien und mittelgroße Mehrfamiliengebäude.
Bild: Neue Wohnanlage in Seefeld mit Mieterstrom Vortrag und Diskussion mit Dr. Andreas Horn, langjähriger Experte für Mieterstrommodelle und Gerd Mulert, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Fünfseenland eG, der die Theorie mit Praxisbeispielen von Mieterstrommodellen aus der Region ergänzt.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltung ist Teil der Solarkampagne im Landkreis Starnberg.
Weitere Informationen: www.energiewende-sta.de

BBEn-Positionspapier

Freitag, März 16th, 2018

Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. zeigt auf, wie die Energiewende im Stromsektor gelingen kann:
1. Befreiung des Eigenverbrauchs von der EEG-Umlage
2. Gleichstellung von Mieterstrom und Quartierstrom mit Eigenverbrauch
3. Einführung eines Bürgerstromhandels
4. Entwicklung eines regionalen Grünstrommarktes

Damit würden regionale Erzeuger und Verbraucher miteinander gekoppelt. Die Verbraucher könnten echten regional erzeugten Grünstrom beziehen und sie wären gleichgestellt mit denen die Strom erzeugen und selbst verbrauchen.
Das Positionspapier finden Sie hier.

GroKo gegen Klimaschutz – Ein Beitrag von Hans-Josef Fell

Donnerstag, Februar 8th, 2018

Die GroKo setzt ihre bisherige aktive Politik gegen Klimaschutz, Umweltschutz und Erneuerbare Energien unvermindert fort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Die GroKo setzt ihre bisherige aktive Politik gegen Klimaschutz, Umweltschutz und Erneuerbare Energien unvermindert fort.

Die Großen Koalitionen haben zusammen mit der FDP in den letzten Jahren einen Scherbenhaufen aus der von Rot-Grün erfolgreich aufgebauten Klima- und Erneuerbare-Energien-Politik gemacht. Der heute vorgelegte Koalitionsvertrag wird die übrig gebliebenen Reste weiter zertrümmern. Es ist überhaupt kein Wille erkennbar, die großen Herausforderungen der Menschheit mit großen neuen Entwürfen endlich offensiv anzugehen.

Bezeichnend für den von den GroKos seit 2005 zusammen mit der FDP verursachten Scherbenhaufen ist der dramatische Rückgang der Investitionen in Erneuerbare Energien in Deutschland. Nach Bloomberg (Bloomberg New Energy Finance, 2017) gab es 2010 hierzulande umgerechnet 40,3 Mrd. US Dollar Neuinvestitionen in Erneuerbare Energien. 2017 waren es nur noch 14,6 Mrd. US Dollar.

Hilflos versuchen Union und SPD jetzt die Schäden zu reparieren, die sie selbst verursacht haben. Es gibt keine klaren und offensiven Verstärkungen der Klimaschutzziele, wie sie aus dem Pariser Vertrag notwendigerweise abgeleitet werden müssten. Auch die marginalen winzigen Schritte zum Verbessern des einst in Deutschland blühenden aber längst von den GroKos erdrosselten Ausbaus der Erneuerbaren Energien sind nicht der Rede wert.
Über 50 Nationen der Erde haben das Ziel für 100% Erneuerbare Energien ausgerufen. Im Koalitionsvertrag findet sich dazu als Ziel für Deutschland kein Wort.

Zudem hat die GroKo keine Post-EEG-Regelungen vereinbart, weshalb sich im Stromsektor genau das abzeichnet, was die GroKo mit dem Abschaffen der Steuerbefreiung für reine Biokraftstoffe 2007 schon bewirkt hatten: den massiven Rückgang der Erneuerbaren Energien nun auch im Stromsektor.

Nötig wäre eine massive Offensive für eine Nullemissionswirtschaft und die Schaffung von Kohlenstoffsenken. Doch die GroKo verliert sich in kontraproduktiven Details, einen notwendigen großen Wurf haben sie nicht einmal diskutiert.

Klimaschutz und Erneuerbare Energien

Die jährlichen Klimagasemissionen in Deutschland steigen seit Jahren, statt dass sie schnell auf Null geführt werden. Selbst das Erreichen des schon viel zu schwachen nationalen Klimazieles 2020 wird nun aufgegeben. Das EU-Klimaziel 2020 in den Bereichen, die nicht vom Emissionshandel abgedeckt werden, wird aller Voraussicht nach ebenso deutlich verpasst. Das in der EU verpflichtende nationale Ziel von 18 % Erneuerbare Energien bis 2020 wird nicht erreicht, ebenso wenig das Effizienzziel. Diese erschreckenden Fakten führen aber nicht zu einer wesentlichen Umkehr in der GroKo-Politik.
Vielmehr ist der ganze Koalitionsvertrag durchdrungen von einem „Weiter so“ mit schon bisher weitgehend unwirksamen Fördermaßnahmen und dem Aufbau neuer Bremsen.

Alle Ziele wären aber auch bis 2020 noch erreichbar, wenn endlich kraftvoll angepackt würde. Aber das glatte Gegenteil haben sie vereinbart. So soll zwar das Ausschreibungsvolumen bei Wind und Sonne um je 4 GW aufgeteilt auf 2018 und 2019 erhöht werden. Aber damit werden überhaupt nicht die jährlichen Ausbaumengen erreicht, die notwendig sind und auch nicht die Ausbauvolumina von 7,5 GW Solarenergie und 6,5 GW Windenergie erreicht, die die deutsche Gesellschaft schon längst bewiesen hat, realisieren zu können. Zudem wird weiter auf das Instrument der Ausschreibungen gesetzt, wo wir heute doch schon sehen, dass alle Warnungen, die vor deren Einführung ausgesprochen wurden, auch tatsächlich eingetreten sind. Insbesondere ist die bürgerliche dezentrale Energiewende mit den Ausschreibungen weitgehend beendet worden, dennoch gibt es dazu keine Korrekturen in der GroKo.

Die notwendige Netzintegration und den Ausgleich der fluktuierenden Erneuerbaren Energien wollen sie insbesondere mit großen zentralen Maßnahmen, wie dem Ausbau der Übertragungsnetze begegnen. Zwar soll die Kopplung der Sektoren Wärme, Mobilität und Elektrizität in Verbindung mit Speichertechnologien vorangebracht werden. Aber einen konsequenten, dezentralen und zellulären Ansatz mit Smart Grid und vielen Vor-Ort-Investitionen für 100 %-Objekte und Sektorenkopplung gehen sie nicht offensiv an. Daher findet man auch keine EEG-Kombikraftwerksvergütung.

Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie spielen bei der GroKo weiterhin keine Rolle, obwohl deren Ausbau nicht mehr stattfindet und bei Biokraftstoffen die Nutzung seit Jahren sogar zurückgeht. Bei Bioenergien wollen sie explizit nur noch den Bestand der Anlagen erhalten, was sie nur mit Ausschreibungen erreichen wollen. Damit deutet sich ein massiver Rückgang der Bioenergie auch im Stromsektor an, so wie er im Biokraftstoffsektor bereits erfolgt. Auch bei Windenergie werden wir einen Rückbau ab 2020 befürchten müssen, weil die GroKo keine Post-EEG Regelungen vereinbart hat.

Zwar soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch (für die anderen Energiesektoren gibt es gar keine Ziele) vom heutigen Ziel in Höhe von 60 % bis 2035 auf 65 % bis 2030 erhöht werden. Welche Maßnahmen dies aber durchsetzen sollen, wird nicht klar aus dem Koalitionsvertrag. Dabei ist klar, dass die Pariser Klimaschutzziele nur mit 100 % Erneuerbare Energien bis 2030 in allen Energiesektoren vielleicht noch erreichbar sind und eben nicht mit 65 % nur im Stromsektor.

Fossile Energien

Die Erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz können ihre Klimaschutzwirkung nur entfalten, wenn sie Zug um Zug die alten Energien ersetzen.
Doch genau das haben die GroKos der letzten Jahre immer verhindert. Sie haben das großflächige Abschalten der Kohlekraftwerke verhindert und stattdessen die Kohlewirtschaft mit neuen Subventionen (genannt Stilllegungsprämie) sogar noch gefördert. Zum notwendigen schnellen Abschalten der Kohlekraftanlagen gibt es keine Aussage im neuen Koalitionsvertrag. Die Nutzung des vor allem über seine Methanemissionen höchst klimaschädlichen Erdgases wollen sie sogar noch verstärken, indem sie Deutschland zum Standort für LNG-Infrastruktur machen wollen.

Auch im Heizungsbereich wollen sie den weiteren Ausbau von klimaschädlichen Erdgas- und Erdölheizungen (Brennwertechnik) weiter fördern. Es ist keine Offensive für Nullemissionsheizungen und Erneuerbare Energien zu erkennen. Die seit 2010 vorhandene Stagnation von Erneuerbaren Energien im Heizungsbereich wird offensichtlich fortgeführt.

Viel Text steht im Koalitionsvertrag für die Unterstützung von E-Mobiltät. Doch es gibt keine E-Mobilquote, die wie in China endlich den Durchbruch auch in Deutschland bringen würde und die Manager der Autokonzerne von ihren abgasmanipulierenden Strategien zum Schutz von Diesel und Benzinern abbringen würde. Im vielen Kleinklein zu Nullemissionsantrieben findet man fast nur die Fortführungen bestehender Unterstützung, die aber in der Vergangenheit schon nicht erfolgreich war. Stattdessen erkennt man im Koalitionsvertrag weiterhin den Schutz fossiler Verbrennungsmotoren. Union und SPD haben nichts gelernt aus den kriminellen Skandalen der letzten Jahre. Damit werden sie die deutsche Automobilwirtschaft endgültig an die Wand fahren, da sie die E-Mobil-Konkurrenz aus Fernost und China mit den halbherzigen Zielen im Koalitionsvertrag nicht mehr werden abwehren können.

Landwirtschaft

Die Möglichkeit und Notwendigkeiten, in der Land- und Forstwirtschaft großflächige Kohlenstoffsenken zu schaffen, wird nicht einmal erwähnt.
Außer die biologische Landwirtschaft auf 20 % der landwirtschaftlichen Flächen zu erweitern, gibt es keine großen Würfe, um endlich die ganze Landwirtschaft in den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit einzubinden.

Atompolitik

Im Westen und Osten der EU werden sündhaft teure neue Atomkraftwerke gebaut oder geplant. Mit milliardenschweren Subventionen aus unseren Steuergeldern werden neue gefährliche Finanzruinen gebaut, die sogar die Finanzstabilität der EU gefährden können. Höchst unsichere, alte und marode Reaktoren sogar in nächster Nähe deutscher Grenzen wie in Belgien, Frankreich oder Tschechien bedrohen mit der Gefahr eines Super-GAU auch die deutsche Bevölkerung. Das gerade erschienene Enthüllungsbuch zeigt die hohe Gefährlichkeit der französischen Reaktoren auf.
(https://www.welt.de/wirtschaft/article173279982/Atomkraft-Enthuellungsbuch-bezweifelt-Zustand-von-franzoesischen-AKW.html?wtmc=socialmedia.twitter.shared.web
( https://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?subid=1516&option=com_acymailing&ctrl=url&urlid=1186&mailid=572 ))

Zwar will die Koalition keine EU-Förderung für neue Atomkraftwerke. Aber wie dieses Ziel, von Berlin aus über die EU auch einen europäischen Atomausstieg zum Schutze der deutschen Bevölkerung einzuleiten, erreicht werden soll, dazu haben Union und SPD keine Vorstellungen artikuliert. Einen einseitigen Ausstieg Deutschlands aus dem EURATOM-Vertrag könnte eine entsprechende Dynamik in der EU dazu entfachen. Aber Union und SPD haben dies auch in diesem Koalitionsvertrag nicht vereinbart, genauso wenig wie in der Vergangenheit. Deutschland als großer Zahler in die EU wird somit wohl weiter über EURATOM den Ausbau der Atomkraft in England, Frankreich, Tschechien, Ungarn u.a. unterstützen. Schlimmer noch: im Koalitionsvertrag findet man eine Formulierung zu EURATOM, die man auch als weitere Unterstützung der Atomkraft interpretieren kann. Zitat: „In der EU werden wir uns dafür einsetzen, dass die Zielbestimmungen des EURATOM-Vertrages hinsichtlich der Nutzung der Atomenergie an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden.“

Industriepolitik

Auf drei Seiten wird die Industriepolitik der GroKo beschrieben. Alles ist von nichtssagenden Allgemeinplätzen durchzogen. Dass Deutschland längst die industriele Führerschaft bei Energietechnologien, z.B. mit der Solarindustrie, verloren hat und auch im Sektor Nullemissionsantriebe (z.B.
E-Mobilität) nur noch hinterherhinkt, findet keinen Niederschlag. Die einzige Bemerkung dazu ist bezeichnend: „Um die ehrgeizigen umwelt- und klimaschutzpolitischen Ziele zu erreichen, brauchen wir moderne Produkte und Verfahren. Wir wollen ein Förderprogramm Dekarbonisierung in der Industrie auflegen.“ Nichtssagender kann man einen Allgemeinplatz nicht mehr formulieren. Die GroKo hat offenbar immer noch nicht erkannt, dass Deutschland außer bei der Windenergie (wo sie auch heftig am nationalen industriellen Ast sägen) längst keine industrielle Rolle mehr spielt in den wichtigsten Klimaschutztechnologien von Erneuerbaren Energien über Verkehrstechnologien bis hin zur Chemie.

Diese Regierung von Union und SPD organisiert also nochmal ein paar Jahre den Bestandsschutz der alten fossilen und atomaren Wirtschaft in der EU. Von einem schnellen großen Umbruch der Gesellschaft hin zu einem wirksamen Klimaschutz mit einer sauberen Wirtschaft, die Technologien für Nullemission und Kohlenstoffsenken in den Mittelpunkt rückt, ist nichts zu sehen.

Nun muss die Zivilgesellschaft ran, wenn schon die GroKo nur ein „Weiter so“ wie bisher schafft.

Deutschland hat eine große Bereitschaft in der Bevölkerung, genau die neuen Aufgaben anzugehen. Privatleute, Unternehmen, die vielen Start-ups im Cleantech-Bereich wären ein starkes Fundament für eine schnelle Erneuerung der deutschen Wirtschaft hin zu einer klimaschützenden Wirtschaft, so wie es die schnelle Wachstumsgeschwindigkeit bei Erneuerbaren Energien mit dem rot-grünen EEG einst entfachte. Leider müssen Zivilgesellschaft, wie innovative Unternehmen genauso wie in den letzten Jahren weiter gegen die ihnen in den Weg geworfenen gesetzlichen Knüppel ankämpfen. Aber ich sehe eine starke Zivilgesellschaft, die auch mit neuem unternehmerischem Engagement und Unterstützung mit den Cleantech-Produkten aus China und USA die Modernisierung der deutschen Wirtschaft vorantreiben. Wir müssen uns alle stark darauf konzentrieren, uns auf die eigenen Füße zu stellen, denn dieser Koalitionsvertrag zeigt auf, dass es von der neuen Großen Koalition keine ernsthafte politische Unterstützung geben wird.

Die Modernisierung Deutschlands wird kommen. Die Manager, die heute noch das fossile und atomare Wirtschaftsmodell verteidigen, werden auf Dauer keine Chance haben. Aber wegen der Widerstände gegen eine offensive Modernisierung aus der Politik in Berlin und Brüssel wird es zu lange dauern, um die Pariser Klimaschutzziele noch einhalten zu können.

Hammelburg, den 7. Februar 2018

Ihr Hans-Josef Fell

Energiewendeverein schrieb offenen Brief an GroKo-Verhandler

Donnerstag, Februar 8th, 2018

Anforderung an einen eventuellen Koalitionsvertrag bezüglich „Energie, Klimaschutz und Umwelt“
Sehr geehrte Frau Parteivorsitzende Angela Merkel,
Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender Martin Schulz,
Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender Horst Seehofer,

beim Klimaschutz steht die Menschheit nicht mehr 5 vor 12, sondern höchstens noch ein halbe Minute vor 12. Die diesbezüglichen Ergebnisse der Sondierungsgespräche sind aus unserer Sicht völlig unzureichend. Erinnern Sie sich bitte an die Aussagen des WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für globale Umweltfolgen) im Sondergutachten von 2014: Es ist ein Paradigmenwechsel in Gesellschaft und Wirtschaft erforderlich. Die Bundesrepublik als starke europäische Wirtschaftsmacht muss in diesem Thema wieder eine Vorreiterrolle spielen, wie damals bei der Einführung des EEG. Europa erwartet auch bei diesem Thema ein Signal aus Deutschland, weshalb in der laufenden Legislaturperiode konkrete Maßnahmen gestartet werden müssen.

Deshalb bitten wir Sie, in einen Koalitionsvertrag mindestens folgende Punkte aufzunehmen:

1. Der Klimaschutz ist als „das große Zukunftsthema“ in die Präambel des Koalitionsvertrages aufzunehmen, da er sämtliche gesellschaftlichen und globalen Handlungsfelder betrifft.

2. Am Klimaschutzziel für 2020 ist festzuhalten. Zur Erreichung dieses Ziels sind bis Ende 2020 zunächst 9 GW Braunkohlekapazitäten in den am meisten Schadstoffe emittierenden Kraftwerken stillzulegen. Für erforderliche Umstrukturierungsmaßnahmen sind aus dem Haushalt die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Als zweiter Schritt ist ein Ende der Braunkohlenutzung bis 2025 zu vereinbaren in Kombination mit den bereits vereinbarten Strukturhilfen für die Reviere.

3. Die in der letzten Legislaturperiode eingeführte Regelung, dass die Bundesländer individuell die Abstandsregeln für die Errichtung von Windkraftwerken bestimmen können, ist wieder aufzuheben.

4. Statt sich weiterem Wirtschaftswachstum nach bisherigem Muster zu verpflichten, was der Erreichung der überlebensnotwendigen Klimaschutzziele entgegensteht, sollte sich die Regierungskoalition dafür einsetzen, den Erhalt des Wohlstands und dessen Zugänglichmachung für alle Bürgerinnen und Bürger im Einklang mit konsequentem Klimaschutz anzustreben.

5. Wird beim Klimaschutz von „marktorientiert“ oder „Wirtschaftlichkeit“ gesprochen, müssen die reellen Kosten der derzeitigen fossilen und atomaren Energieerzeugung angesetzt werden; Stichworte
z.B. externe Kosten, Rückbaukosten und Endlagerung. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, welche
Kosten anfallen, wenn der Klimaschutz weiter verzögert wird.

6. Diesel-Gate muss noch einmal neu aufgerollt und im Sinne der Umwelt und der Verbraucherinnen
und Verbraucher gelöst werden. Eine Nachrüstung sämtlicher Dieselmodelle, die unter Vorspiegelung
falscher Tatsachen als besonders umweltfreundlich verkauft wurden, muss von den Autobauern
finanziert werden. Die Subventionierung des Diesels durch geringere Steuern ist schrittweise in
4 Jahren zu beenden.

7. Die Bundesregierung verpflichtet sich, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um mindestens
auf europäischer Ebene die Steuerfreiheit von Flugbenzin zu beenden.

8. Mittelfristig ist die Einführung einer CO2-Abgabe zu planen.

9. Es darf keine Deckelung des weiteren Zubaus erneuerbarer Energie geben.

10. Die Entwicklung und Markteinführung jedweder Art von nachhaltigen Energiespeichern ist massiv
zu fördern.

11. Die Möglichkeiten dezentraler Erzeugung regenerativer Energien sind massiv zu fördern.

12. Die Nutzung des Umweltgiftes Glyphosat ist bis Ende 2021 im Bundesgebiet komplett zu verbieten.
Damit ist genügend Umstellungszeit für Landwirte. Nur so besteht eine Chance auf Erhalt und
Erholung der Artenvielfalt.

13. Bei den Bauvorschriften sind die schon geplanten Verschärfungen der Energieeinsparverordnungen
unverzüglich einzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Walter Kellner
1. Vorsitzender

Der Brief als PDF

Pumpentauschaktion 2017/2018

Donnerstag, Januar 11th, 2018

Unter dem Motto „Weg mit der alten – her mit der neuen“  findet von 1. 11. 2017 bis 31.07. 2018 eine Heizungspumpentauschaktion im Landkreis Starnberg statt.

Das Besondere: Es gibt jetzt eine öffentliche Förderung für Pumpen on 30 % der Investitionskosten.

Und Hauseigentümer aus dem Landkreis, die Ihre Pumpe(n) tauschen möchten, können im Rahmen der Landkreis-Aktion an einer Verlosung teilnehmen und bis zu 100 % Ihres Eigenanteils an den Investitionskosten (max. 400 Euro) gewinnen.

Mehr Info hier