Kategorie: Allgemein

5 Jahre Energiewende im Landkreis Starnberg

Montag, September 6th, 2010

Starnberg, 06. September 2010. Vor 5 Jahren wurde auf Antrag der Kreisrätin Anne Franke (B90/Die Grünen) vom Kreistag einstimmig der Beschluss gefasst, die Energiewende im Landkreis Starnberg zu unterstützen mit dem Ziel bis 2035 die Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Energien sicherzustellen.

Aus diesem Grund feiert der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e.V. am 12. September 2010 im Festzelt in Tutzing das Jubiläum “5 Jahre Energiewende”.

Gemeinsam mit den  Vereinsmitgliedern und hoffentlich zahlreichen Gästen möchte der Verein zurückschauen, auf das Erreichte anstoßen – und zuversichtlich nach Vorne blicken. Dazu sind Sie alle sehr herzlich eingeladen!

  • Wann?  12. September 2010
  • Wo?  Festzelt Tutzing (beim Rathaus)
  • Beginn?  12:00 Uhr

Das Ziel des Vereins ist, auf allen gesellschaftlichen Ebenen zum Erfolg der Energiewende beizutragen. Damit dies gelingt, müssen alle Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Daher sieht es der Energiewendeverein auch als seine Aufgabe an, eine Plattform für den Meinungsaustausch und die Meinungsbildung zu bieten.

Zum Auftak ab 12:00 Uhr findet deshalb eine Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Risiken der Geothermie“ statt, für die 2 Stunden eingeplant wurden. Für das Podium zugesagt haben ausgewiesene Experten aus den Geowissenschaften, Menschen mit Erfahrung in Geothermie-Projekten, Mitglieder der Bürgerinitiative sowie Vertreter des Geothermieprojekts Bernried.

Nach dem daran anschließenden Sektempfang,  gibt es dann ab ca. 14:30 Uhr ein kulturelles Schmankerl: Wort- und Musik-Kabarett mit Joseph Brustmann. Geplantes Veranstaltungende ist gegen 16:00 Uhr!

Die Details entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm!

Und hier das Plakat_Energiewende zum Download!

Greenpeace: Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke unverantwortlich

Montag, September 6th, 2010

Nach monatelangem Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP am Sonntag auf längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt. Die 17 Atommeiler sollen im Schnitt zwölf Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant – gestaffelt nach älteren und jüngeren Kraftwerken.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Einigung der schwarz-gelben Koalition auf eine Verlängerung der Atomlaufzeiten um durchschnittlich zwölf Jahre als “schwarzen Tag für Deutschland” kritisiert. “Eine unverantwortliche Entscheidung”, sagte Atomexperte Tobias Münchmeyer am Sonntagabend in Berlin. Allein tausende Tonnen an zusätzlichem Atommüll würden dadurch anfallen.

“Die Laufzeitverlängerung ist ein reines Geldgeschenk der Regierung. Sie schadet Deutschland und nutzt den Konzernen”, sagte Münchmeyer. “Die Laufzeitverlängerung wird sich für die Union als Pyrrhussieg erweisen.” Das sehr lange Laufzeitplus werde vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben. Da Schwarz-Gelb keine Mehrheit im Bundesrat hat, soll die Länderkammer umgangen werden – deshalb sind Klagen in Karlsruhe sicher.

Durchbruch in Atomstreit – Kritik am Laufzeitplus von Opposition und Umweltschutzorganisationen

Nach monatelangem Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP am Sonntag auf längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt. Die 17 Atommeiler sollen im Schnitt zwölf Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant – gestaffelt nach älteren und jüngeren Kraftwerken. Das teilten Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Abend nach knapp zwölfstündigen Verhandlungen im Kanzleramt mit.

Im Gegenzug werden die Stromkonzerne mit Mrd.-Zahlungen auch für den Ausbau von Öko-Strom zu Kasse gebeten. Röttgen sprach hier von einem “substanziellen Beitrag” für erneuerbare Energien, Brüderle nannte einen Betrag von bis zu 15 Mrd. Euro. Atomkraftgegner reagierten empört auf den schwarz-gelben Kompromiss.

Der im Kanzleramt ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass jüngere Kernkraftwerke – ab dem Baujahr 1980 – 14 Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant, ältere Meiler acht Jahre zusätzlich. Das bedeutet, dass die letzten Kernkraftwerke voraussichtlich erst im Jahr 2040 vom Netz gehen. Bisher gilt nach dem von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg eine Laufzeit von 32 Jahren. Danach wäre der letzte der 17 Atommeiler in Deutschland nach aktuellem Stand 2025 vom Netz gegangen.

Röttgen sprach von einem “großen Erfolg” für die langfristige Versorgung mit erneuerbarer Energie. Brüderle nannte die Einigung ein gutes Konzept. Es würden in den nächsten Jahren 15 Mrd. Euro für die Öko-Energie “generiert”. Der Umbau der Stromversorgung werde somit forciert. Dies sei nicht nur wichtig für den Klimaschutz. Es gehe auch um die Technologieführerschaft Deutschlands.

Von der Verlängerung unabhängig sollen die Konzerne Eon , RWE , ENBW und Vattenfall ab 2011 eine Atomsteuer in Höhe von 2,3 Mrd. Euro pro Jahr zahlen. Die umstrittene neue Steuer wird aber auf sechs Jahre befristet und bis einschließlich 2016 erhoben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Zusätzlich sollen die Atomkonzerne einen Sonderbeitrag zum Ausbau von Öko-Strom leisten. Er beträgt jeweils 300 Mill. Euro in den Jahren 2011 und 2012. Von 2013 bis 2016 liegt er bei je 200 Mill. Euro.

Die Koalition geht davon aus, dass ihr Atomkonzept nicht vom Bundesrat gestoppt werden kann. Je länger die Meiler zusätzlich am Netz sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Länderkammer zustimmen muss. Die Opposition hat bereits mit Verfassungsklagen gedroht. Das letzte Wort dürfte wohl das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe haben.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisierte in der “Frankfurter Rundschau” (Montag): “Jetzt ist die Katze aus dem Sack, und die schwarz-gelbe Regierung zeigt, wie rückschrittlich sie in Energiefragen ist.” Dass die Kernkraftwerke bis zu 14 Jahre länger am Netz blieben, behindere den Ausbau der erneuerbaren Energien und koste deshalb langfristig sogar Geld.

Der Bundestags-Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, befürchtet angesichts des schwarz-gelben Kompromisses eine Atomkraft- Nutzung in Deutschland sogar bis zum Jahr 2050. Er sagte der “Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen” (Montag), erst in etwa 40 Jahren ginge nach den Regierungsplänen das letzte Atomkraftwerk vom Netz. “Auch unsere Kinder und Enkel hätten dann noch mit dieser gefährlichen Technologie zu tun.” Trittin begründete seine Berechnung so: “Von den alten Atomkraftwerken könnten die Betreiberfirmen Strommengen auf neuere Anlagen übertragen. Einzelne Meiler dürften dann noch mehrere Jahrzehnte Strom produzieren.”

Linke-Chefin Gesine Lötzsch sagte: “Der schwarz-gelbe Atomdeal trägt die Handschrift der Atomkonzerne. Die Stromlobby hat sich in entscheidenden Fragen durchgesetzt.” Die Atomkonzerne dürften mit abgeschriebenen Meilern billig Strom produzieren, ihn teuer verkaufen und die Gewinne zu großen Teilen einstecken. Lötzsch: “Dem Deal fehlt jede soziale Komponente. Noch nicht einmal eine gesetzliche Verpflichtung zu Stromsozialtarifen konnte Merkel den Konzernbossen als Gegenleistung abringen.”

Quelle: Handelsblatt online, dpa

Neuauflage Bayerischer Wind- und Solaratlas erschienen

Mittwoch, September 1st, 2010
Ab sofort können die Neuauflagen des Bayerischen Wind- und des Bayerischen Solaratlas im Internet abgerufen werden. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt: „Mit dem Solar- und dem Windatlas wollen wir über Möglichkeiten der erneuerbaren Energieträger Sonne und Wind informieren. Damit sprechen wir Planer und potentielle Investoren von Solar- und Windenergieanlagen ebenso an wie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Unser Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzubringen.“

Bayerischer Windatlas 2010 (Foto: StMWIVT Bayern)

Zentraler Bestandteil beider Atlasse ist das Kartenwerk. Im Solaratlas sind Monats- und Jahreskarten der Sonnenscheindauer und der Globalstrahlung enthalten. Der Kartenteil des Windatlas bildet für Bayern die mittleren jährlichen Windgeschwindigkeiten in zehn, 80 und 140 Meter Höhe ab. Zusammen mit Hinweisen zu den technischen und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten und einem Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen erlauben diese Karten eine erste Abschätzung, ob sich ein Standort für den Bau einer Photovoltaik-Anlage zur solaren Stromerzeugung, einer thermischen Solaranlage für warmes Wasser und Heizwärme oder einer Windkraftanlage eignen könnte.

Derzeit decken die erneuerbaren Energien rund elf Prozent des Primärenergieverbrauchs und etwa ein Viertel des Stromverbrauchs in Bayern. „Wir geben uns mit dem Erreichten nicht zufrieden. Wir wollen den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent des Endenergieverbrauchs steigern. Gleichzeitig soll ihr Beitrag zur Stromerzeugung auf 30 Prozent erhöht werden. Dazu brauchen wir neben Wasserkraft, Biomasse und Geothermie auch die Sonnen- und Windenergie“, erklärt Zeil.

Bei der solaren Stromerzeugung steht Bayern mit rund 40 Prozent der installierten Photovoltaik-Leistung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders gut dar. Der solare Deckungsbeitrag zur Stromerzeugung ist bereits auf etwa fünf Prozent angewachsen. Der Ausbau der Windenergie fand hauptsächlich in Nord- und Mitteldeutschland statt. Bayern verfügt in der Windbranche über eine bedeutende Zulieferindustrie für Windkraftanlagen. Mit knapp 400 Anlagen und rund 490 Megawatt installierter Leistung liefert die Windkraft in Bayern derzeit noch weniger als ein Prozent des verbrauchten Stroms. „Dank moderner Technik sowie höheren und leistungsstärkeren Anlagen wird die Windkraft auch in Bayern an für Mensch und Natur verträglichen Standorten wachsende Beiträge leisten können“, so Zeil abschließend.

Der Bayerischen Wind- und der Bayerischen Solaratlas können im Internet abgerufen werden unter www.stmwivt.bayern.de/energie-und-rohstoffe/erneuerbare-energien/erneuerbare-bayern.

Mehrheit der Jugend für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Dienstag, August 31st, 2010

80 Prozent der Jugendlichen wollen die Stromversorgung der Zukunft durch mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien sichern!

Berlin (ots) – Rund die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland hält die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien für “besonders wichtig “, wenn es um die dauerhafte Sicherung der Energieversorgung geht. Gut ein Drittel der Befragten gaben an, ein sparsamer Umgang mit Energie im eigenen Haushalt sei besonders wichtig. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Forsa-Institut im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Vorfeld des Jugendkongresses “It´s your energy” durchgeführt hat*. Rund 200 Jugendliche aus ganz Deutschland nutzten die Chance, um in Berlin über die Energieversorgung von morgen zu diskutieren. Der Kongress wurde von der dena als Beitrag zum “Wissenschaftsjahr Energie” organisiert – eine Initiative, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen wurde. Schirmherrin ist Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Jeder vierte Jugendliche sprach sich zudem dafür aus, dem Thema “Energie” mehr Raum im Unterricht an Schulen und in der Frühförderung im Kindergarten einzuräumen, das Umweltbewusstsein stärker zu fördern sowie spezielle Studiengänge oder Berufsbilder in diesem Bereich zu schaffen. Bildungsministerin Schavan rief den Teilnehmern in ihrer Eröffnungsrede zu: “Ihr seid die Jugend von heute – und ihr seid die Entscheider von morgen. Wir forschen und arbeiten am Umbau unserer Energieversorgung, damit ihr davon profitieren könnt.” Zu den Ergebnissen der Umfrage sagte die Ministerin: “Energieforschung ist, gerade was die Erneuerbaren Energien angeht, einer der großen Bereiche in unserem Ministerium. Ganz besonders freut mich, dass Schüler von sich aus dem Thema Energie einen wichtigeren Platz im Unterricht einräumen wollen. Das ist für mich auch ein Zeichen dafür, dass wir unseren Schwerpunkt, das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächer gezielt zu fördern, richtig gesetzt haben.” “Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind die Themen für das Energiesystem der Zukunft”, betonte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung Stephan Kohler. “Mit unserem Jugendkongress geben wir jungen Menschen eine Plattform, um über diese Themen zu diskutieren und sich zugleich über neue Berufsfelder im Energiesektor zu informieren. Je früher wir Kinder und Jugendliche an das Thema Energieeffizienz heranführen, umso selbstverständlicher wird der effiziente Umgang mit Energie für sie werden.” Zum Wissenschaftsjahr Energie 2010 hatte die dena Jugendliche im Alter von 16-20 Jahren aus ganz Deutschland eingeladen, um gemeinsam mit hochkarätigen Energieexperten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu diskutieren. Auf dem Programm standen außerdem interaktive Energy Sessions, eine Skype-Konferenz und spannende Exkursionen rund um das Thema Energie. Hinweis für Redaktionen: Fotos zum Jugendkongress und mehr zu den Umfrageergebnissen unter www.dena.de/presse sowie unter www.zukunft-der-energie.de * Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragten mehr als 500 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 22 Jahren im Zeitraum von 22. bis 29. Juli 2010.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena),  www.dena.de

Foto: brainding

Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Umweltverträglichkeit im Blick behalten?

Dienstag, August 31st, 2010

Auf dem Weg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien hält Bundeskanzlerin Angela Merkel moderate Laufzeitverlängerungen der Kernkraftwerke um zehn bis 15 Jahre für fachlich angeraten. Im ARD-Sommerinterview betonte sie zugleich, dass es beim Thema Energie auch um die Zukunft von Arbeitsplätzen gehe. Kohle und Kernkraft würden als Brückentechnologien gebraucht.

Eine Verlängerung der Laufzeiten von 10 bis 15 Jahren sei fachlich vernünftig, sagte die Bundeskanzlerin. Gleichzeitig gelte es, die Sicherheit der Kraftwerke ebenso zu gewährleisten wie die der Versorgung. Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit, so lauteten die entscheidenden Kriterien für das künftige Energiekonzept der Bundesregierung, betonte Merkel erneut. Aus diesen Faktoren werde sich der Energiemix ergeben, der schließlich ins Zeitalter der erneuerbaren Energien führen solle. Merkel: “Alles spricht nach der Vorlage der Energieszenarien dafür, dass wir das schaffen können mit dem Zeitalter der regenerativen Energien – aber dass wir es leichter, günstiger mit besserem Strompreis und auch schnelleren CO2-Reduktionen schaffen, wenn wir die Brückentechnologie Kernenergie anwenden.” Bei der Festlegung des richtigen Mixes gelte es nicht zuletzt, die Interessen des Industriestandortes im Auge zu behalten: “Nach der Energiereise ist für mich klar, dass das Thema Energie unauflösbar verbunden ist mit der Zukunft unserer Arbeitsplätze”, sage Merkel. Wie die Kernenergieunternehmen zur Haushaltskonsolidierung einerseits und zum Ausbau der erneuerbaren Energien andererseits beitragen können, werde noch Gegenstand von Gesprächen sein. Dass es über eine Brennelementesteuer hinaus einen Beitrag zugunsten der Erneuerbaren geben müsse, sei klar.Der Zeitplan der Bundesregierung sieht vor, das Energiekonzept am 28. September zu verabschieden.

Quelle: www.bundesregierung.de

Szenarien liefern wichtige Entscheidungsgrundlagen für das Energiekonzept

Dienstag, August 31st, 2010

Im Koalitionsvertrag für die 17. Legislaturperiode hat die Bundesregierung eine ideologiefreie, technologieoffene und marktorientierte Energiepolitik angekündigt. In einem Energiekonzept sollen Leitlinien für eine umweltschonende, sichere und bezahlbare Energieversorgung bis zum Jahre 2050 formuliert werden. Das Energiekonzept soll den Weg in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien weisen. Deutschland soll in Zukunft bei wettbewerbsfähigen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau zu den energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt zählen. Deshalb müssen die heutigen Energieversorgungsstrukturen grundlegend umgebaut werden. Mit dem Energiekonzept werden die Weichen gestellt, dass Deutschland auch langfristig ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibt und seinen Beitrag zum internationalen Klimaschutz leistet. Zugleich gilt es, das große Potential für Innovation, Wachstum und Beschäftigung bei der Umstrukturierung der Energiesysteme konsequent zu erschließen. Dabei kommt der Kernenergie eine Brückenfunktion zu, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann.

Eine derartig ambitionierte Aufgabe braucht eine wissenschaftliche Basis. Deshalb hat die Bundesregierung Szenarien in Auftrag gegeben, die die Pfade in die Energiewirtschaft der Zukunft beschreiben sollen. Die Szenarien betrachten nicht nur Strom, sondern richten sich gleichzeitig auch auf den Wärmemarkt und den Verkehr, die zusammen mit 60 % den Hauptanteil der Energieversorgung in Deutschland darstellen. Vor allem ist Deutschland im Herzen Europas in den europäischen Energieverbund mit Importen und Exporten eingebunden. Diese Rolle als “Energiedrehscheibe Europas” wird immer bedeutender.

Die beauftragten Institute prognos, Basel, ewi, Köln (Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln) und gws, Münster (Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung) haben nun die Ergebnisse ihrer Abschätzungen und Berechnungen vorgelegt. Diese Ergebnisse stellen eine der Grundlagen für die Gestaltung des Energiekonzepts der Bundesregierung dar. Die Gutachter machen zwar Aussagen zu den Auswirkungen verschiedener Varianten einer Laufzeitverlängerung, daraus die Schlussfolgerungen zu ziehen, ist aber Aufgabe der Bundesregierung und nicht der Gutachter.

Insgesamt wurden neun Szenarien modelliert.

Das Referenzszenario beschreibt die deutsche Energiezukunft bei Fortsetzung der gegenwärtigen Trends. In diesem Szenario bleibt es bei den bestehenden gesetzlichen Regelungen, nach denen die Kernkraftwerke noch bis 2022 betrieben werden. Die Energieeffizienz steigt moderat an und technologische Umbrüche werden nicht erwartet. Die Treibhausgasemissionen sinken in diesem Referenzszenario bis 2050 um 62% gegenüber 1990. Damit werden die Ziele der Bundesregierung (minus 40 % bis 2020 und mindestens minus 80 % bis 2050) ohne weitere Maßnahmen verfehlt.

Acht Zielszenarien skizzieren demgegenüber eine andere energiewirtschaftliche Zukunft, die von den erneuerbaren Energien und der Ausschöpfung der immensen Effizienzpotentiale geprägt wird. Außerdem untersuchen sie die Effekte unterschiedlicher Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke. Die Szenarien unterscheiden sich in ihren Annahmen, insbesondere zur Dauer der Laufzeitverlängerung. Als Ergebnis zeigen sie die voraussichtlichen technisch-wirtschaftlichen Entwicklungen sowie die Herausforderungen und politischen Gestaltungsspielräume auf.

Es wurde ein breiter Ansatz gewählt. Betrachtet werden Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt, alle Sektoren (Haushalte, Industrie und Verkehr) und nicht nur die Stromwirtschaft.

Wie die Rolle der Kernenergie als Brückentechnologie sein könnte, wird durch verschiedene Annahmen modelliert. So werden Laufzeitverlängerungen zwischen 4 und 28 Jahren variiert und unterschiedliche Kosten für die unabdingbare Nachrüstung aller 17 derzeit arbeitenden Kernkraftwerke angenommen.

Die Gutachter bestätigen, dass der Weg in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 möglich und gangbar ist, weisen aber deutlich darauf hin, dass dazu erhebliche private und öffentliche Investitionen notwendig sind.

Dabei werden die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung, nämlich die Minderung der Treibhausgasemissionen um 40 % bis 2020 und um mindestens 80 % bis 2050 (jeweils gegenüber 1990), in allen Szenarien erreicht. In einzelnen Szenarien wird sogar mehr erreicht. Nach Auffassung der Gutachter führt dies im Verbund mit längeren Laufzeiten in einer Gesamtbetrachtung zu volkswirtschaftlichen Vorteilen und wirkt sich mittelfristig tendenziell dämpfend auf die Strompreise aus: Gegenüber dem Referenzfall ist in allen Zielszenarien das Wirtschaftswachstum höher (bis 2050 im Schnitt um 0,6 Prozentpunkte). Die Zahl der Beschäftigten nimmt um 100.000 bis zum Jahr 2050 zu.

Die Energieeffizienz ist dabei der Schlüssel zum Erfolg: Eine effiziente Nutzung halbiert den gesamten Energieverbrauch bis 2050. Dabei entfällt auf eine Modernisierungsoffensive im Gebäudebereich der größte Beitrag. In den verschiedenen Szenarien gehen die Gutachter davon aus, dass mit einer grundlegenden energetischen Sanierung des gesamten Gebäudebestandes der Energieverbrauch Mitte des Jahrhunderts um 80 Prozent reduziert werden kann.

Kohle, Erdöl und Erdgas werden zukünftig immer weniger gebraucht. Dadurch wird die Abhängigkeit Deutschlands vom Import fossiler Brennstoffe massiv vermindert.

Der Stromverbrauch sinkt durch verbesserte Effizienz bei den Verbrauchern und in der produzierenden Wirtschaft um 25 bis 28 Prozent. Das ist ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz.

Ein solcher fundamentaler Umstrukturierungsprozess braucht Zeit, Geld, Kreativität und neue Technologien. Notwendig sind zudem Investitionen in den Umbau der heutigen Infrastruktur. Neue Stromnetze, Energiespeicher und Gaspipelines müssen geplant und installiert werden. Die Modernisierung der Infrastruktur ist der Schlüssel, um die Effizienzgewinne zu realisieren.

Für die erforderliche Modernisierung entstehen in allen Bereichen erhebliche Investitionskosten. Diesen Kosten stehen aber auch deutliche Entlastungseffekte entgegen, da der Energieverbrauch durch den Einsatz effizienter Technologien deutlich zurückgeht.

Sowohl für Haushaltskunden als auch für Großhandelskunden sinken die Strompreise kontinuierlich. In den am Klimaschutz orientierten Zielszenarien, die auch eine längere Nutzung der Kernenergie unterstellen, liegen sie stets unter dem Niveau des Referenzszenarios, das keine weiteren Maßnahmen vorsieht

Stromimporte und Stromexporte werden für Deutschland im Herzen Europas nach Auffassung der Gutachter im Zeitablauf bedeutsamer. Im Ergebnis wird Deutschland in immer stärkerem Maße zum Nettoimporteur beim Strom, bedingt durch günstigere Erzeugungsoptionen im europäischen Ausland. 2050 werden je nach Szenario zwischen 94 TWh und 143 TWh (21 %- 31% des Strombedarfs) importiert. Mehr Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien im Inland reduzieren aber die Importabhängigkeit der Energieversorgung insgesamt spürbar.

Der Bericht ist eine Grundlage für das Energiekonzept, das am 28. September 2010 im Kabinett verabschiedet wird.

Quelle: www.bmu.de

Erneuerbare Energien haben 2009 ihre Position im deutschen Strommix weiter ausgebaut

Dienstag, August 24th, 2010

Die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr ungebrochen fortgesetzt. Dies dokumentiert die Publikation “Erneuerbare Energien in Zahlen“, die das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt in einer aktuellen Fassung vorgelegt hat.

Gestützt unter anderem auf die die inzwischen vorliegende Jahresbilanz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für das Jahr 2009, ergibt sich demnach für die Stromerzeugung aus Wind, Biomasse, Wasser, Sonne und Erdwärme ein Anteil von 16,3 Prozent am deutschen Stromverbrauch. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber 2008 (15,2 Prozent). Bezogen auf den gesamten Verbrauch an Wärme, Strom und Kraftstoffen übertraf der Anteil der erneuerbaren Energien 2009 erstmals die 10-Prozent-Marke (10,4 Prozent nach 9,3 Prozent im Jahr 2008).

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland stiegen 2009 ungeachtet der Wirtschaftskrise auf ein Rekordhoch von über 20 Milliarden Euro; die gesamte Wertschöpfung der Erneuerbaren (Investitionen und Betrieb) betrug 37,5 Milliarden Euro und lag somit um fast ein Viertel über dem Vorjahreswert (2008: 30,6 Milliarden Euro).

Hier die Publikationen zum Download bzw. als Link:

Erneuerbare Energien in Zahlen – auf einen Blick (Tischvorlage)

Erneuerbare Energien in Zahlen – Einleger Broschüre

Erneuerbare Energien in Zahlen – alle Grafiken und Tabellen

Erneuerbare Energien in Zahlen - Powerpointpräsentation

Quelle: www.sonnenseite.com, www.erneuerbare-energien.de, www.bmu.de; Foto: www. bmu.de

Weltweit stark im Wind

Freitag, August 20th, 2010

Windkraft ist unter den erneuerbaren Energien die bedeutendste. In Rostock hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch erläutern lassen, wo die deutsche Windkraftindustrie steht: international ziemlich weit vorn nämlich. Im Gespräch mit Energiefachleuten aus verschiedenen Branchen kam auf der ersten Station ihrer Energiereise schließlich auch zur Sprache, wie die Politik die “Erneuerbaren” weiter nach vorn bringen kann.

41 Prozent der erneuerbaren Energien hierzulande entstammen der Windkraft. Merkel erklärte, dieser Anteil solle in den kommenden Jahren schnell weiter wachsen. Die Bundesregierung werde jedenfalls die wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die Windtechnologie erfolgreich weiter entwickeln kann: an Land und auf See (“Offshore”).

Ziel der deutschen Energiepolitik ist ein umweltfreundlicher Energiemix. Im Sinne des Klimaschutzes – und als Exportschlager, der hierzulande Arbeitsplätze schafft. “Überall in der Welt sind unsere Produkte überaus anerkannt”, so die Kanzlerin. Einen wichtigen Grund für die deutsche Technologieführerschaft sieht Merkel im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Gezielt und erfolgreich sei es damit gelungen, Forschung und Investitionen in die Erneuerbaren wie nirgends sonst auf der Welt voranzubringen.

Quelle: www.bundesregierung.de, Foto: www.brainding.de

Wirtschaftsbosse wollen Merkel auf Kurs bringen

Freitag, August 20th, 2010

Das gab es lange nicht: Dutzende Wirtschaftsführer machen in einem offenen Brief Druck auf die Regierung – darunter die Strombosse und prominente Dax-Chefs wie Josef Ackermann. Kanzlerin Merkel soll für Atom- und Kohleenergie kämpfen und auf Brennelemente- und höhere Ökosteuern verzichten.

Hamburg – “Energiepolitischer Appell” steht über der Anzeige – tatsächlich ist es mehr als ein einfacher Aufruf, was Deutschlands Bürger in den kommenden Tagen in der Presse finden werden.

Wichtige Manager und Unternehmer und einzelne Vertreter aus Politik, Sport und Medien fordern die Bundesregierung in einem offenen Brief zu einer anderen Energiepolitik auf. Sie richten sich konkret gegen die schwarz-gelben Pläne für eine Brennelementesteuer und Ökosteuer-Erhöhungen – und verlangen von der Regierung, in ihrem Energiekonzept außer dem Ausbau der erneuerbaren Energien “bis auf weiteres” an Kohle- und Atomstrom festzuhalten.

Unterzeichnet ist der Appell mit dem Slogan “Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft” unter anderem von den Chefs der vier großen Energiekonzerne, Johannes Teyssen (E.on), Jürgen Großmann (RWE), Hans-Peter Villis (EnBW) und Tuomo Hatakka (Vattenfall). Auch die Dax-Vorstandschefs Josef Ackermann (Deutsche Bank), Werner Wenning (Bayer), Ekkehard Schulz (Thyssen-Krupp), Eckhard Cordes (Metro) und Jürgen Hambrecht (BASF) haben unterschrieben, außerdem Granden des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Bahn-Chef Rüdiger Grube, CDU-Politiker, die einstigen SPD-Größen Otto Schily und Wolfgang Clement und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff.

Die Manager und ihre Verbündeten argumentieren, dass eine Nichterfüllung ihrer Forderungen den Wohlstand in Deutschland gefährdet. “Die Sicherung der Lebensgrundlagen von morgen und die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland” seien das Thema. Das geplante energiepolitische Gesamtkonzept der Bundesregierung müsse darum “ausgewogen” sein – was darunter zu verstehen ist, machen die Unterzeichner auch klar:

  • “Erneuerbaren und CO2-freien Energien gehört die Zukunft”, formulieren sie – darunter fiele auch die Atomkraft. Tatsächlich fordern die Unterzeichner dann eine “regenerative Energiewende“, die aber nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen sei und Mehrkosten verursache. Für eine “sichere, saubere und vor allem bezahlbare Energieversorgung” könne man “bis auf weiteres nicht auf kostengünstige Kohle und Kernenergie verzichten”. Nur so seien auch CO2-Minderungsziele “deutlich schneller und vor allem preiswerter zu erreichen”. Ein “vorzeitiger Ausstieg würde Kapital in Milliardenhöhe vernichten – zu Lasten der Umwelt, der Volkswirtschaft und der Menschen in unserem Land”. In diesem Punkt sind die Unterzeichner weitgehend mit der Bundesregierung auf einer Linie. Wobei die Formulierung “bis auf weiteres Kernenergie” klarmacht, dass sie sich von Schwarz-Gelb eine deutliche Verlängerung der Atomlaufzeiten erhoffen.
  • Auf offenen Gegenkurs zur Bundesregierung gehen die Wirtschaftsführer und ihre Verbündeten in Sachen Brennelemente- und Ökosteuer. Die Bundesregierung will nach bisherigen Sparbeschlüssen Ökosteuer-Ausnahmen streichen und eine Brennelementesteuer im Gegenzug für längere Laufzeiten einführen. Über Letztere will sie bis September Klarheit schaffen – alternativ ist eine Milliardenabgabe im Gespräch, die die Stromkonzerne zahlen sollen. Die Konzerne haben angeboten, einmalig in einen sogenannten Atomfonds einzuzahlen. Nun machen die Unterzeichner klar, dass auch sie eine solche, billigere Lösung für richtig halten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordere gewaltige Investitionen, wofür die Versorgungskonzerne und Verbraucher zahlen müssten. “Eine Politik, die darauf setzt, den Haushalt mit neuen Energiesteuern zu sanieren, blockiert notwendige Investitionen in die Zukunft. Beispiel: Die geplante Brennelementesteuer oder eine weiter steigende Ökosteuer dürfen in ihrer Konsequenz Zukunftsinvestitionen nicht verhindern.”
  • Außerdem fordern die Unterzeichner generell die Entwicklung “neuer leistungsfähiger und intelligenter Stromnetze ebenso wie Energiespeicher” – wobei deutsche Unternehmen nur mit weniger Bürokratie und schnelleren Genehmigungen vorne dabei sein könnten. Eine weitere Spitze gegen den Staat.

Ende September will die Regierung die Entscheidung über den künftigen Energie-Mix und die Laufzeiten der Atomkraftwerke fällen. Tatsächlich ist bei Schwarz-Gelb vor allem die Frage der Laufzeiten noch immer umstritten, und die Opposition wendet sich gegen Lösungen wie den Atomfonds. Kanzlerin Merkel will durch eine kluge Konstruktion der Atomwende auf jeden Fall verhindern, dass am Ende der Bundesrat über den Kompromiss abstimmen muss – denn in der Länderkammer hat Schwarz-Gelb seit der Wahl in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr.

Merkel besuchte bei ihrer sogenannte Energie-Reise am Donnerstag die einzige deutsche Energiebörse EEX in Leipzig. Ihre Tour, die als Vorbereitung für die kommenden Entscheidungen gedacht ist, wird kritisch begleitet. Greenpeace protestierte an diesem Donnerstag gegen die Überlegungen, die Brennelementesteuer zugunsten anderer Lösungen fallenzulassen: “Das wäre ein einzigartiger Kniefall der Bundeskanzlerin vor der Atomindustrie.” Die Umweltorganisation ruft zum Widerstand gegen die Atompläne der Koalition auf.

Mit einer großen Anti-Atomkraft-Demonstration wollen Umweltschützer am 18. September in Berlin gegen die geplanten längeren Laufzeiten protestieren. Umweltverbände, Bürgerinitiativen, Parteien und Gewerkschaften wollen Zehntausende Bürger im Regierungsviertel auf die Straße bringen.

Quelle: www.spiegel.de, Foto: www.spiegel.de

Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke!

Dienstag, August 10th, 2010

Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e.V. unterstützt den Ausbau der Erneuerbaren Energien und hat zum Ziel, dass sich der Landkreis Starnberg bis 2035 selbst mit regenerativer Energie – aus Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse – versorgen kann. Daher sieht der Verein in der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke keine Lösung zur Eindämmung des Klimawandels und zur Deckung des Energiebedarfs in der Zukunft. Die Laufzeitverlängerung ist vielmehr kontraproduktiv für den notwendigen und vor allem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Auch wird in der Diskussion um den Neubau von Kernkraftwerken und die Laufzeitverlängerung ausgeklammert, dass auch Uran ein endlicher Rohstoff ist, der nach pessimistischen Expertenschätzungen nur noch wenige Jahrzehnte, nach optimistischen noch ca. 150 Jahr zur Verfügung steht.

Es gibt darüber hinaus viele gute Argumente gegen Kernkraftwerke. Eine übersichtliche Zusammenfassung finden Sie in den Atomlügen, die vom Umweltinstitut München und anderen NGOs erarbeitet und veröffentlicht wurden.

Auch die Kirche bezieht inzwischen Stellung gegen die Atomkraft. Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover hat im Auftrag des Bistums Hildesheim eine Stellungnahme mit dem Titel “Kirche, Kernenergie, Klimawandel” verfasst. Hier finden Sie diese  Stellungnahme der Kirche samt dazugehöriger Pressemitteilung.

Wir wollen eine konsequente Energiewende! Gemeinsam handeln –  jetzt! Machen Sie mit!