Kategorie: EEG

Energiewende in Deutschland

Mittwoch, August 2nd, 2017

Energiewende Deutschland – zwei Begriffe, die zusammengehören. So hat sich dieser Begriff im Englischen mittlerweile als eigener Ausdruck für die Transformation des Energiesystems weg von atomar-fossilen Energien hin zu erneuerbaren Energien durchgesetzt. Ausschlaggebend hierfür waren sicher die ab 1980 in Deutschland leidenschaftlich geführten Debatten um Atomausstiegsszenarien und Laufzeitverlängerungen und der 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gefasste Beschluss des endgültigen Abschieds von der Kernenergie bis zum Jahr 2022.

 

Hier gehts zum vollständigen Artikel von caterva

Bürgerenergie heute und morgen

Dienstag, April 11th, 2017

Bündnis Bürgerenergie präsentiert neuen Bericht

Die gemeinschaftliche Nutzung von erneuerbarer Energie dürfte zur tragenden Säule eines zukünftigen Energiesystems werden.

Voraussetzung für einen Boom des so genannten „Prosumings“ ist allerdings, dass Bürgerenergie-Akteure ihre Stärken konsequent weiterentwickeln und die Politik regulatorische Hemmnisse abbaut. Dies sind die zwei wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht „Bürgerenergie – heute und morgen“, den das Bündnis Bürgerenergie heute vorstellt.

Hier finden Sie den Bericht zum herunterladen

Der vollständige Artikel ist hier auf der Sonnenseite zu finden

Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien

Mittwoch, Juli 13th, 2016

Beim Pariser Klimagipfel wurde beschlossen, die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen, um die Folgen des Klimawandels noch in einem vertretbaren Ausmaß zu halten. Dazu ist eine Reduktion des energiebedingten Kohlendioxidausstoßes gegen 2040 auf null erforderlich. (…). Die Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr sollte daher bis 2040 vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Mit den heutigen Zielvorgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz besteht keinerlei Möglichkeit, die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Das ist den politischen Verantwortlichen entweder nicht bewusst oder sie nehmen ein Verletzen der Klimaschutz­verpflichtungen bewusst in Kauf oder setzen auf eine nachträgliche Korrektur durch CCS-Technologien. Da keine dieser Optionen gesellschaftlich tragbar ist, sind schnelle und einschneidende Korrekturen der Energiepolitik dringend erforderlich.

Die Studie dazu finden Sie hier

80 Prozent Erneuerbare sind kein Problem

Dienstag, Juni 7th, 2016

Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz, ist der Meinung dass es auch heute schon unproblematisch ist nicht stetige Energien, wie Solar- und Windstrom, sicher ins System zu integrieren. Die Versorgungssicherheit ist derweil sogar noch gewachsen. Das Problem ist auch eher ein Kostenproblem, als ein technisches, weil der Netzausbau dem Ausbau der Erneuerbaren noch hinterherhinkt. Deshalb muss der Ausbau der Erneuerbaren und der Netzausbau besser synchronisiert werden. Schucht ist der Ansicht, das System sei auch jetzt schon so flexibel, dass die Forderung nach mehr Speicherkapazität oder nach abschaltbaren Lasten oder Backup-Kraftwerken als Mythos anzusehen sei. weiterlesen

 

Protest gegen die Verzögerungstaktik bei der Energiewende!

Donnerstag, April 28th, 2016

Gemeinsamer Protest gegen die vorsätzliche Verzögerung der Energiewende durch das Wirtschaftsministerium

Eine große Zahl von Energiewende- und Klimaschutz-Organisationen setzt sich für die Beschleunigung der Energiewende gemäß den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz ein. Und auch die Bürger sprechen sich mehrheitlich für eine schnellere Energiewende aus (Rebpräsentative Umfrage von TNS_Emnid 03-2016). Doch das Bundeswirtschaftsministerium bremst die Energiewende aus.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung protestieren nun zahlreiche Organisationen gegen die Verzögerung der Energiewende durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Eine der Verzögerungsmaßnahmen besteht in der kostentreibenden Fehlleitung der EEG-Umlage in die Taschen der fossilen Stromwirtschaft. Wie diese Fehlleitung zu Stande kommt, ist Thema dieser Pressemitteilung.

Die EEG-Umlage soll eigentlich einen finanziellen Beitrag zur Einspeisevergütung von Solar- und Windanlagen und anderen Anlagen der erneuerbaren Energien liefern. Tatsächlich aber kommt sie den konventionellen Stromherstellern zu Gute. Von Seiten des BMWi werden dann die vorsätzlich erhöhten Kosten psychologisch als Argument für die Verlangsamung der Energiewende genutzt.

Im Jahr 2015 hat Deutschland mit über 80 TWh so viel Strom exportiert wie nie zuvor. Strom aus Deutschland kann im Ausland konkurrenzlos billig angeboten werden, weil ausländische Stromkunden keine EEG-Umlage zahlen müssen. Die nur in Deutschland erhobene EEG-Umlage subventioniert somit indirekt die deutschen Kohlestromexporte.

Deutsche Braunkohlekraftwerke werden mit Rücksicht auf ihre technisch begrenzte Abregelfähigkeit nicht heruntergefahren, wenn Solar- oder Windstrom ausreichend zur Verfügung stehen. Ihr Weiterbetrieb zu Jahreszeiten, in denen zunehmend Solar- und Windstromüberschüsse zu erwarten sind, ist ein klimapolitischer Skandal und grober Verstoß gegen die Pariser Dekarbonisierungsbeschlüsse!

Betreiber von konventionellen Kraftwerken haben zudem (nur noch historisch begründbar) das Vorrecht, ihren Strom bereits Monate oder Jahre im Voraus in zeitlich gleichbleibenden „Bändern“ (baseload oder peakload) am Terminmarkt oder im außerbörslichen Handel zu verkaufen. Dieses Recht sehen sie als Selbstverständlichkeit an. Strom aus Erneuerbaren Energien jedoch, der nach EEG vergütet wird, muss am Spotmarkt verramscht werden. Oder seine Lieferanten müssen Verpflichtungen eingehen, ihre Anlagen „freiwillig“ herunterzuregeln, wenn ansonsten die Spotmarktpreise negativ würden. Das ist eine massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Erneuerbaren Energien.

Warum steigt die EEG-Umlage?

Da am Spotmarkt alle jene Kunden fehlen, die sich bereits im Vorab-Handel mit konventionell erzeugtem Strom eingedeckt haben, ist die Nachfrage am Spotmarkt gering. Geringe Nachfrage führt dazu, dass das Niveau der Spotmarkt-Strompreise sinkt.

Bei hohem Solar- oder Windstromangebot (wenn also eigentlich viel Geld für die gesetzliche Einspeisevergütung bezahlt werden müsste) sinken die Spotmarktpreise noch weiter ab, teilweise sogar in den negativen Bereich. Der EE-Strom erzielt am Spotmarkt dann keine Verkaufserlöse mehr, mit denen die Einspeisevergütungen bezahlt werden könnte. Die Fehlbeträge sind nach den Bestimmungen des EEG und der Ausgleichsmechanismusverordnung durch die EEG-Umlage auszugleichen.

Was geschieht bei weiterem Zubau von Solar- und Windanlagen?

Die EE-Strommengen nehmen weiter zu. Der Spotmarktpreis wird immer öfter negativ. Das heißt, die Lieferanten des Stroms müssen den Empfängern der Stromlieferungen noch Geld dazu zahlen. Der Verkauf des EE-Stroms am Spotmarkt führt dann zu „negativen Erlösen“.

Damit die EEG-Umlage trotzdem nicht ins Unermessliche ansteigt und damit selbst ihre Fehlkonstruktion offenbart, sieht der Referentenentwurf des EEG 2016 in Paragraf 51 sogar vor, dass die Einspeisevergütung auf Null abgesenkt wird, wenn die Spotmarktpreise mehr als sechs Stunden lang negativ waren. So werden die Symptome anstatt der Ursachen bekämpft. Die eigentliche Ursache ist die Beibehaltung des Vorab-Handels zugunsten der fossilen Energien.

Anstatt die Pariser Beschlüsse zur Dekarbonisation umzusetzen, will das BMWi den Solar- und Windanlagenbetreibern eine regelmäßige Vergütung ihres gelieferten Stromes vorenthalten. Eine Klientel-Politik für die konventionelle Stromerzeugung!
Fazit: Der Vorabhandel am Terminmarkt und im außerbörslichen Handel sowie die Befreiung der Großverbraucher von der EEG-Umlage treiben die EEG Umlage in die Höhe – nicht die Erneuerbaren!
Auf einem anderen Blatt stehen die externen Kosten der konventionellen Stromversorgung, die zumeist in Form von Steuern dem Steuerzahler auferlegt werden. Es geht dabei zum Beispiel um Kosten wie die Entsorgungskosten des radioaktiven Mülls, die Kosten für die Beseitigung der Klimaschäden, für die Eingliederung der Klimaflüchtlinge und viele andere mehr. Doch bei diesen Kosten wird dem belasteten Steuerzahler der Zusammenhang mit der fossilen Energiewirtschaft geflissentlich verschwiegen.

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Unterstützer der Pressemitteilung

  • BBEn Bündnis Bürgerenergie, Dr. René Mono
  • BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU –
    Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie
    Bundesgeschäftsstelle Geschäftsführung: Dr. Stegmayer
    Pressesprecherin: Petra Pauly Sekretariat: Ulla Veith
  • Bürgerinitiative Megatrasse VG Nordendorf, Anita Dieminger
  • BWE – Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, der Vorsitzende, Dr.
    Wilhelm Heye
  • BWE – Regionalverband Oberbayern, der Vorsitzende, Dr. Dirk Bade
  • Energiegemeinschaft Weissacher Tal
    Reinhard Knüdeler, Vorstand
  • Energie-Initiative Kirchberg e. V.
    74592 Kirchberg/Jagst
    Vorsitzender: Gerhard Kreutz
  • Freunde von Prokon, Rainer Doemen, Pressesprecher
  • KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung e.V., Rainer Forster, Diözesansekretär
  • Solarenergie-Förderverein Deutschland, Vorstand
  • Sonneninitiative e.V.
    Hans-Christian Quast, 1. Vorsitzender
  • Sonnenkraft Freising, Dr. Andreas Horn, vorsitzender
  • Die SWB GmbH, Karl-Heinz Hüsing

EEG-Novelle gefährdet Arbeitsplätze

Samstag, April 16th, 2016

Der offizielle Referentenentwurf zum EEG 2016 liegt vor. Die Länder- und Verbändeanhörung ist damit eingeleitet worden. Dass die Mindestausschreibungsmenge weiterhin nicht definiert ist, verunsichert die Energiebranche und besonders die  Windbranche massiv. Denn gemäß der als „Weltformel“ verschrieenen Berechnung zur Ausschreibungsmenge wird die kostengünstige Windenergie auf eine Steuerungsgröße reduziert – auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Klimaschutz.

„Dieser Entwurf steht im deutlichen Widerspruch zu der Tatsache, dass inzwischen alle Akteure im Bereich der Energiewirtschaft voll auf Erneuerbare Energien setzen“, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers.

Der BWE weißt das Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt seit mehreren Monaten auf die Defizite im EEG-Entwurf hin, der sowohl den Klimaschutzzielen als auch der Energiewende zuwider läuft und zudem erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen dürfte. So sind Tausende der aktuelle 150.000 Arbeitsplätze und die Spitzenposition der deutschen Windenergie-Branche im internationalen Markt gefährdet. Und auch die hohe Akzeptanz für die bislang günstigste aller erneuerbaren Energieformen – Windstrom – dürfte darunter leiden.

Auch in den kommenden Wochen tritt der Verband dafür ein, dass sich die jährlichen Ausschreibungsvolumina mindestens an der Bund-Länder-Einigung aus dem April 2014 von jährlich 2.500 MW netto orientieren. Ein Festhalten an einer EE-Zielbegrenzung von 45 Prozent am Stromverbrauch hält der BWE angesichts des Potenzials der Windenergie für die Sektoren Elektromobilität und Wärme für falsch.