Kategorie: Energieeinsparung

Gewinnaktion: Ältester Kühlschrank gesucht

Montag, Dezember 12th, 2016

Mit einer „Kühlschrank-Tauschaktion“ möchte der Landkreis Starnberg auf energiesparende Alternativen aufmerksam machen und zum Kauf eines neuen Gerätes anregen. Wer noch im Besitz eines alten Kühlschrankes ist, kann jetzt bis 31. Januar 2017 an einer Gewinnaktion des Landratsamtes teilnehmen. Gerade für Besitzer älterer Kühl- oder Gefrierschränke lohnt es sich über einen Neuanschaffung nachzudenken. Bis zu 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs kann ein alter Kühlschrank verbrauchen. Für den ältesten noch in Betrieb befindlichen Kühlschrank im Landkreis gibt es einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro, damit ein Neukauf erleichtert wird.

mehr Info hier 

Becherheld statt Umweltsünder

Montag, November 21st, 2016

Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 19.-27.11.2016

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Der neue Trend seinen Kaffee im To-go Becher mit sich zu führen, ist zwar praktisch, aber nicht unbedingt umweltfreundlich. Auch das Landratsamt Starnberg beschäftigt sich im Rahmen der Initiative „Sei ein Becherheld“ mit den Einwegbechern. Die Aktion läuft innerhalb der Europäischen Woche der Abfallvermeidung von Samstag, den 19. November bis Sonntag, den 27. November.
Der Alltag ist schnelllebiger geworden und die Zeit ständig zu knapp. Das Frühstück wird meist nebenbei gegessen und der Kaffee in einem Coffee-to-go Becher unterwegs getrunken. Für den Alltag ist der kleine Pappbecher vielleicht praktisch, dem Umweltschutz wird er aber nicht gerecht. Wie viel Müll der schnelle Kaffeekonsum produziert, wird nicht nur beim genauen Blick auf überquellende öffentliche Mülleimer sichtbar. Täglich werden in der gesamten Republik etwa sieben Millionen Einwegbecher verbraucht. Im Landratsamt Starnberg wurde der Becherverbrauch ebenfalls ermittelt. Die Auszubildenden hatten in einer Projektarbeit die verbrauchten Becher gezählt und ihre Ergebnisse in der Personalversammlung vorgestellt: rund 75 Becher werden von Mitarbeitern und Besuchern in der Kantine täglich verbraucht. Und die wandern aufgrund ihrer Beschichtung nämlich nicht zum Altpapier, sondern in den Restmüll. Aus der Kantine sollen während der Europäischen Woche der Abfallvermeidung die Einmalbecher ganz verbannt werden. Damit genug Tassen als Ersatz zur Verfügung stehen, wurden die Mitarbeiter gebeten, von zuhause ausgemusterte oder übrige Kaffee-Haferl für die Kantine zu stiften. So kommt manch eine Nikolaus- oder Glühweintasse zu neuen Ehren statt im Keller zu verstauben. Und es gibt ein gutes Gefühl, ganz im Sinne des ebenfalls zum Trend werdenden Ansatzes von Re-Use (Wiederverwendbarkeit), etwas Sinnvolles getan zu haben. Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt wünscht sich eine langfristige Umsetzung der Re-Use Tassen im Landratsamt. „Wir hoffen, dass unser Anliegen unterstützt wird und übrige Tassen in der Kantine abgegeben werden“. Geschäftsbereichsleiterin Dr. Julia Andersen ist jedenfalls schon infiziert: einen Kaffee aus dem Einwegbecher gibt es für sie nicht mehr. Auch wenn es ihr durchaus manchmal schwerfällt unterwegs auf den liebgewordenen Muntermacher zu verzichten: der Coffee-to-Go-Becher ist für sie zum No-Go geworden.
Angestiftet von der Deutschen Umwelthilfe hat Landrat Karl Roth die Verwaltung beauftragt, eine Initiative gegen die Becherflut zu starten. Unter dem Slogan „Sei ein Becherheld“ sind inzwischen Plakate und Flyer von der Deutschen Umwelthilfe an die Kommunen und Wertstoffhöfe verschickt worden, damit eine Beteiligung an der Initiative breitgefächert ist. Ziel ist es öffentliche Einrichtungen und Behörden auf die Müllproduktion aufmerksam zu machen und für den Umweltschutz zu sensibilisieren.

Mehr Fakten und Hintergründe: www.becherheld.de
Bildunterschrift:
foto-lra-aktion-becherhelden
Zum Start der Europäischen Woche der Abfallwirtschaft bekannten sich prominente Mitarbeiter/-innen des Landratsamtes zur Tasse (von links): Bauamtsleiter Dr. Christian Kühnel, Geschäftsbereichsleiterin Kommunale und Soziale Angelegenheiten Verena Groß, Geschäftsbereichsleiterin Umwelt Dr. Julia Andersen und Geschäftsbereichsleiter Dr. Stefan Derpa.

Gebäude-Energie-Sprechstunde in Herrsching

Mittwoch, Oktober 19th, 2016

Jeden 1. Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr (oder nach Vereinbarung)
Die Beratung ist kostenlos und wird von zertifizierten Energie-Effizienz-Experten des Energiewende Landkreis Starnberg e.V. im Energiewende-Zentrum in der Seestraße 33 durchgeführt.
Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich über wirkungsvolle Maßnahmen zur Energieeinsparung, wie zum Beispiel durch Anschaffung energieeffizienter Haustechnik oder Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sowie über finanzielle Förderungsmöglichkeiten.
Anmeldung direkt im Energiewende-Zentrum Fünfseenland in der Seestraße 35 oder im Rathaus Herrsching.
Ihre Ansprechpartnerin im Rathaus Herrsching
Frau Kalz, Telefon: 08152 37438
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.herrsching.de

Hier finden Sie die Information zum Download

Gebäude besser und nachhaltiger planen

Dienstag, Juli 26th, 2016

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mutbürger für Energiewende!“ veranstaltet die Umweltakademie München am 28. Juli um 19:00 Uhr den  Vortrag

„Gebäude – besser und nachhaltiger energetisch planen und ertüchtigen“

in Kooperation mit dem Bauzentrum, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München.

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewegen unsere Gesellschaft, wenn es um enkeltaugliche Zukunftsfähigkeit geht. Insbesondere bei der Sanierung und beim Neubau von Gebäuden stehen Bauherren und Gebäudebetreiber vor großen Herausforderungen, geplante Vorhaben nachhaltig und energieeffizient umzusetzen.

Die Europäische Union erlässt restriktive Energiesparvorschriften und damit neue europaweite Vorgaben für zukunftsträchtiges und umweltschonendes Bauen. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden diese in Deutschland in nationales Recht umgesetzt. Mit den Neuauflagen der EnEV 2009, 2014 und 2016 werden diese nach und nach verschärft. Mit der EU-Gebäuderichtlinie ab 2020 wird sich der Standard für zukünftiges Bauen grundlegend ändern; dann dürfen nur noch Niedrigstenergiegebäude realisiert werden. Ein Niedrigstenergiegebäude ist dort definiert als eines, das eine sehr hohe Gesamtenergieeffizienz aufweist: Der verbleibende, fast bei Null liegende Energieeigenbedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden – einschließlich aus solchen, die Erneuerbare Energien am Gebäude, am Standort oder in der Nähe darbieten. Ein Umdenken im Umgang von (Bestands-) Gebäuden und zur Umsetzung einer energieeffizienten Bauweise ist somit unumgänglich.

Doch sind die Gebäude der Zukunft folglich nur noch Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehäuser? Bedeutet dies noch mehr Dämmung – oder müssen wir zukünftig einfach „anders“ planen? Bei Neubau und Sanierung werden wohl vermehrt Aspekte wie Baukultur, Gesundheit, Flächenverbrauch, Barrierefreiheit oder Naturgewalten berücksichtigt werden. Und es wird auch der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes und die Betrachtung des umfassenden Stadtquartiers eine wichtige Rolle spielen, wenn es um nachhaltiges Bauen geht.

Aktuell gibt es in Deutschland bereits zahlreiche Nachhaltigkeitsgütesiegel, wie etwa das „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) oder das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) für Büro- und Verwaltungsbauten, Schulen oder Industrieanlagen; bei diesen werden nicht nur die Energieeffizienz eines Gebäudes, sondern auch soziokulturelle, funktionale und ökonomische Qualitäten eines Gebäude beurteilt. Für den Wohnungsbau stehen ebenfalls Nachhaltigkeitsgütesiegel, wie das „Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau“ des gleichnamigen Fördervereins (mehr als sechs Wohneinheiten in neuen Gebäuden) oder das „Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau“ (BNK) des Bau-Instituts für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen GmbH (für Ein- bis Fünffamilienwohnhäuser) zur Verfügung. Diese werden im Rahmen der Baubegleitung bereits seit April 2016 durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Neben baukonstruktiven, bauphysikalischen sowie energetischen Zusammenhängen werden im Rahmen des Vortrags Grundlagen und Praxisbeispiele für Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehäuser (Neubau und Sanierungen) aufgezeigt, ebenso wie Nachhaltigkeitsgütesiegel und Fördermöglichkeiten.

In der anschließenden Publikumsdiskussion gibt es ausreichend Gelegenheit für Fragen.

Referentin: Prof. Dr. Natalie Eßig, Architektin; Hochschule München, Fakultät Architektur

Wann? Donnerstag, 28. Juli 2016, 19.00 Uhr

Wo? Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10 (Eingang Georg-Schätzel-Straße/Hackerbrücke), 80335 München, Orangebar, 6. OG

Anmeldung nicht obligatorisch, aber hilfreich: info@die-umwelt-akademie.de

 

Kommentare zur Veranstaltung und weitere Informationen auf der Webseite Gebäude der Umweltakademie

Zweite Runde der Sanierungstreffs abgeschlossen

Donnerstag, Juli 7th, 2016

Die zweite Runde der Sanierungstreffs im Landkreis Starnberg ist zu Ende.  Die Sanierungstreffs wurden auch diesmal positiv bewertet: „Die Treffen waren für mich sehr informativ, insbesondere, weil einige Teilnehmer schon über eigene Erfahrungen mit Sanierung berichten konnten“, erzählt ein Teilnehmer aus Gilching.

Im Oktober folgt nun die dritte Runde mit vielfältigen Themen und fachkundigen Experten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Couple of man and woman sitting in front of their home or house in wicker chairs

Zum Abschluss des zweiten Durchgangs wurde in Herrsching ein frisch saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren besichtigt. „Lieber sorgfältig in Etappen sanieren, als ein halbherziger Schnellschuss beim Hauskauf“, so lautet das Resümee. Das Fertighaus war Schritt für Schritt saniert worden und hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. Es zeigt, wie sich viele Maßnahmen über einen langen Zeitraum umsetzen lassen und auf diese Weise anstatt eines mittelmäßigen energetischen Standards schließlich ein sehr hoher Standard erreicht wird.

Bei der Besichtigung des 40 Jahre alten Fertighauses ließen sich die Teilnehmer die ganze Palette der Möglichkeiten vorführen. Die Energie der Sonne wird
zur Warmwassergewinnung, zur Stromerzeugung und letztlich für die
Mobilität mit Pedelec und E-Auto genutzt. Die Teilnehmer ließen sich alle Details
von Material über Technik bis hin zum Verfahren bei den Förderanträgen erläutern. Hausbesitzer Gerd Mulert betonte dabei vor allem den Gewinn an
Wohnqualität durch die aus Kork angebrachte Außenwand-Dämmung und den
Austausch von Fenstern und Haustüren.
Angesichts der zunehmend heißen Tage möchte die Klimaschutzmanagerin des
Landkreises Starnberg, Josefine Anderer-Hirt, die Eigenheimbesitzer umso mehr
zum Sanieren motivieren. Sie weist darauf hin, dass gezielte bauliche Maßnahmen
ein starkes Erhitzen von Räumen im Sommer verhindern können. Immerhin
befinden sich etwa 40 Prozent der Wohnflächen von Eigenheimen im
Dachgeschoss – meist Kinder- und Schlafzimmer. Daher steht selbstverständlich das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ auf der Agenda der im Herbst startenden Sanierungstreffs.

Anmeldungen für die Sanierungstreffs ab Oktober sind möglich unter Telefon 08151 148-352 oder per E-Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer sich vorab über Termine und Themen informieren möchte, kann dies im
Internet unter www.sanierungstreff.de tun.

Die Aktion „Sanierungstreff“ ist eine Initiative des Landkreises. Sie will den
Eigentümern die Vorteile einer Sanierung näher bringen und die Hemmschwelle
vor entsprechenden Maßnahmen abbauen. Die Treffen werden von Experten
begleitet und finden über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Monaten in den
Gemeinden Gauting, Pöcking, Seefeld sowie in der Stadt Starnberg statt.

Wir bauen zu groß, zu technisch und am falschen Ort

Mittwoch, Juli 6th, 2016

„Wir bauen zu groß, zu technisch und am falschen Ort.“ Mit diesen Worten untermauerte der Querdenker Professor Ingo Gabriel seinen Vortrag zu Baukultur und Effizienz-Vorgaben im Landratsamt Starnberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Anregungen, wie heute richtig gebaut wird.

„Bevor Sie über Ihr zu bauendes Eigenheim nachdenken, sollten Sie erst mal gründlich ausmisten“, empfiehlt der Hochschullehrer und Architekt Ingo Gabriel den Bauherren, die ihn für Neu- und Umbau-Planungen engagieren. Um mit dem angestoßenen Denkprozess den Blick fürs Wesentliche zu schärfen: Wie viel Haus ist wirklich nötig, auch auf eine lebenslange Sicht hin, wenn die Kinder in absehbarer Zeit wieder aus dem Haus sind?

EZA-PassivhausNicht nur das Thema Baukultur bürstet Gabriel gegen den Strich. Auch mit anderen Irrtümern der Konsumgesellschaft geht Professor Ingo Gabriel scharfzüngig ins Gericht. Bei seinem Vortrag im Landratsamt Starnberg fesselte er über zwei Stunden Architekten und Energieberater und andere Interessenten und motivierte sie, klassische Systemgrenzen wie z.B. den Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche zu hinterfragen und den Blick auf das Ganze zu wagen – die Mobilität eingerechnet. Da kommt ein Passivhausbesitzer nämlich ganz schnell ins Zwielicht, wenn er mit einem gehobenen MittelklassewageProf. Gabriel_2016_kleinn oder gar SUV täglich 100 Kilometer zum Arbeitsplatz pendelt. „Der Mobilitätsrucksack wird immer üppiger“, resümiert Gabriel und fordert als wesentliches Kriterium zur Festlegung des Energieverbrauchs die Kilowattstunde pro Person.

Energieverbrauch für Wohnen und Mobilität

Kumulierter Energieverbrauch (Kwh/m2) für Wohnen (150m2) und Mobilität (15.000km/a)
Effizienzhaus Radfahrer Bahnfahrer Autofahrer
0 l/100 km 2,5 l/100 km 5 l/100 km 7 l/100 km 9 l/100 km
100 101 126 151 171 191
70 85 110 135 155 175
55 74 99 124 144 164
Passivhaus 48 73 98 118 138

Tabelle: Der Vergleich der Energieverbräuche für Wohnen und Mobilität zeigt, dass bei der Mobilität leichter viel Energie eingespart werden kann.

Tabelle: nach Gabriel 2016

Fotos: 1. eza!, 2. LRA, Josefine Anderer-Hirt 

Quelle: Klimaschutzmanagement Landkreis Starnberg

 

Sanierungstreff-Besichtigung: Die Sonne ins Haus geholt

Dienstag, Juni 14th, 2016

Sanierungstreffs bieten Besichtigung eines sanierten Fertighauses an. Auftaktveranstaltung zur Woche der Sonne vom 17.-26.06.2016

Ein über viele Jahre hinweg in Etappen saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren ist am 17. Juni um 17.00 Uhr im Rauscher Fußweg in Herrsching zu besichtigen.

Die Sanierungstreffs nutzen die Woche der Sonne für die Besichtigung eines Best-Practice-Beispiels. Die Interessenten haben dort die Gelegenheit, die ganze Palette möglicher Maßnahmen in der Praxis zu sehen und sich vom Besitzer die eingesparten Kosten sowie die neue Wohnqualität vorführen zu lassen.  Auch die Energie der Sonne wird in diesem Haus zur Warmwassergewinnung und Stromerzeugung genutzt. „Billig bauen war gestern – heute wird ehrgeizig saniert, am besten mit Nutzung von Sonnenenergie“, betont Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt. Sie möchte mit der Besichtigung Mut machen, die energetische und auch altersgerechte Sanierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Das Positive dabei: Auch Mitnahmeeffekte in Sachen Einbruchschutz sind so möglich.

Die Teilnahme ist kostenlos, die genaue Adresse wird bei Anmeldung unter Tel 08151 148-352 bzw. an klimaschutz@lra-starnberg.de mitgeteilt.

Eine energetische Sanierung im Wohn-Gebäude muss gut durchdacht und geplant werden. Genau das wollen die Sanierungstreffs im Landkreis unterstützen: Im Herbst 2016 gibt es neue Termine in den Orten Gauting, Seefeld, Pöcking und Starnberg. Mehr dazu unter www.sanierungstreff.de .

 

Nachhaltige und lustvolle Bau- und Wohnstrategien

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Einladung zum Vortrag

Neuartige Wohnkonzepte – nachhaltig und zukunftsfähig – werden am Mittwoch, den 1. Juni 2016,um 19.30 Uhr im Landratsamt Starnberg, Großer Sitzungssaal vorgestellt. Den Vortrag mit dem Titel: „Weniger (Energie) ist mehr(Komfort)! Nachhaltige und lustvolle Bau- und Wohnstrategien“ hält Prof. Dipl.-Ing. Architekt  Ingo Gabriel, aus Oldenburg.

Neue WOhnkonzepteEnergieminimiert und kostengünstig Bauen – wie geht das zusammen? Was zunächst nach einem Widerspruch in sich klingt, erschließt sich in den leidenschaftlichen und in der eigenen Praxis überprüften Ausführungen des Referenten. Zwischen den Aspekten Ressourcen, Lebenszeit, Geld und Komfort bewegt sich seine Denk- und Arbeitsweise. Nachhaltig, klimafreundlich und zukunftsweisend heißen die Stellschrauben für die künftige Baukultur. Die Antwort auf die Frage, wie viel Lebenszeit für wie viel Komfort mit mühevollem Broterwerb zu verbringen sind bleibt er ebenso wenig schuldig wie Argumentationspfade und Strategien für Planer und Entscheider.

Prof. Dipl.-Ing. Ingo Gabriel ist Architekt, Handwerker und Hochschullehrer mit dem Fokus auf energieminimiertes und kostengünstiges Bauen, Holzbau und Solararchitektur.

Der Eintritt ist frei!

Veranstalter: Energiewende Landkreis Starnberg e. V. und Stabsstelle Klimaschutz und Umwelt Landratsamt Starnberg, Tel. 08151/148 352

Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Konkret: Der Klimapakt des Landkreises Starnberg und seiner Gemeinden.

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: „Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen.“ Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine „Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum“ wird ebenso gelistet wie die „Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030“, alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier geht‘s zum Maßnahmenkatalog aus dem Dialogprozess: Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan Noch vor der Sommerpause im Juni 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

Energiewende jetzt_klqDer Landkreis Starnberg ist schon einige Schritt weiter 

  • Am 12.12.2005 hat der Kreistag im sogenannten Energiewende-Grundsatzbeschluss u.a. beschlossen, die Bestrebungen zur Energiewende im Landkreis zu unterstützen mit dem Ziel, die Region bis zum Jahre 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
  • 2008 wurder der Verein Energiewende Landkreis Starnberg gegründet der die Energiewende durch Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen unterstützt.
  • Im Jahr 2010 hat der Landkreis in einem umfangreichen Beteiligungsprozess ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und verabschiedet. Zu dessen Umsetzung wurde im Februar 2011 die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.
  • Neben vielen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen startete die Stabstelle Klimaschutz im Okt. 2014 eine Sanierungskampagne „Mit Wärme zu mehr Wert“, Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Öffentlichkeitsarbeit dazu liegen vor: sanierungstreff.de
  • Im Januar 2015 wurde ein Energiebericht für den Landkreis erstellt, der deutlich machte, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 100 % Erneuerbare Energien bis 2035 höchst ungenügend sind. lk-starnberg.de/energiebericht
  • Um der Energiewende und dem Klimaschutz eine noch größere Dynamik zu verleihen, hat der Kreistag am 18.05.2015 beschlossen, eine Klimawerkstatt durchzuführen. Diese hat am 13. November 2015 stattgefunden. Beteiligt waren 45 engagierte Bürgerinnen, Ehrenamtliche und Energie- und Umwelt-Experten, darunter Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte sowie Vertreter von Verbänden und Kirchen. Einstimmig hat dieser Kreis einen Klimapakt verabschiedet mit einer umfangreichen Ideensammlung an praxistauglichen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wurden in einem Katalog ausgearbeitet und werden seitdem in verschiedenen Gemeinden erörtert: lk-starnberg.de/klimapakt
  • Am 14.03.2016 hat der Landkreis beschlossen, sich diesem Klimapakt anzuschließen und sich bereit erklärt, 2016, 2017 und 2018 mindestens drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Bis zum 12.05.2016 haben sich bereits neun Kommunen und der Landkreis dem Klimapakt angeschlossen, in weiteren Gemeinden steht das Thema auf der Agenda.

Klimapakt-Maßnahmen des Landkreises 2016-2018

Nummerierung bezieht sich auf den Maßnahmenkatalog  www.lk-starnberg.de/klimapakt

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. Im besten Fall benennt jeder Verband und Gesellschaft eine/n Beauftragten für Klima- und Ressourcenschutz.
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen:
  • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3.)
  • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
  • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
  • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.)

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.4.11.)

Aktuell

In Bonn treffen sich seit 16. Mai die Klimadiplomaten, um dem Abkommen von Paris Leben einzuhauchen. Die UN-Klimachefin verbreitete gute Laune, auch die Konferenzpräsidentin und ihr Nachfolger kamen kaum aus dem Schwärmen heraus. Dass die Staaten ihre Klimaziele nun an die Versprechen des Paris-Abkommens anpassen, erwartet jedoch niemand. Wie schwierig die Verhandlungen zur Klimafinanzierung künftig noch werden könnten, verdeutlicht indes eine aktuelle Untersuchung des UN-Umweltprogramms: Demnach wird die Klimafinanzierung fünfmal so teuer, wie bislang gedacht.

Quelle: www.klimaretter.info

Gewinner des Energiepreises 2015

Montag, Januar 25th, 2016

Die Energiepreise 2015 im Landkreis Starnberg sind vergeben. Landrat Karl Roth zeichnete die Preisträger im Rahmen einer Feierstunde am 21. Januar 2016 im Landratsamt Starnberg aus und bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr großes Engagement für die Energiewende.

Preisträger 2015_kl1. Preis:
Den ersten Preis holte sich in diesem Jahr Stefan Eder aus Weßling, der sein Wohnhaus mit innovativer Technik beheizt und dabei ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. Mit seinem Pilotprojekt einer Eisspeicher- und Solarheizung und vielen weiteren enerigietechnischen Finessen, seinem großen Fachwissen und seinem Mut zu Neuem ist er Energiewende-Vorbild und bereitwilliger Ansprechpartner für Interessierte.

2. Preis:
Der zweite Preis ging an die Wohneigentumsgemeinschaft Römerstraße 65-67 in Gilching. Mit ihrer geglückten gemeinschaftlichen Gebäudesanierung von 30 Wohnungen liefert sie ein seltenes und deshalb vorbildliches Beispiel, wie auch in Wohneigentümer-Gemeinschaften (WEG) mit Überzeugungskraft und Kompromissbereitschaft energiesparende Maßnahmen gelingen können.

3. Preis:
Der dritte Preis wurde dem Waldsanatorium Krailling für ihr neues Heizwerk mit Nahwärmenetz verliehen, das fast vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird und durch den Ersatz vieler kleiner Ölheizkessel zukünftig jährlich über 500 Tonnen CO2 einspart. Weitere Infos: Energiepreis 2015

Leuchtturm-Preis:
Neben den drei Hauptpreisen wurde in diesem Jahr auch ein Leuchtturm-Preis vergeben, den die Gemeinde Berg für die Errichtung und den Betrieb der vier Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben erhielt. Sie leistet damit einen riesigen Beitrag zur Energiewende im Landkreis Starnberg sowie zur Vermeidung von Stromtrassenausbau, aber auch zur regionalen Wertschöpfung.

Als Finalisten beim Energiepreis 2015 wurden außerdem folgende Projekte und Initiativen ausgezeichnet:

– Erdmann und Kornelia Treffurth »Energetische Sanierung des eigenen Einfamilienhauses«
Markus Guggemos »Freiflächen-PV-Anlage (Solarbiotop) in Traubing«
Markus Mayer (Architekt) »Mehrfamilien-Hybridhaus (KfW-Effizienzhaus 40) in Feldafing«
Grundschule Söcking »Auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Schule«

Den musikalischen Rahmen gestaltete die Band Vorteilspack, kulinarische Genüsse bereiteten die Schülerinnen und Schüler des Gymnaisums Tutzing mit ihrem selbst zubereiteten köstlichen Fingerfood.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Preisträgern und Finalisten.

Quelle: Landratsamt Starnberg

Foto: Landratsamt Starnberg