Kategorie: Energieprojekte

Bürgerenergie heute und morgen

Dienstag, April 11th, 2017

Bündnis Bürgerenergie präsentiert neuen Bericht

Die gemeinschaftliche Nutzung von erneuerbarer Energie dürfte zur tragenden Säule eines zukünftigen Energiesystems werden.

Voraussetzung für einen Boom des so genannten „Prosumings“ ist allerdings, dass Bürgerenergie-Akteure ihre Stärken konsequent weiterentwickeln und die Politik regulatorische Hemmnisse abbaut. Dies sind die zwei wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht „Bürgerenergie – heute und morgen“, den das Bündnis Bürgerenergie heute vorstellt.

Hier finden Sie den Bericht zum herunterladen

Der vollständige Artikel ist hier auf der Sonnenseite zu finden

Ist das energieautarke Haus möglich?

Montag, November 28th, 2016

Wer energieautark wohnen möchte, nutzt allein lokal verfügbare Energieträger und lässt sich nicht mit Gas oder Öl beliefern. Stattdessen erwärmt etwa die Sonne das Warmwasse, und man gewinnt daraus auch Strom.

Nicht nur Neubauten können unabhängig von externer Energie werden, auch Häuser im Bestand lassen sich nachrüsten.

mehr Info hier

Quelle:ntv

Gebäude-Energie-Sprechstunde in Herrsching

Mittwoch, Oktober 19th, 2016

Jeden 1. Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr (oder nach Vereinbarung)
Die Beratung ist kostenlos und wird von zertifizierten Energie-Effizienz-Experten des Energiewende Landkreis Starnberg e.V. im Energiewende-Zentrum in der Seestraße 33 durchgeführt.
Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich über wirkungsvolle Maßnahmen zur Energieeinsparung, wie zum Beispiel durch Anschaffung energieeffizienter Haustechnik oder Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sowie über finanzielle Förderungsmöglichkeiten.
Anmeldung direkt im Energiewende-Zentrum Fünfseenland in der Seestraße 35 oder im Rathaus Herrsching.
Ihre Ansprechpartnerin im Rathaus Herrsching
Frau Kalz, Telefon: 08152 37438
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.herrsching.de

Hier finden Sie die Information zum Download

Zweite Runde der Sanierungstreffs abgeschlossen

Donnerstag, Juli 7th, 2016

Die zweite Runde der Sanierungstreffs im Landkreis Starnberg ist zu Ende.  Die Sanierungstreffs wurden auch diesmal positiv bewertet: „Die Treffen waren für mich sehr informativ, insbesondere, weil einige Teilnehmer schon über eigene Erfahrungen mit Sanierung berichten konnten“, erzählt ein Teilnehmer aus Gilching.

Im Oktober folgt nun die dritte Runde mit vielfältigen Themen und fachkundigen Experten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Couple of man and woman sitting in front of their home or house in wicker chairs

Zum Abschluss des zweiten Durchgangs wurde in Herrsching ein frisch saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren besichtigt. „Lieber sorgfältig in Etappen sanieren, als ein halbherziger Schnellschuss beim Hauskauf“, so lautet das Resümee. Das Fertighaus war Schritt für Schritt saniert worden und hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. Es zeigt, wie sich viele Maßnahmen über einen langen Zeitraum umsetzen lassen und auf diese Weise anstatt eines mittelmäßigen energetischen Standards schließlich ein sehr hoher Standard erreicht wird.

Bei der Besichtigung des 40 Jahre alten Fertighauses ließen sich die Teilnehmer die ganze Palette der Möglichkeiten vorführen. Die Energie der Sonne wird
zur Warmwassergewinnung, zur Stromerzeugung und letztlich für die
Mobilität mit Pedelec und E-Auto genutzt. Die Teilnehmer ließen sich alle Details
von Material über Technik bis hin zum Verfahren bei den Förderanträgen erläutern. Hausbesitzer Gerd Mulert betonte dabei vor allem den Gewinn an
Wohnqualität durch die aus Kork angebrachte Außenwand-Dämmung und den
Austausch von Fenstern und Haustüren.
Angesichts der zunehmend heißen Tage möchte die Klimaschutzmanagerin des
Landkreises Starnberg, Josefine Anderer-Hirt, die Eigenheimbesitzer umso mehr
zum Sanieren motivieren. Sie weist darauf hin, dass gezielte bauliche Maßnahmen
ein starkes Erhitzen von Räumen im Sommer verhindern können. Immerhin
befinden sich etwa 40 Prozent der Wohnflächen von Eigenheimen im
Dachgeschoss – meist Kinder- und Schlafzimmer. Daher steht selbstverständlich das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ auf der Agenda der im Herbst startenden Sanierungstreffs.

Anmeldungen für die Sanierungstreffs ab Oktober sind möglich unter Telefon 08151 148-352 oder per E-Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer sich vorab über Termine und Themen informieren möchte, kann dies im
Internet unter www.sanierungstreff.de tun.

Die Aktion „Sanierungstreff“ ist eine Initiative des Landkreises. Sie will den
Eigentümern die Vorteile einer Sanierung näher bringen und die Hemmschwelle
vor entsprechenden Maßnahmen abbauen. Die Treffen werden von Experten
begleitet und finden über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Monaten in den
Gemeinden Gauting, Pöcking, Seefeld sowie in der Stadt Starnberg statt.

Energiewende im Landkreis zahlt (sich) aus

Montag, Juli 4th, 2016

Die Energie-Genossenschaft Fünfseenland (EGF) kann erstmals seit ihrer Gründung eine Dividende von 2,5 Prozent an ihre aktuell 365 Mitglieder ausschütten. Der ehrenamtliche EGF-Vorstand Gerd Mulert und der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Vogl zogen für das Berichtsjahr 2015 auf der Generalversammlung eine positive Bilanz in Sachen Energiewende. Diese spiegle sich in zahlreichen neuen Vorhaben auf kommunaler Ebene wider. Landrat Karl Roth erneuerte als Hausherr der Versammlung in seinem Grußwort sein Bekenntnis zu den Energiewende-Zielen des Landkreises.

Zu den wichtigsten Aktivitäten der EGF zählt das von Gemeinde und Schulzweckverband gemeinsam getragene Schulenergie-Projekt an Gymnasium und Mittelschule: Eine Fotovoltaikanlage mit 70 Kilowatt bzw. ein Blockheizkraftwerk. Die Investitionssumme beträgt zirka 600 000 Euro, eingespart werden ca. 10 Prozent Energiekosten pro Jahr.

In Seefeld wird zusammen mit der Peter Schlecht GmbH ein Nahwärmekonzept entwickelt, das zunächst Wärme und Strom für die Chirurgische Klinik liefern soll.

Projektbezogen Kapital zu generieren, sei allgemein nicht das Problem, bestätigte der EGF-Vorstand. Derzeit generieren mehr als 2300 Anteile zu je 200 Euro allein ein Kapital von 463 400 Euro, das selbstverständlich in laufende und künftige Vorhaben investiert wird. Zu den Ideen zählt auch das so genannte „Balkonkraftwerk“, das man von der Energiegenossenschaft für 500 Euro kaufen oder auch mieten kann: „Es besteht aus einem einzigen Modul und hat am Ende eine Steckdose“, stellte Mulert eines der auch „Piraten-Kraftwerk“ genannten Exemplare vor. Die allgemeine Versorgung mit sauberem „Fünf-Seen-Land-Strom“ ist gesichert, erzeugt als „Wasserstrom“ von den Stadtwerken Landsberg oder in Zusammenarbeit mit dem Regionalwerk Würmtal.

Auch die Initiative „E-Start“ und das „e-Carsharing“ kommen voran: Nach einem bereits im Bayerischen Wald von einigen Gemeinden praktizierten Konzept wurde ein Kooperationsvertrag mit der Wunjoo GmbH unterzeichnet: Die EGF kauft Elektro-Fahrzeuge und vermietet sie an Hausgemeinschaften oder Gemeinden. Derzeit gibt es laut Landrat Roth im Landkreis erst 157 „reine“ E-Fahrzeuge und weitere 437 „hybride“ (also mit verschiedenen Antriebsformen) – mehr als 20 Ladestationen stehen zur Verfügung. Der EGF-Vorstand wurde einstimmig entlastet, nur bei der Dividende gab es vier Gegenstimmen und sechs Enthaltungen: Manche hätten die zu verteilende Summe am liebsten gleich reinvestiert.

Quelle: Starnberger Merkur

Windenergie in Bayern kommt zum Stillstand

Freitag, Juli 1st, 2016

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten: Die Einführung der strengen 10H-Abstandregel für neue Windenergieanlagen in Bayern führt zum völligen Stillstand des Windkraft-Ausbaus. Das bestätigt nun die Antwort der bayerischen Landesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Martin Stümpfig.

Wie das bayerische Wirtschaftsministerium laut Stümpfig mitgeteilt hat, wurden im ersten Quartal 2016 bayernweit keinerlei Neuanträge auf Genehmigung einer Windkraftanlage gestellt. Bei den Landtags-Grünen geht man davon aus, dass dies auch für das zweite Quartal gilt.

Stümpfig: Windkraft in Bayern tot
Stümpfig, energiepolitischer Sprecher der Landtags-Grünen in Bayern, ist verärgert: „Die CSU-Regierung hat die Windkraft in Bayern mit ihrem 10H-Gesetz tatsächlich tot gemacht.“ Nur spärlich seien zudem bereits eingereichte Genehmigungsanträge bewilligt, heißt es in der Mitteilung des Grünen-Politikers. Diese Zahlen würden sich quartalsweise im niedersten zweistelligen Bereich bewegen. „Der Ausbau der Windkraft in Bayern ist de facto zum Erliegen gekommen“, unterstreicht Stümpfig. „Wie die CSU-Regierung in ihrer Stellungnahme  davon ausgehen kann, dass die energiepolitischen Ziele erreicht werden, erschließt sich mir nicht.“

10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand stellen
Aufgrund der erschreckenden Zahlen fordert Stümpfig, die 10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand zu stellen. Der bislang angerichtete Schaden sei zwar groß, könne aber eingedämmt werden, wenn man die Abstandsregeln zeitnah lockere, so der Vorschlag des bayerischen Oppositions-Politikers.

Wirtschaftliche Nachteile für Bayern
Zuletzt hatte der Regensburger Windenergie-Projektierer Ostwind darauf hingewiesen, was sich Bayern durch die restriktive 10h-Abstandsregelung entgehen lässt, wenn Windenergieanlagen einen Mindestabstand  zur der nächsten Wohnbebauung einhalten müssen, der dem Zehnfachen der Anlagen-Gesamthöhe entspricht. Beim Baubeginn für den Windpark im Raitenbucher Forst, dem größten Wald-Windpark in Bayern, machte Ostwind deutlich, wie eine Region wirtschaftlich an der Windenergie gewinnen kann. „Aber der Windpark macht eben auch deutlich, welche Chancen sich Bayern in Zukunft entgehen lässt“, mahnte Ostwind-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart.

Quelle: IWR Online

Sanierungstreff-Besichtigung: Die Sonne ins Haus geholt

Dienstag, Juni 14th, 2016

Sanierungstreffs bieten Besichtigung eines sanierten Fertighauses an. Auftaktveranstaltung zur Woche der Sonne vom 17.-26.06.2016

Ein über viele Jahre hinweg in Etappen saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren ist am 17. Juni um 17.00 Uhr im Rauscher Fußweg in Herrsching zu besichtigen.

Die Sanierungstreffs nutzen die Woche der Sonne für die Besichtigung eines Best-Practice-Beispiels. Die Interessenten haben dort die Gelegenheit, die ganze Palette möglicher Maßnahmen in der Praxis zu sehen und sich vom Besitzer die eingesparten Kosten sowie die neue Wohnqualität vorführen zu lassen.  Auch die Energie der Sonne wird in diesem Haus zur Warmwassergewinnung und Stromerzeugung genutzt. „Billig bauen war gestern – heute wird ehrgeizig saniert, am besten mit Nutzung von Sonnenenergie“, betont Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt. Sie möchte mit der Besichtigung Mut machen, die energetische und auch altersgerechte Sanierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Das Positive dabei: Auch Mitnahmeeffekte in Sachen Einbruchschutz sind so möglich.

Die Teilnahme ist kostenlos, die genaue Adresse wird bei Anmeldung unter Tel 08151 148-352 bzw. an klimaschutz@lra-starnberg.de mitgeteilt.

Eine energetische Sanierung im Wohn-Gebäude muss gut durchdacht und geplant werden. Genau das wollen die Sanierungstreffs im Landkreis unterstützen: Im Herbst 2016 gibt es neue Termine in den Orten Gauting, Seefeld, Pöcking und Starnberg. Mehr dazu unter www.sanierungstreff.de .

 

Praxisseminar Kleinwindkraft am 2. Juni

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Praxisseminar Kleinwindkraft am Donnerstag, 2. Juni 2016, 13:00 – 17:30

Mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bei den Energiekosten – dies ist der Traum vieler Bürger,
die sich dazu entschließen in die eigene Erneuerbare- Energien-Anlage zu investieren. Neben weit verbreiteten Technologien wie Photovoltaik oder Biogas können unter den richtigen Voraussetzungen auch Kleinwindkraftanlagen dabei helfen, einen Teil des individuellen Strombedarfs durch Strom aus der eigenen Anlage zu decken und sich somit von den steigenden Strompreisen abzukoppeln. Insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich liegen hierfür oftmals günstige Rahmenbedingungen vor: Ein durchgängiger Strombedarf, die Verfügbarkeit exponierter Flächen sowie ausreichend vorhandene (Abstands-)Flächen, um Lärm- und Naturschutzbelangen Rechnung zu tragen.

Von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung einer Kleinwindkraftanlage sind jedoch eine ganze Reihe an Fragen zu klären, damit die Anlage später auch wirtschaftlich betrieben werden kann. Welche Anlage eignet sich für welchen Standort? Wie ist die Vorgehensweise bei der Genehmigung? Wie lange dauert es, bis sich eine Kleinwindanlage vollständig amortisiert hat? Das C.A.R.M.E.N.- Praxisseminar gibt den Teilnehmern einen Überblick zu all diesen Aspekten anhand einer konkreten Kleinwindanlage vor Ort, die im Anschluss an die Vorträge besichtigt werden wird.

Die Veranstaltung richtet sich an potentielle Anlagenbetreiber, Akteure aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich, Kommunalvertreter und Gewerbetreibende, Vertreter der Energiebranche sowie an fachlich und inhaltlich Interessierte.

Eine Anmeldung ist bis zum 25. April 2016 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme an der Veranstaltung ist mit einem Unkostenbeitrag von 30 Euro verbunden, für C.A.R.M.E.N. e.V. – Mitglieder, Vertreter bayerischer Behörden und Studenten gilt der ermäßigte Tagungsbeitrag in Höhe von 25 €.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie dem pdfTagungsprogramm mit Anmeldeformular entnehmen.

Quelle: CARMEN e.V.

<FONT SIZE=“1″>Foto: Fotolia / martinlisener</FONT>

Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Konkret: Der Klimapakt des Landkreises Starnberg und seiner Gemeinden.

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: „Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen.“ Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine „Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum“ wird ebenso gelistet wie die „Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030“, alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier geht‘s zum Maßnahmenkatalog aus dem Dialogprozess: Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan Noch vor der Sommerpause im Juni 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

Energiewende jetzt_klqDer Landkreis Starnberg ist schon einige Schritt weiter 

  • Am 12.12.2005 hat der Kreistag im sogenannten Energiewende-Grundsatzbeschluss u.a. beschlossen, die Bestrebungen zur Energiewende im Landkreis zu unterstützen mit dem Ziel, die Region bis zum Jahre 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
  • 2008 wurder der Verein Energiewende Landkreis Starnberg gegründet der die Energiewende durch Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen unterstützt.
  • Im Jahr 2010 hat der Landkreis in einem umfangreichen Beteiligungsprozess ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und verabschiedet. Zu dessen Umsetzung wurde im Februar 2011 die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.
  • Neben vielen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen startete die Stabstelle Klimaschutz im Okt. 2014 eine Sanierungskampagne „Mit Wärme zu mehr Wert“, Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Öffentlichkeitsarbeit dazu liegen vor: sanierungstreff.de
  • Im Januar 2015 wurde ein Energiebericht für den Landkreis erstellt, der deutlich machte, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 100 % Erneuerbare Energien bis 2035 höchst ungenügend sind. lk-starnberg.de/energiebericht
  • Um der Energiewende und dem Klimaschutz eine noch größere Dynamik zu verleihen, hat der Kreistag am 18.05.2015 beschlossen, eine Klimawerkstatt durchzuführen. Diese hat am 13. November 2015 stattgefunden. Beteiligt waren 45 engagierte Bürgerinnen, Ehrenamtliche und Energie- und Umwelt-Experten, darunter Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte sowie Vertreter von Verbänden und Kirchen. Einstimmig hat dieser Kreis einen Klimapakt verabschiedet mit einer umfangreichen Ideensammlung an praxistauglichen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wurden in einem Katalog ausgearbeitet und werden seitdem in verschiedenen Gemeinden erörtert: lk-starnberg.de/klimapakt
  • Am 14.03.2016 hat der Landkreis beschlossen, sich diesem Klimapakt anzuschließen und sich bereit erklärt, 2016, 2017 und 2018 mindestens drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Bis zum 12.05.2016 haben sich bereits neun Kommunen und der Landkreis dem Klimapakt angeschlossen, in weiteren Gemeinden steht das Thema auf der Agenda.

Klimapakt-Maßnahmen des Landkreises 2016-2018

Nummerierung bezieht sich auf den Maßnahmenkatalog  www.lk-starnberg.de/klimapakt

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. Im besten Fall benennt jeder Verband und Gesellschaft eine/n Beauftragten für Klima- und Ressourcenschutz.
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen:
  • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3.)
  • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
  • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
  • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.)

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.4.11.)

Aktuell

In Bonn treffen sich seit 16. Mai die Klimadiplomaten, um dem Abkommen von Paris Leben einzuhauchen. Die UN-Klimachefin verbreitete gute Laune, auch die Konferenzpräsidentin und ihr Nachfolger kamen kaum aus dem Schwärmen heraus. Dass die Staaten ihre Klimaziele nun an die Versprechen des Paris-Abkommens anpassen, erwartet jedoch niemand. Wie schwierig die Verhandlungen zur Klimafinanzierung künftig noch werden könnten, verdeutlicht indes eine aktuelle Untersuchung des UN-Umweltprogramms: Demnach wird die Klimafinanzierung fünfmal so teuer, wie bislang gedacht.

Quelle: www.klimaretter.info

Wildpoldsried macht sein Stromnetz fit für die Energiewende

Dienstag, Mai 3rd, 2016

Ein Microgrid-Test zeigt, wie eine Stromversorgung mit Erneuerbaren funktionieren kann

In Deutschland sollen in etwa 35 Jahren etwa 40 Millionen Haushalte und fast 4 Millionen Unternehmen zu 80 Prozent mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden können. Bislang wurde in aufwendigen Simulationen gezeigt, dass das funktionieren kann. In Wildpoldsried wurden nun die Erzeugungskapazitäten und das lokale Stromnetz für die Energiewende-Zukunft vorbereitet.
Die komplette News lesen Sie unter hier
Quelle: bine informationsdienst.

Bild: Kesseler/Pixelio