Kategorie: Hintergrund / Daten & Fakten

Fluchtursachen bekämpfen

Mittwoch, Februar 24th, 2016

Kann Entwicklungshilfe wirklich helfen, Fluchtursachen zu bekämpfen? Eine ganz klare Meinung dazu vertritt Karin Riedl, Lehrbeauftragte am Institut für Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität in München: „Nein – jedenfalls nicht die Sorte ‚Entwicklungshilfe‘, die bisher geleistet wurde. Fluchtursachen sind vor allem in der global ungerechten Verteilung von Ressourcen zu suchen sowie in Kriegen, die aufgrund dieser ökonomischen Spannungen, aber auch westlicher Einflussnahme  – wie etwa in Afghanistan und im Irak – ausbrechen.“  Und dazu gehört insbesondere auch das Erdöl.  Staaten wie Saudi-Arabien, die radikal-islamische Milizen unterstützen und im eigenen Land ein eisernes Regime mit vielfacher Verletzung von Menschenrechten führen, werden von westlichen Staaten ohne Skrupel unterstützt, weil von dort ‚wertvolles‘ Erdöl kommt.

Nur die Geldgeber und westliche Unternehmen profitieren

Und Entwicklungshilfe bedeutet in den meisten Fällen, dass Geld gezahlt wird und zwar unter der Bedingung, dass sich die Unterstützer für den „neoliberalen Weltmarkt“ öffnen. So sollen einerseits Investitionsmöglichkeiten und andererseits Ressourcenzugang für westliche Unternehmen geschaffen werden. Dirk Niebel erklärte 2011 die Bedeutung von  Entwicklungshilfe so:  „Jeder bilateral umgesetzte Euro fließt nach Expertenschätzungen mit 1,80 Euro zurück in die deutsche Exportwirtschaft.“

„Die Probleme, die die ‚Entwicklungshilfe‘ zu bekämpfen vorgibt, sind (…) durch sie mitverursacht.“ (K.Riedl)

Laut Riedl können sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge häufig ihren Lebensunterhalt in den Heimatländern genau deshalb nicht mehr bestreiten, „weil die lokale Produktion nicht mit den billigen Gütern mithalten kann, mit denen der Weltmarkt ihre Märkte überschwemmt“.
Mit Konzessionen für Schlüsselbranchen, wie z.B. Öl in Nigeria oder Minen in Peru, an Konzerne aus den reichen Industrienationen, werden, so Riedls Analyse, auch Umwelt- und Sozialstandards systematisch ausgehebelt. Und so den Menschen vor Ort die Lebensgrundlage entzogen: durch Umweltschäden, Gewässer- und Luftverschmutzung und durch die Klimaveränderung mit regionalen Auswirkungen. Noch weit schwerer wiegt die Tatsache, dass um die Rohstoffe – insbesondere um fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas – fast pausenlos und immer wieder erbitterte Kriege geführt werden. Golfkrieg I+ II, Irakkrieg und Syrienkrieg – es hängt letztlich alles mit dem Energiehunger und der Ausbeutung dieser Ressourcen und den resultierenden Macht-Gemengelagen zusammen. Diese Kriege sind eine Fluchtursache – die mit der eingangs beschriebenen Entwicklungshilfemaßnahmen garantiert nicht bekämpft werden kann.
Wie wäre es mit der Energiewende? Diese kann letztlich dazu beitragen, dass weniger Menschen ihre angestammte Heimat und ihre Region verlassen oder gar bis nach Europa flüchten müssen ….

Dazu auch das Video von Hans-Josef Fell

Zusammenfassung: E. Villing

Quellen: BR24-Nachrichten, 20.02.16; Fluchtursache:Kriege um Energie? in: hlz – Zeitschrift der GEW Hamburg 12/2015:24-26

Foto: WWF-Jugend

Kohlausstieg München Nord: „Größter anzunehmender Unsinn“ oder „Ökologisch-ethische Notwendigkeit jetzt“?

Montag, Februar 1st, 2016

 

Rund um die Stadt München und Ihre Tochtergesellschaft Stadtwerke München GmbH (SWM) wird heftig diskutiert. Das Thema: Ob und wann man aus der Steinkohleverbrennung im Heizkraftwerk München Nord, Block 2 aussteigen solle.

Die Debatte bekommt vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Klimakonferenz Paris COP21 neue Brisanz. Die Argumente für den Ausstieg häufen sich: Das ökonomische Gutachten der SWM sei aufgrund geänderter Rahmenbedingungen (Kohlepreis, CO2-Emissionsrechte-Preis, KWK-Gesetz) nicht mehr haltbar. Der Kreistag München Land hat einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Stadt  München möglichst schnell die Kohleverbrennung in Nord2 beenden solle. Gleichwohl befürwortet die neue Umwelt-Referentin der Landeshauptstadt München den schnellen Ausstieg aus der Kohleverfeuerung. Und auch die Münchner Bürgerinnen und Bürger sind aktiv geworden: Während das Münchner Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle“ Unterschriften in der gemeinsamen Sache sammelt, hat sich im Münchner Norden eine Bürgerinitiative aller Parteien und Umweltverbände mit dem Ziel „Ausstieg aus der Kohle“ gebildet.

Passend zum Thema wird von der Umwelt-Akademie München eine öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Mutbürger für Energiewende!“ ins Leben gerufen.

Es diskutieren:

  • Florian Post, MdB, SPD-Bundestagsfraktion
  • Axel Berg, ehem. MdB, SPD
  • Dominik Krause, Stadtrat, Bündnis 90/ Die Grünen
  • Thomas Prudlo, ÖDP

Wann:

Dienstag, 2. Februar 2016, 19:00 Uhr

Wo:

Saal des Münchner Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München
Achtung: Eingang nur über „Stadt-Café“

Mehr Info unter: Umwelt-Akademie

 

Windenergie hat die Nase vorne

Dienstag, Januar 5th, 2016

2015-01-31_02_Windrad_Inninger-Interessengruppe_TFDer Ausbau der Windkraft in Deutschland zeigt Wirkung: Im Dezember war die Windenergie erstmals die wichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung – vor Braunkohle, Steinkohle und der Kernenergie. Das zeigen Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) auf Basis der Strombörse EEX.

Demnach erzeugten die Rotoren zwischen Nordsee und Alpen 12,7 Terawattstunden Strom. Braunkohlekraftwerke kamen auf etwa elf, Steinkohle- und Kernkraftwerke auf jeweils knapp acht Terawattstunden. Im November lag die Windenergie noch knapp hinter der Braunkohle.

Für 2015 rechnet der Bundesverband Windenergie (BWE) damit, dass Anlagen mit einer Kapazität von 4250 Megawatt errichtet wurden. Bei vollem Wind erzeugen sie etwa so viel Strom wie vier Atomkraftwerke.

Im Jahr zuvor wurden bereits Windräder mit einer Leistung von knapp 5000 Megawatt zugebaut. Auch der starke Wind in diesem Jahr und effizientere Anlagen haben die Strommenge nun in die Höhe getrieben.

Ausbau der erneuerbaren Energien verläuft so schnell wie nie zuvor

Auch in der Jahresbilanz für 2015 hat die Windkraft einen kräftigen Sprung gemacht. Von Januar bis Dezember produzierten die Rotoren nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen etwa 86 Terawattstunden Strom – das waren 50 Prozent mehr als 2014.

Gleichwohl reicht das nur für Platz vier im Strom-Ranking (13,3 Prozent Anteil an der Stromerzeugung). Vorn rangierte auf Jahressicht die Braunkohle (24 Prozent) vor Steinkohle (18,2 Prozent) und der Kernkraft (14,1 Prozent).

Insgesamt haben die erneuerbaren Energien, zu denen auch Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft gehören, 2015 etwa 32,5 Prozent des inländischen Stromverbrauchs gedeckt. Im Jahr zuvor waren es 27,4 Prozent. Damit wächst die Ökostrom-Produktion in Deutschland so schnell wie nie zuvor.

Quelle: Windindustrie-in-Deutschland.de

Klimagipfel – und was sind die Konsequenzen?

Dienstag, Dezember 15th, 2015

Auf der ganzen Welt wird der Klimavertrag von Paris als historischer Erfolg gefeiert. Ob der Vertrag aber nur ein einzelnes historisches Ereignis darstellt oder dann auch Geschichte schreibt, wird sich zeigen und darf zugleich bezweifelt werden. Klar ist: Die Vereinbarung vom 12. Dezember 2015 ist lediglich der Startschuss, kündigt offiziell das Ende des fossilen Zeitalters an und markiert hoffentlich den Beginn des Ausstiegs aus Kohle, Öl und Gas. Die Frage ist, wann das passiert?

Denn der Kampf gegen den gefährlichen Klimawandel muss jetzt sofort beginnen und nicht erst in 5 Jahren, wenn der Vertrag in Kraft tritt. Experten warnen, dass es in fünf Jahren bereits zu spät sei, um das proklamierte 2-Grad-Ziel zu erreichen. An noch weniger Erwärmung sei gar nicht erst zu denken. In fünf Jahren sind die 3 Grad Erwärmung längst unaufhaltsame Realität, befürchtet der Klimaexperte Mojib Latif, und damit verbunden ist ein Anstieg des Meeresspiegels, der ganze Staaten verschlingen wird, und gibt es wohl weltweite Wetterextreme, die andere Landstriche verdursten oder als Trümmerfeld zurücklassen werden. Wie naiv mag da ein Szenario klingen, das von Gewinnern, z.B. in Österreich oder auf Grönland spricht, wenn mit den üblichen meteorologischen Modellen gar nicht extrapolierbar ist, ob dort noch genug Regen fällt, und wenn ja, in welchen Mengen pro Regenereignis oder ob nicht Sturzfluten und Stürme die Ernten vernichten. Könnte es nicht auch sein, dass dann in Deutschland die Extreme die Ernten eher schmälern, denn als das milde Klima zur Steigerung der Erträge führt?

Damit das Paris-Abkommen keinen Fehlstart erleidet, müssen also  schnellstmöglich die beschlossenen Ziele konkretisiert und unverzüglich umgesetzt werden. „Dafür braucht die globale Klimapolitik ambitionierte Pioniere, die das Pariser Momentum nutzen und entschlossen voranschreiten“ – schreibt „DIE ZEIT“.

Quelle: Zeit online, ARD, spiegel online

Zusammengefasst von Evelyn Villing

 

Klimakonferenz auf der Zielgeraden?

Freitag, Dezember 11th, 2015

Paris, 10. Dezember 2015. Die Zeit läuft ab, doch ein konkreter Vertrag zur Eindämmung der Klimagase und Abwendung der Klimakatastrophe steht noch immer aus. Zwar gäbe es eine „gute Basis“ für einen Weltklimavertrag, so der Französische Außenminister und Präsident der Klimakonferenz Laurent Fabius. Doch noch sieht es nicht nach durchgreifenden Zielen und einer tragfähigen Vereinbarung aus. Umweltschützer und auch Vertreter der EU bemängeln, dass der bisherige Textentwurf inhaltlich nicht dazu geeignet sei auch nur eine schwache Reduzierung der Treibhausgase zu bewirken, es fehle an entsprechendem Ehrgeiz, so Dieschbourg, die EU-Vertreterin aus Luxemburg.

Ein flammender Appell von US-Außenminister John Kerry für eine ambitionierte Einigung hatte, so im heutigen Focus online zu lesen, am Mittwoch neuen Schwung in die Verhandlungen gebracht. Kerry kündigte an, die amerikanischen Finanzhilfen für Projekte zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern aufzustocken. Die USA verkündeten außerdem eine Kooalition der Ehrgeizigen, die weitreichende Klimaschutzziele durchsetzen wolle, zu der eine Reihe afrikanischer Staaten sowie Länder des pazifischen Raumes, der Karibik und Lateinamerikas zählen.

Zentrale Aufgabe heute sei es, Kompromisse bei zentralen Streitpunkten wie Höhe und Art der Finanzhilfen für Entwicklungsländer zu finden, die in einen neuen Textentwurf münden. Das werde noch nicht der endgültige Vertrag sein, wird der Konferenzleiter und französische Außenminister Laurent Fabius zitiert, sei aber ein Schritt voran.

Quelle: Focus online
Foto: Fotolia.de/Outdoorsman

Nutzungspfade der Bioenergie – Gibt es den Königsweg?

Donnerstag, Oktober 22nd, 2015

Für einen erfolgreichen Umstieg auf Erneuerbare Energien ist die Bioenergie in Deutschland eine wichtige Stütze. Allerdings bestehen in der Wissenschaft zum Teil sehr unterschiedliche Einschätzungen darüber, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten die Bioenergie künftig zum Einsatz kommen sollte. Das geht aus der neu erschienenen Metaanalyse „Nutzungspfade der Bioenergie für die Energiewende“ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. „Die Metaanalyse zeigt, wie die Vorzüge der Bioenergie im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor künftig verstärkt zur Geltung kommen könnten“, erklärt AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer anlässlich der Veröffentlichung des Papiers im Rahmen des Forschungsradars der AEE.

Das Flächenpotenzial zur Nutzung der Bioenergie ist begrenzt. Dennoch zeigt die Metaanalyse, dass der Biomassenutzung in vielen Studien insgesamt noch ein deutliches Steigerungspotenzial zugesprochen wird. Für die verstärkte Nutzung der Bioenergie kristallisieren sich laut der Metaanalyse zwei Hauptströmungen heraus. Zum einen liegen Studien vor, die die Bioenergie vorrangig zur Stromerzeugung in flexiblen Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrachten. Die Bioenergie kann demzufolge ihre Stärken zum Ausgleich der fluktuierenden Stromproduktion aus Windkraft- und Solaranlagen voll zur Geltung bringen.

Mehr Info hier.

Quelle: AEE
Bildnachweis: AEE

WWF-Studie: menschliche Ernährungsgewohnheiten sprengen globalen landwirtschaftlichen Flächenbedarf

Montag, April 13th, 2015

„Wir sind dabei unseren Planeten leer zu fressen“, so die WWF-Referentin für Nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, Tanja Dräger de Teran: Nach einer neuen Studie des WWF werden bis zum Jahr 2050 nur noch 1.166 m2 Ackerland pro Person verfügbar sein – aktuell beansprucht der durchschnittliche deutsche Bundesbürger jedoch noch 1.562 m2 für seine Ernährung. Gleichzeitig, so geht aus den Ergebnissen der WWF hervor, fördern die Menschen durch ihre momentane Ernährungsweise die Umweltzerstörung und den Klimawandel: Mehr als 30 Prozent der importierten Lebens- und Futtermittel stünden demnach in Zusammenhang mit der massiven Zerstörung von Waldflächen, respektive in Südamerika. Ausschlaggebend  sei dabei vor allem der enorme Konsum tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier – der neben den ökologischen Konsequenzen auch in gesundheitlicher Hinsicht kritisch zu bewerten sei, so der WWF.

Eine Gesunde Ernährung innerhalb der Grenzen unseres Planeten sei jedoch durchaus möglich. Hierfür schlägt der WWF eine neue Ernährungspyramide vor, die nicht nur Ressourcen schont, sondern gleichzeitig auch gesündere und abwechslungsreichere Kost vorsieht als bisher. Während der Fleischkonsum auf 350 Gramm pro Woche halbiert wird, beinhaltet der Speiseplan des WWF vor allem mehr Getreideprodukte, Nüsse und Gemüse. Neu hinzukommen Leguminosen, beispielsweise Lupine oder Linsen, die sich derzeit bei den durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten kaum wiederfinden.

 

Die WWF-Studie „Das große Fressen“ sowie weitere Informationen zu Ernährung und Ressourcenverbrauch finden Sie hier.

 

Quelle: WWF Deutschland

Neuer Lebensraum für gefährdete Vogelarten durch Windparks

Donnerstag, März 5th, 2015

Windparks können  Lebensraum für gefährdete Vogelarten schaffen

Beliebtes Argument engagierter Windkraftgegner ist die angebliche Gefährdung diverser Vogelarten durch Windparks und Windturbinen. Nun belegen neue Untersuchungen, dass bei sorgfältiger Planung und verantwortungsvoller Umsetzung das genaue Gegenteil der Fall ist. So profitieren Greifvögel von den Ausgleichsflächen, die im Zusammenhang mit dem Bau von Windrädern geschaffen werden. Die entstehenden Brachen nützen unter anderem dem als besonders Windrad-empfindlich geltenden Roten Milan!

Eine Untersuchung zu einem Windpark der WEB Windenergie AG in Pfaffenschlag zeigt, dass 11 Greifvogelarten vom Windpark profitieren. Der Windpark Dürnkrut/Götzendorf wurde 2013 in Betrieb genommen. Bei der obligatorischen UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung9 wurden Ausgleichsflächen vorgeschrieben und entsprechend vom Windparkbetreiber geschaffen. Diese Maßnahmen zeigen jetzt erste Erfolge, was die Auswirkungen auf den Lebensraum diverser Großvögel betrifft. Eine Untersuchung zeigt, dass Weißstorch, Graugänse und nicht weniger als 11 Greifvogelarten profitieren – darunter Kaiseradler, Seeadler, Rotmilan und Schwarzmilan – von den entstandenen Brachen, die in großer Zahl Nagetiere als Grundnahrungsmittel für die gefährdeten Vogelarten zurückbrachte.

Verschwundener Triel kehrt zurück

Auch in Frankreich bestätigt sich, dass Windparks dem Vogelschutz nützen können. Die WEB setzte in der Region Champagne-Ardenne mit knapp 40MW Gesamtkapazität den größten Windpark ihrer Geschichte um. Durch exzessive landwirtschaftliche Nutzung war der Triel dort fast verschwunden. Durch den Windpark und den damit entstehenden Brachflächen erhält der Triel seinen Lebensraum und seine Brutgebiete zurück. Deshalb wurde der Windpark sondern nach dem französischen Wort für Triel „Les Gourlus“ benannt.

Vogelschutzorganisation plant Windpark

Die größte britische Vogelschutzorganisation RSPB (Royal Society for the Protection of Birds) plant bei ihrer Zentrale eine Windkraftanlage zu errichten, als Zeichen dafür, dass die größte Gefährdung ihrer „Klienten“ nicht von Windkraftanlagen, sondern von der CO2-Emision der fossilen Kraftwerke ausgeht. „Wir wollen demonstrieren, dass bei korrekter Planung und dem passenden Ort der Ausbau der Erneuerbaren Energie und eine gesunde und prosperierende Umwelt Hand in Hand gehen!“, so Direktor Paul Forecast von RSPB.

Quelle: WEB Windenergie AG 2015 und Franz Alt, Sonnenseite.com

Energiebericht 2015 jetzt zum Download

Mittwoch, Februar 18th, 2015

Der offizielle Energiebericht 2015 Landkreis Starnberg „Auf dem Weg zur Energiewende“ steht ab sofort auch auf den Seiten des Energiewendevereins zum Download bereit. Er zeigt anhand konkreter Zahlen und leicht verständlicher Grafiken anschaulich, wie weit der Landkreis auf seinem steinigen Weg hin zu Energiewende bisher tatsächlich gekommen ist. Neben einer aktuellen Bestandsaufnahme für die wesentlichen energierelevanten Bereiche Strom, Wärme und Verkehr werden auch entsprechende Entwicklungen und Trends – sowohl negative als auch positive – aufgezeigt. Betrachtet wird dabei sowohl der Landkreis als Ganzes, als auch die einzelnen Landkreisgemeinden. Einige Beispiele aus einzelnen Gemeinden belegen deutlich, was bereits vor Ort unternommen worden ist – und sollen gleichzeitig zur Nachahmung anregen.

 

Zum Energiebericht 2015 Landkreis Starnberg – Auf dem Weg zur Energiewende geht’s hier!

Testen Sie Ihren „ökologischen Fußabdruck“!

Donnerstag, November 6th, 2014

Im Rahmen der Weßlinger Klimaschutzwoche informierte der Österreicher Wolfgang Pekny über den so genannten „ökologischen Fußabdruck“. Dabei handelt es sich um eine wissenschaftliche Methode zur Messung von „Umweltverbrauch“: Auf diese Weise kann errechnet werden, welche Fläche der Mensch prinzipiell benötigt, um die Rohstoffe zu reproduzieren und die Abfälle aufzunehmen, die für seine Ernährung, Mobilität, Energiegewinnung, Wohnen usw. anfallen.

Warum die Menschheit mittlerweile auf viel zu großem Fuß lebt und wir schon längst über unsere Grenzen hinausgewachsen sind, können Sie in den Vortragsunterlagen von Wolfgang Pekny nachlesen, die ab sofort in unserem Downloadbereich zur Verfügung gestellt werden.

Ob auch Sie einen zu großen Fußabdruck auf der Erde hinterlassen, können Sie auf der Website www.mein-fussabdruck.at in einem kurzen Test erfahren.

Sehen Sie hier einen kurzen Videobericht über Wolfgang Pekny:

Bild: Wolfgang Pekny / ECOVISIONSLC.ORG