Kategorie: Nachrichten & Aktuelles

Energiewende-Atlas online erschienen

Dienstag, Mai 30th, 2017

Potenziale und Aufgaben der Erneuerbaren Energien veranschaulicht

Berlin, 30. Mai 2017. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat den Energiewendeatlas 2030 als Online-Publikation veröffentlicht. Auf rund 100 Seiten veranschaulicht der neue Atlas Schlüsselfragen für das Gelingen der Energiewende, vom weiteren zügigen Umbau im Stromsektor bis hin zum Durchbruch der Erneuerbaren im Wärme- und Verkehrsmarkt. „Mit dem Energiewendeatlas 2030 greifen wir das Thema der Potenziale von Windkraft, Solarenergie und Co. auf und erweitern es um aktuelle Fragestellungen wie Netzausbau und Speicher“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Der AEE-Energiewendeatlas 2030 zeigt die Chancen eines entschlossenen Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts eröffnen. Anknüpfend an ein erfolgreiches AEE-Vorgängerformat, den Potenzialatlas 2020, wird nicht nur die mögliche Entwicklung der Erneuer-baren bis 2030 skizziert. Vielmehr werden Fragen der Systemtransformation für eine von den Erneuerbaren geprägte Energieversorgung beleuchtet. „Diese Systemtransformation ist kein Selbstzweck, sondern dringend notwendig, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht“, betont Vohrer.

Link zum Online-Energiewendeatlas 2030
https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/broschueren/energiewendeatlas-deutschland-2030

Diese Pressemitteilung ist ebenso wie Grafikmaterial zum Atlas online abrufbar unter:
https://www.unendlich-viel-energie.de/presse/pressemitteilungen

CETA-DEMO am 17. September

Freitag, August 5th, 2016

Die glorreichen Sieben gegen CETA & TTIP

Am 17. September finden zeitgleich in sieben Städten Kundgebungen gegen TTIP und CETA statt – kurz bevor in der SPD und dann im EU-Ministerrat über CETA entschieden wird. Wenn wir jetzt das EU-Kanada-Abkommen CETA stoppen, dann ist auch TTIP Geschichte. Zwar verhandeln USA und EU fleißig weiter – aber TTIP wackelt. Das ist ein erster Erfolg der Aktionsbündnisse. Die beiden undemokratischen Abkommen CETA und TTIP, die den demokratischen Staat aushöhlen und nationalen Verbraucher-, Umwelt- und Naturschutz zweifellos gefährden, müssen verhindert werden. Erste Staaten haben bereits Lehrgeld bezahlt. So hat sich Kolumbien wegen eines streng geschützten Regenwaldgebiets gegen den Abbau von Gold durch US-amerikanische und kanadische Minenbetreiber gewehrt und wurde zur Zahlung von 61 Milliarden US-Dollar durch ein internationales Schiedsgericht verklagt. Kanada hat soeben gegen eine US-Firma verloren, weil es aus Umweltschutzgründen den Betrieb eines Steinbruchs nicht zulassen wollte und muss der Firma nun – bevor noch von dieser Investitionen getätigt wurden – 300 Millionen Doller bezahlen  … Wollen wir soetwas auch bei uns? Die Macht der Wirtschaft vor dem Staat? Der souveräne Staat hat keine Souveränität mehr mit TTIP und CETA!

90.000 Menschen demonstrieren in Hannover gegen TTIP. Anlass ist der Besuch des US-Präsidenten Barack Obama.

Hier die DEMO-Termine – Wann und wo

  • In Berlin: Auftakt 12 Uhr, Alexanderplatz (Karl-Marx-Allee)
  • In Frankfurt am Main: Auftakt 12 Uhr, Baseler Platz
  • In Hamburg: Auftakt 12 Uhr, Rathausmarkt
  • In Köln: Auftakt 12 Uhr, Deutzer Werft (Siegburger Straße)
  • In Leipzig: Auftakt 12 Uhr, Wilhelm-Leuschner-Platz
  • In München: Auftakt 12 Uhr, Odeonsplatz
  • In Stuttgart: Auftakt 12 Uhr, vor dem Hauptbahnhof

Quelle: Campact, Foto: Campact

 

 

Energiewende im Landkreis zahlt (sich) aus

Montag, Juli 4th, 2016

Die Energie-Genossenschaft Fünfseenland (EGF) kann erstmals seit ihrer Gründung eine Dividende von 2,5 Prozent an ihre aktuell 365 Mitglieder ausschütten. Der ehrenamtliche EGF-Vorstand Gerd Mulert und der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Vogl zogen für das Berichtsjahr 2015 auf der Generalversammlung eine positive Bilanz in Sachen Energiewende. Diese spiegle sich in zahlreichen neuen Vorhaben auf kommunaler Ebene wider. Landrat Karl Roth erneuerte als Hausherr der Versammlung in seinem Grußwort sein Bekenntnis zu den Energiewende-Zielen des Landkreises.

Zu den wichtigsten Aktivitäten der EGF zählt das von Gemeinde und Schulzweckverband gemeinsam getragene Schulenergie-Projekt an Gymnasium und Mittelschule: Eine Fotovoltaikanlage mit 70 Kilowatt bzw. ein Blockheizkraftwerk. Die Investitionssumme beträgt zirka 600 000 Euro, eingespart werden ca. 10 Prozent Energiekosten pro Jahr.

In Seefeld wird zusammen mit der Peter Schlecht GmbH ein Nahwärmekonzept entwickelt, das zunächst Wärme und Strom für die Chirurgische Klinik liefern soll.

Projektbezogen Kapital zu generieren, sei allgemein nicht das Problem, bestätigte der EGF-Vorstand. Derzeit generieren mehr als 2300 Anteile zu je 200 Euro allein ein Kapital von 463 400 Euro, das selbstverständlich in laufende und künftige Vorhaben investiert wird. Zu den Ideen zählt auch das so genannte „Balkonkraftwerk“, das man von der Energiegenossenschaft für 500 Euro kaufen oder auch mieten kann: „Es besteht aus einem einzigen Modul und hat am Ende eine Steckdose“, stellte Mulert eines der auch „Piraten-Kraftwerk“ genannten Exemplare vor. Die allgemeine Versorgung mit sauberem „Fünf-Seen-Land-Strom“ ist gesichert, erzeugt als „Wasserstrom“ von den Stadtwerken Landsberg oder in Zusammenarbeit mit dem Regionalwerk Würmtal.

Auch die Initiative „E-Start“ und das „e-Carsharing“ kommen voran: Nach einem bereits im Bayerischen Wald von einigen Gemeinden praktizierten Konzept wurde ein Kooperationsvertrag mit der Wunjoo GmbH unterzeichnet: Die EGF kauft Elektro-Fahrzeuge und vermietet sie an Hausgemeinschaften oder Gemeinden. Derzeit gibt es laut Landrat Roth im Landkreis erst 157 „reine“ E-Fahrzeuge und weitere 437 „hybride“ (also mit verschiedenen Antriebsformen) – mehr als 20 Ladestationen stehen zur Verfügung. Der EGF-Vorstand wurde einstimmig entlastet, nur bei der Dividende gab es vier Gegenstimmen und sechs Enthaltungen: Manche hätten die zu verteilende Summe am liebsten gleich reinvestiert.

Quelle: Starnberger Merkur

Das Gautinger Umweltfest – vom 18. und 19. Juni 2016 – im Rathaus-Garten

Freitag, Juni 17th, 2016

Die Gemeinde Gauting lädt heuer zum zweiten Mal ein zum  Gautinger Umweltfest

Das GAUKLERS = GAUtinger KLima ERlebnis Spektakel

soll eine breite Basis an Information, Anregungen, Ideen und Motivation sein. Erleben Sie das Thema Umwelt mit allen Sinnen. Besuchen Sie die Infostände, interessanten Vorträge und Lesungen.
Genießen Sie das unterhaltsame Rahmenprogramm .

mehr Info finden Sie hier

Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Konkret: Der Klimapakt des Landkreises Starnberg und seiner Gemeinden.

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: „Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen.“ Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine „Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum“ wird ebenso gelistet wie die „Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030“, alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier geht‘s zum Maßnahmenkatalog aus dem Dialogprozess: Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan Noch vor der Sommerpause im Juni 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

Energiewende jetzt_klqDer Landkreis Starnberg ist schon einige Schritt weiter 

  • Am 12.12.2005 hat der Kreistag im sogenannten Energiewende-Grundsatzbeschluss u.a. beschlossen, die Bestrebungen zur Energiewende im Landkreis zu unterstützen mit dem Ziel, die Region bis zum Jahre 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
  • 2008 wurder der Verein Energiewende Landkreis Starnberg gegründet der die Energiewende durch Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen unterstützt.
  • Im Jahr 2010 hat der Landkreis in einem umfangreichen Beteiligungsprozess ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und verabschiedet. Zu dessen Umsetzung wurde im Februar 2011 die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.
  • Neben vielen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen startete die Stabstelle Klimaschutz im Okt. 2014 eine Sanierungskampagne „Mit Wärme zu mehr Wert“, Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Öffentlichkeitsarbeit dazu liegen vor: sanierungstreff.de
  • Im Januar 2015 wurde ein Energiebericht für den Landkreis erstellt, der deutlich machte, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 100 % Erneuerbare Energien bis 2035 höchst ungenügend sind. lk-starnberg.de/energiebericht
  • Um der Energiewende und dem Klimaschutz eine noch größere Dynamik zu verleihen, hat der Kreistag am 18.05.2015 beschlossen, eine Klimawerkstatt durchzuführen. Diese hat am 13. November 2015 stattgefunden. Beteiligt waren 45 engagierte Bürgerinnen, Ehrenamtliche und Energie- und Umwelt-Experten, darunter Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte sowie Vertreter von Verbänden und Kirchen. Einstimmig hat dieser Kreis einen Klimapakt verabschiedet mit einer umfangreichen Ideensammlung an praxistauglichen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wurden in einem Katalog ausgearbeitet und werden seitdem in verschiedenen Gemeinden erörtert: lk-starnberg.de/klimapakt
  • Am 14.03.2016 hat der Landkreis beschlossen, sich diesem Klimapakt anzuschließen und sich bereit erklärt, 2016, 2017 und 2018 mindestens drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Bis zum 12.05.2016 haben sich bereits neun Kommunen und der Landkreis dem Klimapakt angeschlossen, in weiteren Gemeinden steht das Thema auf der Agenda.

Klimapakt-Maßnahmen des Landkreises 2016-2018

Nummerierung bezieht sich auf den Maßnahmenkatalog  www.lk-starnberg.de/klimapakt

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. Im besten Fall benennt jeder Verband und Gesellschaft eine/n Beauftragten für Klima- und Ressourcenschutz.
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen:
  • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3.)
  • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
  • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
  • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.)

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.4.11.)

Aktuell

In Bonn treffen sich seit 16. Mai die Klimadiplomaten, um dem Abkommen von Paris Leben einzuhauchen. Die UN-Klimachefin verbreitete gute Laune, auch die Konferenzpräsidentin und ihr Nachfolger kamen kaum aus dem Schwärmen heraus. Dass die Staaten ihre Klimaziele nun an die Versprechen des Paris-Abkommens anpassen, erwartet jedoch niemand. Wie schwierig die Verhandlungen zur Klimafinanzierung künftig noch werden könnten, verdeutlicht indes eine aktuelle Untersuchung des UN-Umweltprogramms: Demnach wird die Klimafinanzierung fünfmal so teuer, wie bislang gedacht.

Quelle: www.klimaretter.info

Protest gegen die Verzögerungstaktik bei der Energiewende!

Donnerstag, April 28th, 2016

Gemeinsamer Protest gegen die vorsätzliche Verzögerung der Energiewende durch das Wirtschaftsministerium

Eine große Zahl von Energiewende- und Klimaschutz-Organisationen setzt sich für die Beschleunigung der Energiewende gemäß den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz ein. Und auch die Bürger sprechen sich mehrheitlich für eine schnellere Energiewende aus (Rebpräsentative Umfrage von TNS_Emnid 03-2016). Doch das Bundeswirtschaftsministerium bremst die Energiewende aus.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung protestieren nun zahlreiche Organisationen gegen die Verzögerung der Energiewende durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Eine der Verzögerungsmaßnahmen besteht in der kostentreibenden Fehlleitung der EEG-Umlage in die Taschen der fossilen Stromwirtschaft. Wie diese Fehlleitung zu Stande kommt, ist Thema dieser Pressemitteilung.

Die EEG-Umlage soll eigentlich einen finanziellen Beitrag zur Einspeisevergütung von Solar- und Windanlagen und anderen Anlagen der erneuerbaren Energien liefern. Tatsächlich aber kommt sie den konventionellen Stromherstellern zu Gute. Von Seiten des BMWi werden dann die vorsätzlich erhöhten Kosten psychologisch als Argument für die Verlangsamung der Energiewende genutzt.

Im Jahr 2015 hat Deutschland mit über 80 TWh so viel Strom exportiert wie nie zuvor. Strom aus Deutschland kann im Ausland konkurrenzlos billig angeboten werden, weil ausländische Stromkunden keine EEG-Umlage zahlen müssen. Die nur in Deutschland erhobene EEG-Umlage subventioniert somit indirekt die deutschen Kohlestromexporte.

Deutsche Braunkohlekraftwerke werden mit Rücksicht auf ihre technisch begrenzte Abregelfähigkeit nicht heruntergefahren, wenn Solar- oder Windstrom ausreichend zur Verfügung stehen. Ihr Weiterbetrieb zu Jahreszeiten, in denen zunehmend Solar- und Windstromüberschüsse zu erwarten sind, ist ein klimapolitischer Skandal und grober Verstoß gegen die Pariser Dekarbonisierungsbeschlüsse!

Betreiber von konventionellen Kraftwerken haben zudem (nur noch historisch begründbar) das Vorrecht, ihren Strom bereits Monate oder Jahre im Voraus in zeitlich gleichbleibenden „Bändern“ (baseload oder peakload) am Terminmarkt oder im außerbörslichen Handel zu verkaufen. Dieses Recht sehen sie als Selbstverständlichkeit an. Strom aus Erneuerbaren Energien jedoch, der nach EEG vergütet wird, muss am Spotmarkt verramscht werden. Oder seine Lieferanten müssen Verpflichtungen eingehen, ihre Anlagen „freiwillig“ herunterzuregeln, wenn ansonsten die Spotmarktpreise negativ würden. Das ist eine massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Erneuerbaren Energien.

Warum steigt die EEG-Umlage?

Da am Spotmarkt alle jene Kunden fehlen, die sich bereits im Vorab-Handel mit konventionell erzeugtem Strom eingedeckt haben, ist die Nachfrage am Spotmarkt gering. Geringe Nachfrage führt dazu, dass das Niveau der Spotmarkt-Strompreise sinkt.

Bei hohem Solar- oder Windstromangebot (wenn also eigentlich viel Geld für die gesetzliche Einspeisevergütung bezahlt werden müsste) sinken die Spotmarktpreise noch weiter ab, teilweise sogar in den negativen Bereich. Der EE-Strom erzielt am Spotmarkt dann keine Verkaufserlöse mehr, mit denen die Einspeisevergütungen bezahlt werden könnte. Die Fehlbeträge sind nach den Bestimmungen des EEG und der Ausgleichsmechanismusverordnung durch die EEG-Umlage auszugleichen.

Was geschieht bei weiterem Zubau von Solar- und Windanlagen?

Die EE-Strommengen nehmen weiter zu. Der Spotmarktpreis wird immer öfter negativ. Das heißt, die Lieferanten des Stroms müssen den Empfängern der Stromlieferungen noch Geld dazu zahlen. Der Verkauf des EE-Stroms am Spotmarkt führt dann zu „negativen Erlösen“.

Damit die EEG-Umlage trotzdem nicht ins Unermessliche ansteigt und damit selbst ihre Fehlkonstruktion offenbart, sieht der Referentenentwurf des EEG 2016 in Paragraf 51 sogar vor, dass die Einspeisevergütung auf Null abgesenkt wird, wenn die Spotmarktpreise mehr als sechs Stunden lang negativ waren. So werden die Symptome anstatt der Ursachen bekämpft. Die eigentliche Ursache ist die Beibehaltung des Vorab-Handels zugunsten der fossilen Energien.

Anstatt die Pariser Beschlüsse zur Dekarbonisation umzusetzen, will das BMWi den Solar- und Windanlagenbetreibern eine regelmäßige Vergütung ihres gelieferten Stromes vorenthalten. Eine Klientel-Politik für die konventionelle Stromerzeugung!
Fazit: Der Vorabhandel am Terminmarkt und im außerbörslichen Handel sowie die Befreiung der Großverbraucher von der EEG-Umlage treiben die EEG Umlage in die Höhe – nicht die Erneuerbaren!
Auf einem anderen Blatt stehen die externen Kosten der konventionellen Stromversorgung, die zumeist in Form von Steuern dem Steuerzahler auferlegt werden. Es geht dabei zum Beispiel um Kosten wie die Entsorgungskosten des radioaktiven Mülls, die Kosten für die Beseitigung der Klimaschäden, für die Eingliederung der Klimaflüchtlinge und viele andere mehr. Doch bei diesen Kosten wird dem belasteten Steuerzahler der Zusammenhang mit der fossilen Energiewirtschaft geflissentlich verschwiegen.

—————————————-
Unterstützer der Pressemitteilung

  • BBEn Bündnis Bürgerenergie, Dr. René Mono
  • BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU –
    Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie
    Bundesgeschäftsstelle Geschäftsführung: Dr. Stegmayer
    Pressesprecherin: Petra Pauly Sekretariat: Ulla Veith
  • Bürgerinitiative Megatrasse VG Nordendorf, Anita Dieminger
  • BWE – Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, der Vorsitzende, Dr.
    Wilhelm Heye
  • BWE – Regionalverband Oberbayern, der Vorsitzende, Dr. Dirk Bade
  • Energiegemeinschaft Weissacher Tal
    Reinhard Knüdeler, Vorstand
  • Energie-Initiative Kirchberg e. V.
    74592 Kirchberg/Jagst
    Vorsitzender: Gerhard Kreutz
  • Freunde von Prokon, Rainer Doemen, Pressesprecher
  • KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung e.V., Rainer Forster, Diözesansekretär
  • Solarenergie-Förderverein Deutschland, Vorstand
  • Sonneninitiative e.V.
    Hans-Christian Quast, 1. Vorsitzender
  • Sonnenkraft Freising, Dr. Andreas Horn, vorsitzender
  • Die SWB GmbH, Karl-Heinz Hüsing

E-STArt: E-Mobilitätstag in Gauting

Montag, April 25th, 2016

http://www.lk-starnberg.de/layout/estart/media/estart_logo.jpgAm 30. April findet der Elektro-Mobilitätstag der Initiative E-STArt des Landkreises Starnberg statt. Von 10:00 bis 14:00 Uhr können rund um das Rathaus in Gauting die neuesten Entwicklungen in der E-Mobilität besichtigt und ausprobiert werden. Vom Pedelec und E-Mountainbike bis zum Alltagsauto, vom leisen E-Boot bis zum spritzigen Motorrad  – das Spektrum ist weit und das Motto lautet: Informieren – Testen – Erleben. Machen Sie eine Probefahrt mit Fahrzeugen von Tesla, BMW, Mitsubishi und vielen anderen.  Für Kinder gibt es einen Elektro-Kinderparcours und der neue Gautinger E-Bike-Verleih stellt sich vor. Für das leibliche Wohl und die musikalische Umrahmung ist ebenfalls gesorgt.

Der Energiewendeverein Landkreis Starnberg ist mit einem Stand auf dem Mobilitätstag vertreten – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Power to Change – Filmgespräch in Herrsching

Montag, April 25th, 2016

Gleich an zwei Abenden im April finden Filmgespräche zum neuen Film von Carl A. Fechner  Power to Change – die EnergieRebellion im Landkreis Starnberg statt. Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e.V. hat die Entstehung dieses Dokumentar-Films zu den Themen Klimawandel, Flucht und Energiewende finanziell unterstützt, nun wird er in den Breitwandkinos von Starnberg und Herrsching gezeigt. Der Regisseur steht am 26. April persönlich für ein Filmgespräch in Herrsching zur Verfügung. Wir möchten Sie  herzlich dazu einladen!

Termin für die Filmvorführung mit Filmgespräch

  • am 26. April im Kino Breitwand in Herrsching. Beginn: 19:30 Uhr, Gesprächspartner sind Robert Sing, Projektplaner und Geschäftsführer der Bürgerwind Berg GmbH und Co. KG und der Regisseur von Power to Change, Carl-A. Fechner.

Hintergrund zum Film

power-to-change-poster-02Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Mit POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar. Dies ist die Geschichte einer Suche – einer Reise auf der Fragen aufgeworfen und Antworten gefunden werden.

Der Film wird die Auseinandersetzung um eine Energiewende darstellen, die von unten erfolgt – dezentral und regional. Er greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen und verwebt dabei Personen und Schauplätze zu einem authentischen Zeitdokument. Mit journalistisch-analytischem Blick, untermauert von einer tiefreichenden Recherche zeigt POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion Aktivisten, Unternehmer, Zweifler und Kritiker – ihr alltäglicher Kampf um die Energiewende wird auf die mediale Weltbühne projiziert. Ein Film, der einen Punkt hinter die Weltuntergangsszenarien und abgehobenen Diskussionen um die Machbarkeit der Energiewende setzt: Kurzweilig, spannend, faszinierend und ohne moralischen Zeigefinger. Trotzdem unversöhnlich da, wo Versöhnung nicht möglich ist.

http://www.kino.de/wp-content/gallery/power-to-change-die-energierebellion-2015/power-to-change-die-energie-rebellion-6-rcm0x1920u.jpg

 

Earth Day – Mein Essen verändert die Welt

Freitag, April 22nd, 2016

earthday-logo-internationalWho says you can’t change the world?

Seit der Gründung vor 46 Jahren in den USA ist der Umweltaktionstag Earth Day zu einer weltweiten Umwelt- Volksbewegung in 197 Ländern der Erde gewachsen und wird auch von den Delegierten der UNO als Mahnung an die Länder der Erde gesehen, sich aktiv gemeinsam um zukunftsfähige Lösungen pro Umwelt und Klima bindend zu engagieren.

Was wir essen und wie wir es zubereiten hat nicht nur einen bedeutenden Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf das Klima. Nachhaltiger Konsum wird oft mit Verzicht in Verbindung gebracht. Doch eigentlich hat nachhaltiger Konsum nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit einer Umstellung auf eine ressourcenschonendere Lebensweise.

Es sind viele kleine Schritte und jeder kann sie gehen. So einfach es erscheinen mag, etwa mit vergessenen alten Zutaten neue Rezepte zu entwickeln oder vielleicht mal Bio-Gemüse im Abo und einen Tag pro Woche ohne Fleisch zu testen – mit beschämend einfachen Mitteln kann jeder dazu beitragen, zentrale Probleme der Welt zu lösen. Jeden Tag, jede Mahlzeit aufs Neue!Motto Earth 2016

Eine nachhaltige Ernährung im ganzheitlichen Verständnis umfasst die Art und Weise, wie Lebensmittel angebaut, gezüchtet, gefischt, transportiert, gelagert und verarbeitet werden. Bis hin zu unseren täglichen Essgewohnheiten. Wie und was wir essen hat also weitreichende Auswirkungen auf unser Klima.

Dafür steht das Earth Day Motto 2016 „Mein Essen verändert die Welt“, bewusst Genießen, Bio, Regional, Fair“. Es ist Leitgedanke zu Aktionen rund um das Thema nachhaltige Ernährung.

Nachhaltigkeit bedeutet, dass man sich überlegt, was Dinge, die man tut auf die Dauer für Auswirkungen haben. Unzählige Faktoren beeinflussen unsere Ernährungsgewohnheiten. Von Herkunft, sozialem Standard, Religion, Gesundheit, Schule, Persönlichkeit, Hungergefühl, Aussehen des Nahrungsmittels, bis hin zu Klima, Wetter und Technologie. Wir erkennen wie komplex nachhaltige Ernährung ist.

Wer denkt schon beim Lebensmittel-Einkauf an seinen ökologischen Rucksack?

Wir essen durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel im Jahr und produzieren dadurch etwa zwei Tonnen Kohlendioxid. Etwa 45 Prozent davon entstehen bei der Erzeugung vom Acker bis zum Supermarkt, der Rest bei Einkauf, Lagerung und Verarbeitung. Und was ist mit Fleisch?

Ein Kilogramm Rindfleisch lässt im konventionellen Anbau 13.000 Gramm CO2 entstehen, im Bio-Anbau 11.000 Gramm.

Die Umweltverbände BUND und WWF schlagen Alarm der hohe Fleischkonsum sei Klimakiller.

Wir registrieren einen stetig wachsende Trend nach Bio und es ist sehr interessant wie der Handel mit einem wachsenden Bio Angebot darauf reagiert.

Nach Branchenangaben war im Jahr 2015 der Umsatz mit Naturkost in Deutschland um 11 Prozent auf 8,62 Milliarden Euro gestiegen. Das Hauptgeschäft mit den Produkten machen laut infas die Supermärkte mit 86 Prozent und Discounter mit 66 Prozent. Die Discounter sind bemüht diesen Anteil zielstrebig zu erhöhen.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist zwar 2015 um 2,9 Prozent gewachsen auf 1,077 Millionen Hektar. Das reicht nach Schätzungen von Experten nicht aus um auf das starke Wachstum des Naturkostmarktes aufzuschließen.
Die Folge ist doch:
Ein großer Teil der wachsenden Nachfrage muss durch Importe gedeckt werden.
In Deutschland geben regelmäßig zwischen 60 und 80 Prozent der Konsumenten an, Ökoprodukte zu bevorzugen. Doch in weniger als 10 Prozent der Fälle wird der Kauf von Biolebensmitteln mit dem Umweltargument begründet, dagegen geben Gesundheitsaspekte zu über 60 Prozent den entscheidenden Anstoß.

Bio-Lebensmittel sind auch fairer als herkömmliche!
Neben dem Umwelt- und Klimaschutz gehören soziale Werte zu den Grundideen wie die fairen Partnerschaften.
Die übergeordneten Ziele im Sinne einer ökologischen Entwicklung im Ernährungsbereich sind Ressourcenschonung, Erhalt der ökologischen Tragfähigkeit, Erhalt und Entwicklung der Arten- und Biotopvielfalt.

Quelle: Earth-Day.de

EEG-Novelle gefährdet Arbeitsplätze

Samstag, April 16th, 2016

Der offizielle Referentenentwurf zum EEG 2016 liegt vor. Die Länder- und Verbändeanhörung ist damit eingeleitet worden. Dass die Mindestausschreibungsmenge weiterhin nicht definiert ist, verunsichert die Energiebranche und besonders die  Windbranche massiv. Denn gemäß der als „Weltformel“ verschrieenen Berechnung zur Ausschreibungsmenge wird die kostengünstige Windenergie auf eine Steuerungsgröße reduziert – auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Klimaschutz.

„Dieser Entwurf steht im deutlichen Widerspruch zu der Tatsache, dass inzwischen alle Akteure im Bereich der Energiewirtschaft voll auf Erneuerbare Energien setzen“, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers.

Der BWE weißt das Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt seit mehreren Monaten auf die Defizite im EEG-Entwurf hin, der sowohl den Klimaschutzzielen als auch der Energiewende zuwider läuft und zudem erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen dürfte. So sind Tausende der aktuelle 150.000 Arbeitsplätze und die Spitzenposition der deutschen Windenergie-Branche im internationalen Markt gefährdet. Und auch die hohe Akzeptanz für die bislang günstigste aller erneuerbaren Energieformen – Windstrom – dürfte darunter leiden.

Auch in den kommenden Wochen tritt der Verband dafür ein, dass sich die jährlichen Ausschreibungsvolumina mindestens an der Bund-Länder-Einigung aus dem April 2014 von jährlich 2.500 MW netto orientieren. Ein Festhalten an einer EE-Zielbegrenzung von 45 Prozent am Stromverbrauch hält der BWE angesichts des Potenzials der Windenergie für die Sektoren Elektromobilität und Wärme für falsch.