Kategorie: Nachrichten & Aktuelles

Greenpeace belegt – Keine Stromlücke ohne Atomstrom

Montag, August 16th, 2010

Die Stromversorger können ihre Ankündigung umsetzen und die acht ältesten deutschen Atomkraftwerke sofort stilllegen, ohne dass dies zu Engpässen in der Stromversorgung in Deutschland führt. Dies belegt eine neue Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace, der zufolge die sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser, sowie der Pannenreaktor Krümmel aktuell nur noch zu 5,4 Prozent zur deutschen Stromversorgung beitragen. Die übrigen neun Atommeiler könnten bis zum Jahr 2015 abgeschaltet werden. Das zeigt das vom Aachener Institut EUtech für Greenpeace berechnete Energie-Szenario “Plan B 2050″.

Beschleunigter Atomausstieg bis 2015 und ein nachfolgender Kohleausstieg bis 2035-2040 sind nahezu klimaneutral möglich

Die Stromkonzerne hatten laut Magazin “Der Spiegel” (Montagsausgabe) angekündigt, ihre Atom-Meiler sofort abschalten zu wollen, falls die von der Bundesregierung geplante Brennelementesteuer komme. “Das ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht”, sagt Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Atomexperte. “Mit ihrer Ankündigung haben die Stromversorger zugegeben, dass die maroden deutschen Atomkraftwerke zur Deckung der Stromversorgung nicht benötigt werden”, so Münchmeyer weiter. Greenpeace fordert die Stromkonzerne dazu auf, die acht gefährlichsten Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Das Energie-Szenario “Plan B 2050″ zeige wie Deutschland bis zum Jahr 2050 bei beschleunigtem Atomausstieg bis 2015 und einem nachfolgenden Kohleausstieg bis 2035-2040 nahezu klimaneutral werden kann und gleichzeitig die Versorgung gesichert und die Stromkosten gesenkt werden können.

32 TWh Atomstrom, aber 37 TWh aus Windenergie

Die Stromproduktion der ältesten sieben Atomkraftwerke, sowie des Pannenreaktors Krümmel ging laut Studie im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um über 48 Terawattstunden (TWh) auf knapp 32 TWh drastisch zurück. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat hingegen rapide zugenommen. Allein die Windenergieanlagen produzierten 2009 37 TWh Strom. Dies entspricht einem Anteil von 6,5 Prozent. Insgesamt tragen die erneuerbaren Energien bereits mit über 16 Prozent zur Stromproduktion bei. Zudem hat Deutschland 2009 14,3 TWh Strom ins Ausland exportiert.

“Wer Deutschland zukunftsfähig machen will, muss konsequent auf erneuerbare Energien setzen. Eine Laufzeitverlängerung für Atommeiler würde den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren blockieren. Das wäre Gift für diesen boomenden Wirtschaftszweig. Wenn die Bundesregierung jedoch weiter auf Atomkraft setzt, schadet sie damit Deutschland”, sagt Münchmeyer.

Hier finden Sie eine Kurzfassung und eine Langfassung des Energie-Szenarios “Plan B 2050″ . Die Dokumente können Sie auch direkt bei Greenpeace herunterladen unter www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/studie_energie_screen.pdf 

16.08.2010 | Quelle: Greenpeace. E.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH

NEU! UBA-Broschüre: Energiesparen im Haushalt

Samstag, August 7th, 2010

7. August 2010. Energiesparen im Haushalt – Gut fürs Klima, gut fürs Portemonnaie. So lautet der Titel einer neuen Broschüre des Umweltbundesamts, die aktuell erschienen ist und hier kostenlos bestellt werden kann.

Die Broschüre steht selbstverständlich auch als Vollversion (0,8 MB) zum Download bereit:

Energiesparen im Haushalt – Gut fürs Klima, gut fürs Portemonnaie

Elektromobil-Boom startet: Wie lange reichen die Rohstoffe?

Mittwoch, August 4th, 2010

An Rohstoffknappheit wird die Verbreitung des Elektroautos nicht scheitern. Die weltweit bekannten Vorräte an Lithiumcarbonat, das vor allem für die Batterieherstellung benötigt wird, belaufen sich laut dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) auf 135 Millionen bis 160 Millionen Tonnen. Rein rechnerisch könnten damit 200 Jahre lang jährlich 50 Millionen E-Autos mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet werden.

Auch an anderen Rohstoffen wie Kupfer herrscht kein Mangel. Das Metall kommt vor allem in den Elektromotoren zum Einsatz. Laut dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI beansprucht die Automobilindustrie selbst bei einem 85-prozentigen Marktanteil des Elektroautos nicht mehr als 21 Prozent der weltweiten Kupfer-Nachfrage. Die geologischen Vorräte an Kupfer sind ausreichend, um die Nachfrage in allen Anwendungsbereichen in den nächsten Jahrzehnten zu decken. Die geopolitischen Risiken sind hier im Vergleich zu anderen Rohstoffen gering, weil die Vorkommen auf viele Länder verteilt sind.

Die Automobilindustrie rüstet auf

Der Automobilkonzern General Motors stockt die bisherige Planung für Elektroautos deutlich auf. Bereits im ersten vollen Produktionsjahr 2012 sollen etwa 45.000 Chevrolet Volt in Detroit vom Band rollen. Der Endpreis für das Fahrzeug, das zusätzlich einen Verbrennungsmotor hat, der bei leerer Batterie anspringt, soll 41.000 Dollar betragen. Laut General Motors gibt es bereits 25.000 Interessenten für den Volt. Nach Deutschland kommt das Modell frühestens Ende 2011, dann bringt Konzern-Tochter Opel unter dem Namen Ampera ein baugleiches Fahrzeug auf den Markt.
Der Konkurrent Nissan will ab 2011 das Elektroauto Nissan Leaf ebenfalls in Europa für rund 30.000 Euro anbieten – allerdings hat dieses Auto mit etwa 160 Kilometern eine deutlich geringere Reichweite als der etwas teurere Ampera bzw. Volt.

Weitere Informationen zum Thema Elektroauto finden Sie unter www.dnem.de und www.mein-elektroauto.com, zum Thema Infrastruktur ist zum Beispiel die Seite www.energieparken.de interessant. Vom 19.-21. Oktober findet in München die  Messe “ECARTEC” statt. Mehr Info unter www.ecartec.de

Quelle: Focus

Foto: Daimler

Publikationen: NEUERSCHEINUNGEN in Kürze

Freitag, Juli 30th, 2010

Unser Tipp zum Download - die neue Broschüre des BMU

Biologische Vielfalt – der Reichtum unserer Erde

  • Weltweites Sterben der Arten – Die Natur funkt SOS
  • Der Wert der Vielfalt – Ein Preisschild für Bäume?
  • Frauenschuh, Kranich, Wattenmeer – Deutsches Naturerbe bewahren
  • Natur entdecken und erleben – Auf den Spuren des Raubwürgers
  • Der mit dem Hai tanzt – Interview mit Hannes Jaenicke

Weitere Neuerscheinungen und Empfehlungen zu Veröffentlichungen / Büchern aus dem Energie- und Umweltbereich finden Sie auf unserer Internetseite unter service/publikationen/

ENERGIEPREIS 2010 Landkreis Starnberg ausgeschrieben

Montag, Juli 19th, 2010

Starnberg, 19. Juli 2010. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wird der Energiepreis Landkreis Starnberg im Jahr 2010 erneut ausgelobt.

Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2010!

Um die bis 2035 angestrebte Energiewende wirklich zu schaffen, braucht es nicht nur Visionen und Konzepte, sondern vor allem auch Vorbilder, die zeigen wie es gehen kann. Gute Beispiele sind daher gefragt und sollen mit dem Energiepreis Landkreis Starnberg gewürdigt, belohnt und vor allem öffentlich gemacht werden.

Der Landkreis Starnberg hofft auf viele Bewerbungen und bitten zugleich um Unterstützung durch die Bevölkerung:

  • Jede/r, der “energiepreiswürdige” Projekte oder Initiativen im Landkreis Starnberg kennt, kann diese vorschlagen.
  • Teilen Sie dem Landratsamt, Herrn Schwarz, oder dem Regionalmanagement Starnberg, Frau Papke, mit, wenn Sie interessierte/geeignete Bauherren, Initiativen oder Unternehmen kennen!
  • Machen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld auf den Energiepreis 2010 aufmerksam!

Gerne stellt Ihnen das Landratsamt auch Flyer oder Plakate zum Energiepreis 2010 zur Verfügung. Weitere Informationen, die detaillierten Teilnahmebedingungen sowie das Bewerbungsformular finden Sie im Internet unter www.lk-starnberg.de/energiepreis.

Oder Sie wenden sich an folgende Ansprechpartner:

  • Landratsamt Starnberg, Herbert Schwarz, Tel. 08151 148-442, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
  • Regionalmanagement Starnberg, Verena Papke, Tel. 08151 148-417, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Kostenvergleich zwischen Standardhaus und Passivhaus

Montag, Juli 19th, 2010

Eine Studie des Energiereferats der Stadt Frankfurt vergleicht die Kosten von Standardhaus und Passivhaus anhand eines gebauten Objekts. Die Investitionskosten eines Passivhauses liegen ca. 7,3 % über den Investitionen eines Standardhauses (EnEV 2009). Langfristig liegen die Gesamtkosten (inklusive Heizung) beim Passivhaus weit unterhalb der Kosten des Standardhauses. Der Gesamtkostenvorteil des Passivhauses – über 50 Jahre aufsummiert – beträgt in der Modellrechnung mehr als € 75.000!

Die Ergebnisse sind hier anzusehen:

www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3076&_ffmpar[_id_inhalt]=6978859

Anbei die Studie als PDF

Quelle: Stadt Frankfurt, www.frankfurt.de

Foto: www.frankfurt.de

Atomkraftwerk Brokdorf muss wegen Hitze Leistung drosseln

Freitag, Juli 16th, 2010

Weil das Flusswasser, mit dem Atomkraftwerke gekühlt werden, durch die Hitze zu warm geworden ist, droht Atomkraftwerken die Abschaltung. Das Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein hat am Montag wegen der Hitze für drei Stunden seine Leistung um 50 Megawatt drosseln müssen. Der Grund: Die Elbe hat in dieser Zeit die kritische Wassertemperatur von 23 Grad Celsius um ein Grad überschritten, sagte ein Sprecher des für die Atomaufsicht zuständigen Justizministeriums am Dienstag in Kiel. Um den Fluss durch das Kühlwasser nicht weiter aufzuheizen, muss die Leistung der Kraftwerke dann reduziert werden.

An Rhein und Neckar müssen Atom- und Kohlekraftwerke wegen der anhaltenden Hitzewelle womöglich am Wochenende vom Netz genommen werden. Die kritische Wassertemperatur von 28 Grad Celsius, ab der etwa Fische wegen Sauerstoffmangels sterben, könnte dann erreicht werden, sagte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner.

Zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung werde es gleichwohl nicht kommen, da Behörden “soweit ökologisch vertretbar” den Kraftwerksbetrieb ausnahmsweise weiter zulassen dürfen.

Die Kraftwerke entnehmen den Flüssen Kühlwasser und leiten es anschließend entsprechend angewärmt wieder ein. Gönner zufolge nähert sich derzeit die Temperaturkurve den Extremwerten des Hitzesommers 2003 an.

Die danach entwickelten Krisenmanagementpläne könnten nun notfalls schnell umgesetzt werden. Die Energieversorger müssen demnach ab einer Wassertemperatur von 28 Grad Celsius grundsätzlich ihre Kohle- und Kernkraftwerke vom Netz nehmen, weil die Abwärme im zurückgeleiteten Kühlwasser die Flüsse ansonsten über die kritische Marke hinaus aufheizt.

Um die Stromnetzstabilität aber gleichwohl zu garantieren, wurde der Ministerin zufolge gemeinsam mit den Energieversorgern ein sogenanntes Mindestkraftwerkskonzept erarbeitet. Es soll einen Zusammenbruch der Stromversorgung vorbeugen, aber auch mögliche negative ökologische Auswirkungen begrenzen.

Beim Kraftwerksbetreiber EnBW schätzt man die Lage weniger dramatisch ein. Ein EnBW-Sprecher sagte WELT ONLINE, es gebe wegen der Hitze “aktuell keine Leistungseinschränkungen” bei den Kraftwerken. Auch innerhalb des “seriösen Prognosezeitraums” von drei bis vier Tagen erwarte man “keine dramatischen Veränderungen”.

Bei einer länger anhaltenden Hitzewelle seien Kraftwerksausfälle ebenfalls wenig wahrscheinlich. Zwar dürften die Flüsse mit genutztem Kühlwasser dann nicht weiter erwärmt werden. Allerdings ließen sich Großkraftwerke wie die Anlage in Heilbronn oder die Atomkraftwerke Philipsburg und Neckarwestheim dann auch auf Kühlturm-Betrieb umschalten, so dass die Flüsse nicht weiter belastet würden.

In den kommenden Jahren könnten nach Einschätzung der Umweltministerin die Krisenpläne noch öfter zum Einsatz kommen, da als Folge des Klimawandels die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad weiter zunehmen werde.

Gönner will deshalb Anreize für Investitionen in gewässerschonende Technologien wie etwa die Kraft-Wärme-Kopplung schaffen, weil bei einem konventionellen Kraftwerk bis zu zwei Drittel der eingesetzten Energie über das Kühlwasser als Abwärme in den Flüssen landen.

Gönner bezeichnete die Lage an Rhein und Neckar als „angespannt, aber noch nicht dramatisch”. Die Situation könnte sich in den nächsten Tagen allerdings „weiter zuspitzen”. Am vergangen Wochenende musste der Neckar an drei Staustufen bereits zusätzlich belüftet werden, weil der Sauerstoffgehalt des sich aufheizenden Wassers unter die Marke von vier Milligramm je Liter gesunken sei. Bei Werten von unter 3,5 Milligramm droht Fischsterben.

Quelle: http://news.de.msn.com, Foto: www.greenpeace.de

Förderstopp für Ökoheizungen bringt hohe Steuerverluste

Montag, Juli 5th, 2010

Durch die Sperrung von 115 Millionen Fördermitteln für Ökoheizungen entgehen dem Fiskus selbst bei konservativen Annahmen in diesem Jahr rund 150 Millionen an Steuereinnahmen. Daneben fallen Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsmarktentlastungen in Millionenhöhe aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien hervor. Die Sparmaßnahme entpuppt sich somit als Milchmädchenrechnung!

Berechnet wurde, wie viele Einnahmen Bund, Länder und Kommunen durch die Sperrung des Marktanreizprogramms entgehen. Ein Drittel der diesjährigen Fördersumme von insgesamt 400 Millionen Euro ist seit April 2010 vom Bundesfinanzministerium mit einer Haushaltssperre belegt. Die Folge: Investitionszuschüsse für Solarthermie, Holzheizungen und Wärmepumpen können nicht mehr ausgezahlt werden.

“Bleiben die Mittel blockiert, bringt sich der Fiskus selbst um Steuereinnahmen und betätigt sich darüber hinaus als Investitionsbremse, denn viele Heizungsmodernisierungen werden auf die lange Bank geschoben”, kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien die Ergebnisse des ifo-Gutachtens. “Die Freigabe der gesperrten Mittel käme einem kleinen Konjunkturprogramm mit großer Klimawirkung gleich”, so Mayer weiter.

Sperrung der Fördersumme eine Milchmädchenrechnung

Laut Gutachten kann die Freigabe der gesperrten Fördersumme von 115 Millionen Euro private Investitionen in Höhe von 844 Millionen Euro auslösen. Auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, angefangen bei Fertigung, über den Vertrieb und bis hin zur Installation der Heizungstechnik, entstehen Steuereinnahmen. Diese übersteigen auch bei konservativen Annahmen die Förderausgaben: Selbst wenn nur jede zweite Heizungsmodernisierung aufgrund des Förderstopps wegfiele, rechnet das ifo noch mit einem deutlichen Steuerplus: “Das Marktanreizprogramm ist offensichtlich ein Beispiel dafür, dass staatliche Förderung sich durchaus auch aus Sicht der Haushälter positiv auswirken kann, indem Mittel zurückfließen”, fasst Manfred Schöpe vom Institut für Wirtschaftsforschung zusammen.

“Der plötzliche Stopp des MAP belastet unterm Strich den Steuerzahler und sorgt bei Investitionswilligen für Verunsicherung und Vertrauensverlust”, berichtet Dr. Holger Krawinkel, Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband. “Ohne eine verlässliche und klar kalkulierbare Förderung scheuen viele Verbraucher vor der Modernisierung ihrer Heizung zurück”, so Krawinkel weiter.

Enormes Potenzial liegt weiterhin brach

Drei Viertel der Anlagen in deutschen Heizungskellern sind nach Angaben des Bundesverbands der Haus- und Energietechnik (BDH) veraltet und ineffizient. “Hier besteht enormer Handlungsbedarf”, sagt Mayer. “Nach dem Willen der Bundesregierung soll sich der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch bis 2020 auf 14 Prozent verdoppeln. Ohne staatliche Anreize wird es schwer, dieses Ziel zu erreichen”.
Die Studie des ifo-Instituts sowie ein ausführliches Hintergrundpapier mit Grafiken finden Sie hier (Agentur für Erneuerbare Energien) 

Kontakt

Agentur für Erneuerbare Energien
Undine Ziller
Pressereferentin
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 200 535 45
Mobil: 0176 64 16 30 19

Quelle: www.nachhaltigwirtschaften.net

Feldafing und Pöcking starten gemeinsames Geothermie-Vorhaben im Feld “Starzenbach”

Freitag, Juni 18th, 2010

Die Gemeinde Feldafing und Pöcking haben sich auf ein gemeinsames Geothermie-Projekt geeinigt und werden mit der Firma BE Geothermal einen Antrag auf Nutzung des so genannten Claims “Starzenbach” stellen. Das gaben die Bürgermeister Bernhard Sontheim und Rainer Schnitzler bekannt. Das Unternehmen bereitet auch das Geothermie-Projekt in Bernried vor, das auch Tutzing einbezieht. Das Feld “Starzenbach” – auch als Claim 47 bekannt – wird jedoch auch von den Stadtwerken München beansprucht, eine Entscheidung des bayerischen Wirtschaftsministeriums dazu steht noch aus. Bis zu einem konkreten Projekt werden jedoch Jahre vergehen.

In einer gemeinsamen, nicht-öffentlichen Sitzung vorige Woche hatten sich beide Gemeinderäte auf dieses Vorgehen geeinigt. Die Bürgermeister hatten zusammen mit ihrem Tutzinger Kollegen Stephan Wanner in den vergangenen Wochen mit mehreren möglichen Partnern verhandelt. Den Ausschlag für BE Geothermal gab, dass die Firma in Feld Bernried wichtige Erfahrungen gesammelt hat und ein “kompetenter und finanzstarker Partner ” sei. Bei Bernried soll im Herbst mit den Bohrungen begonnen werden.

“Die Chancen, die Aufsucherlaubnis zu erlangen, sind nun erheblich gestiegen”, sagten Sontheim und Schnitzler. Sobald die Genehmigung vorliegt, beginnen umfangreiche Untersuchungen über den Wärmebedarf in den Gemeinden, die Verhältnisse im Untergrund und die Kosten. Erst in etwa drei Jahren werde entschieden, ob gebohrt wird oder nicht, erklärte Sontheim. Das heiße Wasser, das zur Wärmeversorgung genutzt werden kann, befindet sich in rund 4000 Meter Tiefe.

Die Gemeinden wollen mit Geothermie für eine kostenfünstige und klimaschonende Energiegewinnung sorgen. Da der Claim auch Tutzinger Gebiet enthält, muss der Gemeinderat dort ebenfalls entscheiden – das soll am 22. Juni geschehen.

Quelle: Starnberger Merkur; Foto: www.brainding.de

Ab sofort Tickets für das Umweltfest Seefeld erhältlich!

Montag, Mai 24th, 2010

24. Mai 2010. Das Umweltfest Seefeld rückt immer näher. Die Besucher erwartet an den beiden Haupttagen, am Samstag und Sonntag, ein vielseitiges Programm mit Aktionen, Vorträgen und Umweltquiz, mit Musik, Akrobatik und Tombola, zusätzlich gibt es regionale Spezialitäten und eine attraktive Ausstellung rund um Energie & Klima.

Auf dem Marienplatz und im Pfarrheim Peter & Paul gibt es zum Beispiel Informationen zum StattAUTO, zur Elektromobilität (initiiert und betreut von der Energiewende Landkreis Starnberg e.V., zu Ökostrom,  Klimaschutz und CO2-Einsparung (projekt21plus), zu energieeffizientem Bauen, zu Solarthermie und Photovoltaik u.v.m.

Doch das Umweltfest startet bereits am 17. Juni, am Donnerstagnachmittag:

  • Ab 15 Uhr Ökoprofit -  offener Workshop bei 3 M ESPE für das lokale Gewerbe Seefelds, unterstützt vom Landkreis Starnberg, Anmeldung bis einschließlich 14. Juni beim Landratsamt Starnberg, Herrn Schwarz, 08151-148-442
  • sowie am Abend das Klimakino “We feed the World”, eine Kooperation von Kino Breitwand mit dem Wochenmarkt Seefeld – Lokale Agenda 21. Für den Kinoabend im Breitwand Seefeld gibt es 100 Gratistickets!

Am Freitag ist das Wendezeit-Festival im Schreyegg-Stadl, Einlass ist bereits ab 15:30 Uhr. Der Ticketvorverkauf für dieses Musikevent mit 4 Bands hat bereits begonnen. Das Ticket kostet im Vorverkauf 10 Euro!

Am Samstag ist Klimatag. Tagsüber und am Abend gibt es Vorträge rund um das Thema Klimaerwärmung und Klimaschutz. Den Abend eröffnet ein Vortrag zur globalen Auswirkung der Klimaerwärmung am Beispiel von Indus- und Gangesmündung, der von der Indienhilfe Herrsching initiiert ist, den Höhepunkt bilden dann der Vortrag von Prof. Dr. Dameris, Klimaforscher bei der DLR und aktives Mitglied der Lokalen Agenda 21 in Seefeld, der die atmosphärischen Vorgänge bei der Klimaveränderung und zusätzlich die politischen Zusammenhänge erläutert, und der Vortrag von Dr. Braun, Glaziologe an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der uns die Gletscherabschmelzung in den Alpen und an den Polkappen sowie die regionalen Auswirkungen mit einem 3D-Vortrag näher bringt. Der Vortrag von Dr. Braun wird vom Deutschen Alpenverein, Sektion Vierseenland, ermöglicht.

Am Sonntag geht es mit Aktionen, Vorträgen und der Ausstellung weiter. Der Abend endet mit einem kulturellen Höhepunkt: Dem Kabarett mit KABAREST im Pfarrheim Peter & Paul. Auch hierfür gibt es ab sofort Tickets für 10,- Euro im Vorverkauf. An der Abendkasse kostet der Eintritt dann 12,- Euro.

Das Umweltfest wartet auf Sie! Also – so schnell es geht Tickets besorgen! Wo? Das erfahren Sie hier!