Kategorie: Nachrichten & Aktuelles

Radiobeitrag über Energiegenossenschaft Fünfseenland eG

Mittwoch, Januar 4th, 2012

Kürzlich wurde über die Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG (EGF) ein Hörfunkbeitrag produziert. Mit diesem wird über den erfolgreichen Start der Genossenschaft berichtet und die Öffentlichkeit auf die Möglichkeit der Beteiligung an Bürger-Energieanlagen durch den Erwerb von Anteilen an der Genossenschaft und zusätzlich die Investition in Projekte der Erneuerbaren Energien aufmerksam gemacht. Radiobeitrag wurde an alle bayerischen Privatradiostationen verteilt und wird seit Anfang Januar von den Sendern ausgestrahlt.

So wird zum Beispiel über den raschen Mitgliederzuwachs bereits wenige Monaten nach der Gründung berichtet, der inzwischen über 200 Genossenschafter umfasst, und Gerd Mulert, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Fünfseenland e.G., beschreibt den positiven Start mit „erstaunlicherweise wenig Schwierigkeiten“.

Die Energiegenossenschaft Fünfseenland eG wurde gemeinsam mit der Genossenschaftsbank „VR Bank Starnberg Landsberg Herrsching“ auf den Weg gebracht. Auch Landrat Karl Roth, Mitglied im Aufsichtsrat, ist seit den Anfängen mit dabei und nimmt in dem Radio-Trailer Stellung zu dem Projekt, das die Energiewende im Landkreis Starnberg beflügeln soll.

Es werden außerdem die aktuellen und geplanten Energie-Projekte sowie die Flächennutzungspläne für Windkraftanlagen und der Bau von Elektrotankstellen thematisiert.

Den vollständigen Radiobeitrag können Sie hier anhören!

Energiewende 2011: Ausbau Erneuerbarer, Abbau Atomkraft

Dienstag, Januar 3rd, 2012

Ausbau Erneuerbare

Im vergangenen Jahr 2011 verzeichneten die Erneuerbaren Energien als Beitrag zur Energieversorgung im Vergleich zu den Vorjahren in Deutschland einen kräftigen Zuwachs. Laut vorläufigen Schätzungen der AG Energiebilanzen e.V. (AGEE Stat) vom Dezember nahm die Stromerzeugung aus regenerativen Energien mit 122 Milliarden kWh am Endenergieverbrauch etwa um 17% zu. Seit 2000 hat sich der Anteil damit mehr als verdreifacht.

Die größte Steigerung verzeichnet mit 205% gegenüber 2010 die Erzeugung aus Offshore-Windenergie, gefolgt von der Photovoltaik mit einem Plus von 67%. Der PV-Strom überholte im Jahr 2011 sogar erstmals die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen. Grund dafür ist nicht zuletzt das regenarme Jahr.

Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Bundesregierung weiterhin auf einem guten Weg ist, ihre anspruchsvollen Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um erste Abschätzungen. Weitere detaillierte Zahlen werden von der AGEE Stat im Februar veröffentlicht.

Abbau Atomkraft

Weltweit nahm nach dem Vorfall im März in Japan der Bau neuer Atomkraftwerke ab. Sieben Jahre in Folge wurden immer mehr Baustellen errichtet, mit dem Jahr 2011 stoppte den Trend. Von den sechzehn geplanten AKW-Bauten wurden letztendlich nur zwei tatsächlich verwirklicht, dreizehn wurden hingegen still gelegt.

China und Indien, die in den letzten zehn Jahren mit Abstand größten Atomkraftbauer, nehmen ebenfalls an der Entwicklung teil. 2010 startete China noch mit zehn Baustellen, im Folgejahr wurde der Bau von keinem einzigen Reaktor begonnen. Der Bau von Solar- und Windkraftwerke hingegen steigt mit immer neuen Installationsrekorden stark an.

Quellen: AG Energiebilanzen e. V., Franz Alt

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung an das Klima denken!

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Beim weihnachtlichen Lichterzauber wird noch viel zu viel veraltete Technik eingesetzt. Das haben neueste Beobachtungen des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) herausgefunden. Meist wird noch das Prinzip der Glühlampe verwendet, was eine enorme Menge an Strom frisst und damit Umwelt und Geldbeutel der Anwender belastet. Hier sollte – so der LNV-Energiereferent Dr. Joachim Nitsch – schleunigst auf die neue LED-Technik umgerüstet werden.

Auch in den Kommunen würden immer noch die alten Lichtsysteme vom letzten Jahrhundert verwendet werden, bei denen Glühbirnen zum Einsatz kommen. Im Innenbereich basieren die meisten Lichterketten noch auf alte Glühfadentechnik, wo die meiste Energie in Form von Wärme verpufft. Mit LED-Technik ließe sich genau das verhindern, so Dr. Nitsch. Bezogen auf den einzelnen Leuchtkörper mögen die Ersparnisse zwar gering erscheinen, zählt man die einzelnen Lichter jedoch zusammen und betrachtet die lange Brenndauer, dann handelt es sich durchaus um spürbare Kilowattbeträge.

Eine Investition in neue stromsparende Produkte rechnet sich laut LNV so schon nach wenigen Jahren. Dr. Nitsch empfiehlt außerdem, alle größeren Weihnachtsbeleuchtungen mit einer Zeitschaltuhr zu versehen – denn zu später Nachtzeit habe kaum jemand was davon. Und in manchen Fällen sollten sich einige „Lämplefans“ auch die Frage stellen, ob sie den Nachbarn unbedingt mit seinem Lichtzauber übertrumpfen müssen, denn auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Quelle: Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V.

Energiewende: Anteil Erneuerbare Energien und Kernenergie fast gleich hoch

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und Atomenergie ist in Deutschland nahezu gleichauf. Auch 2011, wie bereits in den vergangenen Jahren, wurden die regenerativen Energien weiter ausgebaut. Das internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) berichtet über einen Anteil von rund 19 Prozent am Strombedarf, dies entspricht rund 113 Milliarden Kilowattstunden. Grundlage dafür sind erste Schätzungen und Erhebungen für das Jahr 2011.

Die bedeutendste regenerative Energie ist in Deutschland laut Forum mit 40 Milliarden Kilowattstunden die Windenergie. Das größte Wachstum mit einem Plus von 58 Prozent auf rund 18,5 Milliarden Kilowattstunden verzeichnete hingegen die Solarenergie. Die Stilllegung der Kernkraftwerke nach dem Reaktorunfall in Fukushima führt dazu, dass 2011 voraussichtlich noch rund 110 (2010 waren es noch 140,6) Milliarden Kilowattstunden Strom aus Kernenergie erzeugt werden, so das IWR. “Erneuerbare Energien und Kernenergie stehen im Jahr 2011 an einem Wendepunkt”, kommentiert Dr. Norbert Allnoch, IWR-Direktor. Des Weiteren prognostiziert er, dass spätestens 2012 die regenerative Stromerzeugung in Deutschland dauerhaft über der aus Kernenergie liegen wird.

Quelle: IWR

Belectric erneut Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau von Photovoltaik Systemen

Montag, Dezember 12th, 2011

Bereits das zweite Jahr in Folge ist Belectric Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau (EPC) von Freiflächen-Solarkraftwerken und Photovoltaik-Dachanlagen. Das Unternehmen hat weltweit mehr Photovoltaik-Leistung installiert als jedes andere Branchenunternehmen. 62 Freiflächen-Solarkraftwerke, eine Vielzahl von PV-Großdachanlagen, PV-Gewächshäusern und PV-Parkplatzüberdachungen mit einer Gesamtleistung von 391 Megawatt wurden weltweit errichtet.

Die führende Marktposition von Belectric mit 2.000 Mitarbeitern in 15 Ländern ist im Besonderen auf die Vollintegration und die hauseigene Projektentwicklung zurückzuführen. Die Umsetzung erfolgt größtenteils mit eigenen Mitarbeitern und einem effizienten Maschinenpark. Mit der Eigenproduktion von Systemkomponenten, wie Untergestelle oder Kabelsysteme, lassen sich die Kosten pro erzeugter kWh langfristig senken.

Das europaweit größte Dünnschicht-Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von fast 70 Megawatt wurde von dem internationalen Unternehmen im brandenburgischen Alt Daber umgesetzt.

Im kommenden Jahr möchte Belectric den Solarstrom mehr vorantreiben. Mit dem Eintritt in weitere internationale Märkte ist das Unternehmen in allen weltweiten Wachstumsregionen vertreten. Bernhard Beck, Geschäftsführer BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, stellt parallel dazu den entscheidenden Stellenwert des deutschen Markts in den Focus: “Wir sind überzeugt, dass sich mit neuen Technologien wie der integrierten Netzstabilisierung des 2.0 MegaWattBlocks und Energiespeicherlösungen die Energiewende kostengünstiger und effektiver gestalten lässt, sowie ein Teil des Netzausbaus obsolet wird. Deutschland und seine Unternehmen müssen hier Vorreiter für die weltweite Transformation der Energieerzeugung sein.”

Den vollständigen Pressebericht finden Sie unter IWR Pressedienst

Smart Meter werden grün

Montag, Dezember 5th, 2011

Neuer Energieanbieter jeda energie verbindet Ökostrom mit echtem Smart Metering.

Heute geht die Webseite der jeda energie GmbH online. Das Unternehmen mit Sitz in Dresden bietet seit diesem Herbst Strom aus 100% erneuerbaren Energien an. Von konventionellen Ökostromanbietern unterscheidet sich jeda energie vor allem durch seinen intelligenten Ökostromzähler. „Unsere Stromzähler wurden für den Einsatz mit Ökostrom entwickelt“ erklärt Jens Wagner, Gründer von jeda energie, mit einem Augenzwinkern. Damit ist jeda energie der einzige Anbieter deutschlandweit, der die Vorteile eines intelligenten Stromzählers mit denen von Ökostrom kombiniert.

Intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, sind elektronische Messgeräte, die den Stromverbrauch sekundengenau erfassen, speichern und weiter kommunizieren können. „Wir gehen den Ökostromgedanken einen Schritt weiter und vollziehen die Energiewende auch technisch“, beschreibt David Saige, der zweite Gründer von jeda energie, das neue Angebot. „Der intelligente Ökostromzähler ist ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung. Es wird notwendig sein, die Netzauslastung in Deutschland noch besser zu steuern. Leider müssen heute bereits Windräder vom Netz genommen werden, weil Erzeugung und Verbrauch nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind. Der Einsatz von intelligenten Ökostromzählern wird somit langfristig dazu beitragen, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzubringen. “

Quelle: www.jeda-energie.de

Klimakonferenz in Durban – Klimaschützer hoffen auf ein Wunder

Mittwoch, November 30th, 2011

Seit vergangenem Montag bis zum 9. Dezember findet der 17. Weltklimagipfel in Durban, Südafrika, statt. 194 Staaten verhandeln erneut über Möglichkeiten die Klimaerwärmung einzudämmen. Christina Figueres, Chefin des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC), beschreibt den Grund des Treffens mit „nichts Geringeres als die größte energietechnische, industrielle und verhaltensrelevante Revolution der Menschheitsgeschichte“.

Ein umfassendes, rechtlich verbindliches Abkommen soll das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ablösen. Dies ist nach dem Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen 2010 und dem darauffolgend nur mäßigen Fortschritt in Cancún allerdings schwer zu glauben. Vielmehr werden Beschlüsse zu Klimafonds oder Waldschutz erwartet.

Leider ist ausgerechnet von den energieintensiven Staaten USA und China bisher kaum eine Bereitschaft zu erkennen, sich in absehbarer Zeit auf international verbindliche Abkommen einzulassen. China setzt sich vielmehr dafür ein, gemeinsam mit Entwicklungs- und Schwellenländern, den Industrienationen die Hauptverantwortung für den Kampf gegen den Klimawandel zu übertragen. Die Länder Japan, Russland und Kanada fordern eine Beteiligung Chinas und der USA und meldeten bereits Widerstand an. Im Falle einer weiteren Blockade durch die USA verlangt beispielsweise die Umweltorganisation Greenpeace einen neuen Klimavertrag.

Die weltweit tätige Organisation erwartet jedoch eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Alle Staaten müssten sich dazu verpflichten bis zum Jahr 2015 innerhalb eines neuen Vertrags ihren CO2-Ausstoß zu verringern.

Industrienationen als Vorbild

Klaus Töpfer, Ex-Umweltminister, der bis 2006 das Umweltprogramm der Vereinten Nationen leitete, forderte: “Wir müssen belegen, dass es geht, ohne mehr fossile Energien und ohne Kernenergie wirtschaftliche Stabilität zu erhalten.” und ruft damit die Industrienationen auf mit gutem Beispiel voranzugehen. Gelinge das hierzulande nicht, sei es auch extrem schwer, die Entwicklungsländer davon zu überzeugen. Deutschland befinde sich mit seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von über 20 Prozent bereits auf dem richtigen Weg.

BDI-Präsident fordert Entgegenkommen von China

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, spricht über CO2-Strafmaßnahmen auf Produkte aus Ländern, die beim Klimaschutz nicht mitziehen: „Diese Maßnahmen würden Vergeltungsmaßnahmen provozieren zum Schaden der europäischen und insbesondere der exportstarken deutschen Industrie“. Insbesondere von China forderte er verpflichtende Zugeständnisse zur Minderung der Treibhausgase. „Kyotos alte Zweiteilung der Welt in Industrie- und Entwicklungsländer funktioniert nicht mehr“, so Keitel weiter. In der Klimarahmenkonvention heiße es ausdrücklich, dass die Vertragsparteien das Klima „entsprechend ihren jeweiligen Fähigkeiten“ schützen sollen.

Angesichts der zahlreichen Widerstände und unterschiedlichen Interessen kommt immer wieder die Forderung nach einer Koalition der Willigen auf: Ein kleiner Kreis von Staaten, die sich für den Klimaschutz engagieren wollten, könnte allein vorangehen – in der Hoffnung darauf, dass dadurch eine Sogwirkung auf die Unentschlossenen entstehe. Von Achim Steiner, Chef des Uno-Umweltprogramms Unep, äußert jedoch Bedenken: “Wir brauchen das globale Instrument der Klimarahmenkonvention, um Klimapolitik mittel- bis langfristig auch weltweit umsetzen zu können”.

Steiner befürchtet wenn sich die Staatengemeinschaft nicht auf einen gemeinsamen Ansatz in der Energiepolitik oder der Landwirtschaft verständige, drohe „ein Wettbewerbskampf, der die Klimapolitik nur zurückhalten wird“. Des Weiteren hätte ein Kontinent wie Afrika das Nachsehen, „wenn jeder nur noch für sich selbst agiert“.

Quelle: Spiegel online, Greenpeace

Energieeffiziente Gemeindeprojekte ausgezeichnet

Dienstag, November 29th, 2011

Die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hat letzte Woche vier vorbildliche kommunale Energiesparprojekte ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs “Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2011″, den die dena mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Technologie (BMWi) und in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) durchgeführt hat, gingen drei erste und ein Anerkennungspreis an Projekte aus Duisburg, Rastatt, Rastede und Worms. Von den Gemeinden wurden vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen gezeigt. Von Informations- und Motivationsaktivitäten, Energiemanagement, energetische Gebäudesanierung bis hin zur Integration von Energieeffizienz in das Schulleben reichten die dabei angewandten Maßnahmen, die sich auch in anderen Städten und Gemeinden sehr gut umsetzen lassen. In Berlin wurde wurden Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro verteilt.

Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung zum Wettbewerb: “Mit Projekten zum Energiesparen können Kommunen ihre Haushalte langfristig entlasten und damit ihren Handlungsspielraum erhöhen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele in Deutschland”.

Die Stadtwerke Duisburg AG erhielt die Auszeichnung für ihr Energiesparprogramm “e²”. Mit dem Projekt wird ein breites Spektrum an Informations- und Motivationsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Privatpersonen und Unternehmen abgedeckt. Einführende Informationen im Internet, Aktionstage, persönliche Beratung und das Aufzeigen individueller Energieeinsparpotenziale gehört alles mit dazu. Zudem wird die Umsetzung konkreter Energieeffizienzmaßnahmen durch Förderungen oder Darlehen unterstützt.

Für das bereits über zehn Jahre erfolgreiche “Fifty-Fifty-Energiesparprojekt” wurde die Stadt Rastatt ausgezeichnet. Das Projekt wird gemeinsam mit den Rastatter Schulen durchführt. Durch Verankerung des Themas im Schulunterricht und einer Bildung von Arbeitsgruppen aus Lehrern, Schulbediensteten und Schülern wurden konkrete Energiesparmaßnahmen umgesetzt und Energieeffizienz fester Bestandteil des Schullebens. Über die eine Hälfte der eingesparten Energiekosten können die Schulen frei verfügen, die andere Hälfte wird von der Stadt für Investitionen in energiesparende Maßnahmen an den Schulen verwendet. Allein in den Jahren von 2002 bis 2009 konnten die teilnehmenden Schulen zusammen über 750.000 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen.

Mit der Generalsanierung einer großen Sporthalle aus dem Jahr 1978 konnte der Gebäudebewirtschaftungsbetrieb der Stadtverwaltung Worms die Jury überzeugen. Es wurde eine umfangreiche energetische Sanierung der Gebäudehülle vorgenommen, sowie die Gebäudetechnik energetisch optimiert erneuert, wodurch das Gebäude einen Energieeffizienzstandard erreicht, der die gesetzlichen Vorgaben für Neubauten um über 40 Prozent unterschreitet.

Der Anerkennungspreis ging an die Gemeinde Rastede für ihr gutes, kommunales Energiemanagement. 2009 wurde von der Gemeinde ein Energiekonzept und ein darauf aufbauendes Maßnahmenhandbuch erstellt, das alle kommunalen Einrichtungen betrachtet. Aufbauend auf den Energieverbräuchen der Liegenschaften entwickelten die Rasteder einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Einsparzielen für die nächsten fünf Jahre. Auch kleinere Kommunen können in Verbindung mit einem strategischen Energiemanagement die Grundlagen für eine nachhaltige Senkung von Energieverbrauch und Energiekosten schaffen.

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB, bemerkte: “Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen, wie die öffentliche Hand ihre Vorbildrolle bei der Steigerung der Energieeffizienz wahrnehmen kann. Andere kommunale Einrichtungen können sich an den Preisträgern ein Beispiel nehmen, denn alle vier Projekte lassen sich gut übertragen.”

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten finden Sie unter www.energieeffizienz-online.info

Heizungspumpenaktion im Landkreis gestartet

Freitag, November 25th, 2011

Die Heizungspumpen-Austauschaktion, die seit 1. Oktober im Landkreis Starnberg stattfindet, vermeldet einen erfolgreichen Start. Innerhalb der Sonderaktion, die von 1. Oktober 2011 bis 31. März  2012 dauert, sollen alte Heizungspumpen von den teilnehmenden örtlichen Handwerkern zu einem Sonderpreis durch moderne Hocheffizienzpumpen ersetzt werden. Alte ungeregelte Pumpen sind die Energiefresser Nummer Eins in privaten Haushalten und ein Ausstausch spart nicht nur Strom und damit Geld, sondern schont zusätzlich unsere Umwelt.

Die Aktion findet derzeit in den Gemeinden Seefeld, Gilching, Weßling, Herrsching, Wörthsee, Feldafing und Pöcking statt, weitere Gemeinden haben ihr Interesse bekundet und werden in Kürze ebenfalls an der Aktion teilnehmen.

Die aktuelle Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier!

Weitere Informationen zur Heizungspumpen-Austauschaktion sowie eine vollständige Liste der teilnehmenden Installateure finden Sie unter Aktionen & Kampagnen.

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. – Daniela Köhler

Foto: H. Schwarz, Landratsamt Starnberg

Baltic 2: Baubeginn des Umspannwerks – Ausbau der Offshore-Windanlagen sinnvoll?

Donnerstag, November 24th, 2011

Am Dienstag wurde bekanntgegeben, dass der Energiekonzern EnBW mit den Bauarbeiten für Umspannstation und Fundament des Offshore-Windpark Baltic 2 beginnt. Die Umspannstation gilt als Herzstück des Windparks, wo später der Strom von 80 Windkraftanlagen zusammenfließen, von 33 auf 150 Kilovolt hoch transformiert und über Seekabel an Land transportiert werden soll. Für den Bau der Umspannstation wurden die Firmen Alstrom Grid GmbH und WeserWind GmbH beauftragt.

„Der Baubeginn der Umspannstation zeigt, dass wir konsequent die Windkraft und damit die erneuerbaren Energien in Deutschland ausbauen. Nachdem wir im Mai unseren ersten Offshore-Windpark EnBW Baltic 1 in Betrieb genommen haben, starten wir jetzt mit unserem zweiten und deutlich größeren Windpark in der Ostsee. Der Bau der Umspannstation für EnBW Baltic 2 ist erst der Anfang: es folgen 80 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 288 Megawatt.“, so Hans-Peter Villis, EnBW-Vorstandsvorsitzender.

Ende 2012 soll der Bau des Windparks abgeschlossen und bereits ab dem Jahr 2013 am Netz sein. Der Offshore-Windpark wird jährlich eine Leistung von  1,2 Mrd kWh erzeugen und kann damit 340.000 Haushalte mit Strom versorgen. Baltic 2 ist das zweite von insgesamt vier geplanten Offshore-Windparks der EnBW. Insgesamt plant der Konzern Windkraftanlagen mit insgesamt 1200 MW in Ost- und Nordsee zu errichten.

Matthias Willenbacher, Gründer von JUWI und Greentech Manager des Jahres 2009, sieht den Ausbau der Offshore-Energie kritisch: „Denn bei einem konsequent dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien und insbesondere der Windkraft, könnten wir auf den teuren Bau von Stromtrassen im Meer und auf Überlandleitungen verzichten. Schon heute zahlt der Verbraucher durch die Offshore-Windparks deutlich drauf. Nach der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird der Strom aus Offshore-Anlagen, die im nächsten Jahr in Betrieb gehen, in den ersten zwölf Jahren mit satten 15 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Anfangsvergütung bei Windkraft an Land beträgt 2012 dagegen rund neun Cent und wird nur die ersten fünf Jahre ausbezahlt.

Jeder neue Windpark auf See wird die Kosten der Energiewende in die Höhe treiben! Bei einem dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien werden zudem die Menschen vor Ort ins Boot geholt; durch Beteiligungsmöglichkeiten, Pachteinnahmen für Gemeinden oder Arbeitsplätze vor Ort. Bleibt zu hoffen, dass das auch bei der Politik ankommt!“

Quelle: EnBW, klimaretter.info