Kategorie: Nachrichten & Aktuelles

Nur jeder Dritte kennt die genaue Höhe seiner Stromkosten

Freitag, Januar 27th, 2012

Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energieagentur GmbH (dena) hat eine Umfrage zum Thema Energieeffizienz gemacht. Darin fanden sie heraus, dass nur jeder dritte Deutsche die genauen Ausgaben für Strom kennt. 33 Prozent hatten eine ungefähre Vorstellung, 32 Prozent gar keine Vorstellung in welcher Höhe sich ihre jährlichen Stromkosten bewegen.

Über 2.000 Privathaushalte wurden vom Meinungsforschungsunternehmen Forsa im Oktober 2011 telefonisch befragt. “Es lohnt sich für jeden Haushalt, bei den Stromkosten genau hinzusehen”, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. “Strom ist ein kostbares Gut. Das wird in Zukunft noch mehr gelten als bisher. Wer Strom spart, sichert sich gegen den Anstieg der Stromkosten ab und leistet einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss gar nicht erst hergestellt werden.”

Die EnergieEffizienz stellt den Verbrauchern auf der eigenen Homepage www.stromeffizienz.de umfassende Informationen über Stromeffizienz, -verbrauch und –kosten bereit. Neben Informationsbroschüren und Online-Rechner werden auch Hilfen zur Auswahl für stromsparende Elektrogeräte angeboten. Mit dem kostenlosen Online-Stromsparcheck lässt sich beispielsweise der eigene Haushalt in rund fünfzehn Minuten auf Einsparpotenziale hin untersuchen. Mit den Stromkostenchecks kann der Verbraucher ausrechnen, wie viel Geld er durch den Kauf eines energieeffizienten Fernsehgeräts oder Kühlschranks sparen kann. Ein Blick in die TopGeräte-Datenbank hilft dabei, die energieeffizientesten Modelle zu finden, die derzeit am Markt erhältlich sind.

Quelle: dena

Kommunalen Nutzen der Energiewende errechnen

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze in Kommunen, erhöhen die Steuereinnahmen des Bundesstaats und schützen das Klima. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat einen Wertschöpfungsrechner entwickelt, der genau diese positiven Wirtschaftseffekte regenerativer Energien ermittelt.

„Für die Energiewende in Deutschland kommt den Bürgerinnen und Bürgern eine entscheidende Rolle zu. Engagement und Akzeptanz für den Umbau der Energieversorgung wachsen, wenn sie erkennen, welchen Nutzen die Erneuerbaren Energien vor Ort schaffen. Dafür kann der Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien eine wichtige Hilfe sein“, so die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die den Online-Rechner auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt hat.

Der Online-Rechner berücksichtigt für seine Kalkulationen der Wertschöpfung vor Ort die Unternehmensgewinne ebenso wie Einkommen durch Beschäftigung und Steuern an die Kommunen. Nutzer des Rechners können sich für ihre Kommune und Region auch den Anteil Erneuerbarer Energien an der Versorgung ausrechnen lassen. Darüber hinaus kalkuliert der Online-Rechner Klimaschutz- und Jobeffekte, die in den Dörfern und Städten mit dem Umbau der Energieversorgung einhergehen.
In der Wertschöpfungskette wird zwischen Planung und Installation, Betrieb und Wartung sowie der Betreibergesellschaft unterschieden. Über diese Punkte können 24 verschiedene Technologien aus den Bereichen Strom, Wärme, Kraft- und Brennstoffe gewählt und daraus eine Orientierungssumme errechnet werden.

Neben dem ökonomischen Nutzen für die Kommunen und Regionen zeigt der Wertschöpfungsrechner auch die positiven ökologischen Effekte, die mit der Energiewende einhergehen können: „Klimaschutz und der Zugewinn an Wirtschaftskraft durch den Ausbau Erneuerbarer Energien gehen Hand in Hand“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Mit dem Wertschöpfungsrechner bekämen Bürger, Projektierer und Entscheider in den Kommunen zur rechten Zeit ein überzeugendes Instrument für ihre Planungen an die Hand. Herr Vohrer: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird in Deutschland vor allem von bürgerschaftlichen Initiativen in den Kommunen getragen. Solche Initiativen sind die wahren Stützen der Energiewende.“

Der Rechner basiert auf einer vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) entwickelten Methodik. Gefördert wurde die Studie von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe vom Bundeslandwirtschaftsministerium.

Hier kommen Sie direkt zum Wertschöpfungsrechner!

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Energiewende in den Alpen

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht für das Jahr 2012 die Energiepolitik als große Herausforderung. “Die Alpen sind sehr stark vom Klimawandel betroffen, und gleichzeitig kommen neue Trends und Interessenlagen auf die Alpen zu“, so der DAV-Präsident Josef Klenner. “Ein besonders wichtiger Punkt ist hier die Energiepolitik. Wie bewältigen wir den schmalen Grat zwischen gelingender Energiewende einerseits und dem Schutz unerschlossener Gebiete andererseits?”

Auf der Hauptversammlung 2011 wurde ein „Grundsatzpapier des DAV zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung und zum Schutz des Alpenraumes” verabschiedet. Ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien soll damit vom DAV unterstützt werden. Es ist eine Gesamtkonzeption zur Energieversorgung in den Alpen notwendig – eine Art “Masterplan”, der in die Landesplanung und in die regionale Raumordnung sowie in den europäischen Kontext integriert ist. Wichtigste Punkte eines solchen Masterplans müssen das Energiesparen und eine höhere Energieeffizienz in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen sein. Darüber hinaus wird es nötig sein, neue regenerative Energiequellen zu erschließen. Dies muss mit Bedacht geschehen, Pauschallösungen gibt es nicht. In den Alpen sind beispielsweise viele neue Wasserkraftwerke geplant – beispielsweise Pumpspeicher im Kühtai oder im Kaunertal. Einerseits ist Energie aus Wasserkraft wünschenswert, und Pumpspeicher sind die derzeit effektivste Möglichkeit, um in großem Maßstab Stromenergie zu speichern. Andererseits geht der Neubau von Wasserkraftwerken mit einem enormen Landschaftsverbrauch (vor allem bei Speicherseen) und Eingriffen in die Gewässerökologie einher. Ähnliches gilt für die Windkraft. Denn eines muss man sich vor Augen führen: Hinter dem abstrakten Begriff “Landschaftsverbrauch” stehen oft einzigartige Naturräume, die dann für immer verloren sind.

Folgende Punkte zählen zur neuen Energiepolitik des DAV:

  • Ein Masterplan zur Energieversorgung ist notwendig.
  • Transparente und offene Planungsprozesse sind notwendig.
  • Die Energieversorgung sollte aus regenerativen, möglichst regionalen Energiequellen gewährleistet sein.
  • Energieeffizienz und Energiesparen müssen an erster Stelle stehen.
  • Die einzigartige Naturlandschaft in den Alpen muss gesichert werden. Beim weiteren Ausbau muss der Vorrang auf bereits infrastrukturell vorgeprägten Bereichen liegen.

Quelle: Deutscher Alpenverein

Wie aus Windstrom Gas wird

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Die Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy bietet als erster Energieversorger seinen Gaskunden eine Belieferung von Erdgas, gemischt mit Wasserstoff, der aus Windstrom erzeugt wurde.

Die Idee ist einfach. Windstrom wird zu Windgas und damit speicherbar. Konkret wird aus Ökostrom – vor allem Windstrom – durch Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff gewonnen. Dieser Wasserstoff kann schon jetzt als kostbarer Energieträger ins reguläre Gasnetz eingespeist werden. Dort lässt sich das Gas wie gewohnt speichern, transportieren und nutzen.

„Windgas ist ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland“, sagt Greenpeace-Energy-Vorstand Steffen Welzmiller. Ohne geeignete Speichertechnologien kann Deutschland sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen. Schließlich schwankt die Stromproduktion von Solar- und Windkraftwerken je nach Wetter. Mit der Nutzung von Windgas geht, auch wenn die Netzkapazitäten bereits gedeckt sind, der regenerative Windstrom nicht verloren.

Durch Windgas kann Ökostrom gespeichert und später jederzeit als Energie genutzt werden: Ob im Wärmemarkt als Gas oder zurückverwandelt in Strom. Damit liefern wir den Beweis, dass die Erneuerbaren tatsächlich in der Lage sind, unsere Energieversorgung zu sichern – auch in Zeiten der Windflaute oder fehlenden Sonnenscheins.

Ist erst mal Wasserstoff gewonnen, so kann in einem weiteren Schritt aus dem Wasserstoff Methan hergestellt werden. Perspektivisch können Wasserstoff und Methan das fossile Erdgas zu 100 % ersetzen. Da es in der Praxis vor allem Windstrom sein wird, mit dem erneuerbarer Wasserstoff und Methan erzeugt werden, hat Greenpeace Energy für diese mit Ökostrom hergestellten Gase den Begriff „Windgas“ geprägt.

Das Windgas kann bis zu fünf Prozent zum Erdgas beigemischt werden. Dieses Gemisch lässt sich wie gewohnt zum Heizen, als Treibstoff und zur Stromerzeugung in Gaskraftwerken verwendet werden.
Seit Oktober 2011 bietet Greenpeace Energy den Tarif proWindgas an. Dabei zahlen die Kunden pro Kilowattstunde Erdgas einen Aufschlag von 0,4 Cent, der in den Ausbau der Windgas-Technologie fließt.

Quelle: Greenpeace Energy

Innovationspreis für Synthesegasverfahren

Freitag, Januar 20th, 2012

Ein neues Verfahren, das mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas herstellen kann zeichneten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt aus. Das von der Projektgesellschaft der Werke GmbH aus Goslar entwickelte Verfahren wandelt in einem Gegenstromvergaser verschiedenste Kohlenstoffträger unter Beigabe von Kalk bei hohen Temperaturen zu Synthesegas um. Kalk dient dabei sowohl als Trägerstoff als auch als schadstoffbindendes Material, wodurch bei dem Verfahren prozessbedingt keine organischen Schadstoffe, wie beispielsweise Dioxine und Furane, entstehen können und die sonst aufwendige Rauchgasreinigung erfordern.

Das Engagement von Wirtschaft und Forschung für Klima- und Umweltschutz wurde seit 2009 zum dritten Mal gewürdigt. Der Preisträger erhielt vom Bundeswirtschaftsministerium eine Fördersumme von 4,5 Millionen Euro in der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“. Die unter dem Namen Ecoloop entwickelten Anlagen können in Zukunft unterschiedlichste industrielle Prozesse ergänzen und den Verbrauch fossiler Ressourcen sowie den CO2-Ausstoß reduzieren. Von der Projektgesellschaft wird derzeit eine Pilotanlage mit einer Nennleistung von 32 Megawatt in einer harzer Gemeinde am Brocken errichtet, wo das hochreine Synthesegas als wertvoller Energieträger effizient eingesetzt werden kann. Die Ecoloop-Technologie sieht vor, energieintensiven Industrieprozessen, den neuartigen Gegenstromvergaser mit zirkulierendem Reaktionswanderbett vorzuschalten.

Quelle: BINE

FORSA-Umfrage: Investitionsbereitschaft der Bürger für Erneuerbare Energien steigt

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Auch fast ein Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, mehr Geld für den Umbau des Energiesystems auszugeben, sehr hoch.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FORSA im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU).  61 Prozent der Befragten sind demnach bereit, höhere Preise für Strom zu bezahlen, wenn damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangebracht werden kann.

Hier zeigen sich sich zwar einkommensabhängige Unterschiede – je höher das Nettoeinkommen, desto größer ist auch die Bereitschaft, höhere Stromrechnungen zu akzeptieren -, der VKU sieht jedoch in dem Ergebnis alles in allem die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

“Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben und erfordert deshalb die Unterstützung aller gesellschaftlichen Kräfte. Ohne den Willen der Bevölkerung, den Umbau auch finanziell mitzutragen, wäre dieses wichtige Projekt zum Scheitern verurteilt”, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck in einer Presseerklärung vom 4. Januar dieses Jahres.

Lesen Sie die kompeltte Pressemitteilung der VKU hier

Quelle: VKU, www.vku.de

Drastische Absenkung der Solarstromvergütung 2012

Mittwoch, Januar 11th, 2012

Der hohe Zubau von Solaranlagen zum Jahreswechsel wird zu einer weiteren deutlichen Vergütungsabsenkung um rund 30 Prozent führen. Unter Schwarz-Gelb wird die Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren annähernd halbiert.

Statt 6,5 Gigawatt, wie von den Übertragungsnetzbetreibern noch im Oktober angenommen, betrug der Zubau 2011 vermutlich 7,5 Gigawatt. Die Solarvergütungen werden damit bereits zum ersten Juli um weitere 15 % abgesenkt werden. Das ist das Resultat der im Sommer vergangenen Jahres verabschiedeten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Das ist dann bereits die zweite Absenkung in Höhe von 15% innerhalb von sechs Monaten, bzw. insgesamt 27,75%. (Die erste Reduzierung von 15 % der Solarförderung fand bereits am 01. Januar 2012 statt). Somit reduziert sich die Förderung im Jahr 2012 insgesamt doppelt so stark wie 2011.

Mit Vergütungszahlungen zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent pro Kilowattstunde erreicht die Förderhöhe für neue Solarstromanlagen in allen Klassen damit das Preisniveau privater Stromtarife in Deutschland. Zum 1. Juli werden sie voraussichtlich auf 15,25 Cent bis 20,77 Cent sinken. Gleichzeitig haben sich die gesellschaftlichen Kosten für den weiteren Solarstrom-Ausbau deutlich reduziert. „Die gesetzliche Kostenbremse greift. Neu installierte Photovoltaik-Anlagen haben künftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage für Erneuerbare Energien.“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Durch das starke Wachstum der Photovoltaik steigt ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Branchenverband erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Solarstrom wird dadurch zu einem wesentlichen Motor der Energiewende, die durch den Wegfall der Atomkraft beschleunigt werden muss. Der starke Zubau 2011 war ohne umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur möglich, da Solarstrom verbrauchernah erzeugt wird.

Eine Überlagerung verschiedener Effekte hat dazu beigetragen, dass die starke Reduzierung der Förderung 2011 nicht sogar bereits zu einem Rückgang der Nachfrage führte: Deutlich gesunkene Preise für Solarmodule und schlüsselfertige Solarstromanlagen, milde Witterungsverhältnisse im Dezember, die im Herbst angekündigte Absenkung der Förderung zum Jahreswechsel in Höhe von 15 Prozent sowie die von Teilen der Politik geschürte Angst vor einer Kappung der Solarförderung. Darüber hinaus hat möglicherweise die durch die Eurokrise begünstigte Flucht in Sachwerte auch den Ausbau der Solarenergie beeinflusst.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft, Hans-Josef Fell MdB 2012 (Sprecher für Energie der Bundesfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

Foto: Brainding

Radiobeitrag über Energiegenossenschaft Fünfseenland eG

Mittwoch, Januar 4th, 2012

Kürzlich wurde über die Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG (EGF) ein Hörfunkbeitrag produziert. Mit diesem wird über den erfolgreichen Start der Genossenschaft berichtet und die Öffentlichkeit auf die Möglichkeit der Beteiligung an Bürger-Energieanlagen durch den Erwerb von Anteilen an der Genossenschaft und zusätzlich die Investition in Projekte der Erneuerbaren Energien aufmerksam gemacht. Radiobeitrag wurde an alle bayerischen Privatradiostationen verteilt und wird seit Anfang Januar von den Sendern ausgestrahlt.

So wird zum Beispiel über den raschen Mitgliederzuwachs bereits wenige Monaten nach der Gründung berichtet, der inzwischen über 200 Genossenschafter umfasst, und Gerd Mulert, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Fünfseenland e.G., beschreibt den positiven Start mit „erstaunlicherweise wenig Schwierigkeiten“.

Die Energiegenossenschaft Fünfseenland eG wurde gemeinsam mit der Genossenschaftsbank „VR Bank Starnberg Landsberg Herrsching“ auf den Weg gebracht. Auch Landrat Karl Roth, Mitglied im Aufsichtsrat, ist seit den Anfängen mit dabei und nimmt in dem Radio-Trailer Stellung zu dem Projekt, das die Energiewende im Landkreis Starnberg beflügeln soll.

Es werden außerdem die aktuellen und geplanten Energie-Projekte sowie die Flächennutzungspläne für Windkraftanlagen und der Bau von Elektrotankstellen thematisiert.

Den vollständigen Radiobeitrag können Sie hier anhören!

Energiewende 2011: Ausbau Erneuerbarer, Abbau Atomkraft

Dienstag, Januar 3rd, 2012

Ausbau Erneuerbare

Im vergangenen Jahr 2011 verzeichneten die Erneuerbaren Energien als Beitrag zur Energieversorgung im Vergleich zu den Vorjahren in Deutschland einen kräftigen Zuwachs. Laut vorläufigen Schätzungen der AG Energiebilanzen e.V. (AGEE Stat) vom Dezember nahm die Stromerzeugung aus regenerativen Energien mit 122 Milliarden kWh am Endenergieverbrauch etwa um 17% zu. Seit 2000 hat sich der Anteil damit mehr als verdreifacht.

Die größte Steigerung verzeichnet mit 205% gegenüber 2010 die Erzeugung aus Offshore-Windenergie, gefolgt von der Photovoltaik mit einem Plus von 67%. Der PV-Strom überholte im Jahr 2011 sogar erstmals die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen. Grund dafür ist nicht zuletzt das regenarme Jahr.

Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Bundesregierung weiterhin auf einem guten Weg ist, ihre anspruchsvollen Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um erste Abschätzungen. Weitere detaillierte Zahlen werden von der AGEE Stat im Februar veröffentlicht.

Abbau Atomkraft

Weltweit nahm nach dem Vorfall im März in Japan der Bau neuer Atomkraftwerke ab. Sieben Jahre in Folge wurden immer mehr Baustellen errichtet, mit dem Jahr 2011 stoppte den Trend. Von den sechzehn geplanten AKW-Bauten wurden letztendlich nur zwei tatsächlich verwirklicht, dreizehn wurden hingegen still gelegt.

China und Indien, die in den letzten zehn Jahren mit Abstand größten Atomkraftbauer, nehmen ebenfalls an der Entwicklung teil. 2010 startete China noch mit zehn Baustellen, im Folgejahr wurde der Bau von keinem einzigen Reaktor begonnen. Der Bau von Solar- und Windkraftwerke hingegen steigt mit immer neuen Installationsrekorden stark an.

Quellen: AG Energiebilanzen e. V., Franz Alt

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung an das Klima denken!

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Beim weihnachtlichen Lichterzauber wird noch viel zu viel veraltete Technik eingesetzt. Das haben neueste Beobachtungen des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) herausgefunden. Meist wird noch das Prinzip der Glühlampe verwendet, was eine enorme Menge an Strom frisst und damit Umwelt und Geldbeutel der Anwender belastet. Hier sollte – so der LNV-Energiereferent Dr. Joachim Nitsch – schleunigst auf die neue LED-Technik umgerüstet werden.

Auch in den Kommunen würden immer noch die alten Lichtsysteme vom letzten Jahrhundert verwendet werden, bei denen Glühbirnen zum Einsatz kommen. Im Innenbereich basieren die meisten Lichterketten noch auf alte Glühfadentechnik, wo die meiste Energie in Form von Wärme verpufft. Mit LED-Technik ließe sich genau das verhindern, so Dr. Nitsch. Bezogen auf den einzelnen Leuchtkörper mögen die Ersparnisse zwar gering erscheinen, zählt man die einzelnen Lichter jedoch zusammen und betrachtet die lange Brenndauer, dann handelt es sich durchaus um spürbare Kilowattbeträge.

Eine Investition in neue stromsparende Produkte rechnet sich laut LNV so schon nach wenigen Jahren. Dr. Nitsch empfiehlt außerdem, alle größeren Weihnachtsbeleuchtungen mit einer Zeitschaltuhr zu versehen – denn zu später Nachtzeit habe kaum jemand was davon. Und in manchen Fällen sollten sich einige „Lämplefans“ auch die Frage stellen, ob sie den Nachbarn unbedingt mit seinem Lichtzauber übertrumpfen müssen, denn auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Quelle: Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V.