Kategorie: Natur- und Tierschutz

END OF MEAT auf dem fsff am 1. und 2. August

Mittwoch, Juli 26th, 2017

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte und liebe FilmfreundInnen,

am 1. und 2. August wird auf dem 11. internationalen fünf seen filmfestival der Film THE END OF MEAT gezeigt. Er läuft am 01.08. um 19:00 Uhr in Gauting und am 02.08. um 19:00 Uhr in Seefeld. Es ist sinnvoll sich Karten zu reservieren.

Der Energiewendeverein unterstützt diesen Film des Regisseurs Marc Pierschel, der in der Sektion Publikumspreis antritt.

Wir freuen uns auf Ihren zahlreichen Besuch.

Weitere Informationen finden Sie hier

Worum geht es bei dem Film?

Wie könnte eine Gesellschaft ohne Fleischverzehr und die damit einhergehende Ausbeutung von Tieren aussehen?

Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten legen ihre Ideen und Vorschläge dazu dar.

Doch bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann, muss man sich fragen, was mit den vielen Millionen Nutztieren geschehen soll, die auf der Welt leben? Sollen sie von den Menschen getrennt werden oder mit ihnen gemeinsam leben? Woher sollen wir wissen, was die Tiere wollen, die ja bekanntlich nicht sprechen können? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

 

Ihr Vorstand des Vereins Energiewende Starnberg

Kohlausstieg München Nord: „Größter anzunehmender Unsinn“ oder „Ökologisch-ethische Notwendigkeit jetzt“?

Montag, Februar 1st, 2016

 

Rund um die Stadt München und Ihre Tochtergesellschaft Stadtwerke München GmbH (SWM) wird heftig diskutiert. Das Thema: Ob und wann man aus der Steinkohleverbrennung im Heizkraftwerk München Nord, Block 2 aussteigen solle.

Die Debatte bekommt vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Klimakonferenz Paris COP21 neue Brisanz. Die Argumente für den Ausstieg häufen sich: Das ökonomische Gutachten der SWM sei aufgrund geänderter Rahmenbedingungen (Kohlepreis, CO2-Emissionsrechte-Preis, KWK-Gesetz) nicht mehr haltbar. Der Kreistag München Land hat einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Stadt  München möglichst schnell die Kohleverbrennung in Nord2 beenden solle. Gleichwohl befürwortet die neue Umwelt-Referentin der Landeshauptstadt München den schnellen Ausstieg aus der Kohleverfeuerung. Und auch die Münchner Bürgerinnen und Bürger sind aktiv geworden: Während das Münchner Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle“ Unterschriften in der gemeinsamen Sache sammelt, hat sich im Münchner Norden eine Bürgerinitiative aller Parteien und Umweltverbände mit dem Ziel „Ausstieg aus der Kohle“ gebildet.

Passend zum Thema wird von der Umwelt-Akademie München eine öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Mutbürger für Energiewende!“ ins Leben gerufen.

Es diskutieren:

  • Florian Post, MdB, SPD-Bundestagsfraktion
  • Axel Berg, ehem. MdB, SPD
  • Dominik Krause, Stadtrat, Bündnis 90/ Die Grünen
  • Thomas Prudlo, ÖDP

Wann:

Dienstag, 2. Februar 2016, 19:00 Uhr

Wo:

Saal des Münchner Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München
Achtung: Eingang nur über „Stadt-Café“

Mehr Info unter: Umwelt-Akademie

 

Umweltverbände warnen vor Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft

Mittwoch, Mai 20th, 2015

Mit ihrer jüngst veröffentlichten Studie bestätigt Greenpeace das, was Viele bereits seit langem befürchtet hatten: Der starke Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft schädigt die Gesundheit. Betroffen sind in erster Linie die Landwirte selbst, deren Familien sowie Bewohner ländlicher Räume. Darüber hinaus, so ist in der Studie „Pestizide und unsere Gesundheit – die Sorge wächst“ nachzulesen, ist aber auch der Konsument gefährdet, respektive Kleinkinder und Ungeborene.

Erst vor wenigen Wochen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das in der weltweiten Landwirtschaft massenhaft verwendete Pflanzenschutzmittel Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Umso erschreckender sind die Zahlen einer Studie vom BUND und seinem europäischen Dachverband FOE aus dem Jahr 2013, nach denen bereits bei 70 Prozent aller Probanten in Deutschland über Urintests Glyphosat im Körper festgestellt werden konnte.

Neben Krebs können Pestizide die menschliche Gesundheit auch noch auf weitere Weise drastisch schädigen, beispielsweise ist eine fördernde Wirkung für Nervenkrankheiten wie Parkinson oder Alzheimer bereits nachgewiesen. Ebenso können das Immun- sowie das Hormonsystem betroffen sein.

Wer dabei denkt, der Mensch nehme die Giftstoffe allein durch die Nahrung auf, der irrt: Der Körper kann die toxischen Stoffe auch durch die Umwelt, ja sogar durch die Kleidung aufnehmen. Doch es gibt auch noch einen weiteren Grund, weshalb die Einhaltung gesetzlicher Normen beim Einsatz von Pestiziden eine Gefahr für den Menschen niemals ausschließen kann: Wirken mehrere, unterschiedliche Pestizide auf den Körper ein, so können diese sich gegenseitig beeinflussen. Durch diesen Pestizidmix können ebenfalls schwere Krankheiten hervorgerufen werden.

Die gesamte Greenpeace-Studie, weitere Informationen zum Thema Pestizide in der industriellen Landwirtschaft sowie eine Protestmail zum selbst verschicken finden Sie hier! Konkret gegen die Verwendung des giftigen Unkrautkillers Glyphosat machen auch der BUND sowie CAMPACT! mobil und bitten um Mithilfe im Kampf für einen endgültigen, EU-weiten Zulassungsentzug.

 

Bild: fotolia.de
Quelle: sonnenseite.com, greenpeace.de, mdr.de, campact.de, bund.net

WWF-Studie: menschliche Ernährungsgewohnheiten sprengen globalen landwirtschaftlichen Flächenbedarf

Montag, April 13th, 2015

„Wir sind dabei unseren Planeten leer zu fressen“, so die WWF-Referentin für Nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, Tanja Dräger de Teran: Nach einer neuen Studie des WWF werden bis zum Jahr 2050 nur noch 1.166 m2 Ackerland pro Person verfügbar sein – aktuell beansprucht der durchschnittliche deutsche Bundesbürger jedoch noch 1.562 m2 für seine Ernährung. Gleichzeitig, so geht aus den Ergebnissen der WWF hervor, fördern die Menschen durch ihre momentane Ernährungsweise die Umweltzerstörung und den Klimawandel: Mehr als 30 Prozent der importierten Lebens- und Futtermittel stünden demnach in Zusammenhang mit der massiven Zerstörung von Waldflächen, respektive in Südamerika. Ausschlaggebend  sei dabei vor allem der enorme Konsum tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier – der neben den ökologischen Konsequenzen auch in gesundheitlicher Hinsicht kritisch zu bewerten sei, so der WWF.

Eine Gesunde Ernährung innerhalb der Grenzen unseres Planeten sei jedoch durchaus möglich. Hierfür schlägt der WWF eine neue Ernährungspyramide vor, die nicht nur Ressourcen schont, sondern gleichzeitig auch gesündere und abwechslungsreichere Kost vorsieht als bisher. Während der Fleischkonsum auf 350 Gramm pro Woche halbiert wird, beinhaltet der Speiseplan des WWF vor allem mehr Getreideprodukte, Nüsse und Gemüse. Neu hinzukommen Leguminosen, beispielsweise Lupine oder Linsen, die sich derzeit bei den durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten kaum wiederfinden.

Die WWF-Studie „Das große Fressen“ sowie weitere Informationen zu Ernährung und Ressourcenverbrauch finden Sie hier.

 

Quelle: WWF Deutschland
Bild: WWF Deutschland

Neuer Lebensraum für gefährdete Vogelarten durch Windparks

Donnerstag, März 5th, 2015

Windparks können  Lebensraum für gefährdete Vogelarten schaffen

Beliebtes Argument engagierter Windkraftgegner ist die angebliche Gefährdung diverser Vogelarten durch Windparks und Windturbinen. Nun belegen neue Untersuchungen, dass bei sorgfältiger Planung und verantwortungsvoller Umsetzung das genaue Gegenteil der Fall ist. So profitieren Greifvögel von den Ausgleichsflächen, die im Zusammenhang mit dem Bau von Windrädern geschaffen werden. Die entstehenden Brachen nützen unter anderem dem als besonders Windrad-empfindlich geltenden Roten Milan!

Eine Untersuchung zu einem Windpark der WEB Windenergie AG in Pfaffenschlag zeigt, dass 11 Greifvogelarten vom Windpark profitieren. Der Windpark Dürnkrut/Götzendorf wurde 2013 in Betrieb genommen. Bei der obligatorischen UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung9 wurden Ausgleichsflächen vorgeschrieben und entsprechend vom Windparkbetreiber geschaffen. Diese Maßnahmen zeigen jetzt erste Erfolge, was die Auswirkungen auf den Lebensraum diverser Großvögel betrifft. Eine Untersuchung zeigt, dass Weißstorch, Graugänse und nicht weniger als 11 Greifvogelarten profitieren – darunter Kaiseradler, Seeadler, Rotmilan und Schwarzmilan – von den entstandenen Brachen, die in großer Zahl Nagetiere als Grundnahrungsmittel für die gefährdeten Vogelarten zurückbrachte.

Verschwundener Triel kehrt zurück

Auch in Frankreich bestätigt sich, dass Windparks dem Vogelschutz nützen können. Die WEB setzte in der Region Champagne-Ardenne mit knapp 40MW Gesamtkapazität den größten Windpark ihrer Geschichte um. Durch exzessive landwirtschaftliche Nutzung war der Triel dort fast verschwunden. Durch den Windpark und den damit entstehenden Brachflächen erhält der Triel seinen Lebensraum und seine Brutgebiete zurück. Deshalb wurde der Windpark sondern nach dem französischen Wort für Triel „Les Gourlus“ benannt.

Vogelschutzorganisation plant Windpark

Die größte britische Vogelschutzorganisation RSPB (Royal Society for the Protection of Birds) plant bei ihrer Zentrale eine Windkraftanlage zu errichten, als Zeichen dafür, dass die größte Gefährdung ihrer „Klienten“ nicht von Windkraftanlagen, sondern von der CO2-Emision der fossilen Kraftwerke ausgeht. „Wir wollen demonstrieren, dass bei korrekter Planung und dem passenden Ort der Ausbau der Erneuerbaren Energie und eine gesunde und prosperierende Umwelt Hand in Hand gehen!“, so Direktor Paul Forecast von RSPB.

Quelle: WEB Windenergie AG 2015 und Franz Alt, Sonnenseite.com