Kategorie: Staatliche Förderung

Zweite Runde der Sanierungstreffs abgeschlossen

Donnerstag, Juli 7th, 2016

Die zweite Runde der Sanierungstreffs im Landkreis Starnberg ist zu Ende.  Die Sanierungstreffs wurden auch diesmal positiv bewertet: „Die Treffen waren für mich sehr informativ, insbesondere, weil einige Teilnehmer schon über eigene Erfahrungen mit Sanierung berichten konnten“, erzählt ein Teilnehmer aus Gilching.

Im Oktober folgt nun die dritte Runde mit vielfältigen Themen und fachkundigen Experten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Couple of man and woman sitting in front of their home or house in wicker chairs

Zum Abschluss des zweiten Durchgangs wurde in Herrsching ein frisch saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren besichtigt. „Lieber sorgfältig in Etappen sanieren, als ein halbherziger Schnellschuss beim Hauskauf“, so lautet das Resümee. Das Fertighaus war Schritt für Schritt saniert worden und hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. Es zeigt, wie sich viele Maßnahmen über einen langen Zeitraum umsetzen lassen und auf diese Weise anstatt eines mittelmäßigen energetischen Standards schließlich ein sehr hoher Standard erreicht wird.

Bei der Besichtigung des 40 Jahre alten Fertighauses ließen sich die Teilnehmer die ganze Palette der Möglichkeiten vorführen. Die Energie der Sonne wird
zur Warmwassergewinnung, zur Stromerzeugung und letztlich für die
Mobilität mit Pedelec und E-Auto genutzt. Die Teilnehmer ließen sich alle Details
von Material über Technik bis hin zum Verfahren bei den Förderanträgen erläutern. Hausbesitzer Gerd Mulert betonte dabei vor allem den Gewinn an
Wohnqualität durch die aus Kork angebrachte Außenwand-Dämmung und den
Austausch von Fenstern und Haustüren.
Angesichts der zunehmend heißen Tage möchte die Klimaschutzmanagerin des
Landkreises Starnberg, Josefine Anderer-Hirt, die Eigenheimbesitzer umso mehr
zum Sanieren motivieren. Sie weist darauf hin, dass gezielte bauliche Maßnahmen
ein starkes Erhitzen von Räumen im Sommer verhindern können. Immerhin
befinden sich etwa 40 Prozent der Wohnflächen von Eigenheimen im
Dachgeschoss – meist Kinder- und Schlafzimmer. Daher steht selbstverständlich das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ auf der Agenda der im Herbst startenden Sanierungstreffs.

Anmeldungen für die Sanierungstreffs ab Oktober sind möglich unter Telefon 08151 148-352 oder per E-Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer sich vorab über Termine und Themen informieren möchte, kann dies im
Internet unter www.sanierungstreff.de tun.

Die Aktion „Sanierungstreff“ ist eine Initiative des Landkreises. Sie will den
Eigentümern die Vorteile einer Sanierung näher bringen und die Hemmschwelle
vor entsprechenden Maßnahmen abbauen. Die Treffen werden von Experten
begleitet und finden über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Monaten in den
Gemeinden Gauting, Pöcking, Seefeld sowie in der Stadt Starnberg statt.

Landkreisgemeinden mit Förderprogrammen

Donnerstag, Januar 14th, 2016

PV-Installation_klein

Klimaschutz und Energiewende erfordern beherztes Handeln von uns allen. Finanzielle Anreize erleichtern die Entscheidung für die Umsetzung energieeffizienter und nachhaltiger Maßnahmen, so z.B. im Gebäudebereich.

Im Landkreis Starnberg gibt es daher bereits mehrere Gemeinden, die ein Förderprogramm für die nachhaltige Nutzung und Erzeugung von Energie und Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Wohngebäuden in Neubau und Bestand im Gemeindegebiet aufgelegt haben.

So können die Bürgerinnen und Bürger für ihre Investitionen oft zusätzlich zu den Förderungen auf Landes- und/oder Bundesebene eine finanzielle Unterstützung von ihrer Gemeinde erhalten, solange keine Überdeckung stattfindet.

Welche Gemeinden Förderungprogramme durchführen, wie die Richtlinen ausgestaltet sind und die Antragstellung erfolgt, erfahren Sie auf der Webseite des Landratsamts

Gemeinden mit Förderprogramm im Landkreis Starnberg

Unser Förderprogramm

Verfasser: E. Villing

Bild: Fotolia

 

Alte Heizungspumpen am Pranger

Mittwoch, Oktober 7th, 2015

Am 12. August 2015 beschloss das Bundeskabinett die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des „nationalen Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen“. Laut dem Gesetzentwurf (Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes) soll es ab Januar 2016 für Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, gelten. Wenn es nach dem Willen des Gesetzgebers geht, könnten dann sogar Etiketten Einzug halten, die die Mieter an gut zugänglicher Stelle quasi öffentlich über den Zustand der Heizung informieren. So soll stärkerer Druck auf die Eigentümer ausgeübt werden.

Dem Bundesrat wurde der Gesetzentwurf als „besonders eilbedürftige Vorlage“ zugeleitet. Dieser grundrechtlich verankerte  Sonderstatus verkürzt zwar nicht die Zeit des Bundesrats für seine Stellungnahme, berechtigt aber die Bundesregierung, dem Bundestag die Vorlage schon ohne die Stellungnahme des Bundesrats nach drei Wochen zuleiten, was am 07. September 2015 erfolgte.

Die Stellungnahme des Bundesrats vom 25. September 2015 (Bundesrats-Drucksache 364/15(B) umfasst mehrere im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfende Vorschläge, grundsätzliche Probleme hat aber die Länderkammer nicht festgestellt.

Auch die Mieter sollten informiert werden

Zum Gesetzentwurf im Allgemeinen, hat sich der Bundesrat wir folgt geäußert: „Der Bundesrat begrüßt die Initiative der Bundesregierung zum nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen als Sofortmaßnahme des Nationalen Aktionsplanes Energieeffizienz (NAPE) zur Verringerung des Primärenergieverbrauches. Der Bundesrat bittet deshalb, im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfen, inwieweit die Mieter von dem Ergebnis der Verbrauchskennzeichnung informiert werden […]sollten.“

Die Länder würden gerne erreichen, dass über die Effizienz der Heizungsanlage unterrichtete Mieter auch Einfluss auf die Motivation der Eigentümer zum Austausch ineffizienter Anlagen nehmen. Dazu haben sie angeregt, das Etikett in vermieteten Wohngebäuden sichtbar anzubringen. Momentan sind diese nur auf der Außenseite der Gerätefront vorgesehen, was dazu führt, dass die meisten Mieter das Etikett nie zu Gesicht bekommen.

In der oben im Zitat vorgenommene Ausklammerung schlägt der Bundesrat vor, im weiteren Gesetzgebungsverfahren auch zu prüfen, ob „Heizungs- und Umwälzpumpen in den Anwendungsbereich mit aufgenommen werden“ sollten.

Die Anregung zu den Heizungs- und Umwälzpumpen wird sicherlich in der Branche auf großes Interesse oder zufriedene Gesichter über die eigene Lobbyarbeit stoßen. Eine Umsetzung (bzw. Inkrafttreten) zusammen mit dem Altanlagen-Etikett dürfte aber schon aufgrund der terminlichen Situation kaum möglich sein.

Im weiteren Verfahren wird zunächst die Bundesregierung eine Gegenäußerung verfassen. Durch die Eilbedürftigkeit ist der Bundestag bereits mit dem Gesetz befasst. Einige Abgeordnete stammen naturgemäß aus Wahlkreisen, wo die Pumpenindustrie beheimatet ist. So wird der Vorschlag sicherlich auf Realisierbarkeit geprüft werden. Es gibt allerdings auch noch ungedämmte Rohrleitungen, Regeleinrichtungen, Thermostatventile, Heizflächen…

Finanzspritze für Sanierung und Neubau

Montag, August 17th, 2015

KfW verbessert die Förderkonditionen – ab 1. Oktober wird der Neubau kommunaler Nichtwohngebäude gefördert

Die Bundesregierung will bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert von Gebäudeeigentümern hohe Investitionen für die Sanierung oder den Neubau. Finanzielle Unterstützung dafür bieten die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Am 1. August 2015 verbesserte die KfW für Wohngebäude die Förderkonditionen für das Programm „Energieeffizient Sanieren“ deutlich. Kommunen können zudem ab dem 1. Oktober 2015 auch Neubauten von Nichtwohngebäuden fördern lassen.

Die komplette News lesen Sie unter
http://www.bine.info/…

Positives Resümee nach 2. Inninger Thermographieaktion

Montag, Februar 10th, 2014

Wie bereits im Jahr zuvor weckte auch die zweite Inninger Thermografieaktion großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern und war auch diesmal wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Neben dem Referenten Herrn Petsch, Energieberater aus Seefeld, wurde am vergangenen Freitag auch die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Frau Anderer-Hirt zur Veranstaltung begrüßt.

Zwei Stunden lang hatten die insgesamt 13 Teilnehmer Zeit, dem Energieexperten Petsch ihre Fragen zur Thermographie im Allgemeinen, aber auch speziell zu ihren eigenen Gebäuden zu stellen. Im Verlauf der Gespräche wurde deutlich, was Thermographie zur Ermittlung des Dämmstatus bei Gebäuden beitragen kann.

Für eine ideale Aussagefähigkeit der Thermographie-Aufnahmen war das Wetter leider etwas zu warm. Trotzdem konnten bei den insgesamt 4 besuchten Wohnhäusern in Inning und Buch mit der Wärmebildkamera typische Schwachstellen und erste Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmedämmung gezeigt werden. Die Teilnehmer sprachen im Nachhinein von einer sehr interessanten Aktion, die als erster Anstoß zu einer möglichen Gebäudesanierung sicherlich hilfreich war.

Das Thema Wärmeerzeugung verursacht ca. 50 % der Energiekosten eines Haushalts. Dabei ist erst ein geringer Teil der Bestandsgebäude energetisch saniert. Thermographie kann wertvolle Informationen zur Vorbereitung einer Gebäudesanierung beitragen. Eine einfache Thermographie kostet ca. 250 Euro, eine ausführliche und individuelle kostet ab 1.000 Euro. Dabei können allerdings neben Zuschüssen von bis zu 50 % auch noch eine Reihe weiterer staatlicher Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden.

 

Text und Bild: T. Allner-Kiehling

Energiewende: Offener Brief am Eilling-Hütig und Aigner

Donnerstag, Januar 30th, 2014

Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e.V. wendet sich aus gegebenem Anlass  mit einem Offenen Brief an die Landtagsabgeordnete des Landkreises Starnberg, Frau Eilling-Hütig sowie an Frau Ilse Aigner. Es geht um die Gefährdung der Energiewende, das vorprogrammierte Verfehlen unserer Energiewende-Ziele und implizit um die Absage an den Klimaschutz sowie die Abkehr vom sukzessiven Umbau der bisherigen Energieversorgung, bei der die oligopolistischen Konzernstrukturen durch mehr Wettbewerb, durch eine dezentrale Energieversorgung mit Bürgerbeteilig ergänzt würden. Der Landkreis Starnberg bekennt sich auch politisch zur Energiewende. Durch die geplante Novellierung des EEG (EEG 2.0), vorbereitet durch Sigmar Gabriel, und die weiteren geplanten einschneidenden Veränderungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien durch die neue Bundesregierung,  v.a. aber auch wegen der von Horst Seehofer in den Koalitionsvertrag eingebrachten Neuregelung der Abstände von Windrädern zu Siedlungen, die künftig Ländersache sein sollen, sieht sich der Energiewendeverein zu dieser Reaktion veranlasst.

Bayern möchte die sogenannte 10H-Regel umsetzen, die das Aus für Windenergie auch in unserem Landkreis bedeutet.

Der Energiewendeverein betrachtet diese Kehrtwende mit großer Sorge. Der Strompreis ist hierbei ein vorgeschobenes Argument, das sich bei näherer Betrachtung nicht aufrechterhalten lässt. Nur ein Bruchteil des Strompreises sind durch die Erneuerbaren Energien verursacht bzw. werden für deren Ausbau eingesetzt.

 Den offenen Brief an Frau Eilling-Hüting in der Originalfassung finden Sie hier, für das gleichlautenden Schreiben an Frau Aigner klicken Sie bitte hier!

 

Bild: Lupo / www.pixelio.de

Neue Inforeihe klärt über Vorteile der Energiewende auf

Montag, Dezember 9th, 2013

Die erneute Erhöhung der Strompreise im kommenden Jahr 2014 hat dafür gesorgt, dass in der Debatte um die Energiewende viele wesentliche Aspekte mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt wurden. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg eine neue Reihe veröffentlicht, die weniger die Preise und kurzfristigen Risiken als vielmehr die ökologischen Werte und nachhaltigen Chancen der Energiewende in den Fokus rückt.

In Ihren „Vorteile[n] der Energiewende“ beschäftigen sich die Autoren dabei vor allem mit vier Aspekten:

1. Wie kommt der Strompreis tatsächlich zustande, welche Schuld trägt dabei der Ausbau der erneuerbaren Energien und wie sähen die Alternativen aus?

2. Mit welchen Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger mit erneuerbaren Energien Geld sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun?

3. Wie können durch erneuerbare Energien nicht nur Ausgaben reduziert, sondern sogar Geld verdient werden?

4. Welche Impulse setzen die regenerativen Energien für die Wirtschaft?

Die Reihe „Vorteile der Energiewende“ finden Sie hier!

 

Quelle: Energiewende Baden-Württemberg
Bild:
© Günther Hamich / www.pixelio.de

Branche sieht Windstrom-Pläne der Koalition gelassen

Dienstag, November 12th, 2013

Angesichts der jüngsten Nachrichten über die von der zukünftigen Koalition geplanten Einsparmaßnahmen bei der Windenergie gibt sich die Branche relativ gelassen. Einem Sprecher des Bundesverbandes Windenergie zufolge löse der Verhandlungsstand zwar im Moment keinen Jubel aus, man müsse aber zunächst die konkreten Details abwarten. Auch bei Deutschlands größtem Windenergieanlagenhersteller Nordex sieht man im Moment keinen Grund zur Panik: Bei einem moderaten Rückgang der Förderung sei kaum damit zu rechnen, dass tatsächlich viele Windprojekte in Frage gestellt werden.

Am Wochenende hatte sich die Arbeitsgruppe Energie von Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auf Einschränkungen bei der Windstromförderung geeinigt. Diese sehen unter anderem vor, dass die Einspeisevergütungen für Windräder an Land sich künftig am Windaufkommen am vorgesehenen Standort orientieren. Anlagen in windschwachen Gegenden sollen demnach deutlich weniger gefördert werden. Auch Offshore-Projekte wären von den geplanten Änderungen betroffen: Das Ausbauziel für Windkraftanlagen in der Nord- und der Ostsee soll Angaben zufolge von bislang 10 Gigawatt im Jahr 2020 auf 6,5 Gigawatt gesenkt werden. Jedoch zeigen die Branchenvertreter auch hier Gelassenheit, da das bisherige Ausbauziel ohnehin nicht realisierbar gewesen sei.

 

Quelle: Frankfurter Allgemeine
Bild: Dr. Christian Kühnel

Deutschland wählt erneuerbar: 93 Prozent der Bürger für schnellen Ausbau

Donnerstag, September 19th, 2013

Die Mehrheit der Bürger ist für den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien –  das ist ein klares Votum gegen einen Förderstopp, wie er aktuell von der Bundesregierung und insbesondere der FDP gefordert wird. Dies vermeldet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

Die zusätzlichen Kosten für den Umbau der Energieversorgung bewegen sich im Bereich von 5 bis maximal 8 % der gesamten Energieausgaben und liegen bei etwa 300 Milo Euro, während ein „Weiter-so“ letztlich zu einer Energiepreis-Explosion bis 2050 führen könnte, wie die Prognose zeigt. Die Mehrbelastung würde demnach nur bis etwa 2025 bestehen, danach würden die Energiekosten durch die Einsparung fossiler und sonstiger nicht erneuerbarer Energieträger wieder sinken – je konsequenter und schneller also der Umbau stattfindet, desto stärker ist die Einsparung, während die Kosten bei einer inkonsequenten Energiewende ohne zusätzlicher Förderung permanent steigen und Gewerbe, Industrie und vor allem auch Privathaushalte belasten.

Das Hintergrundpapier mit den Ergebnissen und Grafiken zur Umfrage und die Präsentationsfolien können Sie hier herunterladen!

Erneuerbare JETZT!

Kurz vor der Bundestagswahl unterstützen 93 Prozent der Menschen in Deutschland den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Damit ist die hohe Zustimmung zum Umstieg auf saubere und sichere Energie aus regenerativen Quellen ungebrochen – und das trotz massiver Angriffe auf die Energiewende in den letzten Wochen und Monaten“, kommentiert BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Branchen-Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Auftrag gegeben hat. Damit sei klar: „Welche Parteienkonstellation am Sonntag auch immer die Mehrheit erzielt, sie hat einen eindeutigen Auftrag: Die Wählerinnen und Wähler erwarten den konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien“, betont Falk.

Fast drei Viertel der Bevölkerung sprechen sich in der Umfrage explizit gegen einen Förderstopp für Erneuerbare Energien aus – und das unabhängig von ihrer jeweiligen Parteinähe. „Damit erteilen die Bürger allen Forderungen nach einem wie auch immer gearteten Ausbaustopp eine klare Absage. Angesichts der vehementen Kampagnen der Energiewende-Gegner ist das eine besonders starke Aussage!“, findet Falk.Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland verbinden die Erneuerbaren Energien mit einer sicheren Zukunft, Klimaschutz und Unabhängigkeit von Brennstoffimporten aus dem Ausland, so die Umfrageergebnisse. Dazu sagt Hermann Falk: „Die große Mehrheit erkennt den großen Nutzen der Erneuerbaren Energien. Damit fußt ihr Ausbau auf einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung.“Auch bei Fragen nach Kosten und Förderinstrumenten hat die Bevölkerung eine differenziertere Meinung als die öffentliche Debatte erwarten lässt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, über die Stromrechnung einen Beitrag für den Umbau der Energieversorgung zu leisten. Allerdings muss es dabei künftig gerechter zugehen. „Die Mehrheit der Bürger will sich an den Investitionen in eine zukunftstaugliche Energieversorgung beteiligen. Diese Bereitschaft darf die Politik nicht durch die überproportionale Belastung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privathaushalten gefährden“, warnt Falk. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die aktuelle Umfrage der Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! mit anderen Meinungsumfragen zum Thema Energiewende abgeglichen. Das Ergebnis zeigt hohe Übereinstimmungen: „Sowohl hinsichtlich der generellen Zustimmung als auch hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft für sinnvolle Investitionen ist die Haltung der Bevölkerung zu den Erneuerbaren Energien viel positiver als die veröffentlichte Meinung“, konstatiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.Mit der Zustimmung zu Erneuerbaren Energien gehe im Übrigen eine stark ablehnende Haltung gegenüber Kohle- und Atomkraftwerken im eigenen Wohnumfeld einher. „Ein Roll-back in der Energiepolitik zugunsten von Kohle- oder gar Atomkraftwerken ist mit der deutschen Bevölkerung also auf keinen Fall zu machen“, stellt Vohrer fest.Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Direktor des Zentrums für Erneuerbare Energien der Uni Freiburg, kritisiert die anhaltende Negativ-Kampagne von Akteuren aus Politik und Wirtschaft. „Die Gegner der Erneuerbaren verzerren die Fakten bewusst. Eine entschlossen weitergeführte Energiewende bietet die große Chance, bereits ab 2025 von den positiven Wirkungen volkswirtschaftlich zu profitieren“, sagt Prof. Weber. Die bis dahin getätigten Investi¬tionen würden ab dann Deutschlands Energiekosten im Vergleich zu einem Szenario ohne Energiewende stetig fallen lassen. „Bis 2050 könnten die Einsparungen insgesamt etwa 500 Milliarden Euro betragen“, rechnet Weber vor. Die anfänglichen Investitionen würden sich damit mehr als bezahlt machen.Das stärkste Argument für den Umstieg auf Erneuerbare Energien ist aus Sicht des Wissenschaftlers, dass sie für eine langfristig gesicherte Energieversorgung zu stabilen Preisen sorgen, die in etwa auf heutigem Niveau liegen werden. „Ohne Energiewende müssten wir dagegen bis 2050 auf der Basis fossiler Energien mit verdoppelten Kosten unseres Energiesystems rechnen. Außerdem kämen noch die unkalkulierbaren Folge-kosten des verstärkten Klimawandels dazu“, so Weber abschließend.Quelle: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. 

Hand in Hand für den Erhalt des EEG

Dienstag, September 10th, 2013

Es wird eng für die Bürgerenergie: In der vergangenen Woche hat sich die Monopolkommission, ein Beratungsorgan der Bundesregierung, offiziell für ein Quotenmodell als Nachfolgeregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in seiner bestehenden Form ausgesprochen. Würde dieser Plan tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, würde dies eine Rückkehr zum Oligopol der großen Energiekonzerne und damit gleichzeitig den Untergang für die dezentrale Energiewende bedeuten, in die Bürger und Mittelstand in den vergangenen Jahren Milliarden investiert haben. Diese Entwicklung zu verhindern hat sich die Stiftung „100% erneuerbar“ zur Aufgabe gemacht. Zu diesem Zweck hat sie die „Fraktion für Bürgerenergie“ ins Leben gerufen, zu der sich aktuell bereits 469 (Stand: 10.09.2013) potentielle Direktkandidaten aus allen Parteien eingetragen haben, die sich, im Falle Ihrer Wahl, gegen die Realisierung der aktuellen Pläne einsetzen wollen. Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls zu den Unterstützern dieser Kampagne zählen möchten, können dies in Form einer Spende tun, selbst die Energiewende-Charta unterzeichnen, oder Ihren eigenen Direktkandidaten dazu aufrufen, sich ebenfalls der Fraktion für Bürgerenergie anzuschließen.

 

Mehr Informationen finden Sie hier!

 

Quelle:
www.die-buergerenergiewende.de

 

Bild:
www.die-buergerenergiewende.de