Kategorie: Studien – Analysen

Zukunft der Kraftwerke

Dienstag, März 28th, 2017

Das Forschungsnetzwerk „Flexible Energieumwandlung“ wurde Ende Februar 2017 in Berlin gegründet. Künftig entwickeln hier Forscher und Entwickler aus der klassischen Kraftwerkstechnik und den solarthermischen Kraftwerken gemeinsam Zukunftsstrategien. Die Ziele: höhere Flexibilität der Großkraftwerke, neuartige Großspeicher entwickeln, den Einsatz von Wasserstoff in Kraftwerksprozessen umfassend erforschen und Solarkraftwerke vor allem wirtschaftlich optimieren.

Zur vollständigen Meldung von BINEPV-Ausbau

Landkreis STA: Neuer Energiebericht liegt vor

Donnerstag, Februar 4th, 2016

 Wo stehen der Landkreis Starnberg und seine Kommunen auf ihrem Weg zur Energiewende?

Vergangenes Jahr wurde erstmalig ein Energiebericht für den Landkreis Starnberg und alle seine Gemeinden erstellt. Der Energiebericht ermöglicht einen Überblick, was seit dem Energiewende-Grundsatzbeschluss des Kreistages 2005 sowie der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes Fünfseenland im erreicht worden ist, er führt gelungene Beispiele aus den Gemeinden auf, die als Anreiz zum Nachahmen dienen, er zeigt aber auch, wo es noch Handlungsbedarf und Verbesserungspotenziale gibt. Mit dem Energiebericht wurde eine Grundlage geschaffen, die Entwicklung der Energiewende im Landkreis anhand harter Fakten nachzuvollziehen.

Fortschreibung des Energieberichts: Aktuelle Zwischenbilanz zum Stand der Energiewende im Landkreis Starnberg und seinen Kommunen

Ziel des Energieberichts Landkreis Starnberg ist, jährlich eine Zwischenbilanz zu ziehen. Der nun vorliegende Energiebericht erlaubt erstmalig einen Vergleich zum Vorjahr. Neben einer Bestandsaufnahme für die wesentlichen energierelevanten Bereiche Strom, Wärme und Verkehr zeigt die Broschüre auch heuer entsprechende Entwicklungen, Trends und gelungene Beispiele auf – sowohl auf Landkreisebene als auch für jede unserer LandkreiskommunEnergiebericht-2015_Seite_01en.

Den Energiebericht 2015 finden Sie hier: Energiebericht Landkreis Starnberg 2015.

In gedruckter Form ist die Broschüre im Landratsamt Starnberg sowie in allen Rathäuseren im Landkreis erhältlich.

Quelle: Landratsamt Starnberg

Zusammenfassung: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Evelyn Villing

Nutzungspfade der Bioenergie – Gibt es den Königsweg?

Donnerstag, Oktober 22nd, 2015

Für einen erfolgreichen Umstieg auf Erneuerbare Energien ist die Bioenergie in Deutschland eine wichtige Stütze. Allerdings bestehen in der Wissenschaft zum Teil sehr unterschiedliche Einschätzungen darüber, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten die Bioenergie künftig zum Einsatz kommen sollte. Das geht aus der neu erschienenen Metaanalyse „Nutzungspfade der Bioenergie für die Energiewende“ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. „Die Metaanalyse zeigt, wie die Vorzüge der Bioenergie im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor künftig verstärkt zur Geltung kommen könnten“, erklärt AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer anlässlich der Veröffentlichung des Papiers im Rahmen des Forschungsradars der AEE.

Das Flächenpotenzial zur Nutzung der Bioenergie ist begrenzt. Dennoch zeigt die Metaanalyse, dass der Biomassenutzung in vielen Studien insgesamt noch ein deutliches Steigerungspotenzial zugesprochen wird. Für die verstärkte Nutzung der Bioenergie kristallisieren sich laut der Metaanalyse zwei Hauptströmungen heraus. Zum einen liegen Studien vor, die die Bioenergie vorrangig zur Stromerzeugung in flexiblen Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrachten. Die Bioenergie kann demzufolge ihre Stärken zum Ausgleich der fluktuierenden Stromproduktion aus Windkraft- und Solaranlagen voll zur Geltung bringen.

Mehr Info hier.

Quelle: AEE
Bildnachweis: AEE

Die deutsche Bevölkerung will mehr Energiewende

Donnerstag, Oktober 1st, 2015

Die Energiewende findet in der deutschen Bevölkerung weiterhin sehr hohe Zustimmung. Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) halten 93 Prozent der Befragten den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien für wichtig bis außerordentlich wichtig. „Die Ergebnisse zeigen: Die Bevölkerung in Deutschland befürwortet einen weiteren entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren. Die Politik sollte diese starke Unterstützung nutzen, um den Umbau der Energieversorgung weiter mutig voranzubringen“, erklärt AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. Für 68 Prozent der Bevölkerung ist auch der Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen am eigenen Wohnort laut den Ergebnissen der Umfrage eine gute Sache. Weiteres zentrales Ergebnis: Sind die Menschen mit Erneuerbaren-Anlagen vertraut, steigt die Zustimmung zu Solar-, Windenergie- und Biomasseanlagen sogar noch an. So erklären 59 Prozent der Umfrageteilnehmer, ein Windrad in der Nachbarschaft fänden sie gut oder sehr gut. Haben die Befragten jedoch bereits Windenergieanlagen in ihrem Wohnumfeld, so klettert die Zustimmung auf 72 Prozent. Quelle: AEE

Umweltverbände warnen vor Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft

Mittwoch, Mai 20th, 2015

Mit ihrer jüngst veröffentlichten Studie bestätigt Greenpeace das, was Viele bereits seit langem befürchtet hatten: Der starke Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft schädigt die Gesundheit. Betroffen sind in erster Linie die Landwirte selbst, deren Familien sowie Bewohner ländlicher Räume. Darüber hinaus, so ist in der Studie „Pestizide und unsere Gesundheit – die Sorge wächst“ nachzulesen, ist aber auch der Konsument gefährdet, respektive Kleinkinder und Ungeborene.

Erst vor wenigen Wochen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das in der weltweiten Landwirtschaft massenhaft verwendete Pflanzenschutzmittel Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Umso erschreckender sind die Zahlen einer Studie vom BUND und seinem europäischen Dachverband FOE aus dem Jahr 2013, nach denen bereits bei 70 Prozent aller Probanten in Deutschland über Urintests Glyphosat im Körper festgestellt werden konnte.

Neben Krebs können Pestizide die menschliche Gesundheit auch noch auf weitere Weise drastisch schädigen, beispielsweise ist eine fördernde Wirkung für Nervenkrankheiten wie Parkinson oder Alzheimer bereits nachgewiesen. Ebenso können das Immun- sowie das Hormonsystem betroffen sein.

Wer dabei denkt, der Mensch nehme die Giftstoffe allein durch die Nahrung auf, der irrt: Der Körper kann die toxischen Stoffe auch durch die Umwelt, ja sogar durch die Kleidung aufnehmen. Doch es gibt auch noch einen weiteren Grund, weshalb die Einhaltung gesetzlicher Normen beim Einsatz von Pestiziden eine Gefahr für den Menschen niemals ausschließen kann: Wirken mehrere, unterschiedliche Pestizide auf den Körper ein, so können diese sich gegenseitig beeinflussen. Durch diesen Pestizidmix können ebenfalls schwere Krankheiten hervorgerufen werden.

Die gesamte Greenpeace-Studie, weitere Informationen zum Thema Pestizide in der industriellen Landwirtschaft sowie eine Protestmail zum selbst verschicken finden Sie hier! Konkret gegen die Verwendung des giftigen Unkrautkillers Glyphosat machen auch der BUND sowie CAMPACT! mobil und bitten um Mithilfe im Kampf für einen endgültigen, EU-weiten Zulassungsentzug.

 

Bild: fotolia.de
Quelle: sonnenseite.com, greenpeace.de, mdr.de, campact.de, bund.net

IWES untersucht Fragen zur „Wärmewende“

Montag, Mai 11th, 2015

„Langfristig ist der Einsatz eines hohen Anteils von regenerativ erzeugtem Strom im Wärmemarkt unabdingbar, um die Klimaziele zu erreichen“, fasst Projektleiter Norman Gerhardt vom Fraunhofer IWES die Ergebnisse seines Forschungsprojekts „Interaktion EE-Strom, Wärme und Verkehr“ zusammen.

Der Wärmesektor macht heute über die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland aus – trotzdem liegt die Nutzung Erneuerbarer Energien in diesem Bereich noch meilenweit entfernt von den Wachstumszahlen der Erneuerbaren im Stromsektor. Genau dies nahmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fraunhofer Institute IWES und IBP zum Anlass ihrer Untersuchung, mit der sie die wichtigsten Fragen rund um die unabdingbare „Wärmewende“ klären wollten, wie z.B.: „Welches sind die Schlüsseltechnologien für den Wärmesektor?“, „Welchen Einfluss nimmt die energetische Gebäudesanierung?“ oder „Wo stehen der erfolgreichen Wende im Wärmebereich wirtschaftliche und regulatorische Hürden im Weg?“

Die vollständige Pressemitteilung mit den Kernergebnissen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts finden Sie auf der Website des Fraunhofer IWES.

 

Bild: Florian Methe, www.pixelio.de
Quelle: Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

WWF-Studie: menschliche Ernährungsgewohnheiten sprengen globalen landwirtschaftlichen Flächenbedarf

Montag, April 13th, 2015

„Wir sind dabei unseren Planeten leer zu fressen“, so die WWF-Referentin für Nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, Tanja Dräger de Teran: Nach einer neuen Studie des WWF werden bis zum Jahr 2050 nur noch 1.166 m2 Ackerland pro Person verfügbar sein – aktuell beansprucht der durchschnittliche deutsche Bundesbürger jedoch noch 1.562 m2 für seine Ernährung. Gleichzeitig, so geht aus den Ergebnissen der WWF hervor, fördern die Menschen durch ihre momentane Ernährungsweise die Umweltzerstörung und den Klimawandel: Mehr als 30 Prozent der importierten Lebens- und Futtermittel stünden demnach in Zusammenhang mit der massiven Zerstörung von Waldflächen, respektive in Südamerika. Ausschlaggebend  sei dabei vor allem der enorme Konsum tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier – der neben den ökologischen Konsequenzen auch in gesundheitlicher Hinsicht kritisch zu bewerten sei, so der WWF.

Eine Gesunde Ernährung innerhalb der Grenzen unseres Planeten sei jedoch durchaus möglich. Hierfür schlägt der WWF eine neue Ernährungspyramide vor, die nicht nur Ressourcen schont, sondern gleichzeitig auch gesündere und abwechslungsreichere Kost vorsieht als bisher. Während der Fleischkonsum auf 350 Gramm pro Woche halbiert wird, beinhaltet der Speiseplan des WWF vor allem mehr Getreideprodukte, Nüsse und Gemüse. Neu hinzukommen Leguminosen, beispielsweise Lupine oder Linsen, die sich derzeit bei den durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten kaum wiederfinden.

Die WWF-Studie „Das große Fressen“ sowie weitere Informationen zu Ernährung und Ressourcenverbrauch finden Sie hier.

 

Quelle: WWF Deutschland
Bild: WWF Deutschland

Metaanalyse zu Klimaschutz und Treibhausgasen

Mittwoch, April 1st, 2015

Eine neue, 22-seitige Metanalyse vergleicht die Aussagen von insgesamt 11 Studien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Darin vergleicht das ZSW im Auftrag der AEE die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Im Ergebnis wird deutlich, dass es eine Lücke zwischen Ziel und Wirklichkeit gibt, die im Zeitverlauf immer größer zu werden droht.

Im Fokus der Metaanalyse von Forschungsradar Energiewende stehen die Aussagen verschiedener Studien und Szenarien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dabei werden die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien verglichen, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Der Studienvergleich vermittelt damit einen Eindruck, inwieweit Deutschland auf dem Weg ist, seine Klimaschutzziele zu erreichen, bzw. wie groß die Lücke ist.

Zusätzlich werden die Ergebnisse der Szenarien zum Anteil der Erneuerbaren Energien, zur Entwicklung der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sowie zur Preisentwicklung von CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel betrachtet. All diese Faktoren beeinflussen den Treibhausgasausstoß in Deutschland und liefern somit Ansatzpunkte zur Erklärung der beobachteten Entwicklung bzw. für politische Steuerungsmaßnahmen.

Die vorliegende Metaanalyse betrachtet die bisherige Entwicklung sowie 17 verschiedene Szenarien für die Jahre 2020, 2030, 2050, zum Teil auch 2060 aus insgesamt 11 Studien mit Veröffentlichungsdatum ab 2011. Sie können die Zusammenfassung hier herunterladen: AEE_Metaanalyse_Treibhausgase_mrz15

Ebenfalls in diesem Zusammenhang interessant ist die Forschungsradar-Metaanalyse „Entwicklung des Energieverbrauchs“