Kategorie: Wettbewerbe & Klima- & Energiepreise

Bewerbungsfrist für Deutschen und Europäischen Solarpreis Ende Juni

Freitag, Februar 3rd, 2012

Ende des Jahres 2012 vergibt Eurosolar, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V., wieder den Deutschen und den Europäischen Solarpreis für innovative und herausragende Leistungen bei der Verbreitung und Anwendung Erneuerbarer Energien. Bis 30. Juni können die Bewerbungen und Vorschläge noch eingereicht werden.

Bereits zum 19. Mal werden die Preise an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine oder Gemeinschaften, Privatpersonen und Organisationen für ihr besonderes Engagement vergeben. Um die Breitenwirkung Erneuerbarer Energien in der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten und -bereiche zu erfassen erfolgt die Preisvergabe in verschiedenen Kategorien:

  • Städte / Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke
  • Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen
  • Lokale oder regionale Vereine / Gemeinschaften
  • Solares Bauen und Stadtentwicklung
  • Medien
  • Transportsysteme
  • Bildung und Ausbildung
  • Eine-Welt-Zusammenarbeit
  • Sonderpreis für persönliches Engagement

Folgende Kategorien werden außerdem mit Plaketten ausgezeichnet:

  • Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien
  • Schulen und Bildungseinrichtungen

Neben den direkt eingehenden Bewerbungen werden der Jury auch Vorschläge der Eurosolar-Sektionen vorgelegt, die auf den nationalen Ebenen eingereicht und prämiert wurden.

Informationen zum Bewerbungsverfahren und das Online-Anmeldeformular finden Sie hier!

Quelle: Eurosolar e. V.

Energiepreisverleihung 2011 Landkreis Starnberg

Montag, Januar 30th, 2012

Das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil gewinnt den Energiepreis 2011 des Landkreises Starnberg insbesondere mit seinem Kinder-Klima-Camp und der Kinder-Klimaschutz-Konferenz, aber auch dem insgesamt ganzheitlichen Ansatz zur Umweltbildung und Erlebnispädagogik. Dies wurde am Donnertag, 26.01.2012 bei der Energiepreisverleihung bekannt gegeben. bluMartin GmbH aus Weßling platzierte sich mit seinem Passivhaus-Bürogebäude und der Entwicklung einer innovativen Lüftungsanlage auf dem 2. Rang, die Gemeinde Gilching erreichte mit dem Neubau eines Kinderhorts in recyclingfähiger Modulbauweise den 3. Preis.

Die Gewinner des Energiepreises 2011

Quelle: Landratsamt Starnberg

Seit am 25. Mai 2009 der Kreistag die jährliche Auszeichnung eines Energiepreises beschlossen hat, verleiht der Landkreis in diesem Jahr bereits zum dritten Mal den Energiepreis. Ziel der Preisvergabe ist es, positive Beispiele bekannt zu machen, die zur Nachahmung anregen und damit die Energiewende im Landkreis vorantreiben. Im Sommer letzten Jahres erfolgte die Ausschreibung des Energiepreises 2011. Privatpersonen, Unternehmen, aber auch Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen und Institutionen wurden aufgerufen, sich mit vorbildlichen Initiativen im Bereich Klimaschutz sowie der Energieeinsparung und Energieeffizienz zu bewerben. Bis kurz vor Fristende wurden 19 Bewerbungen eingereicht.

Die eingegangenen Bewerbungen hat eine Jury, aus je einem Vertreter jeder Kreistagsfraktion, dem Energiewendeverein, dem Regionalmanagement, dem Landratsamt sowie dem Bürgermeisterssprecher, beraten und eine Empfehlung ausgesprochen, über die dann der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr entschieden hat.

Die Bewertung der Bewerber erfolgte in drei Stufen. Im ersten Schritt wurden alle Bewerbungen gesichtet und die Erfüllung der Ausschreibungskriterien mit Hilfe eines Punktesystems bewertet. In einem zweiten Schritt wurden die besten Projekte von der Jury vor Ort besichtigt. Nach diesem Verfahren kamen folgende sieben Bewerber in der Finalrundem und schließlich fand eine abschließende Beratung und Bewertung mit endgültiger Feststellung der Sieger statt.

Gemeinde Gilching
Neubau eines Kinderhorts in Modulbauweise

Christian Ufer (Starnberg)
Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung

Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil
Regionales Kinder-Klima-Camp am Ammersee
mit Kinder-Klimaschutz-Konferenz

Gemeinde Weßling
Sanierung Mehrfamilienhaus mit Bürgersolarkraftwerk

Zukunftswerkstatt Pöcking
Pöcking zeigt Effizienz eine geführte Tour mit Ausstellung

bluMartin GmbH (Weßling)
Entwicklung dezentrales Frischluftsystem sowie Passivhaus-Bürogebäude

Gemeinde Herrsching
Energetische Sanierung Stadtvilla mit Kinderhort

Innovationspreis für Synthesegasverfahren

Freitag, Januar 20th, 2012

Ein neues Verfahren, das mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas herstellen kann zeichneten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt aus. Das von der Projektgesellschaft der Werke GmbH aus Goslar entwickelte Verfahren wandelt in einem Gegenstromvergaser verschiedenste Kohlenstoffträger unter Beigabe von Kalk bei hohen Temperaturen zu Synthesegas um. Kalk dient dabei sowohl als Trägerstoff als auch als schadstoffbindendes Material, wodurch bei dem Verfahren prozessbedingt keine organischen Schadstoffe, wie beispielsweise Dioxine und Furane, entstehen können und die sonst aufwendige Rauchgasreinigung erfordern.

Das Engagement von Wirtschaft und Forschung für Klima- und Umweltschutz wurde seit 2009 zum dritten Mal gewürdigt. Der Preisträger erhielt vom Bundeswirtschaftsministerium eine Fördersumme von 4,5 Millionen Euro in der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“. Die unter dem Namen Ecoloop entwickelten Anlagen können in Zukunft unterschiedlichste industrielle Prozesse ergänzen und den Verbrauch fossiler Ressourcen sowie den CO2-Ausstoß reduzieren. Von der Projektgesellschaft wird derzeit eine Pilotanlage mit einer Nennleistung von 32 Megawatt in einer harzer Gemeinde am Brocken errichtet, wo das hochreine Synthesegas als wertvoller Energieträger effizient eingesetzt werden kann. Die Ecoloop-Technologie sieht vor, energieintensiven Industrieprozessen, den neuartigen Gegenstromvergaser mit zirkulierendem Reaktionswanderbett vorzuschalten.

Quelle: BINE

Energieeffiziente Gemeindeprojekte ausgezeichnet

Dienstag, November 29th, 2011

Die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hat letzte Woche vier vorbildliche kommunale Energiesparprojekte ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs “Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2011″, den die dena mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Technologie (BMWi) und in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) durchgeführt hat, gingen drei erste und ein Anerkennungspreis an Projekte aus Duisburg, Rastatt, Rastede und Worms. Von den Gemeinden wurden vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen gezeigt. Von Informations- und Motivationsaktivitäten, Energiemanagement, energetische Gebäudesanierung bis hin zur Integration von Energieeffizienz in das Schulleben reichten die dabei angewandten Maßnahmen, die sich auch in anderen Städten und Gemeinden sehr gut umsetzen lassen. In Berlin wurde wurden Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro verteilt.

Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung zum Wettbewerb: “Mit Projekten zum Energiesparen können Kommunen ihre Haushalte langfristig entlasten und damit ihren Handlungsspielraum erhöhen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele in Deutschland”.

Die Stadtwerke Duisburg AG erhielt die Auszeichnung für ihr Energiesparprogramm “e²”. Mit dem Projekt wird ein breites Spektrum an Informations- und Motivationsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Privatpersonen und Unternehmen abgedeckt. Einführende Informationen im Internet, Aktionstage, persönliche Beratung und das Aufzeigen individueller Energieeinsparpotenziale gehört alles mit dazu. Zudem wird die Umsetzung konkreter Energieeffizienzmaßnahmen durch Förderungen oder Darlehen unterstützt.

Für das bereits über zehn Jahre erfolgreiche “Fifty-Fifty-Energiesparprojekt” wurde die Stadt Rastatt ausgezeichnet. Das Projekt wird gemeinsam mit den Rastatter Schulen durchführt. Durch Verankerung des Themas im Schulunterricht und einer Bildung von Arbeitsgruppen aus Lehrern, Schulbediensteten und Schülern wurden konkrete Energiesparmaßnahmen umgesetzt und Energieeffizienz fester Bestandteil des Schullebens. Über die eine Hälfte der eingesparten Energiekosten können die Schulen frei verfügen, die andere Hälfte wird von der Stadt für Investitionen in energiesparende Maßnahmen an den Schulen verwendet. Allein in den Jahren von 2002 bis 2009 konnten die teilnehmenden Schulen zusammen über 750.000 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen.

Mit der Generalsanierung einer großen Sporthalle aus dem Jahr 1978 konnte der Gebäudebewirtschaftungsbetrieb der Stadtverwaltung Worms die Jury überzeugen. Es wurde eine umfangreiche energetische Sanierung der Gebäudehülle vorgenommen, sowie die Gebäudetechnik energetisch optimiert erneuert, wodurch das Gebäude einen Energieeffizienzstandard erreicht, der die gesetzlichen Vorgaben für Neubauten um über 40 Prozent unterschreitet.

Der Anerkennungspreis ging an die Gemeinde Rastede für ihr gutes, kommunales Energiemanagement. 2009 wurde von der Gemeinde ein Energiekonzept und ein darauf aufbauendes Maßnahmenhandbuch erstellt, das alle kommunalen Einrichtungen betrachtet. Aufbauend auf den Energieverbräuchen der Liegenschaften entwickelten die Rasteder einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Einsparzielen für die nächsten fünf Jahre. Auch kleinere Kommunen können in Verbindung mit einem strategischen Energiemanagement die Grundlagen für eine nachhaltige Senkung von Energieverbrauch und Energiekosten schaffen.

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB, bemerkte: “Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen, wie die öffentliche Hand ihre Vorbildrolle bei der Steigerung der Energieeffizienz wahrnehmen kann. Andere kommunale Einrichtungen können sich an den Preisträgern ein Beispiel nehmen, denn alle vier Projekte lassen sich gut übertragen.”

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten finden Sie unter www.energieeffizienz-online.info

Allgäu-Gemeinde Rettenbach am Auerberg ist Solarmeister

Montag, August 29th, 2011

Die Solarenergie spielt bei der Umsetzung der Energiewende eine ganz besondere Rolle. So sieht das Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung eine Vervierfachung des Solarstromes von vier auf 16% der bayerischen Energieerzeugung bis 2020 vor.

Auch in der Solarthermie sind die ungenutzten Potenziale für Wärmeerzeugung noch riesig. Um diese Potenziale zu heben, ist das Engagement der Gemeinden und vieler Initiativen in ganz Bayern notwendig. Mit der Allgäuer Solar-Meisterschaft wird dieses Engagement vor Ort ausgezeichnet.

Rettenbach am Auerberg gewinnt erneut die Allgäuer Solar-Meisterschaft

Der deutsche Rekordmeister Rettenbach am Auerberg, Landkreis Ostallgäu, verteidigte trotz harter Konkurrenz seinen Titel als Allgäuer Meister. Auch Vizemeister Görisried – ebenfalls im Ostallgäu – konnte sein Ergebnis vom Vorjahr wiederholen. Auf den übrigen Positionen in den verschiedenen Klassen gab es hingegen spannende Kämpfe. Beim Allgäuer Energietag wurden die neuen Allgäuer Solarmeister öffentlich geehrt und bekamen ihre Meisterschalen überreicht.

So viele Teilnehmer wie noch nie bei der Allgäuer Solar-Meisterschaft

Die Veranstalter waren der Bund Naturschutz und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!). Diese zeigten sich über die große Resonanz bei der Meisterschaft sehr zufrieden. Mit 71 Städten und Gemeinden konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Vorsaison erneut gesteigert werden. Erstmals nahmen dieses Jahr auch Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg teil. Die baden-württembergischen Teilnehmer der Allgäuer Meisterschaft kamen aus dem  Altlandkreis Wangen.

Starke Konkurrenz aus Baden-Württemberg bei den Allgäuer Meisterschaften

In der Gesamtwertung dominierten die Ostallgäuer Gemeinden. Neben Rettenbach und Görisried konnte sich Ruderatshofen den dritten Platz sichern. Dennoch waren die Teilnehmer aus Baden-Württemberg mit neun Städten und Gemeinden sehr erfolgreich. Diese sorgten für einige Bewegung auf den Podiumsplätzen der übrigen Klassen. In der Kategorie Kleinstädte (5000 bis 20.000 Einwohner) konnte das Unterallgäuer Bad Grönenbach seinen Meistertitel aus dem Vorjahr noch verteidigen. Bereits auf den Plätzen zwei und drei folgten jedoch Kißlegg und Bad Wurzach. In der Kategorie Mittelstädte (über 20.000 Einwohner) gewann schließlich Leutkirch vor Wangen. Vorjahressieger Memmingen konnte sich bei der starken Konkurrenz noch den dritten Platz sichern. Ein weiterer großer Erfolg für die kreisfreie Stadt.

Die Organisatoren sind sehr zufrieden mit der Allgäuer Solar-Meisterschaft

Die Veranstalter der Allgäuer Solar-Meisterschaft, der Bund Naturschutz und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), zeigten sich mit der großen Resonanz sehr zufrieden. Sie betonten die Bedeutung der Solarenergie für die Energiewende. „Über die Allgäuer Solar-Meisterschaft wird die Sonnen-Energienutzung so zum sportlichen Wettbewerb, so eza!-Geschäftsführer Martin Sambale. Laut Sambale werde auch ein guter Beitrag zur Energiewende geleistet. Und Thomas Frey vom Bund Naturschutz, Regionalreferent für Schwaben, verweist auf weitere Handlungsfelder. Die entscheidenden Hebel für die Umsetzung der Energiewende liegen in der Windenergie und der Kraft-Wärme-Koppelung. Zusätzlich zur Solarenergie, seien diese im Bereich der Energieeinsparung von großer Bedeutung.

Weitere Infos zur Allgäuer Solar-Meisterschaft gibt es unter
www.allgaeuer-solarmeisterschaft

Quelle: B4B Schwaben unter www.b4bschwaben.de, Foto: Gemeinde Rettenbach am Auerberg, Internetseite

Energiewende Landkreis Starnberg: Energiepreis 2011

Freitag, Juli 29th, 2011

Auszeichnung für vorbildliche und zukunftsorientierte Projekte und Initiativen

Bewerbungen bis 1. Oktober 2011 möglich!

Nach der guten Resonanz in den vergangenen Jahren wird der Energiepreis Landkreis Starnberg auch im Jahr 2011 wieder ausgelobt.  Angesprochen sind Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen, Organisationen und Initiativen sowie Kinder- und Jugendprojekte etc. aus dem Landkreis Starnberg, die vorbildliche und zukunftsorientierte Energieprojekte oder -initiativen realisiert haben. Diese positiven Beispiele sollen mit dem Energiepreis Landkreis Starnberg gewürdigt, belohnt und vor allem öffentlich gemacht werden.

Bewerben Sie sich – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Vielleicht kennen auch Sie „energiepreiswürdige“ Projekte oder Initiativen in Ihrem Umfeld im Landkreis Starnberg?

Dann machen Sie doch die Bauherren, Initiativen oder Unternehmen auf den Energiepreis 2011 des Landkreises Starnberg aufmerksam! Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Sie geeignete Projekte selbst vorzuschlagen und uns die Kontaktdaten mitteilen.

Sie möchten uns bei der Suche nach Preisträgern aktiv unterstützen?

Gerne stellen wir Ihnen Flyer oder Plakate zum Energiepreis 2011 zur Verfügung.

Weitere Infos finden Sie hier:

Ihre Ansprechpartner sind:

Nicht vergessen: Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2011!

Archiv:

Energiepreis 2010

Energiepreis 2009

Neue Infoseite – Best Practice – auf www.Energiewende-Sta.de

Dienstag, Juni 28th, 2011

Best Practice beim Bauen und Sanieren

Die Homepage des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg e.V. hat eine neue Info-Seite unter der vorbildliche Neubau- und Gebäude-Sanierungsprojekte vorgestellt werden.

Unter der Überschrift Best Practice beim Bauen und Sanieren sind mit dem Energiepreis des Landkreises Starnberg ausgezeichneten Wohnhäuser und gewerblich genutzten Gebäude aus dem Landkreis Starnberg zu finden. Diese wurden entweder vorbildlich energetisch (und ästhetisch) saniert oder im Passivhaus- bzw. sogar Plus-Energiehaus-Standard erbaut und fallen durch besondere Attribute auf.

Die einzelnen Gebäude können anhand einer Präsentation (PDF-Download) begutachtet werden, dazu findet sich auch die Begründung der Jury für die jeweilige Entscheidung. Die Best-Practice-Beispiele sollen letztlich Anregungen geben und tragen vielleicht sogar dazu bei, dass Haus- und Baugrundeigentümer ihre eigenen kreativen Ideen und innovativen Vorstellungen beim Bau oder der Sanierung ihres Wohnhauses oder Gewerbegebäudes mutig umsetzen. Denn jeder kann individuell zur Energiewende beitragen!

Die neue Seite finden Sie unter dem Menüpunkt “Hintergrund – Bauen-Modernisieren – Best-Practice Bauen und Sanieren” oder ganz einfach mit einem Klick auf diesen Link!

Kommunen als Vorbilder für Energieeffizienz

Dienstag, April 19th, 2011

Vorbilder gesucht!
dena startet Wettbewerb für herausragende kommunale Effizienzprojekte

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ruft auch in diesem Jahr Deutschlands Städte und Gemeinden zur Teilnahme am Wettbewerb “Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele 2011″ auf.

Bis zum 15. September 2011 können beispielsweise Verwaltungen, Rathäuser und Schulen vorbildliche Energieeffizienzprojekte einreichen, die zur Endenergieeinsparung in kommunalen Einrichtungen beitragen. Es werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro ausgelobt. Der Wettbewerb findet in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) statt und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Weitere Informationen zur Teilnahme und zum Wettbewerb unter www.energieeffizienz-online.info .

Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt durch eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Politik, Verbänden und der dena. Um sich zu qualifizieren, müssen die Beiträge überdurchschnittliche Energieeinsparungen erreicht haben und bereits evaluiert sein. Teilnehmen können Kommunen jeder Größe sowie kommunale Einrichtungen und Betriebe, die zu mindestens zwei Dritteln im Besitz der öffentlichen Hand sind. Die Preisträger werden im Herbst beim dena-Energieeffizienzkongress, der am 21./22. November in Berlin stattfinden wird, öffentlich ausgezeichnet.

Besonders in Kommunen ist das Thema der effizienten Energienutzung aktuell wie nie zuvor. Nur durch gezielte Einsparungen kann der öffentliche Sektor trotz knapper Kassen seinen Aufgaben gerecht werden. Zahlreiche Initiativen und Projekte zeigen bereits Lösungen im öffentlichen Sektor auf, zum Beispiel bei der energetische Sanierung von Gebäuden, der Senkung des Energieverbrauchs von Beleuchtungsanlagen und IT-Anwendungen oder der Umsetzung von Energiemanagementsystemen.

Mit dem Label “Good Practice Energieeffizienz” kennzeichnet die dena beispielgebende Aktivitäten und Projekte, die zur Endenergieeinsparung beitragen. Die Verleihung des Labels wie auch der Wettbewerb sind Bestandteil der Aktivitäten der dena zur Unterstützung der nationalen Umsetzung der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie. Weitere Informationen zum Good-Practice-Angebot der dena unter www.energieeffizienz-online.info .

Quelle: Presseinformation des dena-infoservice, www.dena.de

Energiepreis 2010: Landkreis Starnberg kürt Gewinner

Sonntag, Januar 30th, 2011



Starnberg, 28. Januar 2011.
Der Landkreis Starnberg hat seine diesjährigen Energiepreisträger gefunden. Landrat Karl Roth zeichnete die Träger des zweiten Energiepreises am Donnerstagabend im Landratsamt aus. Der erste Preis ging an das Bio-Sonnenhaus von Susanne und Thomas Allner-Kiehling in Buch am Ammersee, der zweite Preis wurde Sabine und Hans-Wilhelm Knape aus Hausen für ihr Passivhaus mit Gewerbe und Kindertagesstätte verliehen und den dritte Preis holte sich Max Müller aus Herrsching für die Altbausanierung seines Elternhauses.

Die beiden ersten Preise, die an Neubauten verliehen wurden, erzeugen mehr Energie, als sie selbst verbrauchen und sind somit energieautark. Das Altbaugebäude, das den 3. Platz belegt,  wurde so vorbildlich energetisch aufgemöbelt, dass es ebenfalls kaum noch zusätzlicher Energiezufuhr bedarf – und das mit einer vertretbaren finanziellen Belastung für den Bauherrn.

Das Bio-Sonnenhaus Ammersee in Buch ist ein sehr ungewöhnlicher Bau und wurde deutlich zum Sieger erklärt. Der Grund: Hier wurde nicht nur vorbildlich in energetischer Hinsicht gebaut, sondern insbesondere wurde Wert auf 100 Prozent ökologische Baustoffe, deren vollständige Recyclingfähigkeit und die Realisierung mit Firmen aus der Region gelegt. Sogar bereits benutzte Materialien wurden verbaut, wie z.B. alte Türen aus einem Kloster oder ein altes Bad, das im Internet für 65 Euro ersteigert wurde. Darüber hinaus wurde das Gebäude mit viel Eigenleistung errichtet – als soziales Projekt, das mit 12 Helfern in 7.000 Stunden entstand. Das Bio-Sonnenhaus hat einen Warmwasserspeicher, der 14.000 Liter Wasser fasst und das Haus bei schlechtem Wetter über drei Wochen mit Warmwasser versorgen kann. Strom und Wärme werden auf dem 65°-geneigten und gegen Süden ausgerichteten Hausdach erzeugt, das vollständig mit Kollektoren und PV-Modulen belegt ist. Im Innenbereich wurden keinerlei Kunststoffe, Lacke und Stoffe mit Lösungsmitteln oder Chemikalien verwendet – alle verwendeten Baustoffe sind natürlich und naturbelassen. Selbst die 3-fach verglasten Fenster aus Eichenholz sind außen und innen unversiegelt.

Das Passivhaus der Familie Knape in Hausen (Gemeinde Gauting), das den 2. Platz erzielte, wurde ebenfalls für sein Gesamtkonzept gewürdigt. Denn das Gebäude, das in Holzständerbauweise mit Handwerkern aus der Region errichtet wurde, ist nicht nur zum Wohnen da, es beherbergt auch einen gewerblichen Bereich und eine Kindertagesstätte. Das Haus besticht durch eine schlichte Ästhetik, die sich besonders gut in die hiesige Landschaft einfügt und zu den anderen Dorfgebäuden passt und es erzeugt mehr Energie, als es selbst verbraucht. Die Solarmodule wurden gekonnt in die Fassade integriert und liefern auch im Winter Strom. Auch hier wurde auf die Recyclingfähigkeit der verwendeten Baumaterialien geachtet.

Das Haus vom Max Müller aus Herrsching, das den dritten Preis erhielt, dient als außerordentlich gutes Beispiel für Übertragbarkeit auf die vielen Altbauten in unserem Landkreis. Max Müller hat sein Einfamilienhaus energetisch konsequent, mit viel Eigenarbeit und damit in einem überschaubaren finanziellen Rahmen saniert. Dabei wurde der bisherige Charakter des Hauses nicht verändert, sondern vielmehr gekonnt unterstrichen.

Vier weitere Teilnehmer erhielten Urkunden: Werner Grünberger für sein neues Plusenergiehaus auf bestehendem Keller und das Architekturbüro von Czettritz für eine vorbildliche Sanierung in Starnberg, Alois Weindler aus Farchach für seine langjährigen energetischen und ökologischen Verbesserungen an Haus und Hof und der TÜV Süd als gewerbliches Vorbild für die energetische Sanierung seiner Niederlassung in Starnberg und sein Engagement für den Klimaschutz mit dem Aufbau einer Tankstelle für Elektromobile.

Einen Anerkennungspreis ging an den Arbeitskreis Energie der Agenda 21 aus Gilching, der sich seit 18 Jahren ehrenamtlich erfolgreich engagiert. Die Agendagruppe initiierte in dieser Zeit mehrere Bürgersolaranlagen in Gilching.

Landrat Karl Roth freute sich über die hohe Qualität der 25 Bewerbungen, die für 2010 eingereicht wurden. Die Preise wurden nur für konkret umgesetzte Projekte vergeben, nicht für “Fantasien und Hirngespinste”. Eine Jury hatte die Bewerbungen eingehend geprüft und sich die Häuser, die nominiert waren, alle bei einer Ortsbegehung angesehen.

Ökostrom: Vorreiterrolle zahlt sich aus

Freitag, Januar 21st, 2011

Die Energie-Kommune des Monats, Planegg, zeigt: Mit Erneuerbaren Energien können Gemeinden Geld sparen

Berlin, 21. Januar 2011 – Die oberbayerische Gemeinde Planegg ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Januar 2011 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Im Januar geht die knapp 10.000 Einwohner zählende Gemeinde am südwestlichen Stadtrand von München in das zehnte Jahr der Versorgung aller öffentlichen Liegenschaften mit Strom aus Erneuerbaren Energien. Richard Richter, der Leiter des Bau- und Umweltamtes von Planegg, berichtet von einer allgemeinen Begeisterung für die ökologische Verantwortung: „Es freut meine Kollegen aus dem Bau- und Umweltamt und mich ganz besonders, dass im Planegger Gemeinderat immer wieder eine breite, parteiübergreifende Mehrheit bereit ist, beim Umwelt- und Klimaschutz eine Vorreiterrolle zu übernehmen.“

Die Freude steigerte sich noch, als Richter auffiel, dass der seit Januar 2011 für Privatkunden geltende Tarif des Grundversorgers E.ON Bayern höher liegt als jener der Naturstrom AG, von der auch die Gemeinde Planegg ihren Ökostrom bezieht. Dabei waren die Beweggründe beim Wechsel zur Naturstrom AG im Jahr 2002 noch ganz andere. „Wir waren und sind Überzeugungstäter, denn die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion – auch in Sachen Energie“, kommentiert die amtierende Bürgermeisterin von Planegg, Annemarie Detsch.

Um sicher zu gehen, dass der Strom wirklich aus Erneuerbaren Quellen stammt, sollte man auf das Grüne Strom Label (GSL) achten. Es stellt sicher, dass Teile der Kundenbeiträge direkt in die Neuerrichtung von Anlagen der Erneuerbaren Energien investiert werden. Die Bürgermeisterin teilt diesen Ansatz einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik: „Die Entscheidung für den Bezug von Ökostrom war für uns ein erster Schritt auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften.“

„Das Beispiel Planegg zeigt, dass Strom aus Erneuerbaren Energien schon heute häufig günstiger ist, als die Stromtarife der konventionellen Anbieter“, meint Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien anlässlich der Bekanntgabe der „Energie-Kommune“ des Monats. „Letztlich gilt für Kommunen ebenso wie für alle Verbraucher: Auf Erneuerbare Energien zu setzen zahlt sich aus“, so Mayers Fazit.