Kategorie: Zukunft

Energiepreis 2018

Donnerstag, Juli 5th, 2018

Der Energiepreis des Jahres 2018 für den Landkreis Starnberg wird vergeben. Ob pfiffige Umsetzung einer  innovativen Heizungs- oder Klimatechnik oder neuartiger Produktionsprozess mit Aha-Effekt, ob ausgeklügelte Speichertechnik oder tolles Bildungsangebot, das neue Wege des Lernens beschreitet oder einfach begeistert?

Wir suchen ab sofort den Preisträger für 2018!

Sie haben selbst ein besonderes, neuartiges Vorhaben umgesetzt oder kennen ein solches? Sie wissen von einem Pilotprojekt, das zur Steigerung der Energieeffizienz oder Energieeinsparung beiträgt? Sie haben eine neue Initiative gestartet, das ein außergewöhnliches Lernkonzept umsetzt oder spezielle Zielgruppen anspricht?

Dann bewerben Sie sich! Oder geben Sie einem möglichen Bewerber einen Tipp! Anbei finden Sie das Faltblatt mit Informationien zum Energiepreis 2018.

Wenn Sie Interesse an einer Bewerbung haben oder wenn Ihnen ein Projekt / eine Initiative / eine technische Innovation in der Nachbarschaft bekannt ist: Einfach formlos beim Landratsamt unter der unten angegebenen Adresse melden – vielen Dank!

Wir freuen uns über zahlreiche Bewerbungen um den Energiepreis 2018!

Bewerbungen sind noch bis Oktober dieses Jahres möglich. Weitere Infos erhalten Sie gerne bei Herbert Schwarz, Telefon 08151 148-442, umweltberatung@LRA-starnberg.de

CETA-DEMO am 17. September

Freitag, August 5th, 2016

Die glorreichen Sieben gegen CETA & TTIP

Am 17. September finden zeitgleich in sieben Städten Kundgebungen gegen TTIP und CETA statt – kurz bevor in der SPD und dann im EU-Ministerrat über CETA entschieden wird. Wenn wir jetzt das EU-Kanada-Abkommen CETA stoppen, dann ist auch TTIP Geschichte. Zwar verhandeln USA und EU fleißig weiter – aber TTIP wackelt. Das ist ein erster Erfolg der Aktionsbündnisse. Die beiden undemokratischen Abkommen CETA und TTIP, die den demokratischen Staat aushöhlen und nationalen Verbraucher-, Umwelt- und Naturschutz zweifellos gefährden, müssen verhindert werden. Erste Staaten haben bereits Lehrgeld bezahlt. So hat sich Kolumbien wegen eines streng geschützten Regenwaldgebiets gegen den Abbau von Gold durch US-amerikanische und kanadische Minenbetreiber gewehrt und wurde zur Zahlung von 61 Milliarden US-Dollar durch ein internationales Schiedsgericht verklagt. Kanada hat soeben gegen eine US-Firma verloren, weil es aus Umweltschutzgründen den Betrieb eines Steinbruchs nicht zulassen wollte und muss der Firma nun – bevor noch von dieser Investitionen getätigt wurden – 300 Millionen Doller bezahlen  … Wollen wir soetwas auch bei uns? Die Macht der Wirtschaft vor dem Staat? Der souveräne Staat hat keine Souveränität mehr mit TTIP und CETA!

90.000 Menschen demonstrieren in Hannover gegen TTIP. Anlass ist der Besuch des US-Präsidenten Barack Obama.

Hier die DEMO-Termine – Wann und wo

  • In Berlin: Auftakt 12 Uhr, Alexanderplatz (Karl-Marx-Allee)
  • In Frankfurt am Main: Auftakt 12 Uhr, Baseler Platz
  • In Hamburg: Auftakt 12 Uhr, Rathausmarkt
  • In Köln: Auftakt 12 Uhr, Deutzer Werft (Siegburger Straße)
  • In Leipzig: Auftakt 12 Uhr, Wilhelm-Leuschner-Platz
  • In München: Auftakt 12 Uhr, Odeonsplatz
  • In Stuttgart: Auftakt 12 Uhr, vor dem Hauptbahnhof

Quelle: Campact, Foto: Campact

 

 

Klimaschutz: Wer verschmutzt, muss zahlen!

Freitag, Juli 8th, 2016

Vortrag am Mittwoch, 13.Juli 2016, 18.30 Uhr, oekom zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rgb., 80337 München (U-Bahn Goetheplatz)

  • Eigentlich sollten wir in Deutschland auf Bus und Bahn umsteigen – doch wir kaufen SUVs wie nie zuvor, weil Benzin und Diesel billig sind.
  • Eigentlich sollten flexible Gaskraftwerke Strom aus Wind- und Sonne ergänzen und die Kohle-Verstromung sukzessive reduziert werden – doch die Gaskraftwerke stehen still und Kohlekraftwerke blasen ohne Unterlass ihre dreckige Fracht in die Atmosphäre, da der Preis im CO2 – Emissionshandel am Boden liegt.
  • Eigentlich sollten wir unsere Gebäude dämmen und klimafreundliche Heizsysteme installieren, doch Ölheizungen erleben derzeit bei niedrigem Ölpreis eine Renaissance.
  • Eigentlich sollten wir unser Leben angesichts der drängenden Klimaproblematik an Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichten, aber wer dies versucht ist Einzelkämpfer und bezahlt oft mehr für weniger.

Eine absurde Situation. Und doch ist es die Realität 2016. Wir lernen daraus: Appelle für mehr Klimaschutz fruchten nicht, solange die finanziellen Anreize in die falsche Richtung gehen. Diese Anreize kann jedoch nur der Gesetzgeber setzen. Es darf in Deutschland und Europa nicht länger (fast) kostenlos sein, CO2 auszustoßen.

Viele unserer Nachbarländer haben inzwischen eigene CO2-Steuern eingeführt.

  • Sollte Deutschland diesem Beispiel folgen – und wenn ja, wie?
  • Was sollte mit dem eingenommenen Geld geschehen?
  • Ist eine sozial verträgliche Ausgestaltung der Steuern möglich?

Diese und andere Fragen werden wir bei der Veranstaltung „Wer verschmutzt muss zahlen! Effektiver Klimaschutz mit einem wirksamen Preis für CO2“ diskutieren.

Referenten: Martin Delker, Michael Schröder-Schulze, Andreas Wolfsteiner – Verein Bürgerlobby Klimaschutz, Jakob Schoof – FÖS-Regionalgruppe München

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Verein Bürgerlobby Klimaschutz (http://ccl-d.org/) und der Umwelt-Akademie e.V. (http://www.die-umwelt-akademie.de/index.php) statt.

Zweite Runde der Sanierungstreffs abgeschlossen

Donnerstag, Juli 7th, 2016

Die zweite Runde der Sanierungstreffs im Landkreis Starnberg ist zu Ende.  Die Sanierungstreffs wurden auch diesmal positiv bewertet: „Die Treffen waren für mich sehr informativ, insbesondere, weil einige Teilnehmer schon über eigene Erfahrungen mit Sanierung berichten konnten“, erzählt ein Teilnehmer aus Gilching.

Im Oktober folgt nun die dritte Runde mit vielfältigen Themen und fachkundigen Experten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Couple of man and woman sitting in front of their home or house in wicker chairs

Zum Abschluss des zweiten Durchgangs wurde in Herrsching ein frisch saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren besichtigt. „Lieber sorgfältig in Etappen sanieren, als ein halbherziger Schnellschuss beim Hauskauf“, so lautet das Resümee. Das Fertighaus war Schritt für Schritt saniert worden und hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. Es zeigt, wie sich viele Maßnahmen über einen langen Zeitraum umsetzen lassen und auf diese Weise anstatt eines mittelmäßigen energetischen Standards schließlich ein sehr hoher Standard erreicht wird.

Bei der Besichtigung des 40 Jahre alten Fertighauses ließen sich die Teilnehmer die ganze Palette der Möglichkeiten vorführen. Die Energie der Sonne wird
zur Warmwassergewinnung, zur Stromerzeugung und letztlich für die
Mobilität mit Pedelec und E-Auto genutzt. Die Teilnehmer ließen sich alle Details
von Material über Technik bis hin zum Verfahren bei den Förderanträgen erläutern. Hausbesitzer Gerd Mulert betonte dabei vor allem den Gewinn an
Wohnqualität durch die aus Kork angebrachte Außenwand-Dämmung und den
Austausch von Fenstern und Haustüren.
Angesichts der zunehmend heißen Tage möchte die Klimaschutzmanagerin des
Landkreises Starnberg, Josefine Anderer-Hirt, die Eigenheimbesitzer umso mehr
zum Sanieren motivieren. Sie weist darauf hin, dass gezielte bauliche Maßnahmen
ein starkes Erhitzen von Räumen im Sommer verhindern können. Immerhin
befinden sich etwa 40 Prozent der Wohnflächen von Eigenheimen im
Dachgeschoss – meist Kinder- und Schlafzimmer. Daher steht selbstverständlich das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ auf der Agenda der im Herbst startenden Sanierungstreffs.

Anmeldungen für die Sanierungstreffs ab Oktober sind möglich unter Telefon 08151 148-352 oder per E-Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer sich vorab über Termine und Themen informieren möchte, kann dies im
Internet unter www.sanierungstreff.de tun.

Die Aktion „Sanierungstreff“ ist eine Initiative des Landkreises. Sie will den
Eigentümern die Vorteile einer Sanierung näher bringen und die Hemmschwelle
vor entsprechenden Maßnahmen abbauen. Die Treffen werden von Experten
begleitet und finden über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Monaten in den
Gemeinden Gauting, Pöcking, Seefeld sowie in der Stadt Starnberg statt.

Windenergie in Bayern kommt zum Stillstand

Freitag, Juli 1st, 2016

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten: Die Einführung der strengen 10H-Abstandregel für neue Windenergieanlagen in Bayern führt zum völligen Stillstand des Windkraft-Ausbaus. Das bestätigt nun die Antwort der bayerischen Landesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Martin Stümpfig.

Wie das bayerische Wirtschaftsministerium laut Stümpfig mitgeteilt hat, wurden im ersten Quartal 2016 bayernweit keinerlei Neuanträge auf Genehmigung einer Windkraftanlage gestellt. Bei den Landtags-Grünen geht man davon aus, dass dies auch für das zweite Quartal gilt.

Stümpfig: Windkraft in Bayern tot
Stümpfig, energiepolitischer Sprecher der Landtags-Grünen in Bayern, ist verärgert: „Die CSU-Regierung hat die Windkraft in Bayern mit ihrem 10H-Gesetz tatsächlich tot gemacht.“ Nur spärlich seien zudem bereits eingereichte Genehmigungsanträge bewilligt, heißt es in der Mitteilung des Grünen-Politikers. Diese Zahlen würden sich quartalsweise im niedersten zweistelligen Bereich bewegen. „Der Ausbau der Windkraft in Bayern ist de facto zum Erliegen gekommen“, unterstreicht Stümpfig. „Wie die CSU-Regierung in ihrer Stellungnahme  davon ausgehen kann, dass die energiepolitischen Ziele erreicht werden, erschließt sich mir nicht.“

10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand stellen
Aufgrund der erschreckenden Zahlen fordert Stümpfig, die 10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand zu stellen. Der bislang angerichtete Schaden sei zwar groß, könne aber eingedämmt werden, wenn man die Abstandsregeln zeitnah lockere, so der Vorschlag des bayerischen Oppositions-Politikers.

Wirtschaftliche Nachteile für Bayern
Zuletzt hatte der Regensburger Windenergie-Projektierer Ostwind darauf hingewiesen, was sich Bayern durch die restriktive 10h-Abstandsregelung entgehen lässt, wenn Windenergieanlagen einen Mindestabstand  zur der nächsten Wohnbebauung einhalten müssen, der dem Zehnfachen der Anlagen-Gesamthöhe entspricht. Beim Baubeginn für den Windpark im Raitenbucher Forst, dem größten Wald-Windpark in Bayern, machte Ostwind deutlich, wie eine Region wirtschaftlich an der Windenergie gewinnen kann. „Aber der Windpark macht eben auch deutlich, welche Chancen sich Bayern in Zukunft entgehen lässt“, mahnte Ostwind-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart.

Quelle: IWR Online