Das Stromnetz als Marktplatz

Wie das Fachinformationszentrum (FIZ) Karlruhe berichtet, wird im Forschungsprojekt „Modellstadt Mannheim“ ein virtueller Energiemarktplatz für Energieerzeuger, -verbraucher und Netzbetreiber entwickelt. Dort können die Kunden sowohl die Herkunft ihres Stroms als auch den aktuellen Preis erkennen. Außerdem lassen sich Zeitpunkt und Umfang des Verbrauchs sowie die Lieferung von Strom aus eigenen Erzeugungsanlagen direkt beeinflussen. Neben elektrischer Energie funktioniert das neue System ebenso für Gas, Wasser und Fernwärme.

Das Modellprojekt testet insbesondere, wie in Zukunft große Mengen zentral und dezentral eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien bei stark schwankendem Angebot in den Stromnetze verlässlich transportiert und verteilt werden können. Im Energiemarkt der Zukunft spielen Reserven, Speicher und Flexibilität eine zentrale Rolle. Eine Energiewende ist ohne eine derartige virtuelle Steuerung des Strom- und Energiemarkts nicht denkbar.

In der Projektinformation „Das Stromnetz wird zum Marktplatz“ werden die Modellstadt und das Konzept des so genannten Energiebutlers vorgestellt. Auch auf vergleichbare Ansätze anderer Modellstädte und –regionen wird hingewiesen. Sie finden die vollständige Projektinfo unter http://www.bine.info/…

Quelle: BINE-Informationsdienst

Foto: IDW und BASF-Pressedienst

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