Der Strompreisanstieg im Januar ist nicht gerechtfertigt!

Bereits im August vergangenen Jahres schlug das Thema der geplanten „Erhöhung der Energiepreise“ hohe Wellen, der Ökostrom soll für die Preissteigerungen verantwortlich sein, wie Interessenverbände, die Energiekonzerne und zahlreiche Politiker betonen. Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg veröffentlichte in einem aktuellen Beitrag am 9. August ein Kurzgutachten, welches das Gegenteil belegt. Die Untersuchung von Gunnar Harms im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen zeigt: Wenn die Stromversorger die höheren Ökostromkosten voll an die Verbraucher weitergeben, vergrößern Sie nur die eigenen Gewinne, weil nämlich die Beschaffungskosten für Strom an der Börse erheblich niedriger geworden und damit die Gesamtkosten für Strom gesunken sind.

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Ende Dezember wurde nun aus aktuellem Anlass erneut ein Kurzgutachten von Gunnar Harms veröffentlicht, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten: Download Kurzgutachten Strompreiserhöhung Harms Dez 2010

Die Kosten für die Strombeschaffung an der Börse  sind nämlich seit Herbst 2008 um ein Drittel gesunken und auch die Umlage für die Kraft-Wärme-Kopplung ist weniger geworden. Das heißt,  seit 2008 haben die Stromversorger Jahr für Jahr lediglich ihre Gewinne erhöht statt die Preisvorteile an die Verbraucher weiterzugeben.

Verbraucher sollten daher die aktuellen Strompreiserhöhungen zum Anlass nehmen, über einen Wechsel des Stromversorgers nachzudenken. Dabei sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen: „Wie beim Wahlzettel stimmt der Verbraucher mit dem Versorgerwechsel auch über die Geschäftspolitik des Versorger ab“, sagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher.

Quelle: Bund der Energieverbraucher, Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Bündnis 90/Die Grünen

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