Die EEG-Umlage

Demnächst wird die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) für das Jahr 2013 bekannt gegeben. Mitte Oktober soll klar sein, was hinter der Debatte über den Anstieg der Umlage von 3,5 auf 5 Cent pro Kilowattstunde.

Wird der Strom durch die Erneuerbaren Energien teurer?
Eine Energiewende gibt es nicht zum Nulltarif, sie wird sich jedoch gewiss auszahlen. Zählte die Solarenergie vor nur wenigen Jahren noch zu den teuersten Energieformen überhaupt, so wird der Sonnenstrom mittelfristig zu einer der preiswertesten Energiequellen überhaupt werden. Ein weiterer Photovoltaik-Ausbau wirkt sich nur noch geringfügig auf die Strompreise aus. Tatsächlich senken die Erneuerbaren Energien schon heute erheblich den Preis an der Strombörse, indem sie zu Spitzenlast-Zeiten teureren Strom aus fossil befeuerten Kraftwerken ersetzen. Diese Kostenersparnis kommt bislang bei den Verbrauchern nicht an und wird bei der Berechnung der EEG-Umlage nicht berücksichtigt.

Könnte man den Preisanstieg durch einen verlangsamten Ausbau der Erneuerbaren bremsen?
Nein, dauerhaft schützt nur der Ausbau der Erneuerbaren Energien vor weiter steigenden Preisen für Öl, Gas, Kohle und Uran. Solarenergie und Windkraft sind zwei wesentliche Bausteine einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Oft wird übersehen, dass auch ohne eine Umstellung auf Erneuerbare Energien eine Modernisierung und Erneuerung des Kraftwerksparks und Stromnetzes unvermeidbar wäre. Das Bundeswirtschaftsministerium hat errechnen lassen, dass die Preise für Steinkohlekraftwerke von 2005 bis 2010 um mehr als 40 Prozent zugelegt haben. Photovoltaik-Anlagen wurden hingegen in den Jahren 2006 bis 2012 um 66 Prozent günstiger. Auch wenn die Energiewende gestoppt würde, würden die Strompreise somit weiter steigen.

Welche Mehrkosten entstehen durch den Ausbau Erneuerbarer Energien?
Die EEG-Umlage wird auch im Jahr 2013 nur etwa 0,5 Prozent der Gesamtausgaben eines Durchschnittshaushalts ausmachen. Lediglich rund 3,5 Prozent der Energiekosten eines Durchschnittshaushaltes ist auf den Ausbau Erneuerbarer Energien im Stromsektor zurückzuführen. Würden die direkten und immer noch in hohem Umfang gewährten indirekten staatlichen Förderungen der konventionellen fossilen Energien ebenfalls transparent über die Stromrechnung gezahlt wie dies bei Erneuerbaren Energien mit der EEG-Umlage der Fall ist, dann müssten die Strompreise deutlich höher liegen. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat berechnet, dass eine „Fossile Energien-Umlage“ im Jahr 2012 pro Kilowattstunde (kWh) rund 10 Cent betragen würde. Zum Vergleich: Für die Erneuerbaren Energien werden privaten Stromverbrauchern im nächsten Jahr voraussichtlich rund 5 Cent/kWh in Rechnung gestellt.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Bild: weltderphysik.de

Eintrag kommentieren