Elektromobil-Boom startet: Wie lange reichen die Rohstoffe?

An Rohstoffknappheit wird die Verbreitung des Elektroautos nicht scheitern. Die weltweit bekannten Vorräte an Lithiumcarbonat, das vor allem für die Batterieherstellung benötigt wird, belaufen sich laut dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) auf 135 Millionen bis 160 Millionen Tonnen. Rein rechnerisch könnten damit 200 Jahre lang jährlich 50 Millionen E-Autos mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet werden.

Auch an anderen Rohstoffen wie Kupfer herrscht kein Mangel. Das Metall kommt vor allem in den Elektromotoren zum Einsatz. Laut dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI beansprucht die Automobilindustrie selbst bei einem 85-prozentigen Marktanteil des Elektroautos nicht mehr als 21 Prozent der weltweiten Kupfer-Nachfrage. Die geologischen Vorräte an Kupfer sind ausreichend, um die Nachfrage in allen Anwendungsbereichen in den nächsten Jahrzehnten zu decken. Die geopolitischen Risiken sind hier im Vergleich zu anderen Rohstoffen gering, weil die Vorkommen auf viele Länder verteilt sind.

Die Automobilindustrie rüstet auf

Der Automobilkonzern General Motors stockt die bisherige Planung für Elektroautos deutlich auf. Bereits im ersten vollen Produktionsjahr 2012 sollen etwa 45.000 Chevrolet Volt in Detroit vom Band rollen. Der Endpreis für das Fahrzeug, das zusätzlich einen Verbrennungsmotor hat, der bei leerer Batterie anspringt, soll 41.000 Dollar betragen. Laut General Motors gibt es bereits 25.000 Interessenten für den Volt. Nach Deutschland kommt das Modell frühestens Ende 2011, dann bringt Konzern-Tochter Opel unter dem Namen Ampera ein baugleiches Fahrzeug auf den Markt.
Der Konkurrent Nissan will ab 2011 das Elektroauto Nissan Leaf ebenfalls in Europa für rund 30.000 Euro anbieten – allerdings hat dieses Auto mit etwa 160 Kilometern eine deutlich geringere Reichweite als der etwas teurere Ampera bzw. Volt.

Weitere Informationen zum Thema Elektroauto finden Sie unter www.dnem.de und www.mein-elektroauto.com, zum Thema Infrastruktur ist zum Beispiel die Seite www.energieparken.de interessant. Vom 19.-21. Oktober findet in München die  Messe „ECARTEC“ statt. Mehr Info unter www.ecartec.de

Quelle: Focus

Foto: Daimler

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