Erneuerbare Energien – Zahlen, Daten, Fakten

Erneuerbare Energien – das heißt: Energie aus nachhaltigen Quellen, wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle sowie dem Kernbrennstoff Uran verbrauchen sich diese Energiequellen nicht. Sie sind erneuerbar und damit kontinuierlich verfügbar. Erneuerbare Energien sichern somit  die Energieversorgung der Zukunft und schützen unser Klima. Sie sind bereits Exportschlager, steigern Umsatz und Beschäftigung lokal, regional, bundes- und weltweit.

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Zahlen, Daten und Fakten, die den ökologischen und ökonomischen Nutzen von Erneuerbaren Energien belegen – vielen ist nur zum Lesen und einiges auch zum Download.

Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien günstiger als mit konventionellen

Hier finden Sie den Plan für die Umsetzung einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2030 von Jacobson/Delucchi aus Spektrum der Wissenschaft (12/2009):

Emissionsfreie Versorgung der Welt mit Erneuerbaren Energien

und die Berechnungen von Dr. Werner Zittel:

Abschätzung der jährlichen weltweiten Ausgaben

sowie eine Zusammenfassung der Studienergebnisse von der Energy Watch Group:

Studie_EE guenstiger als fossile Energie 2010n für Energieversorgung

Hier ein Plan für die Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien in Bayern bis 2020 (von Prof. Dr. Ernst Schrimpff, augezeichnet mit dem deutschen Solarpreis):

Die Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien ist in Bayern bis 2020 möglich! (Stand 08/2012)

Beschäftigte im Sektor Erneuerbare Energien

In Deutschland sind 378.000 Personen im Sektor Erneuerbare Energien tätig. Bayern gilt dabei als größter Arbeitgeber mit 68.850 Beschäftigten in Solar-, Bio-, Windenergie, Geothermie und Wasserkraft. Die meisten Personen sind in Deutschland im Bereich Bioenergie tätig (128.900), dicht gefolgt von der Windenergie (117.900) und der Solarenergie (Deutschland: 100.500). Zu den genannten Zahlen kommen bundesweit noch 10.000 weitere Arbeitsplätze für öffentliche Forschung und Verwaltung hinzu, die hier noch nicht mit berücksichtigt wurden.

Um die Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und effizienter gestalten zu können wurden in der Bundesrepublik 61,2 Mio Euro für Forschungsarbeiten ausgegeben. Die gesellschaftliche Akzeptanz Erneuerbarer Energien in der Nachbarschaft liegt in der Republik bei durchschnittlich 64%. Dies wurde durch die Umfrage „Akzeptanz Erneuerbare Energien“ der Agentur für Erneuerbare Energien ermittelt.

Alle genannten und weitere wichtige Daten zu Erneuerbaren Energien in Deutschland finden Sie auf der Seite „föderal erneuerbar“ www.foederal-erneuerbar.de der Agentur für Erneuerbare Energien.

Den Jahresreport Föderal Erneuerbar können Sie unter www.unendlich-viel-energie.de herunterladen. Informationen dazu finden Sie auch unter unseren Publikationen und Buchtipps.

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Neue Regelungen Erneuerbare Energien

Neues Förderprogramm für dezentrale Batteriespeichersysteme

Am 1. Mai 2013 startet ein neues Förderprogramm des Bundesumweltministeriums (BMU) und der KfW Bankengruppe. Gefördert wird die Investition in Batteriespeichersysteme, welche zusammen mit Photovoltaikanlagen betrieben werden.
Die Förderung ist als KfW-Programm ausgestaltet und besteht aus einem zinsgünstigen Kredit und einem Tilgungszuschuss für die Investitionskosten in das Speichersystem. Für das Jahr 2013 stehen insgesamt Mittel in der Höhe von 25 Mio. Euro für die Förderung zur Verfügung. Der Tilgungszuschuss beträgt dabei maximal 30 % an den Investitionskosten für das Batteriespeichersystem. Es erfolgen keine Tilgungszuschüsse für die Investition in Photovoltaikanlagen. Der Kredit kann aber bei der KfW im Falle der Investition in ein kombiniertes Photovoltaikanlagen-Batteriespeichersystem für die Gesamtinvestition beantragt werden.
Die Investition in das Batteriespeichersystem ist grundsätzlich nur förderfähig, wenn die Photovoltaikanlage nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurde und wenn die Photovoltaikanlage über eine installierte Leistung von maximal 30 Kilowattpeak verfügt.
Die Förderung wird an anspruchsvolle technische Voraussetzungen geknüpft. Für eine Förderung muss ein Beitrag zur lokalen Netzentlastung geliefert werden, die Mittagsspitzen der Photovoltaikanlage werden nicht ins Netz eingespeist, sondern im Speicher für die spätere Nutzung im Eigenheim zwischengespeichert.

Marktanreizprogramm (MAP)

Das Marktanreizprogramm fördert Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien. Ab dem 15. August 2012 erhöht das Bundesumweltministerium die Förderung für Investitionen.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

I. BAFA Teil (Investitionszuschüsse für die kleineren Anlagen)

  1. Bei Solarkollektoren bis 40 m2 Kollektorfläche (thermische Nutzung der Solarenergie) sowie Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung werden neue Mindestförderbeträge eingeführt. Davon profitieren die Anlagen, die üblicherweise in Einfamilienhäusern eingesetzt werden: Sie erhalten damit eine bis zu 400 € höhere Förderung. Die Basisfördersätze, die in Abhängigkeit von der Größe der Anlage gewährt werden, bleiben unverändert. Gefördert werden nur Anlagen in Bestandsbauten.
  2. Die Bonusförderung, die besonders innovative Techniken oder die Kombination förderwürdiger Techniken belohnt, wird ausgebaut: Die gleichzeitige Errichtung einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe mit einer Solarkollektoranlage zur reinen Warmwasserbereitung wird zukünftig mit einem Bonus von 500 € belohnt. Neu ist auch ein Effizienzbonus für den Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden. Mit einer zusätzlichen Förderung von 500 € pro Anlage werden Wärmepumpen belohnt, die einen neuen Pufferspeicher mit bestimmter Min-destgröße aufweisen.
  3. Die Innovationsförderung für große Solarthermieanlagen (ab 20 m2) in Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 m2 Nutzfläche ist jetzt auch für Neubauten möglich.
  4. Die Förderung von Solarkollektoranlagen zur Prozesswärmebereitstellung wird deutlich auf bis zu 50 % der Nettoinvestitionskosten angehoben. Der Förderung kann nun bis zu einer Fläche von 1000 m2 auch als einmaliger Zuschuss gewährt werden (über das BAFA).
  5. Die Errichtung bzw. Nachrüstung von Anlagenteilen zur Emissionsminderung und/oder Effizienzsteigerung bei Biomasseanlagen im Gebäudebestand wird mit 750 € je Anlage (vorher 500 €) belohnt. Für den Einsatz im Neubau gibt es erstmals eine Förderung (850 €).

II. KfW-Teil (Darlehen und Tilgungszuschüsse im KfW-Programm Erneuerbare Energien Premium)

  1. Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen im KfW-Teil (ab 40 m2) betragen nun-mehr bis zu 50 % (vorher 30 %) der Investitionskosten (gilt für Prozesswärme oder solare Kälte).
  2. Große Wärmepumpen ab 100 kW Leistung sind nun auch im Neubau förderfähig.
  3. Biogasleitungen können in bestimmten Anwendungen (Biogaserzeugung nach dem EEG 2012) wieder gefördert werden.
  4. Die Fördermöglichkeiten für Tiefengeothermie werden ausgeweitet: Zukünftig können nicht mehr nur Anlagen zur thermischen Nutzung gefördert werden, sondern in geringerem Umfang auch stromerzeugende Anlagen.
  5. Für Wärmenetze und Wärmespeicher, die von der verbesserten Förderung nach dem am 19. Juli 2012 in Kraft getretenen novellierten Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz profitieren, ist künftig keine Förderung mehr vorgesehen.

Neuregelung Photovoltaik rückwirkend zum 1. April 2012

Die Neuregelungen zur Novelle EEG 2012 finden Sie unter Energie im Fokus_Sonnenenergie

 

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