Energiewende für Penzberg

Die Stadt Penzberg möchte sich 2035 vollständig selbst mit Energie versorgen. Hauptsächlich soll dies mit dem verstärkten Einsatz von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen geschehen. Den Weg zum gesetzten Ziel soll das Penzberger Energie- und Klimaschutzkonzept weisen.

Insgesamt könnten 65 Prozent des derzeitigen Stromverbrauchs und 16 Prozent des Wärmebedarfs in Penzberg durch erneuerbare Energien ersetzt werden. 1.200 Megawattstunden, das heißt etwa ein Prozent des Jahresstromverbrauchs im gesamten Penzberger Stadtgebiet kamen im Jahr 2009 von PV-Anlagen. Von der Stadt werden zwei Anlagen betrieben, eine auf dem Dach der Grund- und Hauptschule und eine auf dem des Kinderhortes. Privat wurden zwischen 2000 und 2009 124 Solaranlagen installiert. Die Leistung ist in diesem Zeitraum um das 60-fache angewachsen.

Im Landkreis-Vergleich liegt Penzberg mit diesen Zahlen weit hinten. Durchschnittlich werden im Landkreis 7,6 Prozent der Gebäude und Freiflächen mit geeigneten Süddächern bedeckt. Penzberg nutzt lediglich drei Prozent. Grundsätzlich stehen 500 000 Quadratmeter Dachfläche, ein Fünftel des Stadtgebietes, zur Verfügung. Würden auch die restlichen 97 Prozent genutzt werden, könnten laut Klimaschutzkonzept 30 Prozent des Strombedarfs abgedeckt werden. Nimmt man nur die Privathaushalte, wären es sogar 180 Prozent.

In der Solarthermie sehen Experten eine weitere Chance für Penzberg. Entscheidend sei hierbei, ob in einem Gebäude viel warmes Wasser gebraucht wird. Durch diese Technologie, die bezüglich der Dachausrichtung anspruchsvoller ist als Solarstrom-Anlagen, könnten 28 Megawattstunden Energie erzeugt werden. 20 Prozent des Wärmebedarfs der Privathaushalte könnten so mit Solarthermie gedeckt werden. Bisher werden erst drei Prozent dieses Potenzials genutzt. Geheizt wird immer noch fast nur mit fossilen Energieträgern wie beispielsweise mit Erdöl. Die Städte Penzberg und Weilheim sind Spitzenreiter im Landkreis bei den Treibhausgas-Emissionen, die bei der Beheizung der Wohngebäude freigesetzt werden.

Quelle: Merkur online

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