Energiewende lässt Importabgängigkeit fossiler Rohstoffe sinken

Durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien sparte Deutschland im Jahr 2011 6,02 Milliarden Euro nur durch den Verzicht fossiler Energieträgerimporte. Je mehr Energie im Inland auf regenerative Art erzeugt wird, desto weniger fossile Energieträger müssen importiert werden. Im Vorjahr noch wurden 220 Millionen Euro mehr für die Einfuhr von Kohle, Öl und Gas ausgegeben. Diese Zahlen gehen aus einer Kosten-Nutzen-Studie Erneuerbarer Energien, die vom Bundesumweltministerium geförderten wurde, hervor. „Heute Erneuerbare Energien zu fördern bedeutet, die Abhängigkeit von Rohstoffimporten und von schwankenden Preisen zu verringern“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.

Deutschland ein Importland fossiler Energien

Die Brennstoffe für Deutschland werden hauptsächlich importiert. 87 Prozent des Erdgases, 98 Prozent des Rohöls, 77 Prozent der Steinkohle und 100 Prozent des Urans stammt laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen aus dem Ausland. Deutschland besitzt damit eine sehr hohe Abhängigkeit gegenüber Staaten mit konventionellen Energieressourcen.

Rohöl – teuer wie nie zuvor

Deutschland ist der sechstgrößte Erdölimporteur der Welt. Im Jahr 2011 hat die deutsche Mineralölindustrie mit durchschnittlich 593 Euro pro Tonne einen Spitzenwert für den Rohölimport bezahlt. Der steigende Trend hält an und so wurden im August 2012 für eine Tonne Rohöl frei ab Grenze bereits 666 Euro bezahlt. Für den Import fossiler Energiequellen gab Deutschland 2011 insgesamt 81,2 Milliarden Euro aus.

Kosten für fossile Rohstoffe steigen

Der Blick auf die vergangenen Jahre macht deutlich: Die Kosten für fossile Energieträger kennen nur eine Richtung – nach oben“, so Vohrer. In manchen wissenschaftlichen Prognosen wird angenommen, dass die Rohstoffpreise im Jahr 2020 geringer ausfallen werden als im Jahr 2010. „Die bisherigen Entwicklungen lassen allerdings nicht erkennen, woher eine plötzliche Trendumkehr kommen sollte“, so Vohrer. Legt man die wahrscheinlicheren Szenarien zu Grunde, so könnten die Ausgaben für fossile Energieimporte bei gleichbleibenden Importmengen schon im Jahr 2020 bis zu 40 Milliarden Euro höher sein als 2011. „Um diese Entwicklung zu verhindern, ist es notwendig, die Importabhängigkeit mithilfe der Erneuerbaren Energien zu mindern“, betont Vohrer. „Denn Wind- und Sonnenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie sind unerschöpflich und stehen hierzulande zur Verfügung.“

Vorteile Erneuerbarer Energien im Web

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat einige Vorteile Erneuerbarer Energien auf ihrer Internetseite unter dem Stichwort „Gute Gründe“ aufgeführt: www.unendlich-viel-energie.de/de/panorama/gute-gruende.html

Jeden Wochentag soll außerdem ein Grund für die Förderung Erneuerbarer Energien auf ihrer Facebook-Seite (www.facebook.com/AgenturfuerErneuerbareEnergien) genauer vorgestellt werden. Interessierte sind eingeladen ihre eigenen Ideen einzubringen und die Liste der guten Gründe zu erweitern.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

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