Erdgas und Windenergie günstiger als Atomkraft

Erdgas und Wind sind deutlich günstigere Arten der Stromerzeugung als Atomkraft. Das sagt Jeffrey Immelt, Chef des amerikanischen Großkonzerns General Electric (GE). General Electric ist einer der größten Ausrüster für Atomkraftwerke Die hohen Kosten der Energieerzeugung mit Atomkraftwerken rechtfertigen diese Technologie nur schwerlich. Erdgas und Wind seien demgegenüber wirtschaftlicher, betont Immelt, zumal Erdgas aktuell einem Preisverfall im Rohstoffpreis unterliege und sogar längerfristig eine günstige Energiequelle sein könnte, da derzeit viele neue Erdgasquellen gefunden würden.

Die meisten Länder würden sich daher für eine Kombination aus Erdgas und Windkraft oder Solarenergie entscheiden, sagt Immelt. Seine Aussagen verdeutlichen, wie sehr sich die Schiefergasrevolution in den USA, die Nuklearkatastrophe in Fukushima und die sinkenden Preise für einige erneuerbare Energien auf den weltweiten Energiemarkt auswirken.

Für viele Länder, die Atomkraftwerke ohne staatliche Subventionen bauen wollen, wird dies zunehmend zum Problem.

Die Debatte über Atomstrom geht in Deutschland hingegen unvermindert weiter. Die amtierende Bundesregierung unterstützt den Bau von mehreren umstrittenen Atomkraftwerken im Ausland, obwohl hierzulande der Ausstieg beschlossen wurde. Der Energieversorger EnBW hat kürzlich angekündigt, nun doch keine Verfassungsklage gegen die 13. Atomgesetz-Novelle einzureichen. Auch wenn der Konzern weiter der Auffassung ist, dass die Atom-Novelle einer verfassungsrechtlichen Prüfung nicht standhalten würde, fehle nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die Grundrechtsfähigkeit, da sich das Unternehmen fast vollständig in öffentlicher Hand befindet. Der Konzern hofft daher auf erfolgreiche Verfassungsklagen seiner Konkurrenten Vattenfall, E.on und RWE.

Quelle: IWR

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