EU-Richtlinie unterstützt Energiewende und verhindert Explosion der Energiepreise

Nach fast einem Jahr Verhandlung stimmten die EU-Mitgliedsstaaten den Ratsvorschlägen für eine neue Energieeffizienzrichtlinie zu, auch für Deutschland gab es grünes Licht. Von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) wird die Einigung als wichtiger Schritt für Wachstum und Versorgungssicherheit der europäischen und deutschen Volkswirtschaft begrüßt.

„Der gefundene Kompromiss ist zwar nicht der avisierte große Wurf für mehr Energieeffizienz in Europa, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Er lässt ausreichend Flexibilität zu und ist keineswegs überambitioniert. Gerade in Deutschland ist Energieeffizienz der Kostenairbag für die Energiewende. Das Beispiel der Dänen, welche als Ratspräsidenten die Verhandlungen für die Mitgliedstaaten geführt haben, zeigt, dass auch hier erst große Skepsis von Seiten der Industrie und Versorger zu hören war, diese jedoch mittlerweile eine Verdopplung der Effizienzziele fordern.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung diesem Entwurf nach anfänglicher Zurückhaltung nun wohl doch zustimmen wird. Wer weiter behauptet, dass durch mehr Effizienz die Energiepreise steigen, hat die grundlegenden Prinzipien von Angebot und Nachfrage nicht verstanden.“, so Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF).

Warnungen, dass der Text absolute Verbrauchsgrenzen enthalte, sind unbegründet. An Stelle von Einsparverpflichtungen für Energieversorger haben die Mitgliedssaaten die Wahl alternative Maßnahmen zu ergreifen, kommentiere die DENEFF die Einigung.

„Es kommt jetzt darauf an, dass Deutschland bei der Umsetzung mit seiner nationalen Energieeffizienzpolitik Vorbild in Europa wird um die europäischen und die eigenen energiepolitischen Ziele zu erreichen“, meint Noll weiter. Hintergrund ist, dass statt der angepeilten 20% Energieeinsparungen bis 2020 nun voraussichtlich nur 15% durch die Maßnahmen der Richtlinie erreicht werden. Den Rest müssten die Mitgliedsstaaten durch ambitioniertere nationale Effizienzpolitik erreichen.

Quelle: Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. 2012

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