EUROSOLAR fordert Ende des Missbrauchs am Erneuerbare-Energien-Gesetz

Im Zusammenhang mit der erneuten Erhöhung der EEG-Umlage wehrt sich die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) gegen die Schuldzuweisung an den Ausbau regenerativer Energieträger. Tatsächlich geht mit 2,54 Cent nur ein verhältnismäßig geringer Teil der aktuell 6,24 Cent pro Kilowattstunde auf die reinen Finanzierungskosten zurück. Große Teile der Mehrbelastung für die Verbraucher entstehen dagegen durch die stark ansteigende Zahl an Unternehmen, die sich komplett aus den Umlagezahlungen befreien lassen: Während immer mehr industrielle Großverbraucher ihren Strom für unter vier Cent pro kW/h einkaufen können, haben die Haushalte in Deutschland mittlerweile durchschnittlich 28 Cent zu bezahlen. Von den Preissenkungen an der Strombörse, die durch den Ausbau  der Erneuerbaren entstehen konnten, merkt der Endverbraucher dagegen nichts, während die Gewinne der vier großen Energieversorger stetig steigen – obwohl sie selbst im Moment nur 5 Prozent zum Ausbau der regenerativen Energien beitragen.

EUROSOLAR weist darauf hin, dass das fossil-atomare Energiesystem zwangsläufig kostenintensiver werden muss und langfristig weder Energieversorgung noch Arbeitsplätze sichern kann. Der öffentliche Druck auf das EEG durch Medien und Politik sei daher unreflektiert und wenig zielführend. Vielmehr müsse es dagegen jetzt gelten, das Gesetz und dessen Grundprinzipien ins Zentrum einer „neuen Energiemarktordnung“ zu stellen und die richtigen Weichen für die Herausforderungen einer sicheren und sauberen Zukunft zu stellen.

Weitere Hintergrundinformationen über die Entstehung des Strompreises finden Sie in unserem Artikel „Sündenbock erneuerbare Energien?“ sowie im „Hintergrundpapier zur EEG-Umlage 2014“ des Bundesverbands Erneuerbare Energien e.V. Das „Memorandum zur Energiemarktreform 2013“ der EUROSOLAR finden Sie hier.

 

Quelle: eurosolar.de
Bild: fotolia

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