Feldafing und Pöcking starten gemeinsames Geothermie-Vorhaben im Feld "Starzenbach"

Die Gemeinde Feldafing und Pöcking haben sich auf ein gemeinsames Geothermie-Projekt geeinigt und werden mit der Firma BE Geothermal einen Antrag auf Nutzung des so genannten Claims „Starzenbach“ stellen. Das gaben die Bürgermeister Bernhard Sontheim und Rainer Schnitzler bekannt. Das Unternehmen bereitet auch das Geothermie-Projekt in Bernried vor, das auch Tutzing einbezieht. Das Feld „Starzenbach“ – auch als Claim 47 bekannt – wird jedoch auch von den Stadtwerken München beansprucht, eine Entscheidung des bayerischen Wirtschaftsministeriums dazu steht noch aus. Bis zu einem konkreten Projekt werden jedoch Jahre vergehen.

In einer gemeinsamen, nicht-öffentlichen Sitzung vorige Woche hatten sich beide Gemeinderäte auf dieses Vorgehen geeinigt. Die Bürgermeister hatten zusammen mit ihrem Tutzinger Kollegen Stephan Wanner in den vergangenen Wochen mit mehreren möglichen Partnern verhandelt. Den Ausschlag für BE Geothermal gab, dass die Firma in Feld Bernried wichtige Erfahrungen gesammelt hat und ein „kompetenter und finanzstarker Partner “ sei. Bei Bernried soll im Herbst mit den Bohrungen begonnen werden.

„Die Chancen, die Aufsucherlaubnis zu erlangen, sind nun erheblich gestiegen“, sagten Sontheim und Schnitzler. Sobald die Genehmigung vorliegt, beginnen umfangreiche Untersuchungen über den Wärmebedarf in den Gemeinden, die Verhältnisse im Untergrund und die Kosten. Erst in etwa drei Jahren werde entschieden, ob gebohrt wird oder nicht, erklärte Sontheim. Das heiße Wasser, das zur Wärmeversorgung genutzt werden kann, befindet sich in rund 4000 Meter Tiefe.

Die Gemeinden wollen mit Geothermie für eine kostenfünstige und klimaschonende Energiegewinnung sorgen. Da der Claim auch Tutzinger Gebiet enthält, muss der Gemeinderat dort ebenfalls entscheiden – das soll am 22. Juni geschehen.

Quelle: Starnberger Merkur

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