Fukushima ist nicht vorbei: Energiewende jetzt!

Die große Mehrheit der Bevölkerung, der Fachleute und der Wirtschaftsunternehmen fordert zum Atomausstieg und aus Klimaschutzgründen einen rascheren Umstieg auf saubere und sichere erneuerbare Energienquellen. Eine Beschleunigung der Energiewende ist allerdings im Entwurf zur EEG-Novelle nicht erkennbar.

Stattdessen wird die maritime Windkraft (offshore) bevorzugt – eine weitgehend unerprobte, teure und verbrauchsferne Energieform, die zudem auch einen umfangreichen und teuren Netzausbau erfordern würde. Mit Solarkraftwerken auf Freiflächen sowie Windenergie an Land (onshore) ließe sich die Energiewende dagegen schnell und günstig umsetzen. Denn Strom aus Windenergie-Anlagen im Binnenland kostet schon heute nur die Hälfte des Offshore-Stroms; Solarkraftwerke können ab 2012 preiswerter den Strom produzieren als maritime Windräder.

Folgende Maßnahmen sind umgehend erforderlich, um bis zum Jahr 2020 die doppelte Menge erneuerbarer Energien zum halben Preis zu realisieren:

  • Erhöhung des Ausbauziels für erneuerbare Energien (EE)
  • Ausweitung der Flächenkategorien für Solarkraftwerke
  • Beibehaltung der derzeitigen Rahmenbedingungen für Windenergie an Land (Systemdienstleistungsbonus; Degression: 1% / anno)

Der Zubau von 2012 bis 2020 wird damit schneller und günstiger:

  • 28% statt 13% mehr EE-Anteil am Strommarkt
  • rd. 0,8 Mrd. € statt 1,5 Mrd. € je % EE-Anteil

Anteil der EE am Strommarkt 2011 (prognostiziert):

  • Wind Onshore 10%
  • Wind Offshore 0%
  • Solarstrom 4%
  • Sonstige EE 8%

Summe 22%

Anteil der EE am Strommarkt 2020 (Bundesregierung)

  • Wind Onshore 13%
  • Wind Offshore 5%
  • Solarstrom 9%
  • Sonstige EE 8%

Summe 35%

Anteil der EE am Strommarkt 2020 (Stiftung 100 % erneuerbar):

  • Wind Onshore 25%
  • Wind Offshore <1%
  • Solarstrom 15%*
  • Sonstige EE 10%

Summe rd. 50%

* jeweils zu 50% auf Dach- und günstigen Freiflächen

Quelle: Stiftung 100 % erneuerbar

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