Gegenwind für Seehofer

Kampagne „Rückenwind für Bayern“ kämpft für den Erhalt der Windenergie in Bayern

Gegen den Vorstoß von Horst Seehofer in Bezug auf die Abstandsregulierung neuer Windräder richtet sich die Kampagne „Rückenwind für Bayern“, für die Bürgerinnen und Bürger ab sofort auf www.rueckenwind-bayern.de unterzeichnen können.

Geht es nach dem bayerischen Ministerpräsidenten, soll die Distanz zwischen Windrädern und der nächstgelegenen Wohnbebauung zukünftig mindestens zehnmal so groß sein wie die Höhe des Windrads. Bei einer Anlagenhöhe von 200 m entspricht dies beispielsweise einem Mindestabstand von zwei Kilometern. Der bisherige Abstand bemisst sich dagegen daran, ob die vom Gesetzgeber festgelegten Bestimmungen zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingehalten werden können, und dies wird in jedem Einzelfall aufwändig geprüft. Das aktuelle Verfahren der Einzelfalluntersuchung hat sich bestens bewährt und bietet, wenn begründete Einwände gegen einen Windrad-Standort sprechen, genügend Ausweichmöglichkeiten auf weniger sensible Bereiche, so dass der Anwohner- und der Landschafts- und Naturschutz gewährleistet werden. Mit der Neuregulierung kämen demgegenüber zur potentiellen Nutzung für den Bau neuer Windanlagen nur noch 0,05 Prozent der bayerischen Landesfläche überhaupt in Frage, was nicht nur praktisch das Aus für die Windenergie bedeuten würde, sondern auch die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung im Bundesland massiv in Gefahr brächte.

Mit seinem Vorhaben schürt Seehofer erneut Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Äußerungen unmittelbar nach Fukushima, als er nicht weniger als eine bayerische Schlüsselposition in der Energiewende anvisiert hatte. Erst kürzlich irritierte das Umweltministerium mit seiner Befürwortung einer Leistungserhöhung im veralteten AKW Gundremmingen. Um nun einen weiteren Rückschritt zu unterbinden, hat das Bündnis „Rückenwind für Bayern“ eine gleichnamige Kampagne ins Leben gerufen. Die Verantwortlichen wenden sich dabei mit einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten, der bis zum aktuellen Zeitpunkt bereits von über 3.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde. All diejenigen, die noch nicht Ihre Stimme für die Windkraft, die erneuerbaren Energien und den Klimaschutz in Bayern erheben konnten, sind weiterhin aufgerufen, die Kampagne mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

 

Quelle: www.rueckenwind-bayern.de

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