Sonne, Wind, Wasser
Sonnenstrom für Seefeld
Die Umsetzung der Energiewende ist in Seefeld in vollem Gang: Bürgermeister, Gemeinderäte und Agenda-Aktive sind sich einig, dass nur ein gelungener Mix aus regenerativen Energien sowie Effizienz- und Einsparmaßnahmen zum Erfolg führt. Dazu zählt auch die Photovoltaik.
Ein idealer Standort ist wichtig
Nachdem ein Unternehmer Interesse an der Errichtung einer solchen Anlage bekundet hatte, fiel die Wahl zum Bau einer photovoltaischen Freiflächen-Anlage auf die Höhenrainer Wiesen in der Tiefenbrunner Rinne, eine von eiszeitlichen Gletschern geschaffene Schotterebene zwischen zwei Moränenzügen nordöstlich von Seefeld in der Gemarkung Unering. Dort herrschen ideale Standortvoraussetzungen für die solare Stromerzeugung. Auf einer bis dahin landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 76.300 m² konnte so in eine vorbildliche Photovoltaik-Anlage mit 20.600 Modulen und einer Nennleistung von 3 MW realisiert werden, die seit dem Frühjahr 2008 Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist. So werden im Prinzip ca. 1.000-1.500 Seefelder Haushalte mit erneuerbarer elektrischer Energie versorgt und zugleich jährlich 2.100 Tonnen CO2 eingespart.
Klima, Natur- und Landschaftsschutz im Einklang
Das Projekt ist insofern einzigartig in Deutschland, als dass es zusätzlich zur überbauten Nutzfläche eine ebenso große Ausgleichsfläche von über 7 ha ausweist und die Anlage vorbildlich mit heimischen Pflanzen begrünt wurde, so dass sie künftig in der Landschaft kaum wahrnehmbar sein wird. Die Photovoltaikanlage, die keine Bodenversiegelung bewirkt, liegt zudem in einem wichtigen Wassereinzugsgebiet und trägt so auch dazu bei, das Grundwasser zu schützen. Künftig sollen unter den aufgeständerten Modulen die Schafe grasen und über eine Erweiterung der Anlage in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Weßling wird bereits nachgedacht.













