2015 zweitwärmstes Jahr für Europa

Während  weltweit das Jahr 2015 das bislang wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen ist, landet Europa auf Platz zwei der Rekordskala.

2015 wird global gesehen voraussichtlich sogar das erste Jahr mit einer Temperaturanomalie größer 1° Celsius im Vergleich zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Insgesamt fallen mit 2015 fünfzehn der sechzehn wärmsten Jahre seit Beginn der systematischen  Aufzeichnungen in das 21. Jahrhundert.

Auf dem europäischen Kontinent war es dieses Jahr im Jahresdurchschnitt mit 11,099 Grad Celsius etwas  kühler als 2014 (11,234 Grad Celsius), wärmer jedoch als noch 2007 (11,079 Grad Celsius). Das geht aus den Daten des europäischen Regionalzentrums der Weltmeteorologieorganisation (MWO) hervor, das vom Royal Netherlands Meteorological Instiute betrieben wird.

Grafik WMO_2010Innerhalb Europas gab es große Unterschiede bei den Temperaturen. Zum Beispiel war der Mai in Spanien mit 40 Grad Celsius ungewöhnlich heiß. Ende Juni erreichten die Temperaturen in Cordoba die 44-Grad-Marke; im Juli verzeichnete Madrid einen neuen Temperaturrekord. Auch Deutschland brachte die sommerliche Hitzewelle einen Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad und gleich mehrmals wurde in diesem Sommer die 40-Grad-Marke in Orten von der Oberpfalz bis ins Breisgau (Baden) geknackt. Dagegen lagen die Wintertemperaturen in Spanien und Portugal unter dem langjährigen Durchschnitt (1981-2010); in Nordeuropa war der Sommer kühler als gewöhnlich; in Irland lagen die Temperaturen ganzjährig unter dem langjährigen Durchschnitt.

Trotz Schwankungen von Jahr zu Jahr gehen die Temperaturen in Europa im Durchschnitt aber stetig nach oben. „Man sollte nicht erwarten, dass die Jahresdurchschnittstemperaturen in jedem Jahr in Folge und für jede Region einen neuen Rekord bringen“, heißt es bei der WMO. „Die Schwankungen folgen jedoch einem langanhaltenden Erwärmungstrend.“

Quelle   KLIMARETTER.INFO | em 2015

Grafik: WMO

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