Höhere Strompreise nicht aufgrund höherer EEG-Umlage

Die Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland wollen höhere Energiepreise durchsetzen. Allerdings sollen die Gebühren nicht aufgrund der Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG-Umlage) angehoben werden, vielmehr sind die höheren Netzgebühren Grund für die Strompreiserhöhung. Die fast 300 Netzbetreiber klagen vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht gegenüber der Bundesnetzagentur und fordern höhere Netzentgelte von den Energieversorgern. Seit Donnerstag wird über die Beschwerden verhandelt.

„Es geht um viel in diesem Verfahren. Die Bedeutung ist immens“, sagt der Vorsitzende Richter Wiegand Laubenstein beim Prozessauftakt. Die Summe der Forderungen soll nicht bekannt gegeben werden. Schätzungen zufolge handelt es sich zwischen einer dreistelligen Millionensumme und einem Milliardenbetrag.

Setzen sich die Netzbetreiber durch und stellen den Energieversorgern fünf Jahre ihrer Nachforderungen als höhere Netzentgelte in Rechnung, so wird dies auf den Endverbraucher umgelegt. Beim Strom macht das Netzentgelt in etwa ein Viertel des Strompreises aus.

Foto: Energiewende

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