Klimagipfel – und was sind die Konsequenzen?

Auf der ganzen Welt wird der Klimavertrag von Paris als historischer Erfolg gefeiert. Ob der Vertrag aber nur ein einzelnes historisches Ereignis darstellt oder dann auch Geschichte schreibt, wird sich zeigen und darf zugleich bezweifelt werden. Klar ist: Die Vereinbarung vom 12. Dezember 2015 ist lediglich der Startschuss, kündigt offiziell das Ende des fossilen Zeitalters an und markiert hoffentlich den Beginn des Ausstiegs aus Kohle, Öl und Gas. Die Frage ist, wann das passiert?

Denn der Kampf gegen den gefährlichen Klimawandel muss jetzt sofort beginnen und nicht erst in 5 Jahren, wenn der Vertrag in Kraft tritt. Experten warnen, dass es in fünf Jahren bereits zu spät sei, um das proklamierte 2-Grad-Ziel zu erreichen. An noch weniger Erwärmung sei gar nicht erst zu denken. In fünf Jahren sind die 3 Grad Erwärmung längst unaufhaltsame Realität, befürchtet der Klimaexperte Mojib Latif, und damit verbunden ist ein Anstieg des Meeresspiegels, der ganze Staaten verschlingen wird, und gibt es wohl weltweite Wetterextreme, die andere Landstriche verdursten oder als Trümmerfeld zurücklassen werden. Wie naiv mag da ein Szenario klingen, das von Gewinnern, z.B. in Österreich oder auf Grönland spricht, wenn mit den üblichen meteorologischen Modellen gar nicht extrapolierbar ist, ob dort noch genug Regen fällt, und wenn ja, in welchen Mengen pro Regenereignis oder ob nicht Sturzfluten und Stürme die Ernten vernichten. Könnte es nicht auch sein, dass dann in Deutschland die Extreme die Ernten eher schmälern, denn als das milde Klima zur Steigerung der Erträge führt?

Damit das Paris-Abkommen keinen Fehlstart erleidet, müssen also  schnellstmöglich die beschlossenen Ziele konkretisiert und unverzüglich umgesetzt werden. „Dafür braucht die globale Klimapolitik ambitionierte Pioniere, die das Pariser Momentum nutzen und entschlossen voranschreiten“ – schreibt „DIE ZEIT“.

Quelle: Zeit online, ARD, spiegel online

Zusammengefasst von Evelyn Villing

 

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