Landratsamt genehmigt Windräder in Berg

Die vier geplanten Windräder in den Wadlhauser Gräben dürfen gebaut werden. Einen entsprechenden Genehmigungsbescheid hat die Gemeinde Berg vom Landratsamt Starnberg erhalten. Die schnelle Entscheidung der Kreisbehörde begründete Landrat Karl Roth mit der Dringlichkeit, die dem Projekt zugeschrieben wird: „Wir wollten ein Zeichen setzen im Sinne der Energiewende“.

Bürgermeister Rupert Monn bezeichnete die Zustimmung aus Starnberg als „großen Meilenstein“. Die Windräder werden, so Monn, für den Fall, dass sie gebaut werden, „den Landkreis voranbringen“. Tatsächlich ist das Vorhaben der Berger im Moment das einzige seiner Art mit einer realistischen Chance zur Umsetzung. Die anderen Projekte in Inning und Weßling liegen derzeit auf Eis, auch droht die möglicherweise bevorstehende neue Abstandsregelung die Errichtung weiterer Anlagen weiter zu erschweren.

Zu klären gilt nun in einem nächsten Schritt die Frage nach der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Hierüber will der Berger Gemeinderat im Herbst diskutieren. „Wenn dieses Ergebnis positiv ausfällt, wird die Gemeinde Berg prüfen, ob mit einer noch zu gründenden Gesellschaft der Bau und dann der Betrieb der Anlagen verwirklicht werden soll“, heißt es aus dem Rathaus.

Widerstand gegen die Pläne aus Berg regt sich nach wie vor aus der Nachbargemeinde Schäftlarn: Dort hat sich der Gemeinderat zu einer Klage gegen die immissionsrechtliche Genehmigung aus Starnberg entschieden. Man fühle sich bei der Planung übergangen, so heißt es. Nach Ansicht des Bürgermeisters Ruhdorfer (CSU) befinden sich die geplanten Windräder darüber hinaus zu nah am Ortsteil Neufahrn. Auch die verschiedenen Gutachten zu Schall- und Schattenwurf und zum Naturschutz werden angezweifelt.

In den Reihen der Schäftlarner Bevölkerung sorgt die anhaltende, harsche Kritik aus dem Rathaus am Projekt aus Berg mitunter für Unverständnis. Das geht aus einer Vielzahl von Leserbriefen- und Kommentaren hervor. In den User-Rückmeldungen auf merkur Online heißt es unter anderem: „Selten hat ein Gemeinderat so gegen die Mehrheit der Schäftlarner gearbeitet“.

 

Quelle: sueddeutsche.de, merkur Online, gemeinde-berg.de
Bild:
Uschi Dreiucker, www.pixelio.de

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