BImSchV für Kleinfeuerungsanlagen seit 22. März in Kraft

Seit 22. März gelten neue Regeln für den Schadstoffausstoß bei so genannten Kleinfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe. Sie traten im Zuge der Neufassung der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Ziel ist ein besserer Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen.  Betroffen von den neuen Regeln sind zum Beispiel Holzheizungen in Privathäusern, auch wenn es sich um so genannte Einzelraumfeuerungsanlagen handelt wie Kamine und Öfen. Solche Anlagen erfreuen sich in den letzten Jahren einer wachsenden Beliebtheit, sei es wegen steigender Öl- und Gaspreise, aus Klimaschutzerwägungen oder einfach als Zusatzheizung. Derzeit gibt es im Bundesgebiet ca. 14 Millionen solcher Einzelraumfeuerungsanlagen und weitere 700.000 Heizkessel für Festbrennstoffe, Tendenz steigend.

Für Einzelfeuerungsanlagen, die vor der Verordnungsneufassung errichtet und betrieben wurden, sind bundesweit einheitliche Grenzwerte einzuhalten, nämlich für den Ausstoß von Kohlenmonoxid (CO) max. vier Gramm je Kubikmeter Abluft und für Feinstaub max. 150 Milligramm je Kubikmeter. Bei Überschreitung dieser Grenzwerte kann eine technische Nachrüstung zur besseren Rauchgasfilterung erforderlich werden. Maßgeblich ist hier der Herstellernachweis oder, wenn ein solcher nicht vorliegt, eine Messung durch den Schornsteinfeger bis Ende 2013. Ist eine Nachrüstung nicht möglich oder erscheint sie dem Betreiber unwirtschaftlich, kann die Außerbetriebnahme die Folge sein, die dann allerdings in Abhängigkeit vom Alter der Anlage gestaffelt erst zwischen 2014 und 2024 erfolgen muss. Nähere Informationen stellt das Bundesumweltministerium im Internet bereit unter: www.bmu.de/luftreinhaltung

 
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