Neues KfW-Förderangebot beflügelt LED-Forschung

Straßenbeleuchtung und Ladestationen sind förderfähig

Leuchtdioden in Straßenlaternen leben länger
© Siteco

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert ab dem 1. April 2011 Investitionen, die die Energieeffizienz der Beleuchtung von Straßen, öffentlichen Plätzen, Parkplätzen und Parkgaragen verbessern. Die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge wird ebenfalls mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Finanziert werden 100% der förderfähigen Kosten. Hierzu zählen auch Planungs- und Beratungskosten. Forscher begrüßen das Förderprogramm, das langlebige Leuchtdioden (LED) begünstigt.

Förderanträge können kommunale Gebietskörperschaften sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe und Gemeindeverbände vor dem Beginn der geplanten Maßnahmen stellen. Ein Sachverständiger muss bestätigen, dass ein definierter energetischer Standard eingehalten wird. Die Kreditlaufzeit beträgt bis zu zehn Jahre mit zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei der KfW.

Lichttechniker forschen über moderne Leuchtmittel

Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken macht zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus, was die Steuerzahler Jahr für Jahr 760 Millionen Euro kostet.  Die veralteten Straßenleuchten haben eine niedrige Lichtausbeute, viele enthalten noch Quecksilber. Umweltschädigend sind sie darüber hinaus wegen ihres hohen Stromverbrauchs und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes.

Ab 2015 verbietet die EU die alten Quecksilberlampen, spätestens dann sind die Kommunen gezwungen, neue Lampen einzusetzen. Lampen mit Leuchtdioden (LED)  bieten Vorteile: Niedriger Stromverbrauch, verschiedene Lichtfarben, volle Dimmbarkeit von 0 bis 100 Prozent, bis zu 14 Jahre Lebensdauer. „Doch die LED-Technologie erreicht bisher nicht wirklich die Kommunen. Neben dem fehlenden Wissen über die Planung, Auswertung und Anwendungen der LED-Straßenleuchten fehlen auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die meisten ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten stehenden Kommunen“, analysiert der Leiter des Fachgebiets Lichttechnik an der TU Darmstadt Prof. Tran Quoc Khanh zum Start des KfW-Förderangebotes.

Seit drei Jahren läuft ein Forschungsprojekt der TU Darmstadt: „Wir sind überzeugt, dass die LED die Lichttechnik der Zukunft auch in der öffentlichen Straßenbeleuchtung ist. In diesem Pilotprojekt werden europaweit erstmals LED-Leuchten mit Leuchten bisheriger Technik messtechnisch und durch Testpersonen unter realen Bedingungen verglichen“, sagt Projektleiter Khanh.

Noch sind nicht alle Probleme gelöst. Die Effizienz der LED-Straßenleuchten ist der von Natriumdampflampen unterlegen. Doch die Forschungen lassen die Lichtausbeute schnell steigen, sagen die Darmstädter Lichtexperten. „Bis zum Jahr 2012 werden wir in unserer Forschung so weit fortgeschritten sein, dass LED-Leuchten die energetisch, licht- und umwelttechnisch sinnvollste Lösung darstellen“, so Khanh.
Das aktuelle Förderangebot der KfW kann dazu beitragen, dass Kommunen häufiger LED’s an ihre Straßen stellen. Mit mehr als dreifacher Lebensdauer sind sie schon heute viel wartungsärmer als bisherige Beleuchtungskonzepte.

Mehr Förderprogramme entdecken

Neben den Förderprogrammen der KfW gibt es weitere interessante Möglichkeiten, Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für den Einsatz energiesparender Maßnahmen zu erhalten. Der BINE Informationsdienst recherchiert aktuelle Förderprogramme und bietet mit dem Förderkompass Energie eine Datenbank mit umfangreichen Informationen zu den vielfältigen Förderhilfen von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern an. Der „Förderkompass Energie“ des BINE Informationsdienstes ermöglicht eine komfortable Recherche über alle relevanten Förderprogramme für private, gewerbliche, institutionelle und öffentliche Investoren. Die nutzerfreundliche Oberfläche bündelt die Informationen übersichtlich in einem Fenster.

Quelle: www.bine-informationsdienst, Foto: Siteco

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