Nur noch vier Atomkraftwerke am Netz

Atomkraftwerk Unterweser

Von den 17 deutschen Kernkraftwerken sind zurzeit 13 abgeschaltet. Sieben Kraftwerke sind über das Kernkraft-Moratorium vorläufig stillgelegt worden und das Kernkraftwerk Krümmel ist bereits seit 2007 vom Netz genommen. Dasselbe geschah letzte Woche mit fünf weiteren Meilern, die nun wegen Wartungsarbeiten heruntergefahren sind. Die Lage sei „angespannt, aber unter Kontrolle“, teilte das Bundesumweltministerium mit.

Als Stromexporteur hat Deutschland große Erzeugungspuffer

Die Experten der Bundesnetzagentur verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass das tägliche Ausbalancieren der Netzstabilität schwieriger ist, wenn die Stromleistung so stark gedrosselt ist. Dennoch sei die Stromversorgung derzeit sicher, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Denn Deutschland exportiere üblicherweise Strom und habe große Erzeugungspuffer. So gibt es auch jetzt ausreichend Kapazitäten und Reserven. Zusätzlich wird momentan mehr Strom importiert als sonst – als Folge der Stilllegung von Kernkraftwerken. Allerdings ist das Importieren und Exportieren von Strom üblich und nichts Neues.

Ende Mai werden die ersten Kraftwerke nach einer erfolgreichen Wartung wieder ans Netz gehen: Grundremmingen am 26. Mai, Grohnde am 28. Mai. Philippsburg dann am 4. Juni und das Kernkraftwerk Emsland am 8. Juni. Damit werde die Stromproduktion in Deutschland wieder steigen.

Abschaffung der Brennelemnte-Steuer in der Diskussion

Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ stehe unterdesssen die Brennelementesteuer auf der Kippe. Hochrangige Regierungsvertreter hätten geäußert, dass eine Abschaffung der Steuer diskutiert würde, da die Betreiber-Konzerne sonst nicht mehr in regenerative Energien investieren könnten.

Quelle: IWR

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