Ökostrom lohnt sich!

30. April 2010. Wer auf Ökostrom umsteigt, kann kräftig Geld sparen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die das Verbraucherportal Verivox Ende April 2010 veröffentlicht hat. Die Untersuchung der Energieexperten zeigt: Trotz höherer Produktionskosten sind selbst Ökostromprodukte mit strengen Gütesiegeln häufig günstiger als die so genannten Grundversorgungstarife. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Tarife, die die örtlichen Versorger – zum Beispiel Stadtwerke – anbieten müssen.

So belaufen sich die bundesweiten Durchschnittskosten für die Grundversorgung bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit auf 965 Euro. Bei Ökostromtarifen mit Gütesiegeln (TÜV, OK power, Grüner Strom Label) betragen die durchschnittlichen Kosten bei gleichem Verbrauch rund 950 Euro. Einzelne Gebührensätze sind sogar noch weit günstiger: So sparen Verbraucher bei TÜV-zertifizierten Tarifen wie „ESWE“ (838 Euro), „E wie Einfach“ (810 Euro) oder dem Ökostromangebot von Vattenfall (819 Euro) jeweils deutlich mehr als 100 Euro im Jahr.

Umweltbewussten Verbrauchern raten wir allerdings zur Vorsicht. Die Analyse des Ökostrommarktes zeigt, dass die meisten Ökostromtarife keinerlei Gütesiegel oder Zertifikate aufweisen. Auch Verivox weißt auf diese Tatsache inzwischen explizit hin! Über die genaue Herkunft des Stroms werden in diesem Fall keine Angaben gemacht. Auch können sich Verbraucher nicht sicher sein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien durch diesen Tarif gefördert wird. Insgesamt werden 605 solcher Tarife von 269 Stromversorgern angeboten. „Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet“, sagt Peter Reese von Verivox, „sollte daher neben dem Preis auch auf entsprechend strenge Gütesiegel achten.“

Quelle: Spiegel online/Verivox

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