Photovoltaik-Plattform „200 Gigawatt für Deutschland“

Führende deutsche Energieforscher fordern den solaren Ausbau weiter voranzubringen und auf 200 Gigawatt (GW) auszubauen. Die Ziele der Bundesregierung bleiben jedoch mit der Deckelung bei 52 GW, weit hinter dem sinnvoll nutzbaren Potential zurück.

Die Solarpraxis hingegen setzt sich mit Partnern aus Forschung und Industrie für einen Ausbau der installierten Solarstromleistung in Deutschland auf 200 GW als Teil der regenerativen Energiewende ein. Die „Plattform 200 Gigawatt“ wurde im September bei der EU PVSEC in Frankfurt vorgestellt. Sie stellt zur Diskussion, wie viel Photovoltaik Deutschland braucht, was die adequate Antwort auf den Klimawandel ist und unter welchen Bedingungen 200 Gigawatt Photovoltaik bis 2050 oder früher erreicht werden können. Parallel zur 200 GW-Initiative für Deutschland präsentierte die Solarpraxis ihre Initiative für einen jährlichen globalen Zubau von 300 GW Photovoltaikleistung zum Jahr 2025.

“Ich halte dieses Ausbauziel für sehr realistisch und sinnvoll”, erklärte der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE Prof. Eicke R. Weber bei der Präsentation der Initiative in Frankfurt. Ähnlich äußerte sich Christian Breyer vom Reiner Lemoine Institut. Beide Experten verwiesen auf die enorme Kostendegression der Photovoltaik in den vergangenen Jahrzehnten, welche Solarstrom zunehmend wettbewerbsfähig machten.

Eines zeichnet sich dabei ab: Die Regeln des EEG-Zeitalters, die Betreibern eine einfach zu berechnende Rendite versprechen, werden nicht mehr gelten. Deshalb sind Projekte, die ohne Einspeisevergütung funktionieren, so wichtig. Die ersten Anlagen werden nur für spezielle Anwendungen finanzierbar sein, doch in den nächsten zwei Jahren werden es immer mehr werden. Alle müssen umdenken.

Quelle: photovoltaik.eu

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