Pläne von Rösler gefährden die Energiewende

Die Idee des Bundeswirtschaftsministers Philipp Rösler, die Solarförderung zu deckeln, sorgt für zunehmenden Widerstand. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft spricht große Bedenken aus und sieht mit der Umsetzung einer derartigen Maßnahme die Energiewende in Deutschland gefährdet. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig, betont: „Wenn die Bundesregierung die Rösler-Pläne umsetzt, ist die Energiewende zum Scheitern verurteilt. Ein kraftvoller weiterer Ausbau des Solarstrom-Anteils auf rund zehn Prozent des deutschen Strom-Mixes bis zum Jahr 2020 ist unverzichtbar für den Erfolg der Energiewende“. Außerdem sind damit über 100.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Derzeit liegt der Solarstrom-Anteil bei rund vier Prozent. Rösler möchte diesen durch harte Einschnitte bei der Solarstromförderung bei rund fünf Prozent (33 Gigawatt) einfrieren.

Kritikpunkt sind vor allem die Kosten für die bereits installierten Photovoltaik-Anlagen, deren festgeschriebene Förderung noch in die Zukunft fortwirkt. Körnig spricht die rasante Preissenkung für Solaranlagen an und meint der weitere Solar-Ausbau falle kostenseitig kaum ins Gewicht. Aktuelle Berechnungen der Prognos AG belegten, dass sich der weitere Solarstrom-Ausbau um 70 Prozent bis 2016 kaum auf die Strompreise auswirkt, die um knapp 2 Prozent steigen. Ermöglicht wird das durch erhebliche Anstrengungen der Solarbranche, die in den vergangenen drei Jahren die Kosten für schlüsselfertige Solaranlagen beträchtlich gesenkt hat. Durch technischen Fortschritt, Massenfertigung und einen harten internationalen Wettbewerb sinkt auch die Solarförderung 2012 um 28 Prozent auf das Niveau konventioneller Verbraucher-Stromtarife, im nächsten Jahr auf das Förderniveau von Windkraftanlagen auf dem Meer.

Drastische weitere Einschnitte in die Solarförderung seien nicht tragbar, gefährden Deutschlands Zugang zu einem der größten weltweiten Zukunftsmärkte, die Energiewende und über 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Bereits jetzt schrieben viele Unternehmen rote Zahlen. Eine noch schnellere Absenkung der Solarförderung sei für den überwiegenden Teil der Solarindustrie daher nicht tragbar. Körnig: „Jetzt ist Augenmaß und politische Verlässlichkeit gefragt“.

Quelle: BSW Solar

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