Energie- & Ökotipps
Klima-, Umwelt- und Naturschutz – und dabei gut leben!
Die Energiewende ist möglich – und sie kann ein Gewinn für uns alle sein. Gut leben, mit gesunden Lebensmitteln, die gut schmecken, mit umweltverträglich und unter fairen Bedingungen hergestellter Kleidung, mit schadstofffreier Kosmetik und giftfreien Spielsachen. Gut leben heißt – mobil, sozial integriert und in einer intakten Umwelt. Gut leben – das geht auch rundum nachhaltig: in Haus und Garten, in Beruf und Freizeit. Hier finden Sie Tipps zum Energie (und Geld) sparen und so manche Anregung für ein nachhaltiges Leben. Für sich und Ihre Mitwelt, für Klima, Natur und Umwelt – für eine lebenswerte Zukunft eben.
Machen Sie mit!
Weitere interessante Klimaschutz-, Öko- und Energiespartipps für den Alltag und Ihren Konsum finden Sie übrigens auch unter http://ecogood.de , www.eza-allgaeu.de und http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/klima_energie/service/klimaschutztipps/
Umweltschonend Kaffee trinken
Auf den meisten Kaffeeplantagen in den Ländern Süd- und Mittelamerikas, Afrikas, Asiens und den pazifischen Inseln werden große Mengen gesundheits- und umweltschädlicher Pestizide eingesetzt. Sie belasten Böden und Grundwasser, bedrohen die Artenvielfalt und gefährden die Gesundheit Einheimischer. Wird der Wasserbedarf beim Anbau der Pflanzen, der Verschiffung, der Röstung und Verpackung berücksichtigt, stecken in einer Tasse Kaffee 140 Liter so genanntes “virtuelles Wasser”. Die Erdbevölkerung konsumiert jährlich 590 Milliarden Tassen Kaffee, Cappuccino oder Espresso. Um die Weltmarktpreise niedrig zu halten, wird auf Kosten von Natur und Mensch ein harter Preiskampf ausgefochten. Wer trotz dieser Hintergründe nicht auf Kaffee verzichten will, sollte einige Hinweise des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beachten.
So sind die schädlichen Umweltfolgen bei Kaffee aus ökologischem Anbau geringer. Pestizide sind dann verboten, den Folgen der Bodenerosion wird entgegengewirkt. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und synthetischen Dünger, der Anbau von Mischkulturen sowie angepasste Fruchtfolgen sind weitere Maßnahmen, die den Kaffeeanbau umweltfreundlicher machen. Der BUND empfiehlt außerdem fair gehandelten Kaffee. Er ist zwar etwas teurer, sichert jedoch die Existenz der Bauern besser und genügt in der Regel den Ökostandards. Solche Produkte tragen das internationale “TransFair-Fairtrade”-Siegel sowie das Bio-Siegel oder das Label eines ökologischen Anbauverbandes.
Nach Zubereitung sollte das schwarze Getränk der Kaffeemaschine entnommen und in eine Thermoskanne umgefüllt werden. Das erübrigt den Gebrauch der Heizplatte. Sogenannte “dänische Kaffeekannen” sparen auch den Papierfilter. Dabei wird kochendes Wasser auf den gemahlenen Kaffee gegossen und darüber ein Sieb aus Edelstahl platziert. Nachdem der Deckel aufgesetzt wurde, wird das Ganze einige Minuten stehen gelassen. Nach dem Ziehen wird das Sieb nach unten gedrückt und der Kaffee anschließend in eine Keramik- oder Thermostasse gefüllt. Diese Technik, Kaffee zu kochen, gilt als die umweltfreundlichste.
Weitere Informationen zu ökologisch und fair gehandelten Produkten finden Sie im Internet unter www.oeko-fair.de. Mehr zum TransFair-Fairtrade-Siegel unter www.transfair.org. Unter www.weltladen.de gibt es Infos zu den Weltläden für fair gehandelte Produkte.
Quelle: BUND, 11. Mai 2010
Heizkosten & Energie sparen: Jedes Grad zählt!
Die Heizung verbraucht die meiste Energie in einem Haushalt, ca. 3/4 der Gesamtmenge. Beim Beheizen der Räume zählt jedes Grad Raumtemperatur auf der Kostenskala. Für ein Grad Wärme mehr steigen die Heizkosten um ca. 6 %.
Temperatur nachts senken
Wenn Sie nachts die Temperatur um ca. 5 Grad senken, sparen Sie Wärmeenergie, die Sie sowieso nicht brauchen, da die Bettdecke Sie ausreichend wärmt. Sie können die Heizung bereits zwei Stunden vor dem Schlafengehen runterdrehen.
Heizungsreglersysteme
Um nicht zu vergessn, die Temperatur zu festen Zeiten zu senken, sind gut steuerbare Heizungsreglersysteme sehr hilfreich. Besonders für Berufstätige lohnt es sich, ein Heizungsregelsystem so einzustellen, dass es abends die Temperatur senkt und sie erst kurz vor Feierabend wieder erhöht. Sie kommen dann in eine angenehm warme Wohnung und haben in der vorangegangenen Nacht sowie den ganzen Tag über viel Energie gespart.
Quelle: energiespartipps.de
Wäsche waschen und die Umwelt schonen
Unter Beachtung einiger Tipps lässt sich auch beim Wäschewaschen nicht nur kostbares Trinkwasser und viel Energie sparen, sondern es wird zugleich auch die Haushaltskasse geschont. Beim Kauf neuer Waschmaschinen sollten sparsame Geräte, auf jeden Fall aus der Effizienzklasse A gewählt werden. Für Waschmaschinen ist die Einführung der neuen Klassen A+ und A++ bisher erst geplant. Vergleichen Sie deshalb selbst genau die Verbrauchsangaben – es gibt auch innerhalb der bisherigen Klasse A größere Unterschiede. Singles kommen mit kleineren Waschmaschinen aus, die für eine Menge von drei Kilogramm geeignet sind.
Da mit jedem Waschgang etwa 40 bis 50 Liter Trinkwasser durch die Waschmaschine fließen, kommt schon ein Zwei-Personen-Haushalt auf einen Wasch-Wasserverbrauch von 7.000 bis 9.000 Litern im Jahr. Der BUND empfiehlt, die Waschmaschine immer voll zu beladen und auf das Vorwaschen zu verzichten. Sparprogramme sollten möglichst häufig genutzt werden. Da Waschmaschinen etwa zwei Drittel der Energie zum Erhitzen des Wassers verwenden, lässt sich durch die Wahl möglichst niedriger Waschtemperaturen am meisten Strom sparen. Der BUND rät zu Temperaturen von 30 bis 40 Grad. Um sie keimfrei zu halten, sollte Bett- und Unterwäsche einmal im Monat bei 60 Grad gewaschen werden.
Waschmittel enthalten Chemikalien, die das Grundwasser belasten und oft auch Hautreizungen oder Allergien auslösen können. Sie sollten darum stets sparsam dosiert werden. Große Mengen Waschmittel führen nicht zu mehr Sauberkeit. Empfehlenswert ist auch, sogenannte “Baukastensysteme” einzusetzen, bei denen Weichspüler, Bleichmittel und Wasserenthärter getrennt voneinander abgefüllt sind und der Wäsche jeweils nur bei Bedarf zugeführt werden. Labels wie der “Blaue Engel” oder “Charter für nachhaltiges Waschen” helfen bei der Wahl umweltverträglicher Waschmittel. Grundsätzlich ist die Ökobilanz von Superkompaktwaschpulvern besser als die von Flüssigwaschmitteln. Wer sie im Nachfüllpack kauft, hilft zudem Müll zu vermeiden.
Der BUND weist darauf hin, dass Wäschetrockner zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören. Besser ist es, die Wäsche in der Maschine ausreichend zu schleudern und anschließend im Freien oder in gut belüfteten Räumen zu trocknen.
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Quelle: BUND, 14. April 2010
Ökostrom lohnt sich!
Wer auf Ökostrom umsteigt, kann kräftig Geld sparen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die das Verbraucherportal Verivox Ende April 2010 veröffentlicht hat. Die Untersuchung der Energieexperten zeigt: Trotz höherer Produktionskosten sind selbst Ökostromprodukte mit strengen Gütesiegeln häufig günstiger als die so genannten Grundversorgungstarife. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Tarife, die die örtlichen Versorger – zum Beispiel Stadtwerke – anbieten müssen.
So belaufen sich die bundesweiten Durchschnittskosten für die Grundversorgung bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit auf 965 Euro. Bei Ökostromtarifen mit Gütesiegeln (TÜV, OK power, Grüner Strom Label) betragen die durchschnittlichen Kosten bei gleichem Verbrauch rund 950 Euro. Einzelne Gebührensätze sind sogar noch weit günstiger: So sparen Verbraucher bei TÜV-zertifizierten Tarifen wie “ESWE” (838 Euro), “E wie Einfach” (810 Euro) oder dem Ökostromangebot von Vattenfall (819 Euro) jeweils deutlich mehr als 100 Euro im Jahr.
Umweltbewussten Verbrauchern raten wir allerdings zur Vorsicht. Die Analyse des Ökostrommarktes zeigt, dass die meisten Ökostromtarife keinerlei Gütesiegel oder Zertifikate aufweisen. Auch Verivox weißt auf diese Tatsache inzwischen explizit hin! Über die genaue Herkunft des Stroms werden in diesem Fall keine Angaben gemacht. Auch können sich Verbraucher nicht sicher sein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien durch diesen Tarif gefördert wird. Insgesamt werden 605 solcher Tarife von 269 Stromversorgern angeboten. “Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet”, sagt Peter Reese von Verivox, “sollte daher neben dem Preis auch auf entsprechend strenge Gütesiegel achten.”
Quelle: Spiegel online/Verivox
Computer energiesparend nutzen
Die Herstellung von Computern verbraucht nicht nur große Mengen an Energie und wertvollen Rohstoffen. Elektronische Geräte enthalten außerdem giftige Materialien, die beim Recycling nur zum Teil zurückgewonnen werden können.
Computer sollten so lange wie möglich genutzt und nicht unnötig oft durch neue ersetzt werden. Lebensdauer und Leistungsfähigkeit der Rechner lassen sich auch durch den Austausch einzelner Bauteile ausweiten. Nicht selten sind defekte Geräte zu einem angemessen Preis reparierbar.
Beim Kauf stellen gebrauchte Geräte eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative dar. Wer ein Modell auf dem neuesten technischen Stand benötigt, sollte auf jeden Fall den Stromverbrauch vergleichen: Mit den sparsamsten Geräten lassen sich zwischen 50 und 70 Prozent des benötigten Stroms einsparen.
Entscheidend sind die persönlichen Anforderungen an das jeweilige Gerät. Computer mit der höchsten Ausstattung können jährlich bis zu 60 Euro mehr Stromkosten verursachen als Standard-PCs. Die kleineren Laptops, Netbooks oder sogenannte “Mini-Computer” verbrauchen im Vergleich mit größeren PCs meist viel weniger Strom. Ihre technische Ausstattung reicht für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie alle Energiesparfunktionen der Geräte!
Eine für die Hersteller verpflichtende Verbrauchskennzeichnung – wie von Haushaltsgeräten bekannt – ist für Computer derzeit noch nicht geplant. Unser Rat: die Testberichte von Fachzeitschriften mit Verbrauchsangaben zu Computern, Monitoren und anderen IT-Geräten genau zu studieren. Vor kurzem hat die Zeitschrift “Computer-Bild” auf Anregung des BUND erstmals ein Energiesparsiegel eingeführt, das Kunden im Handel helfen soll, besonders sparsame Geräte zu finden. Kaufempfehlungen für sparsame PCs, Notebooks und Monitore bieten außerdem die Webseiten www.EcoTopTen.de und www.office-topten.de. Mit dem europäischen Stromsparsiegel “Energy-Star” gekennzeichnete Computer können auf der Seite www.eu-energystar.org verglichen werden.
Mehr Informationen
Quelle: BUND, 4. März 2010
Energiesparlampen: In allen Belangen die bessere Wahl!
Die Energieexperten sind sich einig: Kosten- und Umweltbetrachtungen zeigen gute Gründe, von der Glühlampe Abschied zu nehmen. Einige sehen das anders und hamstern Glühlampen. Der Grund dafür dürfte auch in alten Vorurteilen gegen Energiesparlampen liegen. Stromsparexperten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes und des Umweltbundesamtes räumen mit diesen Vorurteilen auf. Klar ist: Klassische Glühbirnen sind wahrlich keine Leuchten: Sie wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Besser sind moderne Energiesparlampen: Sie sparen Energie, halten länger und entlasten so die Haushaltskasse.
Häufigste Kritik an den als „Energiesparlampen” bekannten Kompaktleuchtstofflampen: Sie bräuchten lange, bis sie hell werden, gäben kaltes Licht und gingen schnell kaputt. Tatsächlich wurde bei Qualitäts-Kompaktleuchtstofflampen die Aufhellzeit verkürzt. Bei der Lichtfarbe gibt es verschiedene Ausführungen: Warmweiß kommt dem Glühlampenlicht nahe. Und gute Kompaktleuchtstofflampen lassen sich 30.000 Mal an- und ausschalten, bevor sie kaputt gehen, so die Energieexperten. Auch die manchmal diskutierten Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder sind nicht belegt. Bei Kompaktleuchtstofflampen ist zwar die Herstellung aufwändiger als bei Glühlampen. Eine Studie im Auftrag der EG-Kommission zeigte aber: Berücksichtigt man den gesamten Lebensweg, schneiden die Kompaktleuchtstofflampen in der Bilanz für alle betrachteten Umweltwirkungen erheblich besser ab.
Wichtig für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist, nicht die billigste Lampe zu kaufen, sondern auf Qualität zu achten. Markenprodukte sind oft besser als Billig- oder „No Name”-Lampen. Gutes kostet etwas mehr, hält aber dafür länger und ist auf Dauer günstiger. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei unabhängigen Stellen informieren. Weitere Informationen zum Thema Energiesparlampen sowie eine kleine Lampenkunde finden sie im Menü unter Hintergrund/Energieeinsparungen/oder klicken Sie ganz einfach hier!
Mehr Informationen zu Fragen der Lichttechnik gibt es auch unter
- www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/
- und unter www.uba.de/energie/licht
- sowie im Flyer Bye bye Glühbirne: Warum Energiesparlampen besser sind des Umweltbundesamtes
- sowie in einem Papier des Verbraucherzentralen Bundesverband www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/fileadmin/presse/pms/Hintergrundpapier_Energiesparlampen.pdf.
Mit der neuen EG-Verordnung zu Haushaltslampen sollen bis zum Jahr 2020 EG-weit etwa 39 Terawattstunden Energie im Verhältnis zum Trend gespart werden, so viel wie 11 Millionen Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Durch die Umstellung auf Energiesparlampen können in der EU bis 2020 mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Verordnung sorgt dafür, dass die ineffizienten herkömmlichen Glühlampen bis 2012 schrittweise aus den Regalen des Handels verschwinden. Sie stellt auch bei anderen Haushaltslampen Anforderungen an die Effizienz sowie an weitere Gebrauchseigenschaften wie die Lebensdauer. Die Anforderungen erfüllt neben einem Teil der Kompaktleuchtstofflampen auch ein Teil der Halogenglühlampen und der LED-Lampen. Minderwertige Lampen sollen so vom Markt verschwinden und die Qualität des Angebotes für die Verbraucherinnen und Verbraucher steigen. Glühlampen zu hamstern, ist also gar nicht nötig. Es belastet nur Umwelt und Haushaltskasse.
Nicht überall reagieren die Verbraucherinnen und Verbraucher gleich. Während in Deutschland der Absatz von Glühlampen im ersten Quartal 2009 um 17 Prozent stieg, sank er nach Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Frankreich um 8,6 Prozent, in Großbritannien um 22,5 Prozent und in den Niederlanden sogar um 34,5 Prozent.
Ansprechpartner Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.:
Peter Kafke, Energietechnischer Referent, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin, Tel: (030) 258 00-141, Fax: (030) 258 00-138, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Ansprechpartner Umweltbundesamt:
Martin Ittershagen, Pressesprecher, Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau, Tel: (0340) 2103 -2122, Fax: (0340) 2104 -2122, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Klimaanlage für zu Hause oft unnötig und teuer
Außen am Haus befestigte Rollläden, Fensterläden oder Markisen und kluge Lüftungsgewohnheiten stellen den kosten- und nutzeneffizientesten Schutz vor Sommerhitze dar. Klimaanlagen dagegen strapazieren die Haushaltskasse in den meisten Fällen. Da der Stromverbrauch mobiler Klimageräte in keinem Verhältnis zur Kühlung steht, ist der Gebrauch zweifelhaft. Im Laufe eines Sommers kann ein solches Gerät rund 100 Euro an extra Stromkosten verursachen. Das hat der Verband der Verbraucherschutzzentralen berechnet.
Quelle: EZA! www.eza.eu














