Energiespar- und Ökotipps

Klima-, Umwelt- und Naturschutz – und dabei gut leben!

Die Energiewende ist möglich – und sie kann ein Gewinn für uns alle sein. Gut leben, mit gesunden Lebensmitteln, die gut schmecken, mit umweltverträglich und unter fairen Bedingungen hergestellter Kleidung, mit schadstofffreier Kosmetik und giftfreien Spielsachen. Gut leben heißt – mobil, sozial integriert und in einer intakten Umwelt. Gut leben – das geht auch rundum nachhaltig: in Haus und Garten, in Beruf und Freizeit. Hier finden Sie alltagstaugliche Tipps zum Energie (und Geld) sparen und so manche Anregung  für ein nachhaltiges Leben. 

Machen Sie mit!

Interessante Klimaschutz-, Öko- und Energiespartipps für Alltag, Konsum und Mobilität finden Sie übrigens auch unter

 


Energiespartipps

Energiesparen fängt im Kleinen an – zu Hause, beim Autofahren und beim Einkaufen. Hier finden Sie Anregungen, wie Sie den Energieverbrauch und die Treibhausgase daheim, im Alltag und in der Freizeit reduzieren können.

(1) Die Heizung drosseln

Jeder, der Zimmertemperaturen über 20 Grad Celsius vermeidet, Fenster und Türen abdichtet und regelmäßig lüftet, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch seine CO2-Emissionen um mehr als zehn Prozent senken.

(2) Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen

Energiesparlampen kommen mit weniger als einem Viertel der Energie aus als herkömmliche Glühbirnen. Laut Berechnungen der US-Energiebehörde könnten allein durch den Umstieg auf Energiesparlampen in den USA jährlich zirka 400 Millionen Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

(3) Den Stecker ziehen

Lassen Sie Ihre elektronischen Geräte wie Fernseher, Telefon und Lautsprecher nicht im Stand-by-Modus, und schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen.

So können in einem Einzelhaushalt 30 bis 40 Euro pro Jahr eingespart werden, bei einem Vier-Personen-Haushalt sogar 75 bis 100 Euro. Elektronische Geräte, die nicht ausgeschaltet werden, tragen 4,5 Prozent zum bundesweiten Stromverbrauch bei. Das entspricht umgerechnet Stromkosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

(4) Bewusst kochen

Die Küche bietet viele Möglichkeiten, Energie zu sparen. Hier ein paar Tipps: Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser zu erhitzen. Benutzen Sie die Kochplatte mit der richtigen Größe. Lassen Sie den Kühlschrank regelmäßig abtauen.

(5) Konsequent recyclen

Durch Recycling lassen sich die Treibhaus-Emissionen deutlich senken. So trägt beispielsweise das Recycling von Papier und Karton zur Vermeidung von Methanemissionen aus Mülldeponien bei. Wer zusätzlich ein Kilogramm Aluminium sammelt und am Wertstoffhof abgibt, kann dadurch jährlich bis zu elf Kilogramm CO2-Emissionen einsparen.

In vielen Fällen verschlingt die Herstellung von Produkten aus Recycling-Material im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren deutlich weniger Energie. So benötigen Produkte aus Stahlschrott fast 75 Prozent weniger Energie als Produkte aus neuem Stahl.

(6) Effiziente Elektro- und Elektronikgeräte kaufen

Wenn Sie eine Spülmaschine, einen Fernseher oder eine Waschmaschine kaufen, entscheiden Sie sich für ein energieeffizientes Modell. Hierfür gibt es eine neues EU-Label, das Auskunft gib. Leider ist die Bezeichnung nicht einheitlich für alle Elektro- und Elektronikgeräte: Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen ist z.B. die höchste Energieeffizienzklasse A+++, für Heim-Elektronik gelten andere Einteilungen.

Damit Sie sich bei der Beurteilung des EU-Labels nicht in die Irre führen lassen, finden Sie anbei aktuelle Information zur Einteilung von Geräten nach EU-Energielabel.

(7) Energie aus der Sonne beziehen

„Durch die Nutzung erneuerbarer Energien können in Zukunft die CO2-Emissionen drastisch gesenkt werden“, meint Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Uni-Kiel. Mit Solarenergie lässt sich sowohl Wasser erhitzen (Solarthermie) als auch Strom erzeugen (Photovoltaik). In vielen europäischen Ländern kommen darüber hinaus vermehrt Heizsysteme auf Biomasse-Basis zum Einsatz.

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Regionale Produkte sind Trumpf

Wer Lebensmittel aus der Region und hauptsächlich Saisonprodukte kauft, trägt deutlich zur Reduzierung der Treibhaus-Emissionen bei.

Achten Sie bei Ihrem Einkauf auf:

(1) Slow Food

Wer Lebensmittel aus der näheren Umgebung kauft, lebt umweltbewusst. Lange Transportwege machen laut einem Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) etwa elf Prozent aller Emissionen im Straßenverkehr aus.

(2) Saisonprodukte machen Sinn

Erdbeeren im Frühling, Wirsing im Winter: Mit dem Kauf von saisonalem Obst und Gemüse tragen Sie dazu bei, dass weniger Lebensmittel intensiv im Gewächshaus kultiviert werden.

(3) Weniger Verpackungen

Die Produktion von Verpackungen verschlingt viel Rohöl. Je weniger Plastikbeutel und -folien Sie zu Hause verwenden, umso mehr tragen Sie zum Energiesparen bei.

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Energiesparen beim Autofahren

So drosseln Sie Ihren Energieverbrauch beim Autofahren und auf Reisen:

(1) Sparsam Gas geben

Den Motor aufheulen lassen, ist weder schick noch clever: Vermeiden Sie hohe Drehzahlen und schalten Sie rechtzeitig in den nächst höheren Gang.

(2) Geringer Spritverbrauch

Achten Sie beim Kauf eines neuen Autos auf den Spritverbrauch. Sparsame Neuwagen produzieren weniger Kohlendioxid pro Kilometer. Die Spitzenmodelle, wie beispielsweise Kompakt-Hybridfahrzeuge, benötigen weniger als 110 Gramm CO2 pro Kilometer. Geländewagen produzieren mindestens die doppelte Menge des Treibhausgases.

(3) Kraftstoffe der Zukunft

In Zukunft wird die Wasserstoff-Technologie vermehrt Busse und Autos antreiben. Die ersten Modelle sind bereits auf dem Markt – aber leider noch teuer.

(4) Clever reisen

Wer langfristig Energie sparen will, sollte seine Fahr- und Reisegewohnheiten überdenken. Wann ist es sinnvoll, aufs Auto zu verzichten oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen? Können Sie Fahrgemeinschaften bilden, statt allein ins Büro zu fahren? Welche Kurz- oder Langstreckenflüge sind nicht wirklich nötig? Weniger Reisen könnten Zeit und Geld sparen helfen.

(5) Regelmäßiger Check-up

Ihr Auto sollte immer reibungslos funktionieren. Prüfen Sie vor allem den Reifendruck und den Motor regelmäßig. Synthetische Hochleistungs-Schmierstoffe können nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch die CO2-Emissionen um zirka fünf Prozent senken. Montieren Sie den Dachgepäckträger ab, wenn Sie ihn nicht benötigen, er kann die Fahrzeugleistung um mehr als zehn Prozent verringern. Ähnliches gilt für Winterreifen.

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Energieeffizienz von Elektrogeräten

Neue Label für die Energieeffizienz von Elektrogeräten
Seit 20. Dezember 2010 ist europaweit ein neues EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten gültig. Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen wird zukünftig A+++ als höchste Energieeffizienzklasse gelten. Für Fernsehgeräte wird ab demselben Datum erstmals ein einheitliches Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs verbindlich eingeführt.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt:

Damit Sie sich bei der Beurteilung des EU-Labels nicht in die Irre führen lassen, finden Sie anbei aktuelle Information zur Einteilung von Geräten nach

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Wärmedämmung & Schimmel

Keine kalten Wände mehr bedeutet: kein Feuchtigkeitsniederschlag. Eine Wärmedämmung ist die Maßnahme Nummer eins gegen Feuchtigkeit im Haus und daher das beste Mittel für die Schimmelbekämpfung.

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Eine fachgerechte Wärmedämmung besiegt Schimmel langfristig.
Feuchtigkeit führt oft zu Schimmel

Die Oberflächentemperatur von gedämmtem Mauerwerk ist relativ hoch. Feuchtigkeit im Haus schlägt sich aber nur an kalten Flächen nieder – ein prächtiges Klima für Schimmelpilze! Warmen Flächen bleiben trocken, hier bildet sich kein Schimmel. Am besten eignet sich eine Wärmedämmung von außen, weil die  Raumwärme dann bis in die Außenbauteile vordringen kann und auch diese trocken bleiben.

Vorsicht vor Fehlern bei der Anbringung der Wärmedämmung. Undichte Stellen können die Wirkung zunichte machen!

Wichtig:

ACHTUNG: Bei gleichzeitiger Sanierung von Fenstern und Türen sollten Sie über eine kontrollierte Wohnraumlüftung nachdenken. Möglicherweise ist Ihr Gebäude nach der Dämmung so luftdicht, dass Feuchtigkeit nicht mehr auf natürliche Weise entweichen kann. Auch mehrmals tägliche Fensterlüftung kann die feuchte Luft oft nicht abtransportieren, zudem geht so wertvolle Wärme verloren.

Bei ungenügender Lüftung kann sich trotz Dämmung Schimmel bilden!

Linktipps

  • Hausbau/Wärmedämmung mit vielen interessanten Informationen rund ums Thema Dämmung, insbesondere über verschiedene Dämmstoffe.

Umweltschonend Kaffee trinken

Auf den meisten Kaffeeplantagen in den Ländern Süd- und Mittelamerikas, Afrikas, Asiens und den pazifischen Inseln werden große Mengen gesundheits- und umweltschädlicher Pestizide eingesetzt. Sie belasten Böden und Grundwasser, bedrohen die Artenvielfalt und gefährden die Gesundheit Einheimischer. Wird der Wasserbedarf beim Anbau der Pflanzen, der Verschiffung, der Röstung und Verpackung berücksichtigt, stecken in einer Tasse Kaffee 140 Liter so genanntes “virtuelles Wasser”. Die Erdbevölkerung konsumiert jährlich 590 Milliarden Tassen Kaffee, Cappuccino oder Espresso. Um die Weltmarktpreise niedrig zu halten, wird auf Kosten von Natur und Mensch ein harter Preiskampf ausgefochten. Wer trotz dieser Hintergründe nicht auf Kaffee verzichten will, sollte einige Hinweise des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beachten.

So sind die schädlichen Umweltfolgen bei Kaffee aus ökologischem Anbau geringer. Pestizide sind dann verboten, den Folgen der Bodenerosion wird entgegengewirkt. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und synthetischen Dünger, der Anbau von Mischkulturen sowie angepasste Fruchtfolgen sind weitere Maßnahmen, die den Kaffeeanbau umweltfreundlicher machen. Der BUND empfiehlt außerdem fair gehandelten Kaffee. Er ist zwar etwas teurer, sichert jedoch die Existenz der Bauern besser und genügt in der Regel den Ökostandards. Solche Produkte tragen das internationale “TransFair-Fairtrade”-Siegel sowie das Bio-Siegel oder das Label eines ökologischen Anbauverbandes.

Nach Zubereitung sollte das schwarze Getränk der Kaffeemaschine entnommen und in eine Thermoskanne umgefüllt werden. Das erübrigt den Gebrauch der Heizplatte. Sogenannte “dänische Kaffeekannen” sparen auch den Papierfilter. Dabei wird kochendes Wasser auf den gemahlenen Kaffee gegossen und darüber ein Sieb aus Edelstahl platziert. Nachdem der Deckel aufgesetzt wurde, wird das Ganze einige Minuten stehen gelassen. Nach dem Ziehen wird das Sieb nach unten gedrückt und der Kaffee anschließend in eine Keramik- oder Thermostasse gefüllt. Diese Technik, Kaffee zu kochen, gilt als die umweltfreundlichste.

Weitere Informationen zu ökologisch und fair gehandelten Produkten finden Sie im Internet unter www.oeko-fair.de. Mehr zum TransFair-Fairtrade-Siegel unter www.transfair.org. Unter www.weltladen.de gibt es Infos zu den Weltläden für fair gehandelte Produkte.

Quelle: BUND, 11. Mai 2010


Heizkosten & Energie sparen: Jedes Grad zählt!

Die Heizung verbraucht die meiste Energie in einem Haushalt, ca. 3/4 der Gesamtmenge. Beim Beheizen der Räume zählt jedes Grad Raumtemperatur auf der Kostenskala. Für ein Grad Wärme mehr steigen die Heizkosten um ca. 6 %.

Temperatur nachts senken

Wenn Sie nachts die Temperatur um ca. 5 Grad senken, sparen Sie Wärmeenergie, die Sie sowieso nicht brauchen, da die Bettdecke Sie ausreichend wärmt. Sie können die Heizung bereits zwei Stunden vor dem Schlafengehen runterdrehen.

Heizungsreglersysteme

Um nicht zu vergessn, die Temperatur zu festen Zeiten zu senken, sind gut steuerbare Heizungsreglersysteme sehr hilfreich. Besonders für Berufstätige lohnt es sich, ein Heizungsregelsystem so einzustellen, dass es abends die Temperatur senkt und sie erst kurz vor Feierabend wieder erhöht. Sie kommen dann in eine angenehm warme Wohnung und haben in der vorangegangenen Nacht sowie den ganzen Tag über viel Energie gespart.

Quelle: energiespartipps.de


Wäsche waschen und die Umwelt schonen

Unter Beachtung einiger Tipps lässt sich auch beim Wäschewaschen nicht nur kostbares Trinkwasser und viel Energie sparen, sondern es wird zugleich auch die Haushaltskasse geschont. Beim Kauf neuer Waschmaschinen sollten sparsame Geräte, auf jeden Fall aus der Effizienzklasse A gewählt werden. Für Waschmaschinen ist die Einführung der neuen Klassen A+ und A++ bisher erst geplant. Vergleichen Sie deshalb selbst genau die Verbrauchsangaben – es gibt auch innerhalb der bisherigen Klasse A größere Unterschiede. Singles kommen mit kleineren Waschmaschinen aus, die für eine Menge von drei Kilogramm geeignet sind.

Da mit jedem Waschgang etwa 40 bis 50 Liter Trinkwasser durch die Waschmaschine fließen, kommt schon ein Zwei-Personen-Haushalt auf einen Wasch-Wasserverbrauch von 7.000 bis 9.000 Litern im Jahr. Der BUND empfiehlt, die Waschmaschine immer voll zu beladen und auf das Vorwaschen zu verzichten. Sparprogramme sollten möglichst häufig genutzt werden. Da Waschmaschinen etwa zwei Drittel der Energie zum Erhitzen des Wassers verwenden, lässt sich durch die Wahl möglichst niedriger Waschtemperaturen am meisten Strom sparen. Der BUND rät zu Temperaturen von 30 bis 40 Grad. Um sie keimfrei zu halten, sollte Bett- und Unterwäsche einmal im Monat bei 60 Grad gewaschen werden.

Waschmittel enthalten Chemikalien, die das Grundwasser belasten und oft auch Hautreizungen oder Allergien auslösen können. Sie sollten darum stets sparsam dosiert werden. Große Mengen Waschmittel führen nicht zu mehr Sauberkeit. Empfehlenswert ist auch, sogenannte “Baukastensysteme” einzusetzen, bei denen Weichspüler, Bleichmittel und Wasserenthärter getrennt voneinander abgefüllt sind und der Wäsche jeweils nur bei Bedarf zugeführt werden. Labels wie der “Blaue Engel” oder “Charter für nachhaltiges Waschen” helfen bei der Wahl umweltverträglicher Waschmittel. Grundsätzlich ist die Ökobilanz von Superkompaktwaschpulvern besser als die von Flüssigwaschmitteln. Wer sie im Nachfüllpack kauft, hilft zudem Müll zu vermeiden.

Der BUND weist darauf hin, dass Wäschetrockner zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören. Besser ist es, die Wäsche in der Maschine ausreichend zu schleudern und anschließend im Freien oder in gut belüfteten Räumen zu trocknen.

Mehr Informationen

Quelle: BUND, 14. April 2010


Ökostrom lohnt sich!

Wer auf Ökostrom umsteigt, kann kräftig Geld sparen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die das Verbraucherportal Verivox Ende April 2010 veröffentlicht hat. Die Untersuchung der Energieexperten zeigt: Trotz höherer Produktionskosten sind selbst Ökostromprodukte mit strengen Gütesiegeln häufig günstiger als die so genannten Grundversorgungstarife. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Tarife, die die örtlichen Versorger – zum Beispiel Stadtwerke – anbieten müssen.

So belaufen sich die bundesweiten Durchschnittskosten für die Grundversorgung bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit auf 965 Euro. Bei Ökostromtarifen mit Gütesiegeln (TÜV, OK power, Grüner Strom Label) betragen die durchschnittlichen Kosten bei gleichem Verbrauch rund 950 Euro. Einzelne Gebührensätze sind sogar noch weit günstiger: So sparen Verbraucher bei TÜV-zertifizierten Tarifen wie “ESWE” (838 Euro), “E wie Einfach” (810 Euro) oder dem Ökostromangebot von Vattenfall (819 Euro) jeweils deutlich mehr als 100 Euro im Jahr.

Umweltbewussten Verbrauchern raten wir allerdings zur Vorsicht. Die Analyse des Ökostrommarktes zeigt, dass die meisten Ökostromtarife keinerlei Gütesiegel oder Zertifikate aufweisen. Auch Verivox weißt auf diese Tatsache inzwischen explizit hin! Über die genaue Herkunft des Stroms werden in diesem Fall keine Angaben gemacht. Auch können sich Verbraucher nicht sicher sein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien durch diesen Tarif gefördert wird. Insgesamt werden 605 solcher Tarife von 269 Stromversorgern angeboten. “Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet”, sagt Peter Reese von Verivox, “sollte daher neben dem Preis auch auf entsprechend strenge Gütesiegel achten.”

Quelle: Spiegel online/Verivox


Computer energiesparend nutzen

Die Herstellung von Computern verbraucht nicht nur große Mengen an Energie und wertvollen Rohstoffen. Elektronische Geräte enthalten außerdem giftige Materialien, die beim Recycling nur zum Teil zurückgewonnen werden können.

Computer sollten so lange wie möglich genutzt und nicht unnötig oft durch neue ersetzt werden. Lebensdauer und Leistungsfähigkeit der Rechner lassen sich auch durch den Austausch einzelner Bauteile ausweiten. Nicht selten sind defekte Geräte zu einem angemessen Preis reparierbar.

Beim Kauf stellen gebrauchte Geräte eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative dar. Wer ein Modell auf dem neuesten technischen Stand benötigt, sollte auf jeden Fall den Stromverbrauch vergleichen: Mit den sparsamsten Geräten lassen sich zwischen 50 und 70 Prozent des benötigten Stroms einsparen.

Entscheidend sind die persönlichen Anforderungen an das jeweilige Gerät. Computer mit der höchsten Ausstattung können jährlich bis zu 60 Euro mehr Stromkosten verursachen als Standard-PCs. Die kleineren Laptops, Netbooks oder sogenannte “Mini-Computer” verbrauchen im Vergleich mit größeren PCs meist viel weniger Strom. Ihre technische Ausstattung reicht für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie alle Energiesparfunktionen der Geräte!

Eine für die Hersteller verpflichtende Verbrauchskennzeichnung – wie von Haushaltsgeräten bekannt – ist für Computer derzeit noch nicht geplant. Unser Rat: die Testberichte von Fachzeitschriften mit Verbrauchsangaben zu Computern, Monitoren und anderen IT-Geräten genau zu studieren. Vor kurzem hat die Zeitschrift “Computer-Bild” auf Anregung des BUND erstmals ein Energiesparsiegel eingeführt, das Kunden im Handel helfen soll, besonders sparsame Geräte zu finden. Kaufempfehlungen für sparsame PCs, Notebooks und Monitore bieten außerdem die Webseiten www.EcoTopTen.de und www.office-topten.de. Mit dem europäischen Stromsparsiegel “Energy-Star” gekennzeichnete Computer können auf der Seite www.eu-energystar.org verglichen werden.

Mehr Informationen

Quelle: BUND, 4. März 2010


Energiesparlampen: In allen Belangen die bessere Wahl!

Die Energieexperten sind sich einig: Kosten- und Umwelt­betrachtungen zeigen gute Gründe, von der Glühlampe Abschied zu nehmen. Einige sehen das anders und hamstern Glühlampen. Der Grund dafür dürfte auch in alten Vorurteilen gegen Energiesparlampen liegen. Stromsparexperten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes und des Umweltbundesamtes räumen mit diesen Vorurteilen auf. Klar ist: Klassische Glühbirnen sind wahrlich keine Leuchten: Sie wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Besser sind moderne Energiesparlampen: Sie sparen Energie, halten länger und entlasten so die Haushaltskasse.

Häufigste Kritik an den als „Energiesparlampen” bekannten Kompaktleuchtstofflampen: Sie bräuchten lange, bis sie hell werden, gäben kaltes Licht und gingen schnell kaputt. Tatsächlich wurde bei Qualitäts-Kompaktleuchtstofflampen die Aufhellzeit verkürzt. Bei der Lichtfarbe gibt es verschiedene Ausführungen: Warmweiß kommt dem Glühlampenlicht nahe. Und gute Kompaktleuchtstofflampen lassen sich 30.000 Mal an- und ausschalten, bevor sie kaputt gehen, so die Energieexperten. Auch die manchmal diskutierten Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder sind nicht belegt. Bei Kompaktleuchtstofflampen ist zwar die Herstellung aufwändiger als bei Glühlampen. Eine Studie im Auftrag der EG-Kommission zeigte aber: Berücksichtigt man den gesamten Lebensweg, schneiden die Kompaktleuchtstofflampen in der Bilanz für alle betrachteten Umweltwirkungen erheblich besser ab.

Wichtig für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist, nicht die billigste Lampe zu kaufen, sondern auf Qualität zu achten. Markenprodukte sind oft besser als Billig- oder „No Name”-Lampen. Gutes kostet etwas mehr, hält aber dafür länger und ist auf Dauer günstiger. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei unabhängigen Stellen informieren. Weitere Informationen zum Thema Energiesparlampen sowie eine kleine Lampenkunde finden sie im Menü unter Energie im Fokus/Energieeinsparung und Energieeffizienz/oder klicken Sie ganz einfach hier!

Mehr Informationen zu Fragen der Lichttechnik gibt es auch unter

Mit der neuen EG-Verordnung zu Haushaltslampen sollen bis zum Jahr 2020 EG-weit etwa 39 Terawattstunden Energie im Verhältnis zum Trend gespart werden, so viel wie 11 Millionen Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Durch die Umstellung auf Energiesparlampen können in der EU bis 2020 mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Verordnung sorgt dafür, dass die ineffizienten herkömmlichen Glühlampen bis 2012 schrittweise aus den Regalen des Handels verschwinden. Sie stellt auch bei anderen Haushaltslampen Anforderungen an die Effizienz sowie an weitere Gebrauchseigenschaften wie die Lebensdauer. Die Anforderungen erfüllt neben einem Teil der Kompaktleuchtstofflampen auch ein Teil der Halogenglühlampen und der LED-Lampen. Minderwertige Lampen sollen so vom Markt verschwinden und die Qualität des Angebotes für die Verbraucherinnen und Verbraucher steigen. Glühlampen zu hamstern, ist also gar nicht nötig. Es belastet nur Umwelt und Haushaltskasse.

Nicht überall reagieren die Verbraucherinnen und Verbraucher gleich. Während in Deutschland der Absatz von Glühlampen im ersten Quartal 2009 um 17 Prozent stieg, sank er nach Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Frankreich um 8,6 Prozent, in Großbritannien um 22,5 Prozent und in den Niederlanden sogar um 34,5 Prozent.

Ansprechpartner Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.:
Peter Kafke, Energietechnischer Referent, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin, Tel: (030) 258 00-141, Fax: (030) 258 00-138, kafke@vzbv.de

Ansprechpartner Umweltbundesamt:
Martin Ittershagen, Pressesprecher, Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau, Tel: (0340) 2103 -2122, Fax: (0340) 2104 -2122, martin.ittershagen@uba.de


Klimaanlage für zu Hause: oft unnötig und teuer

Außen am Haus befestigte Rollläden, Fensterläden oder Markisen und kluge Lüftungsgewohnheiten stellen den kosten- und nutzeneffizientesten Schutz vor Sommerhitze dar. Klimaanlagen dagegen strapazieren die Haushaltskasse in den meisten Fällen. Da der Stromverbrauch mobiler Klimageräte in keinem Verhältnis zur Kühlung steht, ist der Gebrauch zweifelhaft. Im Laufe eines Sommers kann ein solches Gerät rund 100 Euro an extra Stromkosten verursachen. Das hat der Verband der Verbraucherschutzzentralen berechnet.

Quelle: EZA! www.eza.eu






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