Reparieren statt Wegwerfen: Herrschinger Insel kämpft gegen Müllberge

Schleift die Kette beim Fahrrad, wird das Loch im Wollpullover immer größer oder sorgt der Toaster nicht mehr zuverlässig für das tägliche Frühstück? Dann nur nichts wegwerfen – denn ab sofort ist Abhilfe in Sicht: Am Samstag, den 5. Juli eröffnet die Herrschinger Insel e.V. das erste Herrschinger „Repair Café“. Zwischen 10 und 14 Uhr werden in den Räumen des Vereins in der Bahnhofstraße 38 mehrere Elektriker, Näherinnen und Fahrradmechaniker den Besuchern kostenlos bei verschiedensten Reparaturen zur Hand gehen. Alle Interessierten müssen lediglich ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von zu Hause mitbringen, Werkzeuge und Materialien sind vor Ort ausreichend vorhanden.

Mit Ihrem Projekt möchte die Herrschinger Insel ein öffentliches Bewusstsein für die Wegwerfkultur schaffen, in die wir uns in den letzten Jahren verwandelt haben. Dinge, denen fast nichts fehlt und die prinzipiell sehr schnell wieder repariert werden könnten, werden heute oft kurzerhand in die Tonne geworfen. Dabei könnte in vielen Fällen schon mit wenig Aufwand unnötiger Müll vermieden und bares Geld gespart werden. Barbara Meier-Steiger, Leiterin der Herrschinger Insel, sieht noch einen zusätzlichen Mehrwert des Repair-Cafés: „Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten in der Nachbarschaft führen.“.

Künftig will die Herrschinger Insel regelmäßig immer am ersten Samstag eines Monats ein Repair Café vor Ort organisieren.

Mehr Informationen zur Herrschinger Insel e.V. finden Sie hier. Alles über die Ursprünge und die Hintergründe des Konzepts „Repair-Café“ lesen Sie hier.

 

Quelle: Herrschinger Insel e.V.
Bild:
Rudolf Ortner /
www.pixelio.de

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