Ruhr-Universität errechnet erste Ökobilanz für Offshore-Windpark

Weltweit zum ersten Mal haben Ingenieure der Ruhr-Universität eine Ökobilanz eines Offshore-Windparks erstellt. Dabei konnten sie am Beispiel des deutschen Nordsee-Windparks „alpha ventus“ nachweisen, dass die Windanlagen die Energie, die für Aufbau und Wartung vonnöten ist, schon innerhalb knapp eines Jahres wieder ausgleichen. Sie amortisieren sich somit energetisch schneller als Solaranlagen.

In die Ökobilanz wird jeweils der gesamte Energieverbrauch und Schadstoffausstoß für den gesamten Lebenszyklus eines Windparks mit eingerechnet: „Wie viel Energie braucht man, um das ganze Material für den Park herzustellen, die Komponenten zu fertigen, an ihren Standort zu transportieren, aufzubauen, zu warten und eines Tages wieder abzubauen, und wie viele Schadstoffe entstehen in diesem Prozess?“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft. Dem gegenüber stellten die Ingenieure wie viel Energie, beziehungsweise Schadstoffe eingespart werden, indem man Strom mit „alpha ventus“ produziert und nicht mit dem aktuellen deutschen Strommix.

Die Phase im Lebenszyklus eines Windparks, die mit Abstand am wenigsten Energie verbraucht, ist ihr Abbau. Der Betrieb rangiert mit knapp 20 Prozent am Gesamtverbrauch an zweiter Stelle – hauptsächlich verschuldet durch wartungsbedingte Schiffs- und Helikoptereinsätze. Mit fast 75 Prozent die mit Abstand energieintensivste Phase ist die der Materialproduktion und des Aufbaus des Windparks, respektive die Herstellung des Fundaments.

 

Quelle: Ruhr-Universität Bochum
Bild:
www.alpha-ventus.de

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