Schwindendes Eis führt zu schnellerer Erwärmung der Arktis

Keine Region der Erde erwärmt sich schneller als die Arktis. Das Schwinden des Meereises ist dabei nicht nur eine Konsequenz sondern gleichzeitig auch eine der Hauptursachen für dieses Phänomen. Schuld daran ist ein einfacher physikalischer Effekt, der sich, wie Forscher aus San Diego nun herausgefunden haben, noch sehr viel stärker auf das arktische Klima auswirkt, als bisher angenommen.

Im Fokus der Untersuchungen stand vor allem die so genannte „Albedo“: ein Maß, mit dem die Fähigkeit von Oberflächen angegeben wird, Strahlen zu reflektieren. Satellitenmessungen haben gezeigt, dass die Rückstrahlung der Erdoberfläche nördlich des 60. Breitengrads von 1979 bis 2011 von 0,52 auf 0,48 gesunken ist – und somit nur mehr 48 Prozent des Sonnenlichts zurück ins Weltall reflektiert wurden. Mit dieser Entwicklung ging der Effekt einher, dass sich gleichzeitig auch die Luft immer stärker erwärmte und die Temperaturen weiter angestiegen sind.

Je weniger Eis das Meer bedeckt, desto schwächer auch die Albedo – ein gefährlicher Kreislauf, dessen Bedeutung bisher auch von der Wissenschaft deutlich unterschätzt wurde.

 

Quelle: SPIEGEL online
Bild:
Wolfgang Pfensig (wpfen2000) / www.pixelio.de

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