Mieterstrom

Broschüre: Neue Chancen für die Photovoltaik durch Versorgung vor Ort

Konzepte und vertragliche Muster zur Selbstversorgung und Belieferung mit Strom und Wärme: Die DGS Franken unterstützt schon seit Jahren Investoren, Energiegenossenschaften, Anlagenbetreiber und Stadtwerke bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort.

Unter der Bezeichnung „PV Mieten plus“ wurden neun verschiedene DGS-Musterverträge zur Eigen- und Fremdversorgung mit Strom (und Wärme) aus Photovoltaik und BHKW erstellt. Die DGS Franken bietet dazu nun auch – vom Solarenergiefördervereins Bayern (SEV) e.V. finanziell gefördert – eine 52 seitige Broschüre mit Erläuterungen und weiterführenden Informationen an.

In der Broschüre werden mit zahlreichen Grafiken anschaulich die vielen Einsatzmöglichkeiten der PV-Stromnutzung vor Ort dargestellt. Von der ergänzenden PV-Stromlieferung, über die Mieterstrom-Vollversorgung, die Vermietung von PV-Anlagen an jeweilige Stromnutzer bis hin zur Selbstversorgung der privaten oder gewerblichen Mieter mit Strom und Wärme aus Photovoltaik und teils auch aus BHKW. Besonderer Wert wird auf die Erklärung sämtlicher relevanter Beziehungen der verschiedenen Beteiligten (Investor, Gebäudeeigentümer, Anlagenbetreiber, Messstellenbetreiber, Dienstleister, Stromverbraucher) gelegt.

„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den Erfolg der Solarenergie weiter voranzubringen“, sagt Michael Vogtmann. „Dazu wollen wir unsere Ideen und Perspektiven mit Ihnen teilen. Mit der neuen Broschüre erhalten Sie anschauliche Orientierungshilfen zu den Themen ‚Wirtschaftlichkeit‘, ‚EEG-Umlage‘, ‚Melde- und Mitteilungspflichten‘, zudem eine Darstellung der wesentlichen ‚Zähl- und Abrechnungskonzepte‘, die für die praktische Umsetzung Ihrer Projekte wichtig sind. – Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre!“

Die Broschüre zum Download finden Sie hier

 

„Mieterstrom: Rentabel. Sicher. Unabhängig.“

Vortrag von Dr. Andreas Horn, am 18.04.2018 in den Räumen der VR-Bank Herrsching

Mieterstromanlagen ermöglichen die Selbstversorgung durch günstigen PV-Strom innerhalb eines Gebäudes mit mehreren Parteien, sowohl bei Mietsverhältnissen als auch Eigentumswohnungen. Besonders attraktiv ist das Modell für Gewerbe und Mehrfamilienhäuser, dabei können zwei Arten unterschieden werden: Das Mieterstrommodell gemäß dem neuen Mieterstromgesetz 2017, welches eine Anlage auf dem Gebäudedach umfasst und das von der Sonnenkraft Freising entwickelte Mikro-Mieterstrommodell, das eine geteilte Anlage auf dem Dach pro Wohnpartei vorsieht. Erstere wird mittels eines Summenzählers installiert, der den individuellen Verbrauch jeder Partei mit einbezieht. Letzteres setzt sich aus mehreren Wechselrichtern, entsprechend der Mieteranzahl, mit Verbindung zur Teil-Anlage zusammen. Beachtet werden muss, dass die Umsatzsteuer der Anlagen vermieden wird, um hohe Kosten zu umgehen.

Die Erfahrungen von Dr. Andreas Horn zeigten, dass weitere gesetzliche Änderungen nötig sind, um PV flächendeckend installieren zu können. Das neue Mieterstromgesetz schafft einen Anfang, jedoch stellen unter anderem räumliche Zusammenhänge von Wohngebäuden eine schwierige Hürde für die Realisierung dar. Zudem macht die bestehende „Solarstrom-Steuer“ ein großes Defizit in der Entwicklung und Verbreitung der erneuerbaren Energie sichtbar.

Klare Vorteile des Mieterstroms sind:

  • Die Funktion als Strompreisbremse
  • Die Optimierung des Eigenverbrauchsanteils, je größer die Kundenanlage
  • Eine gute Verbindungsmöglichkeit zu Elektromobilität und Blockheizkraftwerken

„Mieterstrommodelle sind die beste Strompreisbremse die man haben kann“, so Dr. Horn zum Abschluss der Präsentation.

 

Beratung und nähere Informationen finden sie unter:

Energiegenossenschaft Fünfseenland 

Sonnenkraft Freising

 

 

 

 

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