Einträge ‘Atomenergie’

EU-Atomsubventionen stoppen!

Freitag, Dezember 12th, 2014

Die Europäische Kommission hat im Oktober die umstrittenen Milliarden-Subventionen für das Atomkraftwerk Hinkley Point C in England genehmigt. Damitt folgt die Europäische Kommission der Empfehlung von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Zur Begründung der beihilferechtlichen Genehmigung der Subventionen für das Atomkraftwerk Hinkley Point C verweist die EU-Kommission auf ein „echtes Marktversagen“. Im Verlauf der Untersuchung hätten die britischen Behörden nachweisen können, dass mit der Beihilfemaßnahme ein derartiges Marktversagen behoben werden könne. Anfängliche Zweifel der Kommission, wie in dem 70 seitigen EU-Prüfbericht vom Dezember 2013 zuvor dargelegt, hätten durch die Briten nachträglich „ausgeräumt werden können“.

Umwelt- und Naturschutzverbände empört

Zahlreiche Umweltschutzverbände wollen das nicht hinnehmen und auch Österreich klagt vor dem EuGH. Greenpeace: „Es gibt absolut keine rechtliche, moralische und umweltspezifische Rechtfertigung, Steuergelder dafür zu verwenden, die gefährlichste und teuerste Energiequelle zu subventionieren. Alle Hoffnungen der europäischen Atomkraftgegner ruhen nun auf Österreich. Die Bundesregierung muss die Verhinderung von Atomsubventionen nun zur Priorität erklären“, fordert Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin von Greenpeace.

Stoppt Brüssel – jetzt!

Jede EU-Bürgerin und jeder EU-Bürger hat das Recht, Beschwerde einzulegen. Die Elektrizitätswerke Schönau haben dies bereits getan und hierfür eine Kampagnenseite eingerichtet. Dieser Beschwerde hat sich jetzt auch der Vorsitzende des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg e.V. angeschlossen.  Auf der Kampagnenseite www.ews-schoenau.de/kampagne kann man  in wenigen Minuten kostenlos mitmachen.

Also! Beschwert Euch!

Und vielen Dank für Euer Engagement!

 

Quelle: iwr-pressedienst, Elektrizitätswerke Schönau

Artikelfoto: BUND

Delegiertenbeschluss: BN fordert sofortigen Atomausstieg

Samstag, Mai 28th, 2011

Auf seiner Delegiertenkonferenz am 15. Mai in Amberg bekräftigte der Bund Naturschutz Bayern (BN) mit einem einstimmigen Beschluss seine Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und die konsequente Energiewende.  Die Atomenergie wird in der Presseerklärung des Bund Naturschutz Bayern als Blockadetechnologie bezeichnet, die eine schnelle Energiewende nur verhindere. Der Verband fordert stattdessen konkrete Maßnahmen im „Dreiklang aus  Atomausstieg, Klimaschutz und Arbeitsplatzsicherung“  und appelliert an die Politiker, sofort die Energiewende einzuleiten.

So fordert der BN die Abgeordneten des bayerischen Landtages und die bayerische Staatsregierung auf, den Atomausstieg und die ökologische Energiewende in allen Fachressorts und auf allen Ebenen durchzusetzen. Ein neues Atomausstiegsgesetz sei zu beschließen.  Der BN wirft der Staatsregierung zudem eine Blockadepolitik vor. Die ökologischen Steuerreform sowie schärfere gesetzliche Vorschriften und Programme zur Förderung von Energiesparen und Energieeffizienz in allen Bereichen müssten nun Vorrang erhalten.

Dazu zählen laut BN auch ein Energie sparendes Mobilitäts- und Siedlungskonzept mit Priorität bei Investitionen für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr mit Bahn und Bus.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier:
BN-DV-Beschluss_Sofortausstieg aus der Atomenergie-11-05-17

und weitere Informationen erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten von

Bund Naturschutz Bayern

Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland

Atomausstieg-bis-2021 verlängert das Risiko


Anti-AKW-Bewegung: Größte Proteste in der Geschichte der Bundesrepublik

Montag, April 26th, 2010

120.000 Menschen, darunter Bauern mit Traktoren, Familien auf Fahrrädern sowie fantasievoll verkleidete Frauen und Männer, bildeten am Samstag, den 24. April 2010, eine Menschenkette zwischen den bekannten Pannenreaktoren Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein. Kurz vor dem 24. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl und zwei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen forderten sie vereint: „Atomkraft abschalten!“Weitere 27.000 Menschen protestierten in Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Der Trägerkreis dieser „KettenreAktion“ zeigte sich zufrieden und richtete die Forderungen noch einmal an die Regierung: „Der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke ist politisch nicht durchsetzbar. Sollte die schwarz-gelbe Koalition an ihrem Atomkurs festhalten, werden die Proteste sich weiter steigern. Da ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Denn wir sind nach diesem Tag gestärkt und hochmotiviert“, erklärte Sprecher Jochen Stay.

Foto: dpa