Einträge ‘Atomkraftwerke’

Atomenergie: Wer soll das bezahlen?

Dienstag, Mai 15th, 2012

Mindestens 34 Milliarden Euro wird der Rückbau von deutschen Atomkraftwerken und die Entsorgung des Atommülls kosten. Hinzu kommen Kostenrisiken von rund zehn Milliarden. Zu diesem Ergebnis kommen Greenpeace und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in einer Studie, die sie Mitte April in Berlin vorlegten.

„Die Bundesregierung muss die Steuerzahler vor einem finanziellen Desaster schützen und die Kostenübernahme der Konzerne gesetzlich regeln“, forderte Greenpeace-Energieexperte Thomas Breuer. Bereits jetzt sind die Betreiber verpflichtet, Rücklagen für den AKW-Rückbau zu bilden. Das soll nach den Vorstellungen von FÖS und Greenpeace auch so bleiben. Zur Finanzierung der Atommüllentsorgung schlagen die Organisationen aber zusätzlichen einen öffentlich-rechtlichen Fonds vor, in den die Atomkonzerne einzahlen.

Unterdessen treiben andere EU-Staaten den Ausbau der Kernkraft voran. Großbritannien, Frankreich, Tschechien und Polen verlangten Mitte April, AKWs als emissionsarme Energieanlagen zu fördern. Umweltverbände kritisierten die Forderung scharf. „Ein Jahr nach Fukushima Milliardensubventionen für die Risikotechnologie Atomkraft zu fordern, ist absurd“, sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Der BUND kündigte eine Europäische Bürgerinitiative für einen EU-weiten Atomausstieg an.

Quelle:  „umwelt aktuell“ 08/2012

Energiewende: Deutschland ist weiterhin Strom-Exporteur

Mittwoch, September 21st, 2011
Deutschland exportiert trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken weiterhin mehr Strom als es importiert. Von Stromknappheit kann in Deutschland also weiterhin keine Rede sein. Allerdings hat sich die Ausfuhr verringert, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Demnach wurde von Deutschland im ersten Halbjahr mehr Strom ins Ausland geliefert als es von dort importiert hat. Trotz des endgültigen Aus für acht deutsche Atomkraftwerke nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima (Japan) überstiegen die deutschen Stromexporte mit 27,9 Terrawatt-Stunden (TWh) die Importe noch um fast 17 Prozent. In Zahlen:  23,9 Terrawatt-Stunden (TWh) wurden importiert, 27,9 TWh sind ausgeführt worden. Somit behält Deutschland den Status eines Netto-Exporteurs.

Fukushima und Atom-Moratorium entscheidend

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist der Exportüberschuss in der Handelsbilanz aber deutlich gesunken: So ist der Statistik zufolge die Einfuhrmenge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 um 4,8 TWh gestiegen, das macht ein Plus von 25 Prozent aus. Gleichzeitig hat sich die Ausfuhr um rund zwei TWh verringert, was einem Minus von sieben Prozent entspricht. Die größten Strommengen haben von Januar bis Juni Frankreich (10,4 TWh) und die Tschechische Republik (5,6 TWh) in die deutschen Netze eingespeist. Die beiden wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren laut Statistik Österreich (7,8 TWh) und die Schweiz (7,6 TWh).

Anmerkung: Eine Terrawatt-Stunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden.

Quelle: focus online, Statistisches Bundesamt, News.toptarif.de

Foto: Windrad – Raphael Mack

Bundestag beschließt Atomausstieg bis 2022

Freitag, Juli 1st, 2011

Am Donnerstag, 30. Juni 2011, wurde vom Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit der Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 beschlossen. Der Beschluss wurde von Umweltminister Norbert Röttgen als „nationales Gemeinschaftswerk“ bezeichnet. Tatsächlich konnten auch die Oppositionsparteien das gestrige Ereignis als historisch verbuchen, weil das Parlament die Entscheidung zum Atomausstieg fast einstimmig fasste.

Ab 2015 stufenweise Abschaltung der AKW

Spätestens am 31. Dezember 2022 soll also das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Aufgrund des Atommoratoriums wurden bereits 8 Kraftwerke abgeschaltet und sollen auch nicht mehr in Betrieb genommen werden. Neun Kraftwerke verbleiben noch am Netz und werden laut Plan schrittweise ab 2015 abgeschaltet.

Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag insgesamt 8 Gesetze, darunter auch das novellierte und in seiner neuen Fassung heftig umstrittene Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Energiewende light oder die Logik des Misslingens?

Bis 2020 soll nach dem Willen der Bundesregierung der Anteil von Strom aus Wind, Biomasse und Sonne von derzeit 17 auf 35 Prozent gesteigert werden. Dieses Ziel, das vergangenes Jahr zusammen mit der Laufzeitverlängerung festgesetzt wurde, wird von Experten und Oppositionsparteien ebenfalls als unzureichend erachtet, weil es nicht dem jetzt beschlossenen Ausstieg Rechnung trägt und nicht zu einer beschleunigten Energiewende führt.

Außerdem soll nach der Vorstellung der Bundesregierung der Netzausbau insbesondere die Verlegung neuer Überland-Trassen für den Transport von Strom z.B. aus Offshore-Windkraftanlagen beschleunigt und dies ebenfalls gesetztlich verankert werden.

Am 8. Juli wird sich der Bundesrat mit dem Gesetzespaket zur Energiewende befassen. Bereits die Entwurffassung war im Bundesrat einstimmig durchgefallen. Die Länder sehen erheblichen Nachbesserungsbedarf und beklagen ebenso wie Umweltschutzorganisationen Mängel in der strategischen Weichenstellung für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Die falsche Richtung würde mit dem jetzigen Gesetzespaket zementiert, argumentieren die Experten.

Das letzte Wort in der Energiewende ist also offenbar noch nicht gesprochen.

Auch das jetzt beschlossen Ausstiegsdatum scheint angesichts der Ergebnisse des Sonderparteitags der Grünen vom vergangenen Samstag, den 25. Juni 2011, noch nicht in Stein gemeiselt. Das jetzt beschlossene Ausstiegsdatum könnte demnach zwar der  spätest mögliche Zeitpunkt für den endgültigen Atomausstieg werden, ein früherer Ausstieg ist aber längst nicht ausgeschlossen …

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V.  Evelyn Villing

Schwarz-Gelb beschließt Atomausstieg 2021

Montag, Mai 30th, 2011

„Der Weg zur Energie der Zukunft – sicher, bezahlbar und umweltfreundlich“

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat zu einem Umdenken in der Atompolitik geführt. In der Nacht von Sonntag auf Montag beschloss die Koalition ein Eckpunktepapier zum Ausstieg aus der Atomenergie. Demnach soll der Ausstieg bis 2021 erfolgen, die letzten Atomkraftwerke könnten aber auch erst 2022 vom Netz genommen werden, falls es Probleme mit der Energiewende gibt.

Offiziell wird diese Möglichkeit damit begründet, dass dies eine Art „Sicherheitspuffer“ sei, mit dem auf Schwankungen in der Stromversorgung reagiert werden könne. Experten bezweifeln den Sinn dieses Vorhabens.

Insgesamt weicht der Beschluss aber nicht weit vom ursprünglichen unter Rot-Grün vereinbarten Atomkonsens und Ausstiegsszenario ab – einiges wird dennoch komplizierter und darf mit Spannung beobachtet werden.

Ausstieg bis 2021 plus?

Positiv an dem gestrigen Beschluss ist, dass die sieben älteren AKW, die schon Mitte März abgeschaltet worden waren, weiterhin aus Sicherheitsgründen nicht mehr ans Netz gehen. Mindestens einer dieser Meiler soll jedoch bis 2013 gewissermaßen auf „Stand-by-Betrieb“ bleiben, um bei Stromengpässen reaktiviert werden zu können. Fachleute halten dieses Ansinnen, das von der Netzagentur verteidigt wird, für schwer durchführbar und außerdem kosten diese „Bereitschafts-AKW“ jährlich 50 Millionen Euro.

Die Opposition lehnt die Reserve-Meiler entschieden ab, nicht zuletzt, weil dies mit der technischen Realität nicht vereinbar sei und die Energiewende nach einer Studie des UBA auch schon bis 2017 vollzogen sein könnte.

Die Endlager-Frage wird  neu aufgelegt

Auch die Ethikkommission hatte ein fixes Enddatum für den AKW-Betrieb empfohlen und zudem auch den Neustart bei der Suche nach einem geeigneten Endlager.

Auch in diese Diskussion scheint seit gestern überraschend Bewegung zu kommen – von unerwarteter Seite: Horst Seehofer, CSU, plädiert für eine neue Standortsuche, die auch Süddeutschland nicht ausklammern dürfe. Neue Töne, denn bislang hatte sich Bayern gegen die Suche nach Alternaiven gesperrt. Nun sollen, so Seehofer am Montag in Berlin, alle geologischen Aspekte noch einmal neu auf den Prüfstand gestellt werden. „Wir müssen erst mal Deutschland ausleuchten“, wird Seehofer im Spiegel zitiert. Bayern hatte sich bislang vehement gegen eine bundesweite Suche nach Alternativen zum Standort Gorleben in Niedersachsen gestemmt. Anders der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, der nach seiner Wahl seine Offenheit in dieser Frage signalisierte und nach seinem Amtsantritt die aktive Beteiligung und  Suche nach einem Endlager ankündigte. SPD und Grüne zweifeln schon lange an der Eignung des Standorts Gorleben in Niedersachsen.

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Autor: Evelyn Villing

Quelle: spiegel-online, focus-online

Nur noch vier Atomkraftwerke am Netz

Freitag, Mai 27th, 2011

Atomkraftwerk Unterweser

Von den 17 deutschen Kernkraftwerken sind zurzeit 13 abgeschaltet. Sieben Kraftwerke sind über das Kernkraft-Moratorium vorläufig stillgelegt worden und das Kernkraftwerk Krümmel ist bereits seit 2007 vom Netz genommen. Dasselbe geschah letzte Woche mit fünf weiteren Meilern, die nun wegen Wartungsarbeiten heruntergefahren sind. Die Lage sei „angespannt, aber unter Kontrolle“, teilte das Bundesumweltministerium mit.

Als Stromexporteur hat Deutschland große Erzeugungspuffer

Die Experten der Bundesnetzagentur verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass das tägliche Ausbalancieren der Netzstabilität schwieriger ist, wenn die Stromleistung so stark gedrosselt ist. Dennoch sei die Stromversorgung derzeit sicher, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Denn Deutschland exportiere üblicherweise Strom und habe große Erzeugungspuffer. So gibt es auch jetzt ausreichend Kapazitäten und Reserven. Zusätzlich wird momentan mehr Strom importiert als sonst – als Folge der Stilllegung von Kernkraftwerken. Allerdings ist das Importieren und Exportieren von Strom üblich und nichts Neues.

Ende Mai werden die ersten Kraftwerke nach einer erfolgreichen Wartung wieder ans Netz gehen: Grundremmingen am 26. Mai, Grohnde am 28. Mai. Philippsburg dann am 4. Juni und das Kernkraftwerk Emsland am 8. Juni. Damit werde die Stromproduktion in Deutschland wieder steigen.

Abschaffung der Brennelemnte-Steuer in der Diskussion

Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ stehe unterdesssen die Brennelementesteuer auf der Kippe. Hochrangige Regierungsvertreter hätten geäußert, dass eine Abschaffung der Steuer diskutiert würde, da die Betreiber-Konzerne sonst nicht mehr in regenerative Energien investieren könnten.

Quelle: IWR

World Future Council: AKW-Stresstests in Europa als Placebo?

Donnerstag, März 31st, 2011

Debatte: EU-Energiepolitik nach Fukushima

Die ersten Befürworter der Atomenergie werden sich bald zurückmelden, prophezeien Experten des World Future Council (WFC) in einem Standpunkt auf EurActiv.de. Die Politik müsse sich endlich mit der Vorstellung vertraut machen, dass eine Vollversorgung mit Erneuerbaren in den kommenden Jahrzehnten möglich ist.

Atomunfälle wie Tschernobyl 1986, Ölkatastrophen wie 2010 auf der Deepwater Horizon, Kriege, die um Öl und Ressourcen geführt werden – die Gefahren unserer konventionellen Energiequellen sind uns nicht erst durch die Katastrophe von Fukushima in Folge des Erdbebens vor Augen geführt worden. Und doch scheint es, als wäre der Mensch schlicht nicht imstande, aus den Fehlern zu lernen und alle notwendigen Schritte zu tun, diese unsicheren und zerstörerischen Energien hinter sich zu lassen. Wir werden die Uhr danach stellen können, bis die ersten Atomenergiebefürworter sich wieder lauthals zurückmelden und vor einem schnellen Ausstieg aus der Atomkraft warnen. Verständlich ist, dass die Bevölkerung vor allem dann für die Gefahren unserer derzeitigen Energieversorgung sensibilisiert ist, wenn die schrecklichen Bilder einer Katastrophe allgegenwärtig sind. Verantwortungslos allerdings sind Politiker, die sich immer nur in solchen Momenten für eine saubere Energieversorgung einsetzen, und ansonsten deren Einführung mit allen Mitteln blockieren.

In Deutschland, wo vor sechs Monaten noch eine vor allem den Energiekonzernen dienende Laufzeitverlängerung verabschiedet wurde, hat als Reaktion auf den Reaktorunfall in Japan und begleitet durch das hastig beschlossene Moratorium für die Laufzeitverlängerung die Debatte um Atomenergie wieder Fahrt aufgenommen. Allein am vergangenen Wochenende gingen in vier Städten zusammen über 200.000 Menschen auf die Straße und forderten einen schnellen Atomausstieg.

Die Regierung begründet das Moratorium damit, dass man erst einmal den gesellschaftlichen Konsens suchen müsse. Dies allerdings verwundert: Der von der rot-grünen Regierung beschlossene Atomausstieg stützte sich bereits auf die große Mehrheit in der Gesellschaft, die vor einigen Monaten beschlossene Laufzeitverlängerung dagegen nicht. Das Moratorium ist damit im Grunde das Eingeständnis der deutschen Regierung, die Laufzeitverlängerung nicht im Sinne der Versorgungssicherheit der Bevölkerung, sondern in erster Linie im Interesse der Energiekonzerne verabschiedet zu haben.

Noch beim EU-Energiegipfel im Februar betonten europäische Energieminister die große Bedeutung der Nuklearenergie für das Erreichen der EU-Klimaziele. Die unvorstellbar hohen und weitreichenden Gefahren der Technologie für Mensch und Umwelt werden dabei mit dem Begriff Restrisiko beiseite debattiert und sogar für Wachstums- und Wettbewerbschancen in Kauf genommen. Fukushima zeigt nun, was der Begriff Restrisiko beinhaltet, welchen Preis dieses Risiko hat.

Der Vorschlag von EU Energiekommissar Günther Oettinger nach Stresstests für alle europäischen Atomkraftwerke ist wohl eher der verzweifelte Versuch, die Atomenergie in Europa trotz der tragischen Bilder aus Japan am Leben zu halten. Freilich kann man gegen eine erneute Sicherheitsüberprüfung von Atomanlagen schwer etwas haben. Zu vermuten steht allerdings, dass diese Stresstest nichts als ein Placebo für die Bevölkerung sind, die im Angesicht der Katastrophe von Japan besonders empfindlich auf Atomenergie reagiert.

Auch ein Stresstest wird die Sicherheit von Atomanlagen nicht garantieren. Das weltweite Atommüllproblem und die Gefahr der militärischen Nutzung von Nukleartechnologie („Proliferationsrisiko“) bleiben ebenso ungelöst. Das alles wäre bereits Grund genug, schnellstmöglich aus der Atomenergie auszusteigen.

100 Prozent Ökostrom sind möglich

Die Forderung nach einem schnellen Atomausstieg ist richtig und notwendig. Ebenso deutlich müssen wir allerdings benennen, welche politischen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den effizienteren Umgang mit Energie konkret, zuverlässig und rasch zu erreichen. Dabei muss sich die Politik auch endlich mit der Vorstellung vertraut machen, dass eine Energieversorgung, die sich zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien speist, in Europa innerhalb der kommenden Jahrzehnte möglich und notwendig ist.

Zahlreiche Organisationen, Institute und Verbände haben die technische und wirtschaftliche Machbarkeit bereits nachgewiesen. Berechnungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) zeigten bereits Anfang 2010, dass im Jahr 2020 statt der von der EU geforderten 18 Prozent in Deutschland bereits ein Anteil der EE von knapp 30 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch möglich ist. Und genau so wie die Gefahren der Atomenergie müssen auch die enormen Möglichkeiten der  Erneuerbaren Energien überzeugend in der Öffentlichkeit vermittelt werden. Denn nur dann wird die Bevölkerung die Transformation unserer Energieversorgung mittragen.

Zusätzlich brauchen wir größere Schritte auf europäischer Ebene. Die EU-Klimaziele, die bis 2020 einen Anteil der Erneuerbaren von 20 Prozent, eine Treibhausgasreduktion von 20 Prozent und eine Senkung des Energieverbrauchs von 20 Prozent vorsehen, müssen übertroffen werden. Zu den notwendigen Maßnahmen gehören unter anderem die Stärkung der nationalen Förderinstrumente im Bereich erneuerbarer Wärme und der beschleunigte Ausbau der Stromnetze.

Quelle: EurActiv.de-Newsletter / World Future Council (WFC)

Reck: "Energiesystem wird dezentraler und mittelständischer sein"

Donnerstag, März 31st, 2011

Debatte: EU-Energiepolitik nach Fukushima

Eine Technologie, deren Einsatz absolute Sicherheit voraussetzt, kann keine Zukunftsoption für die Energieversorgung sein, meint Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). In einem Standpunkt auf EurActiv.de fordert Reck Investitionen in intelligente Netze und dezentrale Speicherlösungen. Gefragt sei eine ökologische Industrialisierung.

Die dramatischen Ereignisse in Japan haben die Welt bis ins Mark erschüttert. Obwohl die (ökologischen und ökonomischen) Folgen heute im Einzelnen noch nicht absehbar sind, ist eines unumstritten: Das schwere Unglück in Fukushima wird die Welt nachhaltig verändern. Eine Neubewertung der Kernenergie ist vor diesem Hintergrund zwingend notwendig. Fest steht: Wir benötigen Energie, sie ist die Grundlage unserer Wirtschaft und unseres Wohlstands. Aber woher wollen wir diese beziehen? Und vor allem: Wie wollen wir sie zukünftig erzeugen?

Fossile Energien schädigen das Klima nachhaltig

Europa muss jetzt intensiv darüber nachdenken, wie es in absehbarer Zukunft ohne Kernenergie auskommen kann. Der jetzt von EU Energiekommissar Oettinger mit den Unternehmen vereinbarte „Stresstest“ ist ein erster wichtiger Schritt, um die Sicherheit der europäischen Kernkraftwerke zu prüfen. Er darf allerdings kein Feigenblatt sein, um danach wieder einfach zur Tagesordnung zurückzukehren. Eine Technologie, deren Einsatz absolute Sicherheit voraussetzt und bei der die Frage der Endlagerung nicht gelöst ist, kann keine Zukunftsoption für eine nachhaltige europäische Energieversorgung sein. Gleichzeitig werden fossile Energien immer knapper und teurer. Aber es ist noch genug davon da, um das Klima nachhaltig zu schädigen.

Die Verantwortung für unser Weltklima – und damit für unsere Wirtschaft und das Gemeinwohl – erfordert ein deutlich engagierteres Handeln. Das gilt auch und gerade für die Energieerzeugung und den -verbrauch. Wir müssen das Energiesystem deshalb gründlich umbauen. Dabei sollten wir auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, auf den Aufbau und Ausbau intelligenter Energienetze und auf Effizienzsteigerungen setzen.

Effizienteste Technologie: Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Die tragende Säule einer sinnvollen und nachhaltigen Klima- und Energiepolitik ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Für 2020 strebt die Europäische Union einen Anteil von 20 Prozent am Primärenergieverbrauch an. Dieser Ausbau ist machbar, doch er kostet Geld. Umso wichtiger ist es, Investitionen verstärkt in erneuerbare Energien umzulenken. Da die technisch-wirtschaftliche Lebensdauer von Kraftwerken rund 40 Jahre beträgt, ist es wichtig, bereits heute umzudenken. Schaffen wir das nicht, wird es schwer und teurer die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen.

Wenn wir die Erneuerbaren sinnvoll einbinden wollen, müssen wir parallel den Netzausbau forcieren – insbesondere die Verteilnetze vor Ort. Nur eng vermaschte und intelligente Netze, die sogenannten Smart Grids, können schwankende Einspeisemengen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen. Zudem sind eine effizientere Erzeugung und ein effizienterer Umgang mit der vorhandenen Energie notwendig. Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind mit Wirkungsgraden von bis zu 90 Prozent die effizienteste Energieerzeugungstechnologie. Zudem sind sie sind ein hervorragender Türöffner für erneuerbare Energien, weil sie flexibel hinsichtlich der einsetzbaren Brennstoffe sind. In Deutschland haben wir mit diesen Anlagen sehr gute Erfahrungen gemacht.

Energieversorgung: dezentral und intelligent

Heute ist die Energieversorgung in Europa noch vorwiegend zentral ausgerichtet. Wenige Großkraftwerke in der Hand weniger Unternehmen bringen die Energie über die Übertragungsnetze zu den Verbrauchern. Dezentrale Erzeugungsanlagen sind bislang nur eine Ergänzung der Strukturen. Genau hier wird eine Trendwende erfolgen: Das zukünftige Energiewirtschaftssystem wird dezentraler und mittelständischer geprägt sein. Weitreichende Veränderungen zeichnen sich vor allem in den Erzeugungs- und Netzinfrastrukturen ab. Um die Potenziale an Ort und Stelle zu nutzen, werden zukünftig kleinere Erzeugungsanlagen Strom in die Verteilnetze einspeisen. Erzeugung und Verbrauch werden lokal und intelligent ausgesteuert und überregional verteilt. Unterstützt wird dieses System von zentralen Stromspeichern aber auch von dezentralen Speicherlösungen wie etwa Fernwärmenetzen und Elektrofahrzeugen. Damit dreht sich das Bild um: Künftig werden die zentralen Strukturen die dezentralen ergänzen.

Ökologische Industrialisierung: EU als Vorbild

Die EU muss die Führung für den Umbau der Energieversorgung übernehmen. Wie einst die Industrialisierung Europas zum Vorbild wurde, muss nun die ökologische Industrialisierung zum Vorbild werden. Green Tech ist Europas Zukunft. Das bedeutet nachhaltige Jobs und Wertschöpfung. Dafür benötigen wir aber einen europäischen Energiebinnenmarkt mit ausgebauten Grenzkuppelstellen, für den Übergang eine zuverlässige Rohstoffversorgung und ein verbindliches internationales Abkommen zur Senkung der CO2-Emissionen. Das kann nur die EU organisieren und leisten!

Zum Autor

Hans-Joachim Reck ist Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) in Deutschland. Der VKU vertritt die Interessen von mehr als 1.400 Mitgliedsunternehmen, die in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und Umweltschutz tätig sind.
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Quelle: EurAktiv.de

Regierungsbeschluss: Laufzeitverlängerung unter Dach und Fach

Freitag, Oktober 29th, 2010

Der Deutsche Bundestag hat gestern mit der Regierungsmehrheit gegen die Stimmen der Opposition die Verlängerung der AKW-Laufzeiten beschlossen. Trotz zahlreicher Proteste und Petitionen, die beim Bundestag eingereicht wurden, und ob der Tatsache, dass gut 2/3 der Bevölkerung gegen eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke sind, wurde die Laufzeitverlängerung „programmgemäß“ von den Unionsparteien und der FDP umgesetzt. Dabei ist nach wie vor die Frage der Endlagerung nicht geklärt – es gibt bislang keine sichere Option und auch mit der Wiederaufnahme der Erkundung des Salzstocks Gorleben wird sich dies kurzfristig nicht ändern.

Im Jahr 2020 könnten Erneuerbare Energien fast die Hälfte des Stromes liefern. Das kann aber nur gelingen, wenn Atomstrom im Netz zurück gedrängt wird, um Kapazitäten für die Erneuerbaren Energien frei zu machen. Die Chance auf einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien wurde nun nach Meinung vieler Experten durch die Regierungsentscheidung vergeben, ein zukunftsfähiger Wirtschaftszweig wird in seiner Entwicklung gehemmt.

Viele Bürgerinnen und Bürger und vor allem auch zahlreiche Stadtwerke und kleinere Energiebetriebe, die in die Erneuerbaren Energien hohe Summen investiert haben,  sind empört über diese Politik. Die Entscheidung soll zudem ohne Beteiligung des Bundesrats umgesetzt werden. Die SPD hat deshalb inzwischen Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Deutsche Kernkraftwerke sind sicher

100 % sichere Atomkraftwerke gibt es nicht. Außerdem ist bekannt, dass einige Reaktoren in Deutschland oft und zum Teil permanent wegen Störfällen und Schäden stillstehen. Schon im Mai dieses Jahres wurde beispielsweise bekannt, dass im Reaktor Gundremmingen (Kreis Günzburg) drei Brennelemente defekt sind und Block B abgeschaltet werden muss, was der Betreiber aber bis jetzt nicht veranlasst hat, weil bereits Block C wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet ist. Die Sicherheit der Kernkraftwerke in Deutschland wird oft als Argument bemüht, jedoch sind die Kernkraftwerke tatsächlich technisch veraltet, es gibt kaum Ersatzteile, sie sind schwierig zu beschaffen und sensible Systembestandteile, die oft nicht oder nur schwer zugänglich sind oder nicht wirklich kontrolliert werden können, sind von Verschleißschäden bedroht und damit ein Sicherheitsrisiko für den Reaktor. Die jetzt beschlossene Laufzeitverlängerung bedeutet de facto weitere 3 Jahrzehnte wachsendes Risiko für die Bevölkerung.

Quelle: Energiewende Landkreis Starnberg

Greenpeace: Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke unverantwortlich

Montag, September 6th, 2010

Nach monatelangem Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP am Sonntag auf längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt. Die 17 Atommeiler sollen im Schnitt zwölf Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant – gestaffelt nach älteren und jüngeren Kraftwerken.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Einigung der schwarz-gelben Koalition auf eine Verlängerung der Atomlaufzeiten um durchschnittlich zwölf Jahre als „schwarzen Tag für Deutschland“ kritisiert. „Eine unverantwortliche Entscheidung“, sagte Atomexperte Tobias Münchmeyer am Sonntagabend in Berlin. Allein tausende Tonnen an zusätzlichem Atommüll würden dadurch anfallen.

„Die Laufzeitverlängerung ist ein reines Geldgeschenk der Regierung. Sie schadet Deutschland und nutzt den Konzernen“, sagte Münchmeyer. „Die Laufzeitverlängerung wird sich für die Union als Pyrrhussieg erweisen.“ Das sehr lange Laufzeitplus werde vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben. Da Schwarz-Gelb keine Mehrheit im Bundesrat hat, soll die Länderkammer umgangen werden – deshalb sind Klagen in Karlsruhe sicher.

Durchbruch in Atomstreit – Kritik am Laufzeitplus von Opposition und Umweltschutzorganisationen

Nach monatelangem Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP am Sonntag auf längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt. Die 17 Atommeiler sollen im Schnitt zwölf Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant – gestaffelt nach älteren und jüngeren Kraftwerken. Das teilten Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Abend nach knapp zwölfstündigen Verhandlungen im Kanzleramt mit.

Im Gegenzug werden die Stromkonzerne mit Mrd.-Zahlungen auch für den Ausbau von Öko-Strom zu Kasse gebeten. Röttgen sprach hier von einem „substanziellen Beitrag“ für erneuerbare Energien, Brüderle nannte einen Betrag von bis zu 15 Mrd. Euro. Atomkraftgegner reagierten empört auf den schwarz-gelben Kompromiss.

Der im Kanzleramt ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass jüngere Kernkraftwerke – ab dem Baujahr 1980 – 14 Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant, ältere Meiler acht Jahre zusätzlich. Das bedeutet, dass die letzten Kernkraftwerke voraussichtlich erst im Jahr 2040 vom Netz gehen. Bisher gilt nach dem von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg eine Laufzeit von 32 Jahren. Danach wäre der letzte der 17 Atommeiler in Deutschland nach aktuellem Stand 2025 vom Netz gegangen.

Röttgen sprach von einem „großen Erfolg“ für die langfristige Versorgung mit erneuerbarer Energie. Brüderle nannte die Einigung ein gutes Konzept. Es würden in den nächsten Jahren 15 Mrd. Euro für die Öko-Energie „generiert“. Der Umbau der Stromversorgung werde somit forciert. Dies sei nicht nur wichtig für den Klimaschutz. Es gehe auch um die Technologieführerschaft Deutschlands.

Von der Verlängerung unabhängig sollen die Konzerne Eon , RWE , ENBW und Vattenfall ab 2011 eine Atomsteuer in Höhe von 2,3 Mrd. Euro pro Jahr zahlen. Die umstrittene neue Steuer wird aber auf sechs Jahre befristet und bis einschließlich 2016 erhoben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Zusätzlich sollen die Atomkonzerne einen Sonderbeitrag zum Ausbau von Öko-Strom leisten. Er beträgt jeweils 300 Mill. Euro in den Jahren 2011 und 2012. Von 2013 bis 2016 liegt er bei je 200 Mill. Euro.

Die Koalition geht davon aus, dass ihr Atomkonzept nicht vom Bundesrat gestoppt werden kann. Je länger die Meiler zusätzlich am Netz sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Länderkammer zustimmen muss. Die Opposition hat bereits mit Verfassungsklagen gedroht. Das letzte Wort dürfte wohl das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe haben.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisierte in der „Frankfurter Rundschau“ (Montag): „Jetzt ist die Katze aus dem Sack, und die schwarz-gelbe Regierung zeigt, wie rückschrittlich sie in Energiefragen ist.“ Dass die Kernkraftwerke bis zu 14 Jahre länger am Netz blieben, behindere den Ausbau der erneuerbaren Energien und koste deshalb langfristig sogar Geld.

Der Bundestags-Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, befürchtet angesichts des schwarz-gelben Kompromisses eine Atomkraft- Nutzung in Deutschland sogar bis zum Jahr 2050. Er sagte der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“ (Montag), erst in etwa 40 Jahren ginge nach den Regierungsplänen das letzte Atomkraftwerk vom Netz. „Auch unsere Kinder und Enkel hätten dann noch mit dieser gefährlichen Technologie zu tun.“ Trittin begründete seine Berechnung so: „Von den alten Atomkraftwerken könnten die Betreiberfirmen Strommengen auf neuere Anlagen übertragen. Einzelne Meiler dürften dann noch mehrere Jahrzehnte Strom produzieren.“

Linke-Chefin Gesine Lötzsch sagte: „Der schwarz-gelbe Atomdeal trägt die Handschrift der Atomkonzerne. Die Stromlobby hat sich in entscheidenden Fragen durchgesetzt.“ Die Atomkonzerne dürften mit abgeschriebenen Meilern billig Strom produzieren, ihn teuer verkaufen und die Gewinne zu großen Teilen einstecken. Lötzsch: „Dem Deal fehlt jede soziale Komponente. Noch nicht einmal eine gesetzliche Verpflichtung zu Stromsozialtarifen konnte Merkel den Konzernbossen als Gegenleistung abringen.“

Quelle: Handelsblatt online

Greenpeace belegt – Keine Stromlücke ohne Atomstrom

Montag, August 16th, 2010

Die Stromversorger können ihre Ankündigung umsetzen und die acht ältesten deutschen Atomkraftwerke sofort stilllegen, ohne dass dies zu Engpässen in der Stromversorgung in Deutschland führt. Dies belegt eine neue Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace, der zufolge die sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser, sowie der Pannenreaktor Krümmel aktuell nur noch zu 5,4 Prozent zur deutschen Stromversorgung beitragen. Die übrigen neun Atommeiler könnten bis zum Jahr 2015 abgeschaltet werden. Das zeigt das vom Aachener Institut EUtech für Greenpeace berechnete Energie-Szenario „Plan B 2050“.

Beschleunigter Atomausstieg bis 2015 und ein nachfolgender Kohleausstieg bis 2035-2040 sind nahezu klimaneutral möglich

Die Stromkonzerne hatten laut Magazin „Der Spiegel“ (Montagsausgabe) angekündigt, ihre Atom-Meiler sofort abschalten zu wollen, falls die von der Bundesregierung geplante Brennelementesteuer komme. „Das ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht“, sagt Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Atomexperte. „Mit ihrer Ankündigung haben die Stromversorger zugegeben, dass die maroden deutschen Atomkraftwerke zur Deckung der Stromversorgung nicht benötigt werden“, so Münchmeyer weiter. Greenpeace fordert die Stromkonzerne dazu auf, die acht gefährlichsten Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Das Energie-Szenario „Plan B 2050“ zeige wie Deutschland bis zum Jahr 2050 bei beschleunigtem Atomausstieg bis 2015 und einem nachfolgenden Kohleausstieg bis 2035-2040 nahezu klimaneutral werden kann und gleichzeitig die Versorgung gesichert und die Stromkosten gesenkt werden können.

32 TWh Atomstrom, aber 37 TWh aus Windenergie

Die Stromproduktion der ältesten sieben Atomkraftwerke, sowie des Pannenreaktors Krümmel ging laut Studie im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um über 48 Terawattstunden (TWh) auf knapp 32 TWh drastisch zurück. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat hingegen rapide zugenommen. Allein die Windenergieanlagen produzierten 2009 37 TWh Strom. Dies entspricht einem Anteil von 6,5 Prozent. Insgesamt tragen die erneuerbaren Energien bereits mit über 16 Prozent zur Stromproduktion bei. Zudem hat Deutschland 2009 14,3 TWh Strom ins Ausland exportiert.

„Wer Deutschland zukunftsfähig machen will, muss konsequent auf erneuerbare Energien setzen. Eine Laufzeitverlängerung für Atommeiler würde den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren blockieren. Das wäre Gift für diesen boomenden Wirtschaftszweig. Wenn die Bundesregierung jedoch weiter auf Atomkraft setzt, schadet sie damit Deutschland“, sagt Münchmeyer.

Hier finden Sie eine Kurzfassung und eine Langfassung des Energie-Szenarios „Plan B 2050“ . Die Dokumente können Sie auch direkt bei Greenpeace herunterladen unter www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/studie_energie_screen.pdf 

16.08.2010 | Quelle: Greenpeace. E.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH